Samstag, 30. April 2016

Gelesenes im April und Neuerscheinungen im Mai 2016

Hallo ihr Lieben!
In den letzten Tagen hat sich das Wetter hier in Leipzig von seiner aprillig schlimmsten Seite gezeigt. Gestern hat es buchstäblich alle 5 Minuten geregnet und dann wieder aufgehört. Und dank des Windes - bei dem ich mich immer wieder frage, was der im Flachland Leipzig zu suchen hat - ist ein Schirm eigentlich keine Option. Umso mehr hoffe ich, dass der Mai sich von einer etwas freundlicheren Seite zeigen wird!
Lesetechnisch waren diesen Monat mal wieder "Klassiker" dabei, da ich in der Uni dieses Semester wieder einige Lektürekurse belegt habe. 

Gelesen im April 2016: 7


3. Das betörende Lied des Elfenkönigs (Tairen Soul #5) von C. L. Wilson (4/5 Sterne)

4. Dunkle Verlockung von Nalini Singh (4/5 Sterne)

5. Long Hard Ride (Rough Riders #1) von Lorelei James (4/5 Sterne)


7. Leutnant Gustl von Arthur Schnitzler (4/5 Sterne)

Highlight des Monats war somit auf jeden Fall Engelsmacht, ein sehr starker Band der Gilde der Jäger-Reihe, der vor allem mit Naasir als unheimlich ambivalentem und spannenden Charakter jedes Leserherz hochschlagen lässt.
Eine Rezension zu Das betörende Lied des Elfenkönigs folgt Anfang Mai. Die Tairen Soul-Reihe ist wirklich ein Meisterwerk. Ich habe derart mit den Figuren mitgelitten und die Geschichte ist über diese fünf Bände hinweg extrem vielschichtig konstruiert. Momentan trage ich mich ernsthaft mit dem Gedanken, im Mai Band 1 zu rereaden, weil mich die Geschichte einfach nicht loslässt!
Wer nach interessanten Klassikern sucht, der sollte sich Arthur Schnitzlers Leutnant Gustl mal ansehen. Der Erzählstil des stream of consciousness ist sehr einzigartig und die Geschichte bietet gerade geschichtlich Interessierten einen spannenden Einblick in die Moral und den Zeitgeist zum Epochenumbruch um 1900.
Von Jean Paul möchte ich hingegen eher abraten, es sei denn man steht auf seinen abschweifenden schwafeligen Stil. Für mich bot die Selberlebensbeschreibung schon kaum interessante Aspekte und die Konjektural-Biographie hätte ich glattweg abgebrochen, wenn ich sie nicht für die Uni hätte lesen müssen. 

Und sonst noch im April:
Bis auf die Rezension zu Spinnenbeute von Jennifer Estep ist zusätzlich leider im April nichts online gegangen. Die Uni spannt mich in letzter Zeit einfach zu sehr ein. Anfang April habe ich gerade erst die letzten Hausarbeiten des Wintersemesters beendet, nun muss ich schon über Themen für die nächsten Hausarbeiten nachdenken. Dazu kommt der Organisationsaufwand für das nächste Praktikum, dass ich im September absolvieren muss. Ich sag's euch: überlegt es euch genau, ob ihr in Sachsen Lehramt studieren wollt *seufz*.

Was im Mai los sein wird:
Ich werde versuchen, das gute Lesetempo aus dem April beizubehalten, da ich spätestens im Juni wieder wenig Zeit haben werden, wenn die Wochenenden total mit Urlaub, Abiball der kleinen Schwester und Lernen und Hausarbeiten schreiben ausgeplant sein werden. 
Lesetechnisch habe ich momentan mal wieder Lust auf etwas Contemporary Romance und werde mich recht bald Eine Nacht ist nicht genug aus der Rock Kiss-Reihe von Nalini Singh widmen, das kürzlich bei mir eingezogen ist. Ansonsten plane ich nicht allzu weit voraus, wie ihr wisst.


