Dienstag, 26. Juli 2016

Rezension "Dragon in the Blood" von Juliette Cross

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Rezension
Dragon in the Blood
von Juliette Cross

kein Verlag/self publisher
ASIN: B01FNI7L1E
eBook mit ca. 246 Seiten
Sprache: Englisch
Genre: Urban/Romantic Fantasy
Preis: ca. 4,10 €

Reihe: Vale of Stars #2
0.5. Dragon Heartstring (ET: Ende 2016)
2. Dragon in the Blood
3. - noch kein Titel - (ET: 2017)




Inhalt
While all seems quiet in Gladium Province, the Morgon Guard—the global justice force for the dragon hybrid race—knows their enemy is rebuilding its forces in the underground.
Valla Moonring, an assassin for an order of the Morgon Guard, is ordered to join an expedition through the Wastelands of Aria, a formidable, icy wilderness fraught with all manner of dangers, including outlaws, deadly weather, and big-game predators.
To her great distaste, she’s partnered with a Nightwing Security operative, Conn Rowanflame, a Morgon with the aggravating ability to get under her skin. While she takes her mission seriously, Conn’s confident charm throws her off balance, a dangerous place to be in conditions like these. Especially when cold nights require close contact.
Sensual attraction binds them ever closer, igniting a passion of unexpected force—soulfire. But when the hunters become the hunted, their bond could prove perilous. Even fatal… (c)Goodreads

Meine Meinung
Aus der Welt der Morgon (mit der Vale of Stars- und Nightwing-Reihe) ist dieser Band bisher eindeutig der Beste. Das gesamte Konzept - die Morgon als Drachenhybriden und ihre Welt - faszinieren mich noch immer. In diesem Band lernen wir einen neuen Teil des Worldbuildings kennen, da Valla und Conn gemeinsam eine Mission in das winterliche Aria überstehen müssen. Aria mag als unwirtlicher Unterschlupf für Kriminelle und Ausgestoßene gelte. Man entdeckt jedoch sehr schnell, dass das nur ein Vorurteil ist, denn es gelingt Cross wunderbar, dort neue spannende Figuren einzuführen, die hoffentlich in den Folgebänden ihre eigenen Geschichten bekommen werden (Bastian und Kera!). 

Stützpfeiler der Geschichte mit all ihrem Charme sind die Protagonisten. Beide sind unheimlich starke und authentische Charaktere, die ihre Stärken und Schwächen haben. Valla ist eine harte Kriegerin, die sehr gut auf sich selbst aufpassen kann. Trotzdem versteckt sie hinter dieser Fassade auch ein wenig Verletzlichkeit und mit ihrer Sturheit macht sie es sich (und anderen) gelegentlich sehr schwer. Trotzdem bleibt sie sich treu. Cross hat sie nicht zum unterwürfigen Liebchen werden lassen, sondern einen Weg gefunden, das Paar trotz seiner konfliktreichen Gegensätze zusammenfinden zu lassen. Denn Conn ist nicht weniger stur und aufbrausend. Dieser hat mir bisher unter allen männlichen Protagonisten am meisten gefallen. Er hat eine sehr spielerische und arrogante Art an sich, zugleich versucht er aber weder, Valla zu verändern, noch sieht er auf sie herab. Cross hat den Spagat zwischen starken, dominanten und sensiblen Charakterzügen in diesem Charakter perfekt geschafft.

In Zusammenspiel dieser beiden Figuren ist jede Szene ein Feuerwerk an Schlagabtausch und unterschwelliger Anziehungskraft; die beiden tanzen eine ganze Weile umeinander herum, während sie sich langsam noch besser kennenlernen und sich einander zuwenden. Geschichten wie diese, in denen sich die Protagonisten von Beginn an kennen, fühlen sich viel echter an. Conn und Valla sind ein schlagfertiges, explosives Paar, welches die Geschichte von der ersten Seite an getragen hat.
Gestützt wird die Einsicht in beide Protagonisten durch den Erzählstil und POV aus beiden Perspektiven. Bisher hat sich Cross auf die Sicht der weiblichen Protagonistinnen beschränkt. Der Wechsel im Hinblick darauf hat mir sehr zugesagt, weil man so die Beweggründe der männlichen Seite des Pairings besser versteht.

Daneben war ich begeistert, wie entscheidend sich der übergreifende Plot in diesem Band weiterentwickelt hat. Mit einer ganz neuen Figur führt die Autorin einen weiteren Gegenspieler ein, bei dem man sich bis zum Schluss nicht ganz sicher ist, ob er wirklich böse ist, oder vielleicht doch die Chance einer Hinwendung zu dem besteht, was richtig ist. Auf die Entwicklung dieser Figur in den folgenden Geschichten bin ich sehr gespannt. Langsam aber sicher baut Cross hier eine Bedrohung und eine Riege von Antagonisten auf, die zu einem Problem mit gigantischen Ausmaßen zu werden versprechen. 

