Samstag, 31. Dezember 2016

Gelesen im Dezember 2016 und Neuerscheinungen im Januar 2017

Hallo ihr Lieben!
Das Jahr geht zu Ende, und es stehen sogar zwei Statistiken an: heute gibt es die Monatsstatistik für den Dezember und morgen folgt dann die Jahresstatistik, auf die ich einfach nicht verzichten konnte, weil ich mein Hobby gerne ab und zu in Zahlen und Fakten zusammenfasse.

Gelesene Bücher im Dezember 2016: 13









9. Harry Potter und der Stein der Weisen (Harry Potter #1) von J. K. Rowling (Reread, Schmuckausgabe, 4 Sterne)

10. Jetzt, Baby! von Julia Engelmann (5 Sterne)


12. Wir können alles sein, Baby von Julia Engelmann (5 Sterne)

13. The Wrath and the Dawn von Renée Ahdieh (abgebrochen, 2 Sterne)

Zum Jahresabschluss habe ich mich nochmal richtig rangehalten und einiges gelesen. Absolutes Highlight des Monats war Crooked Kingdom von Leigh Bardugo. Die Six of Crows-Reihe ist ein Meisterwerk, anders kann ich es nicht sagen. Rough & Tumble von Rhenna Morgan folgt als zweiter Platz, die Contemporary Romance konnte mich in allen Aspekten überzeugen.
Viele der Dezember-Bücher werden mir in Erinnerung bleiben: Die Grischa-Trilogie war auf ihre Art ebenfalls ein Highlight. Zwar hatte ich bei allen Büchern meine Kritikpunkte, jedoch haben sie mich emotional berührt und geprägt. Und mit The Deadliest Bite habe ich eine meiner absoluten Lieblings-Urban Fantasy-Reihen of all time beendet und es war Gott sei Dank ein sehr befriedigender Abschluss.
Sehr enttäuscht war ich von The Wrath and the Dawn: auf ganzer Strecke langweilig und leider für meinen Geschmack kein bisschen faszinierend, obwohl ich verstehe, warum andere das Buch so lieben.

Der Blog im Dezember 2016:
Die Rezension zum neunten Band der Guild Hunter-Reihe Archangel's Heart von Nalini Singh ging online. Außerdem habe ich die Enttäuschungen und Highlights des Jahres vorgestellt, um mein Lesejahr ein wenig Revue passieren zu lassen.

Leben, Lesen und Bloggen im Januar 2017:
Leider stehen Anfang Februar die letzten "normalen" Klausuren meines Studiums an, sodass ich wieder mehr Zeit auf Uni und Lernen verwenden muss. Generell erwarte ich 2017 eine wesentliche geringere Anzahl an gelesenen Büchern und weniger Lesezeit. Ein paar Bücher werden aber auf jeden Fall gelesen werden - im Januar will ich unbedingt A Darker Shade of Magic von V. E. Schwab lesen, da ich im Kindle Deal dieser Tage das eBook günstig ergattern konnte. Außerdem erscheint der zweite Band der Kingmaker Chronicles - ich kann es kaum noch erwarten, Breath of Fire endlich in die Hände zu bekommen. Hoffentlich wird er so gut, wie ich es mir erhoffe!
Auf dem Blog wird es gleich die nächsten Tage noch meine Jahresstatistik geben und ich will zur Six of Crows-Duologie endlich all meine Begeisterung kundtun und eine Serienrezension hochladen. Eine Rezension zu Jetzt, Baby von Julia Engelmann ist schon geschrieben und geplant. Darüber hinaus bleibt abzuwarten, ob ich für weitere Posts Muse und Zeit habe.

Interessante Neuerscheinungen im Januar 2017:



Sofort gelesen werden wird (hoffentlich) Breath of Fire von Amanda Bouchet. Das habe ich schon seit Mitte letzten Jahres vorbestellt, weil Band Eins A Promise of Fire mich total geflasht hat.
Sehr interessant klingt auch der neue Kai Meyer, der mal etwas von Meyers Schema abzuweichen scheint. Wie Feuer und Rauch werde ich sicherlich mal ausprobieren, wenn mich die Lust auf Contemporary Romance mal wieder packt.