Interessante Neuerscheinungen im Mai 2016



Allen voran ist natürlich A Court of Mist and Fury schon seit Monaten vorbestellt und ich hoffe, dass Amazon es diesmal schafft, es pünktlich zum Erscheinungstermin zu liefern. Alle anderen Bücher werden so schnell wahrscheinlich nicht bei mir einziegen. Call of Crows lege ich aber allen - ganz besonders den G. A. Aiken/Shelly Laurenston-Fans - wärmstens ans Herz. Meine Review zum englischen Original könnt ihr hier lesen.

Liebe Grüße, Jasmin.

Freitag, 22. April 2016

Rezension "Scherben der Hoffnung" von Nalini Singh

(c)LYX Egmont
Rezension
Scherben der Hoffnung
von Nalini Singh

LYX Egmont
ISBN: 978-3802597084
Taschenbuch mit 667 Seiten
Sprache: Deutsch
Genre: Paranormal Romance
Preis: 9,99 €

Reihe: Gestaltwandler/Psy-Changeling #14
...
14. Scherben der Hoffnung




Inhalt
Mit pochendem Schädel und seiner mentalen Kräfte beraubt, erwacht der Pfeilgardist Aden in einer finsteren Zelle. Allein der Versuch, mit dem Medialnet Kontakt aufzunehmen, verursacht unerträgliche Schmerzen. Seine Entführer haben auch Zaira in ihre Gewalt gebracht, eine seiner erfahrensten Kommandantinnen und die Frau, der sich Aden seit seiner Kindheit am meisten verbunden fühlt. Gemeinsam gelingt den beiden die Flucht, doch sie finden sich verletzt und orientierungslos in einer unwirtlichen Landschaft fernab der Zivilisation wieder. Auch wenn Zairas  Kräfte schwinden, kommt Aufgeben für Aden nicht in Frage. Denn seine Feinde haben es nicht nur auf ihn, sondern auf die Vernichtung der gesamten Pfeilgarde abgesehen, und als deren Anführer ist er fest entschlossen, diejenigen zu retten, die unter seinem Schutz stehen … (c)LYX Egmont

Meine Meinung
Nalini Singh ist eine der wenigen Autoren, die mir wohl auch einen 1000-seitigen Wälzer vorsetzen könnte und ich würde mich immer noch nicht über die Länge beklagen, obwohl ich doch so ungern Bücher mit 500 Seiten aufwärts lese, weil sie oft irgendwie und irgendwo zu langatmig werden.

Da mit dem letzten Band der erste große Plot seinen Abschluss gefunden hat, wagt Singh sich in diesem nun an einen kleinen Neuanfang und lässt uns eine ganz neue Figurengruppe in einem frischen Setting kennenlernen. Das RainFire-Rudel strahlt genauso viel Charme und Heimeligkeit aus wie jede andere Gemeinschaft in Singhs Welt. Interessant ist die Gruppe insofern, als sie gerade erst in der Entstehung begriffen ist und noch keinen gefestigen Platz hat wie die SnowDancer-Wölfe und DarkRiver-Leoparden. Ich freue mich darauf, hoffentlich bald von einem Protagonisten aus dem Rudel lesen zu dürfen.
Mit den beiden Hauptprotagonisten dieses Bandes hatte ich auf den ersten Seiten meine Startschwierigkeiten. Im Nachhinein möchte ich behaupten, dass das am Setting lag. Die beiden schwebten in Lebensgefahr und so hat man im Kampf ums Überleben zunächst nur wenige Facetten ihrer Persönlichkeiten zu sehen bekommen. Mit Aden wurde es dann schnell besser, mit Zaira dauerte es bis circa zur Mitte der Geschichte. Für beide Figuren hat Singh ein nachvollziehbares Charakterdesign erschaffen und ich fand es sehr erfrischend, dass sie nicht vollständig in Silentium waren, sodass diese "Barriere" nicht mehr überwunden werden musste. Sie haben vielmehr andere Hürden zu überwinden, die der Liebesgeschichte Abwechslung gaben. Trotzdem ist Zaira bei Weitem nicht meine Lieblingsprotagonistin der Reihe.

Der Plot ging mit sehr viel Spannung ins Rennen, denn in einer so brenzligen Situation fand sich bisher noch kein Pärchen gleich zu Beginn wieder. Das gereichte allerdings dem zweiten Teil der Geschichte ein wenig zum Nachteil: im Vergleich passierte dort relativ wenig, der Showdown war etwas mau, auch wenn Adens verborgene Fähigkeiten tatsächlich genial und eine Überraschung waren. Das gleicht die letzte Hälfte allerdings durch die zwischenmenschliche Dimension aus: ein riesiger Pluspunkt in Singhs Geschichten sind stets die herzerwärmenden ent- und bestehenden Gemeinschaften. So war es auch hier unheimlich spannend mitzuerleben, wie Aden zielstrebig darauf hinarbeitet, die Pfeilgarde zu vereinen und für alle Gardisten - besonders aber für den Nachwuchs - eine familiäre Umgebung zu schaffen. Den Stellenwert, den Singh Kindern in ihren Romanen zugesteht, sollten wir uns dringend verinnerlichen!

Fazit
Im direkten Vergleich ist Scherben der Hoffnung für mich einer der etwas schwächeren Bände der Gestaltwandler/Psy-Changeling-Reihe. Es dauerte seine Zeit, ehe ich mit den Protagonisten warm wurde, auch wenn sie trotz allem bemerkenswerte Helden darstellten. Der Plot startete spannungsreich und stark, wodurch das Ende ein wenig blass wirkte. Insgesamt strahlt aber auch dieser Band vor Wärme und zieht trotz seiner Länge wieder einmal von der ersten bis zur letzten Seite in seinen Bann.

4 von 5 Buchwelten.

Neugierig geworden?
Mehr zu "Scherben der Hoffnung" auf: GoodreadsAmazon mit LeseprobeWebsite der Autorin, Website des Verlages

Mittwoch, 13. April 2016

Rezension "Spinnenbeute" von Jennifer Estep

(c)Goodreads
Rezension
Spinnenbeute
von Jennifer Estep

Piper
ISBN: 9783492280747
Broschiertes Taschenbuch mit 416 Seiten
Sprache: Deutsch
Genre: Urban Fantasy
Preis: 12,99 €

Reihe: Elemental Assassin/Gin Blanco #5
1. Spinnenkuss
2. Spinnentanz
3. Spinnenjagd
4. Spinnenfieber 
5. Spinnenbeute 
6. Spinnenfeuer (ET: 01.08.2016)
Band 7 bis 15 noch nicht übersetzt


Inhalt
Als ehemalige Auftragskillerin hat »die Spinne« Gin Blanco einiges an Erfahrung im Töten vorzuweisen. Doch diesmal ist ihr Ziel niemand Geringeres als Feuerelementar Mab Monroe - die Frau, die einst Gins Familie umbrachte. Dass dieser Mord kein Spaziergang wird, scheint klar. Denn Mab ist nicht nur mächtig, sondern auch skrupellos. Um Gin niederzustrecken, hetzt Mab sowohl ihr als auch auch ihrer kleinen Schwester Bria eine Armee Kopfgeldjäger auf den Hals. Gin ist entschlossen, Mabs Treiben ein für allemal ein Ende zu setzen. Nur zu welchem Preis? (c)Goodreads

Meine Meinung
Insgesamt liefert Estep mit diesem fünften Band ihrer Elemental Assassin-Reihe eine solide Fortsetzung ab, die erneut mit den für die Reihe typischen Trümpfen aufwartet. Erneut entpuppt sich Gin als ambivalenter und nachvollziehbarer Charakter, der die Geschichte auch weiterhin problemlos trägt. Wenn ich Gin wiederbegegne, hat es inzwischen etwas von einem Treffen mit guten Freunden. Ihre Kräfte als Elementar werden stärker und Gin wächst auch in ihren Überzeugungen, ändert sie, öffnet sich - allerdings kommen da noch über zehn weitere Bände und ich bin gespannt, ob Estep tatsächlich noch genug in petto hat, um die Figur interessant und entwicklungsfähig zu halten.

In die Handlung schleicht sich für meinen Geschmack etwas zu viel Gleichklang ein: es wird zur Gewohnheit, dass Gin den Gegner bereits zu Beginn des Bandes kennt bzw. ausfindig macht, dann aber getreu dem Motto "Aller guten Dinge sind Drei" Probleme bei der Beseitigung des Gegners hat. Die Auseinandersetzung mit Mab wirkte für mich wie die dramatischere Variante des Kampfes mit Elektra LaFleur aus dem Vorband Spinnenfieber.
Trotz allem schätze ich gerade diesen Wesenszug der Geschichte: Gin ist nicht perfekt, sie macht Fehler oder schätzt Situationen falsch ein. Statt dann mit dem Kopf durch die Wand zu rennen - so episch das manchmal auch sein könnte -, tritt sie den Rückzug an, denn sie weiß, wie weit sie gehen kann.

Auch die Nebencharaktere hat man inzwischen lieb gewonnen und erkennt, wie sehr sie die Geschichte bereichern, denn dieser Band führt im Endkampf auch alle Kräfte zusammen. Owen ist der Partner, den Gin an ihrer Seite braucht und ich schätze seine Entschlossenheit und Zuneigung zu Gin. Darüber hinaus habe ich allerdings das Gefühl, nicht viel über ihn zu wissen. Der Leser kennt seine Vergangenheit und wie sie ihn geformt hat. Ansonsten bleibt Owen mir aber noch zu blass. Er bietet Gin kaum Paroli, hat wenig Ecken und Kanten, die er doch aber ruhig haben darf, denn seine Partnerin hat sie auch.

Ewiges Manko der Reihe bleiben natürlich die Wiederholungen. Sie haben mich in Spinnenbeute überraschend wenig gestört, an manchen Stellen empfand ich sie sogar als hilfreich, um die genauen Details vergangener Handlungen Revue passieren zu lassen. Die allzu offensichtlichen Details wie Gins fünf obligatorische Messer oder Mabs rubinbesetzter Sonnenanhänger müssen allerdings nicht alle Nase lang genau erwähnt werden, das wissen wir inzwischen. Dazu kommt, dass mir diesmal sehr stark aufgefallen ist, wie extrem ähnlich sich die Formulierungen in Satzbau und Wortwahl sind. Man kommt sich bei den Beschreibungen manchmal tatsächlich vor, als würde man Passagen im Buch doppelt und dreifach finden. Das stört mich - allerdings kann das auch ein Problem der Übersetzung sein, das kann ich nicht beurteilen.

Spinnenbeute schließt den ersten Handlungsbogen der Elemental Assassin-Reihe zufriedenstellend ab, schafft es aber trotzdem, bereits einen Bogen für weitere Romane zu schlagen. Es gibt ein (vorläufiges) Happy End für alle Charaktere und die letzten losen Handlungsstränge werden logisch zusammengeführt. Wer die Reihe mit diesem Band abschließen möchte, kann das problemlos tun, obwohl ich die Behauptung aufstellen möchte, dass er etwas verpasst.

Fazit
Nicht umsonst ist die Elemental Assassin-Reihe eine so langlebige Urban Fantasy-Reihe. Sie bringt viel Action, eine starke und trotzdem echte Hauptprotagonistin mit einem Cast aus interessanten Nebencharakteren zusammen. Der Plot ist gewohnt spannungsreich, wenn er auch Parallelen zu Vorgängerbänden zeigt. Zudem wird der Lesefluss auch weiterhin durch unnötige inhaltliche Wiederholungen und immer gleiche Formulierungsweise zum Teil gebremst. Ein exzellenter Abschluss des ersten Handlungsbogens mit kleinen Mankos. 

4 von 5 Buchwelten

Neugierig geworden?
Mehr zu "Spinnenbeute" auf: GoodreadsAmazon mit LeseprobeWebsite der Autorin

Donnerstag, 7. April 2016

Rezension "Engelsmacht" von Nalini Singh

(c)Goodreads
Rezension
Engelsmacht von Nalini Singh

LYX Egmont
ISBN: 9783802596407
Taschenbuch mit 544 Seiten
Sprache: Deutsch
Genre: Paranormal Romance
Preis: 9,99 €

Reihe: Gilde der Jäger/Guild Hunter #8
1. Engelskuss
4. Engelskrieger
5. Engelsdunkel
8. Engelsmacht
9. - noch kein deutscher Titel und ET - 
                                                             (englisch: Archangel's Heart, ET: 20.10.16)

