Freitag, 4. März 2016

Rezension: The Unleashing von Shelly Laurenston

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Rezension
The Unleashing
von Shelly Laurenston

Bastei Lübbe
ISBN: 
978
1617735066
eBook mit 385 Seiten

Sprache: Englisch
Genre: Urban Fantasy/Paranormal Romance
Preis: 2,69 €

Reihe: Call of Crows #1
1. The Unleashing
2. The Undoing (ET: 29.03.2016)


Deutsche Übersetzung:
1. Call of Crows: Entfesselt (ET: 02.05.2016)



Inhalt
Kera Watson never expected to face death behind a Los Angeles coffee shop. Not after surviving two tours lugging an M16 around the Middle East. If it wasn't for her hot Viking customer showing up too late to help, nobody would even see her die. 
In uncountable years of service to the Allfather Odin, Ludvig "Vig" Rundstrom has never seen anyone kick ass with quite as much style as Kera. He knows one way to save her life--but she might not like it. Signing up with the Crows will get Kera a new set of battle buddies: cackling, gossiping, squabbling, party-hearty women. With wings. So not the Marines. 
But Vig can't give up on someone as special as Kera. With a storm of oh-crap magic speeding straight for L.A., survival will depend on combining their strengths: Kera's discipline, Vig's loyalty... and the Crows' sheer love of battle. Boy, are they in trouble.

Meine Meinung
Es gibt sehr viele Gründe Shelly Laurenston im Allgemeinen und The Unleashing im Speziellen zu lieben, auch wenn dieser erste Band der Call of Crows-Reihe nicht perfekt war.

#1
Nordische Mythologie. Damit hat Laurenston mal etwas Neues ausprobiert, dass ich bisher noch nie gelesen habe, auch wenn ich weiß, dass es solche Romane durchaus bereits gibt. Das Gedankenspiel, alle nordischen Götter könnten Menschen auswählen, ihnen bestimmte Gaben verleihen und sie zu ihren Kämpfern auf Erden machen, war sehr interessant. Und die Crows, Skulds Geschöpfe, sind natürlich der allerverrückteste Haufen unter den Clans. Ich würde sagen: ich bin dann mal weg, in meinem Mythologie für Dummies über die nordischen Gottheiten nachschmökern, um festzustellen, wie genau Laurenston es in ihrem Buch mit den Fakten genommen hat.

#2
Abgedrehte Figuren. Wer Bücher von Shelly Laurenston (a.k.a. G. A. Aiken) kennt, der weiß, wie liebenswert-bekloppt-durchgedreht ihre Figuren sind. Da bilden auch die Crows keine Ausnahme. So viele wirklich verhaltensgestörte Weiber (Skuld macht nur Frauen zu Crows) auf einem Haufen sorgen eigentlich das ganze Buch über für eine aberwitzige Situation nach der nächsten. Da muss man schon ab und zu ein oder beide Augen zudrücken, um die Charaktere trotz ihrer Aktionen für voll zu nehmen. Wenn man mit dieser Form des Figurendesigns nichts anfangen kann, dann wird man an dem Buch auch keinen Spaß haben. Alle anderen: ran an den Speck!

#3
Die Lovestory. Kera ist eindeutig noch die Normalste unter den Crow, was sicherlich daran liegt, dass sie erst mit Beginn der Geschichte überhaupt von Skuld erwählt wird. Vig dagegen ist Mitglied des Clans der Raven und nicht ganz so durchgedreht, dafür aber unheimlich süß. Er ist von Beginn an in Kera verschossen und die beiden haben sofort eine ziemlich gute Chemie. Vig ist manchmal tatsächlich etwas weichgespült, aber da die Geschichte insgesamt diesen etwas abgedrehten Stil hat, passt das irgendwie schon wieder ganz gut dazu. Statt die Beziehung zwischen den beiden als zu überwindende Hürde in der Geschichte zu installieren, ist sie die Lösung für viele von Keras Problemen und das hat mir gefallen.

#4
Wohlfühlfaktor. Die Protagonisten Kera und Vig mögen sicherlich nicht allzu tiefgründig sein, genauso wie die Geschichte (noch) keinen allzu ausgefeilten Plot hatte. Aber es lässt sich erahnen, dass der übergreifende Plot noch in Gang kommen wird. Dafür ist die Geschichte sehr kurzweilig, lustig und abgedreht und hat mich damit 1A unterhalten. Ich habe durchaus auch die Schwächen bemerkt: zu viele andere Figuren neben Kera und Vig erhalten im Buch eine Stimme und lenken vom Hauptpaar ab. Das hat mit Sicherheit dazu beigetragen, dass weder Keras noch Vigs Charakter allzu ausgefeilt wirkten. Keras Vergangenheit - sowohl ihre Kindheit, als auch ihre Zeit bei den Marines - werden nur oberflächlich behandelt; auch ihre Eingewöhnungsprobleme bei den Crows wurden für meinen Geschmack nicht besonders logisch aufgelöst. Deshalb gibt es also keine Topbewertung, obwohl ich das Buch sehr genossen habe und in einem Rutsch durchgelesen hätte, wäre das Leben mir nicht in die Quere gekommen.

Fazit
Wer Shelly Laurenstons Art des Geschichtenerzählens kennt und liebt, der wird The Unleashing ebenso lieben, denn zusätzlich zu den gewohnt bekloppten Figuren, witzigen und verrückten Dialogen und einer süßen Liebesgeschichte gibt es hier noch einen sehr faszinierenden Weltenentwurf mit nordischer Mythologie.

4 von 5 Buchwelten.

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Mehr zu "The Unleashing" auf: GoodreadsAmazonWebsite der Autorin

Kommentare:

  1. Hört sich nah einer unterhaltsamen Geschichte an, ich packe das Buch mal auf meine Wunschliste, denn von Laurenston/Aiken habe ich tatsächlich noch nichts gelesen. Wird vielleicht mal Zeit.

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    1. Ausprobieren wird ganz sicher nicht schaden! :) Du musst einfach für dich ausprobieren, ob das Figurendesign dir zusagt. Ich habe auch schon von einigen Lesern gehört, die das gar nicht mögen. Ich hoffe allerdings, dass es dir nicht so geht, dann Laurenstons Bücher zaubern einem selbst bei schlechter Laune ein Lachen ins Gesicht :).

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