Welche Neuerscheinungen interessieren euch zum Beginn des neuen Jahres besonders? :)

Ich wünsche euch allen einen guten Start ins neue Jahr! Lasst es heute Nacht krachen und habt 2017 eine gute Zeit!

Liebe Grüße, Jasmin.

Montag, 26. Dezember 2016

2016 in Büchern: Die Highlights des Jahres

Hallo ihr Lieben, 
letzte Woche habe ich bereits die Enttäuschungen des Jahres vorgestellt, sodass wir jetzt zum erfreulichen Teil des buchigen Rückblicks auf das Jahr kommen können - zu den Lieblingstiteln.


 Magic Binds (Kate Daniels #9) von Ilona Andrews (5 Sterne) | Lodernde Schwingen (Grischa #3) von Leigh Bardugo (4 Sterne)

Magic Binds liefert als neueste Ergänzung der Kate Daniels-Reihe neue Abenteuer meiner Lieblingsprotagonistin des Jahres und überhaupt. Trotz der Langlebigkeit der Reihe wird Kate als Zentrum der Geschichte nie langweilig, sie verändert und entwickelt sich unablässig. Besonders gefallen hat mir diesmal der Widerstreit zwischen Kates heller und dunkler Seite, denn ihre enorme Macht überwältigt gelegentlich selbst Kates Moralkompass. Gerade das macht die Figur so spannend und trotzdem kann man sich sicher sein, dass Kate ihren Weg findet.

Nicht so gut wie Six of Crows (s. u.), jedoch auf seine Weise ebenfalls eine sehr bewegende Reihe war Leigh Bardugos Grischa-Trilogie: Goldene Flammen, Eisige Wellen und Lodernde Schwingen. Favorit der Reihe und des Jahres war hier der letzte Band Lodernde Schwingen, denn gerade der erste Band schwächelt noch etwas. Allerdings entwickeln die Figuren sich weiter und wachsen dadurch trotz mancher Schwächen ans Herz. Nikolai war als Nebencharakter mein absolutes Highlight dieser Reihe. Selten bin ich einer schillernderen und charismatischeren Nebenfigur begegnet. Es ist eine Schande, dass er kein Love Interest war. Hoffentlich widmet Bardugo ihm irgendwann einmal eine eigene Geschichte. Er hat mich mit seinen Sprüchen genauso oft zum lachen wie zum nachdenken gebracht. Einfach großartig!


A Court of Mist and Fury (A Court of Thorns and Roses #2) von Sarah J. Maas (4,5 Sterne) | A Promise of Fire (The Kingmaker Chronicles #1) von Amanda Bouchet (5 Sterne) | Im Bann des Elfenkönigs (Tairen Soul #1) von C. L. Wilson (4,5 Sterne)

A Court of Mist and Fury bildete die größte Steigerung eines zweiten Bandes im Vergleich zum Ersten, die ich jemals erlebt habe. Das Buch hätte ich genauso gut in die Kategorie Beste Welt oder Bestes Pärchen stecken können, allerdings musste es mit all diesen halsbrecherischen Plot Twists, von denen ich die meisten mit keinem Deut geahnt habe, einfach der beste Plot werden. Generell war A Court of Mist and Fury nicht perfekt, aber eines der berührendsten und im Tempo passendsten Bücher des Jahres, das selbst die neuesten Bände der Throne of Glass-Reihe toppt (weswegen diese hier nicht vorkommen, obwohl Empire of Storms ebenfalls ein Highlight war).

A Promise of Fire war ebenfalls heißer Anwärter für das Lieblingspärchen, aber hier ist mir die High Fantasy-Welt mit den interessanten, aus der griechischen Mythologie entlehnten Elementen noch stärker im Gedächtnis geblieben. Sie ist komplex erbaut, wirkt aber sehr realistisch und spiegelt in ihren vorurteilsbelasteten Ungleichheitsverhältnissen reale Umstände und versucht diese zu bekämpfen.