Inhalt
Der Vampir Naasir ist der gefährlichste unter den Dienern des Erzengels Raphael. Als Gerüchte laut werden, dass der ehemalige Erzengel von Persien ermordet werden soll, wird Naasir ausgeschickt, um dem Komplott auf den Grund zu gehen. Der junge Engel Andromeda soll ihm dabei zur Seite stehen. Andromeda ist von Naasirs dunkler und wilder Natur zugleich abgestoßen und fasziniert, und es fällt ihr zunehmend schwerer, der Verlockung zu widerstehen. Doch bevor die beiden sich ihren Gefühlen stellen können, müssen sie einen Feind besiegen, der die ganze Welt in einen Alptraum stürzen will. (c)Goodreads

Meine Meinung
Es ist schwierig, zu Fortsetzungsbänden Rezensionen zu schreiben. Erstens kommt man sich unheimlich redundant vor, weil vieles schon zu Vorgängerbänden gesagt wurde. Zweitens lauern an jeder Ecke Spoiler (die ich natürlich zu vermeiden suche!).

Mit jedem Gilde der Jäger-Band wird die Welt der Erzengel detailreicher und spannender. In diesem Band bekommen wir zum ersten Mal eine ganz andere Ecke des Engelsglobus zu Gesicht: Andromeda und Nassir treiben sich in Favashis und Charisemnons Gebieten (ergo: Afrika und Persien) herum und Singh wartet einmal mehr mit sehr lebendigen und detailverliebten Beschreibungen auf, die trotzdem nicht überhand und zu viel Platz einnehmen. Zudem lernen wir so einige Erzengel dadurch etwas näher kennen.

Abgesehen von Raphael hat mich in dieser Reihe noch kein Charakter so fasziniert, wie Naasir es in diesem Band tut (Illium und Aodhan, verzeiht mir!). Er ist in so vielerlei Hinsicht eine Kreatur der Gegensätze, dass es unfassbar ist, dass er trotzdem so ein kohärenter und echter Charakter geworden ist. In seiner Ausdrucksweise und seinem Verhalten ist er unverfälscht wie ein Kind, zur gleichen Zeit trifft er aber verantwortungsvolle und sehr weitsichtige Entscheidungen. Sehr faszinierend, ambivalent, dynamisch. Das ist wirklich ein Geniestreich an Charakterdesign, auch wenn es natürlich im wahren Leben (dieses hässliche Wort) niemals so etwas geben könnte. Aber wen interessiert das schon, wir reden hier über Paranormal Romance.
Zuerst fürchtete ich ein wenig, Andromeda wäre mir (wie Mahiya) zu zahm und langweilig. Aber weit gefehlt, sie entpuppte sich als sehr starke und liebenswürdige Partnerin für Naasir. Trotzdem hat es mir gar nicht gefallen, wie lange sie wirklich entscheidende Informationen vor Naasir verbirgt. Das war in keiner Weise fair (ganz knapp am Spoiler vorbeigeschrieben). Und eine beklopptere Idee ist wohl niemandem eingefallen, um ein Näherkommen zwischen den Figuren ewig zu behindern? (wär's kein Spoiler, würde ich an dieser Stelle weiter motzen). Dahingehend fand ich ihr Charakterdesign nicht ganz schlüssig. Natürlich waren diese Sachen dem Spannungsbogen der Geschichte sehr dienlich und seiner Hochhaltung geschuldet, aber das hätte hier anders gemacht werden müssen.

Spannungs- und actiontechnisch ging es zwar in diesem Buch wieder nicht ganz so krass zu, aber ich begrüße das fast, denn ansonsten wäre die Beziehungsentwicklung viel zu kurz gekommen. Schon so hätte ich gerne noch viel mehr solcher kleinen niedlichen Momente zwischen den beiden gelesen.
Dafür ist der Epilog ungefähr... oberepisch. Meine Herren, ich war ja völlig arglos und plötzlich geht da nochmal der reine Wahnsinn über die Bühne. Das verspricht im nächsten Band wieder ein Riesending zu werden, denn wir schwenken alle mit den Pompoms: es wird wieder ein Band aus Elenas und Raphaels Sicht sein! Ich freue mich drauf. 

Fazit
Nalini Singh ist die Göttin der PNR. Selbst in den grausten Zeiten, in denen ich an PNR kaum herankomme, lese ich ihre Geschichten mit Begeisterung. Und wenn ich in guter Stimmung bin, dann bedeuten diese Bücher Höhenflüge der Lesegelüste. Naasir ist der faszinierendste männliche Charakter der ganzen Reihe und sein Charme wird wohl jedes Leserinnenherz für sich gewinnen. Wer die Gilde der Jäger-Reihe verfolgt, der sollte schnellstmöglich zugreifen!

4,5 von 5 Buchwelten

Neugierig geworden?
Mehr zu "Engelsmacht" auf: GoodreadsAmazon mit LeseprobeWebsite der Autorin

Sonntag, 3. April 2016

Colliding Times: Gelesenes im März und Buchneuheiten im April 2016

Hallo ihr Lieben!
Ich wünsche euch quasi nachträglich noch allen Frohe Ostern! *lach* Ich hoffe, ihr hattet alle ein schönes langes Wochenende, schöne Ferien, schönen Urlaub oder ... so! Da ist der März schon wieder an uns vorbeigeflogen! Die Lesegeschwindigkeit war bei mir PS Schneckentempo, da ich mit meinem Praktikum und anschließend mit Hausarbeiten und Orga- und Privat-Kram wieder mal sehr ausgelastet war. Das Studium wird wohl auch nicht mehr wesentlich stressfreier, also bin ich gespannt, wie ich in den nächsten Monaten zum Lesen komme und ob ich meine 80 Bücher für die Goodreads Challenge schaffe!


Gelesene Bücher im März: 4



Spinnenbeute (Elemental Assassin #5) von Jennifer Estep (4/5 Sterne)

Gelesene Seiten: 1.584
Gelesene Seiten pro Tag: ~ 51
Durchschnittliche Bewertung: ~ 4,1

Und sonst noch im März:
Zu The Unleashing, einem sehr unterhaltsamen und verdreht-witzigen Roman aus der Feder von Shelly Laurenston a.k.a. G. A. Aiken gab es eine Rezension. Gelesen habe ich das Buch bereits im Feburar.
Und in Colliding Times: Die Woche in Worten #2 habe ich ein wenig zur Serie White Collar und anderen niedlichen Alltagsnebensächlichkeiten aus dem Nähkästchen geplaudert.

Was im April los sein wird:
Home sweet home, denn die Uni geht wieder los! Allerdings muss ich nebenbei leider noch eine Hausarbeit gar fertig schreiben. Aber in der zweiten Hälfte des Monats habe ich hoffentlich mal wieder Freizeit sweet Freizeit. Ich komme mir momentan vor, als würde die Uni mit ihren stiefmütterlichen Hausarbeiten mein Leben praktisch beherrschen. Ich will im April auf jeden Fall Scherben der Hoffnung von Nalini Singh lesen, nachdem mir Engelsmacht gerade wieder so gefällt. Mal schauen, ob das was wird!

Neuerscheinungen im April 2016


Dragons Among Them ist einer der Titel, auf die ich schon seit 2015 sehr gespannt bin. Im Laufe der Zeit hat sich tatsächlich eine ziemlich hohe Erwartung aufgebaut, die das Buch hoffentlich auch erfüllen kann. 
Opposition dürfte für viele Jugendfanatasy-Leser das Highlight des Monats sein. Ich müsste in der Reihe endlich mal mit Band 3 weitermachen. 
Die Zeitagentin sieht vom Cover her sehr ansprechend aus und die Geschichte klingt zunächst auch wie Stoff für mich, trotzdem bin ich mir noch nicht sicher, ob ich dem Ganzen eine Chance gebe oder nicht. Kennt das Buch schon jemand und kann mir sagen, ob es etwas für mich wäre?

Was habt ihr im März gelesen? Und hat der Osterhase fleißig Bücher gebracht? ;)
Liebe Grüße, Jasmin.