Dienstag, 7. Juni 2016

Rezension "Sweet Filthy Boy: Weil du mir gehörst" von Christina Lauren

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Rezension
Sweet Filthy Boy: Weil du mir gehörst
von Christina Lauren

Mira Taschenbuch
ISBN: 978-3956492525
Taschenbuch mit 352 Seiten
Sprache: Deutsch
Genre: Contemporary Romance
Preis: 9,99 €

Reihe: Wild Seasons #1
1. Sweet Filthy Boy: Weil du mir gehörst
2. Dirty Rowdy Thing: Weil ich dich will (ET: 11.07.16)
3. Dark Wild Night: Weil du der Einzige bist (ET: 01.12.16)
4. Wicked Sexy Liar: Weil ich dich begehre (ET: 01.03.17)



Inhalt
Eine brave College-Absolventin. Ein verführerischer Franzose. Eine schicksalhafte Nacht in Las Vegas ...
Mia Holland will noch ein bisschen Spaß haben, bevor mit dem Studium endgültig der Ernst des Lebens beginnt. Alles ist vorbestimmt - bis sie in Las Vegas diesen supersexy Franzosen trifft, dessen heiße Küsse sie all ihre Zukunftspläne vergessen lassen. Ist sie nicht schon viel zu lange viel zu brav gewesen?
Ansel Guillaume will eigentlich nur eine wilde Partynacht verbringen, bevor er wieder zurück nach Frankreich fliegt. Zumindest bis er die atemberaubende Mia kennenlernt. Doch er wünscht sich mehr als einen One-Night-Stand - und fasst deshalb einen verrückten Plan, um Mia mit sich nach Paris zu nehmen ...
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Meine Meinung
Dieses Buch lässt mich etwas zweigeteilt, aber trotzdem mit einem positiven Gesamtbild, zurück.
Meine Probleme hatte ich vor allem mit dem zweiten Viertel des Buches (meine Herren, die mathematische Leistung dieses Satzes!). Die Chemie zwischen Mia und Ansel ist beinahe von der ersten Seite an mit den Händen zu greifen, denn Ansel zieht mit seiner aufgeschlossenen Art nicht nur Mia magnetisch an. Als dann aber die wilde Nacht in Las Vegas zu Ende ist, wird es irgendwas zwischen peinlich und seltsam zwischen den beiden Protagonisten. Das ist bei ihrer Konstellation nur zu verständlich, aber leider hat sich diese Stimmung auf das gesamtes Leseerlebnis ausgeübt und mir die erste Hälfte der Geschichte eher verleidet. 

Als Mia und Ansel sich dann etwas besser kennenlernen, gehen diese Fremdschäm-Momente vorbei und die Chemie der Figuren kehrt mit voller Wucht zurück. Endlich bewegt sich etwas. Mia braucht zwar eine Weile, entwickelt sich dann aber mit einem großen Sprung weiter und geht schließlich nach ihrer Selbstoffenbarung gestärkt aus dem Sommer in Paris hervor. Trotzdem hat es mir nicht gefallen, dass sie dazu erst einmal vor Ansel davonlaufen musste. Das scheint Grundelement jeder erfolgreichen Lovestory zu sein und es nervt mich. Was ist die Message dahinter? Dass man grundsätzlich lieber vor seinen Problemen davonlaufen sollte, statt zu bleiben, den Streit und Schmerz zu ertragen und sich gemeinsam mit dem Partner einen Weg hindurch zusuchen? Das finde ich einfach nicht in Ordnung, es ärgert mich in einer Geschichte - denn es dient doch nur der Dramatisierung der Ereignisse für einen guten "Showdown". 

Insgesamt hat mir Sweet Filthy Boy aber um Längen besser gefallen als mein erster Versuch des Autorenduos mit Beautiful Bastard. Wie gesagt, ist die Chemie zwischen den Protagonisten der helle Wahnsinn, und es macht unheimlichen Spaß, ihre Geschichte mitzuverfolgen, die trotz manchem peinlichen oder traurigem Moment eine gewisse leichte, hoffnungsvolle und warme Atmosphäre verbreitet. Vor allem aber baut die Beziehung auf Zuneigung, Geduld und Toleranz auf - ganz im Gegensatz zu der beinahe masochistischen Art der Beziehung in Beautiful Bastard. Obwohl sich die Geschichte erfreulicherweise sehr auf die Hauptfiguren fokussiert, bekommt man von den Freunden der beiden einen guten Eindruck - und so wie die Nebenfiguren Ansel und Mia lieben, so muss man dafür ihre Freunde einfach zurücklieben.

Ein ganz großes Manko ist allerdings die Übersetzung. Wer hat denn dieses Lektorat verbrochen? Also bei aller Liebe, das hätte ich ohne Bezahlung besser gekonnt. Ständig sind zusammengehörige Wörter durch Leerzeichen getrennt, Worte falsch geschrieben oder seltsam auf eine neue Zeile gerückt, Anführungszeichen an der falschen Stelle, Adjektive in Nominalphrasen im Kasus nicht vernünftig an das Substantiv angepasst, usw. Das hat mich so geärgert. Schwache Leistung! Wer kann, der sollte sich das Buch im Original zu Gemüte führen, damit er sich nicht davon irritieren lassen muss. Ich ziehe Sweet Filthy Boy nur deshalb keinen vollen Stern ab, weil diese Fehler nichts mit der Geschichte an sich zu tun haben.

Fazit
Eine gefühlvolle Liebesgeschichte voller Charme, Chemie und mutigen wie liebenswerten Figuren. An einigen Stellen litt die Stimmung unter der seltsamen Situation der beiden, die Schreib- und Grammatikfehler waren leider ein konstanter Begleiter der Übersetzung. Ich würde das Buch jedem Romance-Leser ans Herz legen: beschafft euch am besten die englische Ausgabe und spart euch den Ärger mit der grausiges Übersetzung - viel Spaß!

3,5 von 5 Buchwelten

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