Fazit
Cross wartet in Dragon in the Blood mit einer Geschichte zweier Protagonisten auf, die bereits allein feurig und charakterstark sind - und zusammen eine echte Explosion ergeben. Schon die erweiterte Welt der Morgon und die stetige Entwicklung des Plots für sich haben mich begeistert - die Figuren und ihre Liebesgeschichte sind und bleiben aber mein Lieblingspart!

5 von 5 Buchwelten

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Freitag, 8. Juli 2016

Rezension "No heartbeat before coffee" von Maria M. Lacroix

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Rezension
No heartbeat before coffee
von Maria M. Lacroix

Drachenmond Verlag
ASIN: B01H0T34HE
eBook mit ca. 230 Seiten
Sprache: Deutsch
Genre: Urban Fantasy
Preis: 3,99 €

Reihe: Diana Cunningham #1
1. No heartbeat before coffee
2. - noch kein Titel - (noch kein ET)






Inhalt
Während eines Einsatzes gegen einen dunklen Hexenclan wird Diana, kampferprobte Spezialistin des Instituts für »Research and Identification of Paranormal Activities«, mit einem tödlichen Fluch belegt. Rettung aus ihrer aussichtslosen Lage erhält sie ausgerechnet von einem Werwolf.
Obwohl auch er in ihrer Weltsicht zum Feind zählt, bleibt ihr nichts anderes übrig, als Jamie zu vertrauen. Und als wäre ihr Leben nicht verzwickt genug, zieht er sie stärker an, als sie sich selbst eingestehen will.

Gleichzeitig wird Seattle von einer brutalen Mordserie erschüttert, sodass Diana ihre persönlichen Probleme in den Hintergrund stellt, um sich voll und ganz der Aufklärung des Falles widmen zu können. Doch ihre Kollegen dürfen weder von ihren Gefühlen für Jamie erfahren noch, welchen Preis sie für ihr Überleben gezahlt hat …(c)Goodreads

Meine Meinung
Und es gibt sie doch, so selten es sein mag: die richtig gute deutsche Urban Fantasy! Inzwischen hatte ich die Hoffnung schon fast aufgegeben und dann stoße ich auf dieses unterhaltsame Juwel. No heartbeat before coffee war noch nicht ganz perfekt, aber nahe dran. (Und nehmen wir uns alle einen Moment Zeit und bewundern dieses grandiose und perfekt passende Cover! Danke an den Gestalter dafür!)

Der allergrößte Pluspunkt dieser Geschichte ist ihre Protagonistin. Diana ist eine waschechte Kick Ass Heldin und dabei wirkte sie auf mich trotzdem sehr echt und real. Sie mag eine Vampirjägerin sein, aber sie kann und weiß trotzdem nicht alles und sie hat ihre Fehler. Genau darin liegt ihr Charme. Sie bemitleidet sich nicht selbst, sondern geht mit einer witzigen wie sympatischen ironischen Art an ihre Ermittlungen und ihr Leben heran.

Gerade eine Urban Fantasy-Story aus der Ich-Perspektive lebt vom Schreibstil. Und Maria Lacroix hat es geschafft, Diana eine authentische und passende Stimme zu geben. An den richtigen Stellen wird Diana auch mal derb. Ich hasse Bücher, in denen irgendwelche taffen Charaktere - ganz besonders eine abgehärtete Jägerin des Paranormalen - nicht fluchen, sondern immer nur "Hoppla" und "Scheibenkleister" sagen! Das passt für mich gar nicht. Nicht so Diana, die gelegentlich eine sehr lose und zynische Zunge hat und damit für einige witzige Momente sorgt, sodass auch der Roman auch eine humorvolle Seite zeigt. Mit all diesen Facetten unterstützt der Schreibstil das Charakterdesign perfekt.

Das Worldbuilding hätte jedoch ein kleines bisschen detailreicher gestaltet werden können. Ich habe das Gefühl, dass da noch etwas Raum nach oben ist, denn man wird nur mit den grundlegenden Fakten versorgt und Diana weiß für eine Mitarbeiterin einer paranormalen Einheit leider recht wenig über die übernatürlichen Wesen ihrer Welt, was ich dann doch manchmal etwas befremdlich fand. Das hat für mich einfach nicht ganz gepasst, da Diana eine sehr clevere Frau ist und in diesem Buch alle Informationen abgreift, derer sie habhaft werden kann. Da sollte sie doch mehr Wissen über ihr Metier sammeln... Deswegen hoffe ich in dieser Hinsicht sehr auf den zweiten Band, der die Welt hoffentlich etwas vertiefen wird.

Fazit
Eine toughe Heldin, die durch das Charakterdesign, den grandiosen Schreibstil und Ausdruck  vor den Augen des Lesers buchstäblich zum Leben erweckt wird. Noch ein bisschen Feilen am Weltentwurf und wir haben hier die perfekte Mischung vor uns! Das ist deutsche Urban Fantasy vom Feinsten!

4,5 von 5 Buchwelten

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Sonntag, 3. Juli 2016

Gelesenes im Juni und Neuerscheinungen im Juli 2016

Hallo ihr Lieben!
Der Juni war wenig erfolgreich, was das Lesen anging. Viel Unikram zu tun. Und der Juli wird noch schlimmer... aber dazu weiter unten mehr.

Gelesen im Juni 2016: 3


2. No heartbeat before coffee (Diana Cunningham #1) von Maria M. Lacroix (4,5/5 Sterne)

3. Dragon in the Blood (Vale of Stars #2) von Juliette Cross (5/5 Sterne)

Es sind zwar nur drei Titel, aber sie haben mich wenigstens alle gut unterhalten. Fluch der Magie gibt uns einen Einblick in den chaotisch-liebenswerten Charakter der Wertigerin Dali, die ich nun sehr gerne mag, obwohl sie natürlich nicht an die eigentliche Protagonistin der Stadt der Finsternis-Reihe Kate Daniels herankommt.
Ein richtig guter Urban Fantasy-Roman aus deutscher Feder ist mir mit No heartbeat before coffee untergekommen. Viel Action, Spannung, eine interessante aber ausbaufähige Welt und ein schöner Anfang von Romantik. Bin sehr gespannt, was die Autorin aus den kommenden Bänden der Reihe macht. Diana ist eine würdige Kick Ass-Heldin, deren Geschichte ich gerne verfolgt habe.
Mein absolutes Highlight des Monats war Dragon in the Blood. Das Protagonistenpärchen Valla und Conn ist absolut anbetungswürdig, beides unheimlich starke Figuren, die sich treu bleiben und um ihre Freunde, ihre Welt und ihre Liebe kämpfen. Die Vale of Stars-Reihe mit den unheimlich interessanten Morgons als Drachenhybriden mausert sich zu einer meiner absoluten Lieblingsreihen. Hoffentlich wird dieses Niveau gehalten.
Reviews zu beiden Romanen sind in Arbeit! :)

Und sonst noch im Juni:
Der Juni sah nicht nur lese-, sondern auch blogtechnisch äußerst mau aus. Eine Review zu Sweet Filthy Boy von Christina Lauren ist online gegangen und in einem Wochenrückblick habe ich ein wenig erzählt, was ich mache und warum ich so wenig auf dem Blog und in meinen Büchern mache *lach*.

Was im Juli los sein wird:
Ähnlich viel bzw. wenig wie im Juli. Ich habe zwar meine Prüfungen hinter mir und muss in den nun beginnenden Semesterferien nur noch eine Hausarbeit schreiben, weil ich die anderen weg habe, aber dafür stehen im Juli zwei Umzüge an, bei denen ich helfen muss. Und der eine davon wird monströse Ausmaße haben. Ich gehe also davon aus, dass ich wenig zum Lesen und noch weniger zum Bloggen kommen werde. 
Die beiden oben versprochenen Reviews werde ich vorplanen, damit hier nicht die ganze Zeit nur Staub-Heu-Ballen und Westernmusik durch den vereinsamt-verlassenen Blog flimmern, aber viel mehr wird wohl nicht passieren.
Wer auf dem Laufenden bleiben möchte, der fühle sich herzlich eingeladen, bei Goodreads auf meiner Seite vorbeizuschauen und mich vielleicht zu befreunden :).

Interessante Neuerscheinungen im Juli 2016

Stadt der Finsternis 9: Ein neuer Morgen von Ilona Andrews (eigentlich Kat Daniels #8) (15.07.16)

Einzige Vorbestellung unter diesen Neuheiten ist der neue Stadt der Finsternis-Roman. Ich hoffe, dass ich im Juli wenigstens dazu komme, den Vorgängerband nachzuholen und dann Ein neuer Morgen gleich hinterherzuschicken. Da weiß ich wenigstens, das ich mit hoher Wahrscheinlichkeit gut unterhalten werde, wenn ich dann im Juli mal ein wenig Zeit für's Lesen frei machen kann.
Die Chancen auf mein Weiterverfolgen der Night Prince-Reihe sind zwar aktuell eher gering, aber trotzdem verfolge ich Frosts Arbeit weiterhin. Auch die anderen Romane werden vorerst warten, weil ich entweder in der entsprechenden Reihe noch nicht so weit oder noch nicht sicher bin, ob das Buch und ich zusammenpassen.

Habt ihr den Juni etwas intensiver genutzt? ;)
Liebe Grüße, Jasmin.