Die Tairen Soul-Reihe mit dem ersten Band Im Bann des Elfenkönigs hat mich gleich zu Beginn des Jahres total in den Bann gezogen. Die High Fantasy-Welt und vor allem die sehr romantische, eindringliche (und durchaus kitschige) Liebesgeschichte passten für mich super zusammen. Man findet diese Mischung wirklich gar nicht so oft (zumindest ist mir das bisher nicht gelungen). Die Liebesgeschichte dieser Pentalogie hat mich zu Tränen gerührt, sie war romantisch, pathetisch, kitschig und hat sich vor allem (manchmal zu meiner Freude, manchmal zu meinem Ärgernis) über alle Bände hinweg langsam entwickelt und die Protagonisten mussten bis zum Schluss umeinander kämpfen.


Six of Crows (Six of Crows #1) von Leigh Bardugo (5 Sterne) | Dragon in the Blood (Vale of Stars #2) von Juliette Cross (5 Sterne)

Absolute Überraschung und haushoher Favorit unter den Reihen des Jahres ist die Six of Crows-Duologie. Viele von euch dürften wissen, dass ich aus dem Young Adult-Genre inzwischen etwas herausgewachsen bin. Six of Crows und Crooked Kingdom haben mir allerdings gezeigt, dass es sie noch immer gibt, die richtig gute, begeisternde Jugendfantasy. So viel Diversität im Figurencast, Originalität im Weltenaufbau und Plot habe ich lange nicht mehr lesen dürfen. Eine Rezension zur Duologie werde ich im neuen Jahr zum Besten geben und in ihr wird deutlich werden, wie faszinierend ich die ambivalente Crew mit ihren sechs einzigartigen Mitgliedern fand. Ein Junge mit körperlicher Einschränkung, einer mit Dyslexie, einer mit Suchtproblemen, ein Mädchen, das Menschenhandel zum Opfer fiel, eines, welches für die Rettung der Crew ihre innerste Gabe aufs Spiel setzt, obwohl der Krieg ihr schon vieles genommen hat. Und trotz ihrer Vergangenheit und Schwächen ist jedes Teil dieses Teams absolut integral und die Freundschaften und Beziehungen der Gruppe sind komplex und tiefgründig.

Nicht zuletzt soll auch noch das Pärchen des Jahres gekrönt werden und hier war die Konkurrenz zwar groß, letztendlich habe ich mich aber für Valla und Conn aus Dragon in the Blood entschieden. Beide Figuren sind für sich genommen Kick Ass-Figuren und zusammen bilden sie ein starkes Paar, dass sich trotz und wegen all ihrer feurigen Streitereien und Diskussionen gesucht und gefunden hat. Jede Seite, die man auf ihr Zusammenkommen hinfiebert, war es wert, sie am Ende vereint gegen den Feind und für ihr Glück kämpfen zu sehen.

Welche Highlights haben bei euch dieses Jahr Begeisterungsstürme ausgelöst? Erzählt es mir! Vielleicht wird eines davon mein Highlight 2017 ;).
Liebe Grüße, Jasmin.

Mittwoch, 21. Dezember 2016

2016 in Büchern: Die Enttäuschungen des Jahres

Hallo ihr Lieben!
Das Jahr neigt sich dem Ende zu und es wird Zeit, ein wenig über jene Bücher zu philosophieren, die ich in diesem Jahr gelesen habe. Beginnen werde ich mit den "schlechten Nachrichten", also den Büchern, die mich in diesem Jahr enttäuscht haben. Mit Absicht schreibe ich nicht "Flops des Jahres", da nicht alle Bücher komplett schlecht waren - von vielen hatte ich mir schlicht und einfach etwas mehr erwartet.
Die Links unter den Bildern bringen euch jeweils zu meiner kurzen Review auf Goodreads, falls ihr neugierig seid, was ich mir noch so zu den Büchern gedacht habe.

Die Abgebrochenen



Völlig unabsichtlich ist das erste Buch dieses Posts auch gleich das allerschlechteste dieses Jahres: A Demon Bound war leider ein absoluter Fehlkauf, aber man mag mir das nachsehen - schließlich ist das Cover der helle Wahnsinn. Tatsächlich ist die ganze Reihe richtig ansehnlich gestaltet, aber leider habe ich mich davon blenden lassen und die Leseprobe geflissentlich ignoriert. Vielleicht hätte die mich schon alarmiert, dass ich die Protagonistin hassen würde. Daneben kam die Handlung nicht in Gang und ich war die meiste Zeit von den Figuren abgestoßen und/oder gelangweilt.

Auch The Wrath and the Dawn musste ich leider nach dem ersten Drittel abbrechen. Die Szenerie war durchaus athmosphärisch angelegt, aber auch hier nahm die Handlung überhaupt nicht an Fahrt auf und die Figuren waren (bis auf eine Ausnahme) so blass, dass mir die gesamte Geschichte egal war. Wirklich schade, die Faszination vieler anderer Leser kann ich zwar ansatzweise nachvollziehen, aber für mich war es nicht das Richtige.


Die schwachen Fortsetzungen und Abschlüsse



Obwohl die Reihe mich bereits seit vielen Jahren begleitet, war ich von diesem Abschluss des ersten Erzählstranges der Midnight Breed-Reihe Erwählte der Ewigkeit sehr enttäuscht. Nicht nur blieb das Pärchen dieses Buches blass (Adrian gibt sich ja auch genügend Mühe, Sterling Chase in den Vorgängerbänden so richtig unsympathisch zu machen), sondern der große Showdown im Konflikt zwischen den Ordenskrigern und Dragos war lahm ohne Ende. Das war absolut nicht in Ordnung. Neun Bände lang wird da ein Antagonist mit so viel Bösartigkeit aufgebaut und dann wird er niedergemacht, als wäre er bloß ein zahmes Kätzchen. Sehr schwach!

Opal hatte zwar einen ziemlich vernünftigen (wenn auch in seinem Ausgang sehr vorhersehbaren) Showdown, dafür aber davor sehr große Schwächen. Katy und Daemon bleiben tolle Charaktere, aber sie sind nur noch damit beschäftigt, herumzumachen und sich ihre unendliche Liebe zu gestehen, während sie sich sinnfreierweise in Enthaltsamkeit üben. Dadurch passiert auf vielen Strecken recht wenig und die Action kommt nur phasenweise durch. Sehr schade, denn nach den starken ersten beiden Bänden für mich eine Enttäuschung.

Twisted Palace war schließlich das Musterbeispiel für eine unnötige Fortsetzung. Eigentlich hätte Paper Princess als Einzelband super funktioniert, wenn man das Ende nicht zu einem Cliffhanger gemacht hätte. Stattdessen wurde eine Trilogie daraus, die von Band zu Band schlechter wurde und im absolut enttäuschenden dritten Band gipfelte. Kaum Plot, nervige Teenagerprobleme stehen absolut überdramatisierten Katastrophen gegenüber und das Ende hat mit wenig Romantikfaktor leider nicht dafür entschädigt. 

Um Flops und enttäuschende Bücher kommt man ja leider nicht umhin: welche Bücher haben euch dieses Jahr weniger gut gefallen?
Liebe Grüße, eure Jasmin.

Freitag, 9. Dezember 2016

Rezension "Archangel's Heart" von Nalini Singh

©Goodreads
Rezension
Archangel's Heart
von Nalini Singh

Berkley
ASIN: 
B01E4WAGLM
eBook mit ca. 383 Seiten
Sprache: Englisch
Genre: Urban/Romantic Fantasy
Preis: ca. 4,99 €

Reihe: Guild Hunter #9
1. Angels' Blood | Engelskuss
2. Archangel's Kiss | Engelszorn
...
9. Archangel's Heart | Engelsherz (ET: 26.05.2017)
10. - noch kein Titel -


Inhalt
One of the most vicious archangels in the world has disappeared. No one knows if Lijuan is dead or has chosen to Sleep the long sleep of an immortal. But with her lands falling into chaos under a rising tide of vampiric bloodlust, a mysterious and ancient order of angels known as the Luminata calls the entire Cadre together to discuss the fate of her territory.

Accompanying her archangelic lover Raphael to the Luminata compound, guild hunter-turned-angel Elena senses that all is not as it seems. Secrets echo from within the stone walls of the compound, and the deeper Elena goes, the uglier the darkness. But neither Raphael nor Elena is ready for the brutal truths hidden within—truths that will change everything Elena thinks she knows about who she is…

Nothing will ever be the same again.©Goodreads

Meine Meinung
Elena und Raphael sind das Herz dieser Reihe, ihre Geschichten sind und bleiben für mich die besten der Reihe (obwohl Naasir auch einen besonderen Platz unter meinen Lieblingen hat). Archangels‘ Heart war nicht der beste Band der Reihe und trotzdem habe ich ihn sehr genossen.

In diesem Band folgen wir Elena nach Lumia in Marokko – dem Heimatland ihrer Vorfahren. Lumia kann man wohl am ehesten als Engelsorden bzw. Kloster bezeichnen, in welches sich Engel zurückziehen, um in Abgeschiedenheit ihren Weg zur "Erleuchtung" zu finden. Aufgrund ihrer Unparteilichkeit haben sie das Recht, die Erzengel zusammenzurufen, falls der Status eines Erzengels ungeklärt ist. Sehr schnell zeichnet sich ab, dass dieser Orden weniger heilig ist, als er vorgibt. 
Dieses Setting war durchaus interessant, zumal sehr geheimnisvoll und poetisch beschrieben, generell funktioniert New York für mich als Mittelpunkt der Handlung aber besser - aus Liebe zum Setting sowie zu seinen Bewohnern.

Der Plot fokussiert sich in diesem Band mehr auf einen Ermittlungs- bzw. Mysterypart, da Elena zum einen das dunkle Geheimnis der Luminata zu ergründen versucht und zum anderen nach Spuren ihrer Großeltern fahndet. Deshalb fehlte der Geschichte ein wenig die Action, die ich normalerweise von Elenas und Raphaels Geschichten gewohnt bin. Der Plot blieb spannend, doch ihm fehlte eine Prise mehr an Tempo und Kampfszenen, zumal das große Geheimnis der Luminata leider etwas vorhersehbar und klischeehaft war. Trotzdem war der Showdown im Hinblick auf Tempo und Spannung gewohnt furios und wog damit den etwas gemächlicheren Mittelteil auf. Ganz große Klasse und für mich wirklich überraschend war es auch, was Elena über ihre Vorfahren herausfindet und auf wen sie dadurch stößt.

Elena und Raphael wachsen in ihrer Beziehung immer stärker zusammen, sie können sich aufeinander verlassen und kennen sich in- und auswendig. Sie scheinen gewissermaßen eine Balance gefunden zu haben: Raphael gesteht Elena ihre Freiheiten zu, Elena akzeptiert, dass sie nicht jede Herausforderung allein meistern kann. Singh verzichtet Gott sei Dank weiterhin auf jegliches Beziehungsdrama und baut die Spannung der Geschichte über den Mysterypart auf, statt konstruierte Konflikte heraufzubeschwören.

Daneben lernen wir in diesem Band Aodhan besser kennen – hoffentlich ist das das Intro zu seiner Geschichte gewesen! Schließlich wurde Naasirs Geschichte ebenfalls im Vorgängerband vorbereitet. Ich würde mich sehr freuen – egal ob Singh sich an eine homosexuelle Beziehung wagt und den Traum vieler Fans von Aodhan und Illium als Paar wahr macht (was sehr mutig und aufregend wäre, ich geb's ja zu!) oder eine Partnerin für Aodhan vorgesehen hat.
Aufgrund des Settings vermisst man jedoch andere Figuren der Reihe, die so nur am Anfang kurz auftreten, bevor Raphael, Elena und Aodhan nach Lumia aufbrechen. Gerade Naasir und Andi hätte ich gern noch wiedergesehen, auch Illium hat mir gefehlt. 

Fazit
Eine sehr schöne Ergänzung der Reihe, die für Elena persönlich einen Fortschritt gebracht hat, jedoch den übergreifenden Plot eher vernachlässigt. Gewohnt spannend, wenn auch weniger actionlastig, war dies hoffentlich nicht der letzte Band auch Sicht meines Lieblingspaares Elena und Raphael. Ich bin gespannt, wessen Geschichte als nächstes erzählt werden wird!

4 von 5 Buchwelten

Neugierig geworden?
Mehr zu "Magic Binds": GoodreadsAmazon mit LeseprobeWebsite der Autorin

Dienstag, 29. November 2016

Gelesen im November und Neuerscheinungen im Dezember 2016

Hallo ihr Lieben!
Immer wenn ich einen dieser Monatsabschlussposts schreibe, denke ich mir: Wo ist die Zeit schon wieder geblieben? Noch ein Monat, dann ist 2016 schon wieder an uns vorbeigezogen! Erfreulicherweise habe ich es dieses Jahr trotz erheblich mehr Stress im Vergleich zu 2015 tatsächlich geschafft, gut dabei zu bleiben, sodass ich meine Jahreschallenge von 80 Büchern im Dezember noch erreichen dürfte.

Gelesen im November 2016: 8



3. Hot Ticket (Sinners on Tour #3) von Olivia Cunning (3/5 Sterne)

4. Take me to Paradise (Sinners on Tour Encores #1) von Olivia Cunning (4/5 Sterne)

5. Six of Crows (Six of Crows #1) von Leigh Bardugo (5/5 Sterne)

6. Angels' Blood (Guild Hunter #1) von Nalini Singh (Reread, 5/5 Sterne)


8. Archangels' Heart (Guild Hunter #9) von Nalini Singh (4/5 Sterne)

Ich kann es selbst kaum glauben, aber das Monatshighlight dieses Novembers ist ein Jugendbuch: Six of Crows hat mich absolut umgehauen. Ich habe der Autorin jeden Charakter, jede Plotentwicklung abgenommen und das Buch bzw. die Figuren (Inej! Kaz! Nina!) einfach nur zu Tode geliebt. Mehr davon!
Absoluter Flop war Twisted Palace, der wirklich unwürdige Abschluss der The Royals-Reihe. Im Nachhinein betrachtet war es wirklich Zeitverschwendung, das Buch komplett durchzulesen. Ich hätte nach einem Viertel einfach zur letzten Seite blättern und dort die Auflösung lesen sollen und fertig. Wirklich schade.

Gesehen im November:
Castle (Staffel 6, Staffel 7 bis Folge 12): Ich merke tatsächlich, dass es - wie prophezeit - langsam bergab geht mit einer meiner Lieblings-Crimeserien. Die Verzögerung der Hochzeit fand ich leider sehr unnötig und anstrengend, die ersten Fälle der Staffel 7 waren unerwartet stark, doch jetzt, wo Castle nicht mehr mit Beckett arbeiten darf, bin ich irgendwie raus. Bin gespannt, wie das weitergeht. Von Staffel 8 wurde mir ja bereits eindringlich abgeraten, aber ich werde sie selbstverständlich trotzdem schauen.

Gotham (Staffel 1): DC und Serien ist für mich anscheinend der ultimative Garant für gute Unterhaltung. Ich war etwas skeptisch, da ich kein übermäßiger Fan des Batman/Gothamfranchises bin, aber die dunkle Crimeserie hat genau meinen Geschmack getroffen. Dagegen kommt Marvel mit Agents of S.H.I.E.L.D. usw. definitiv gar nicht an.

Dr. Strange (Film): Filmtechnisch dagegen begeistert mich Marvel in den allermeisten Filmen mehr als DC. Dr. Strange fand ich (nach dem schwächeren Civil War) wieder überraschend gut. 3D hat sich hier mega gelohnt, die Effekte sind absolut spektakulär, Benedict Cumberbatch hat ebenfalls geglänzt. Wie immer war der Antagonist etwas schwach und eindimensional, aber damit muss man sich wohl langsam abfinden.

Magische Tierwesen und wo sie zu finden sind (Film): Vom Plot her etwas schwach und Tina und z. T. auch Newt blieben etwas flach im Charakterdesign - obwohl gerade Eddie Redmayne mir von der Sache her in der Rolle gut gefallen hat. Viel stärker berührt hat mich der Nebenstrang mit der süßen Annäherung zwischen Jacob und Queenie. Der Streifen begeistert auf der anderen Seite ebenfalls mit tollen Bildern und Animationen der Tierwesen und ich bin gespannt, was uns in den nächsten Jahren noch erwartet.

Der Blog im November:
Es gab Rezensionen zu Magic Binds von Ilona Andrews und Ein Käfig aus Rache und Blut von Laura Labas zu bestaunen und ich habe ein wenig über meine Vorliebe für das Musik hören beim Lesen erzählt.

Leben, Lesen und Bloggen im Dezember:
Der Dezember wird eine kleine Verschnaufpause für mich. Ich freue mich, dass ich diesen kleinen Luxus der Stressreduzierung in der Weihnachtszeit genießen darf. Zwischen Adventsessen und Weihnachtsfeiern mit Freunden und Familie, Weihnachtsmarkt- und Einkaufsbummeln und Weihnachtsvorbereitungen habe ich für die schönen Dinge des Lebens dann bestimmt einiges an Zeit. Das ist allerdings auch gut so, da ich mir frisch eine Playstation 4 angeschafft habe. Mein Laptop macht die neuen Spiele von der Grafikkarte und der benötigten Arbeitsspeicherleistung her einfach nicht mehr mit und da ich kein Geld in einen "Gamer-PC" investieren wollte, kamen mir die Black Friday-/Cyber Monday-Angebotswellen (war das schlimm dieses Jahr, oder habe ich es bloß besonders intensiv mitbekommen?) gerade recht. Daher kann ich nun endlich Rise of the Tomb Raider spielen und werde dies auch exzesshaft tun, nehme ich an *lach*.
Buchtechnisch habe ich nichts festes geplant. Crooked Kingdom wird bestimmt dran glauben müssen, weil Six of Crows so genial war und mich einfach nicht loslässt. Und vielleicht lese ich mal wieder in der Alien-Reihe weiter, da nun im Dezember ja schon Band 14 erscheint.

Interessante Neuerscheinungen im Dezember 2016:



Bereits vorbestellt habe ich die Novelle The Pale Dreamer von Samantha Shannon. Ich warte bereits so lange auf Neues aus der Bone Season-Reihe, dass ich selbst die Novelle freudig erwarte, da der dritte Band ja leider von November auf März nächsten Jahres verschoben wurde. Die zeitlichen Abstände sind leider in dieser Reihe sehr groß, was ich nicht wirklich in Ordnung finde, da man dadurch aus dieser komplexen Welt total raus ist, ehe mal was Neues da ist.
Zu Weihnachten schenken lassen bzw. von geschenkten Gutscheinen kaufe werde ich mir selbstverständlich Der letzte Schwur von Nalini Singh und auch auf Tempting Love und Flames of Love bin ich recht gespannt. Doch ob ich einen der beiden letzteren Titel ausprobiere, das hängt ganz von meiner Laune ab.

Ich wünsche euch eine besinnliche und entspannte Adventszeit!
Liebe Grüße, eure Jasmin.

Montag, 21. November 2016

Die Wissenschaft des Lesegenusses: Buch und Musik

Hallo ihr Lieben!
Eines schönen Nachmittags irgendwann letzte Woche fragte mich meine Freundin und Mitbewohnerin völlig entgeistert: Wie zur Hölle kannst du so lesen?!

Sie spielte darauf an, dass ich in der Mehrzahl der Fälle nicht lese, ohne das nebenher Musik läuft. Diese Diskussion ist wahrscheinlich so alt wie der klassische Buchmensch-reflektiert-über-seinen-eigenen-Literaturgenuss-Post, wird aber trotzdem nie langweilig, denn jeder hat andere Beweggründe für seine Lesegewohnheiten (der Vollständigkeit halber hier noch die neudeutsche Bezeichnung, damit ich nicht ganz so oldschool rüberkomme: reading habits).

Ja, liebe Leute, ich bin eines dieser Generation Y-Kinder - offensichtlich kann ich die Stille nicht ertragen, komme ohne Mediengenuss und Hintergrundrauschen vielfältiger Art nicht aus, brauche jeden Tag eine andere Playlist auf Spotify/Deezer/iTunes. Wäre das hier eine andere Art Post, würde ich mich mit dieser Tatsache durchaus mal kritisch auseinandersetzen, denn ganz unbedenklich ist das auch nicht. Stattdessen hier eine kleine persönliche Anekdote zum Verhältnis von Mensch und modernen Medien: Selbst meine Mutter kriegt die Krätze, wenn sie bei ihren eigenen Eltern auf dem Land kurz vor dem Rand der Welt zu Besuch ist und tagelang nur die Wahl zwischen 32 kBit/s-Internet (also im Endeffekt keinem Internet) und Schlagerboom-Wiederholungen auf ARD hat. 

So kommt es jedenfalls, dass so mancher Mensch nur den Kopf schütteln kann, wenn ich zu Büchern Musik höre - oder zu Musik Bücher lese. Für mich jedoch ist das ganz natürlich: Ich verbinde mit Musik Emotionen, jedes Lied vermittelt eine Atmosphäre oder Stimmung und spätestens nach den ersten hundert Seiten eines Buches habe ich eine Playlist versammelt, die fortan mehr oder weniger stark mit eben jener Geschichte verknüpft sein wird.

Gewissermaßen erhält bei mir jedes Buch einen eigenen Soundtrack. Die Zusammenstellung mag davon beeinflusst sein, was ich in eben jenen Momenten sowieso gerade höre, doch auch Setting und Stimmung des Buches beeinflussen sie genauso stark. Manchmal passen Lyrics oder Melodie - oder schlicht und einfach die von mir ganz persönlich wahrgenommene Atmosphäre des Liedes - besonders gut zum Buch.

Das tolle daran ist, dass besonders "prägende" Lieder und Geschichten für mich noch jahrelang miteinander verbunden bleiben. Ich weiß heute noch, dass ich zu Höllenritt (Dante Valentine #2) von Lilith Saintcrow Please Don't Go von Mike Posner gehört habe. Mit Cress bzw. Wie Sterne so golden (Lunar Chronicles #3) von Marissa Meyer verbinde ich besonders stark Beggin for Thread von BANKS (Gryffin & Hotel Garuda Remix) und Victory von Sound Remedy feat. Evvy. Sias Fire meet gasoline wird mich immer an A Court of Thorns and Roses von Sarah J. Maas erinnern. 

Wenn man bedenkt das ich beispielsweise Höllenritt schon 2011 gelesen habe, ist es schon beachtlich, dass dieses Lied noch immer so stark mit der Geschichte und teilweise mit einzelnen Szenen daraus verknüpft ist.
Vielleicht erinnern sich die ganz alten Hasen noch daran, dass ich zwecks Abitur-Prokrastination im Januar/Februar 2012 sämtliche Harry Potter-Bände am Stück verschlungen habe. Dazu habe ich das gesamte Album Ceremonials von Florence + the Machine auf Replay gehört. Immer und immer wieder. Noch heute erinnert mich No Light, No Light an Dobbys Tod. Für mich haben das magische Harry Potter-Feeling und diese für mich leicht übernatürliche ätherische Stimmung des Florence-Albums extrem gut harmoniert - und das ist noch heute so.

Zu bedenken ist dabei natürlich, dass der Replay-Button und ich eine never ending lovestory sind. Finde ich ein Lied wirklich gut, dann überhöre ich mich nur sehr selten daran und kann es stundenlang am Stück und auch nach Jahren immer noch gern hören.

Wie geht es euch mit Musik und Literatur? