Freitag, 22. April 2016

Rezension "Scherben der Hoffnung" von Nalini Singh

(c)LYX Egmont
Rezension
Scherben der Hoffnung
von Nalini Singh

LYX Egmont
ISBN: 978-3802597084
Taschenbuch mit 667 Seiten
Sprache: Deutsch
Genre: Paranormal Romance
Preis: 9,99 €

Reihe: Gestaltwandler/Psy-Changeling #14
...
14. Scherben der Hoffnung




Inhalt
Mit pochendem Schädel und seiner mentalen Kräfte beraubt, erwacht der Pfeilgardist Aden in einer finsteren Zelle. Allein der Versuch, mit dem Medialnet Kontakt aufzunehmen, verursacht unerträgliche Schmerzen. Seine Entführer haben auch Zaira in ihre Gewalt gebracht, eine seiner erfahrensten Kommandantinnen und die Frau, der sich Aden seit seiner Kindheit am meisten verbunden fühlt. Gemeinsam gelingt den beiden die Flucht, doch sie finden sich verletzt und orientierungslos in einer unwirtlichen Landschaft fernab der Zivilisation wieder. Auch wenn Zairas  Kräfte schwinden, kommt Aufgeben für Aden nicht in Frage. Denn seine Feinde haben es nicht nur auf ihn, sondern auf die Vernichtung der gesamten Pfeilgarde abgesehen, und als deren Anführer ist er fest entschlossen, diejenigen zu retten, die unter seinem Schutz stehen … (c)LYX Egmont

Meine Meinung
Nalini Singh ist eine der wenigen Autoren, die mir wohl auch einen 1000-seitigen Wälzer vorsetzen könnte und ich würde mich immer noch nicht über die Länge beklagen, obwohl ich doch so ungern Bücher mit 500 Seiten aufwärts lese, weil sie oft irgendwie und irgendwo zu langatmig werden.

Da mit dem letzten Band der erste große Plot seinen Abschluss gefunden hat, wagt Singh sich in diesem nun an einen kleinen Neuanfang und lässt uns eine ganz neue Figurengruppe in einem frischen Setting kennenlernen. Das RainFire-Rudel strahlt genauso viel Charme und Heimeligkeit aus wie jede andere Gemeinschaft in Singhs Welt. Interessant ist die Gruppe insofern, als sie gerade erst in der Entstehung begriffen ist und noch keinen gefestigen Platz hat wie die SnowDancer-Wölfe und DarkRiver-Leoparden. Ich freue mich darauf, hoffentlich bald von einem Protagonisten aus dem Rudel lesen zu dürfen.
Mit den beiden Hauptprotagonisten dieses Bandes hatte ich auf den ersten Seiten meine Startschwierigkeiten. Im Nachhinein möchte ich behaupten, dass das am Setting lag. Die beiden schwebten in Lebensgefahr und so hat man im Kampf ums Überleben zunächst nur wenige Facetten ihrer Persönlichkeiten zu sehen bekommen. Mit Aden wurde es dann schnell besser, mit Zaira dauerte es bis circa zur Mitte der Geschichte. Für beide Figuren hat Singh ein nachvollziehbares Charakterdesign erschaffen und ich fand es sehr erfrischend, dass sie nicht vollständig in Silentium waren, sodass diese "Barriere" nicht mehr überwunden werden musste. Sie haben vielmehr andere Hürden zu überwinden, die der Liebesgeschichte Abwechslung gaben. Trotzdem ist Zaira bei Weitem nicht meine Lieblingsprotagonistin der Reihe.

Der Plot ging mit sehr viel Spannung ins Rennen, denn in einer so brenzligen Situation fand sich bisher noch kein Pärchen gleich zu Beginn wieder. Das gereichte allerdings dem zweiten Teil der Geschichte ein wenig zum Nachteil: im Vergleich passierte dort relativ wenig, der Showdown war etwas mau, auch wenn Adens verborgene Fähigkeiten tatsächlich genial und eine Überraschung waren. Das gleicht die letzte Hälfte allerdings durch die zwischenmenschliche Dimension aus: ein riesiger Pluspunkt in Singhs Geschichten sind stets die herzerwärmenden ent- und bestehenden Gemeinschaften. So war es auch hier unheimlich spannend mitzuerleben, wie Aden zielstrebig darauf hinarbeitet, die Pfeilgarde zu vereinen und für alle Gardisten - besonders aber für den Nachwuchs - eine familiäre Umgebung zu schaffen. Den Stellenwert, den Singh Kindern in ihren Romanen zugesteht, sollten wir uns dringend verinnerlichen!

Fazit
Im direkten Vergleich ist Scherben der Hoffnung für mich einer der etwas schwächeren Bände der Gestaltwandler/Psy-Changeling-Reihe. Es dauerte seine Zeit, ehe ich mit den Protagonisten warm wurde, auch wenn sie trotz allem bemerkenswerte Helden darstellten. Der Plot startete spannungsreich und stark, wodurch das Ende ein wenig blass wirkte. Insgesamt strahlt aber auch dieser Band vor Wärme und zieht trotz seiner Länge wieder einmal von der ersten bis zur letzten Seite in seinen Bann.

4 von 5 Buchwelten.

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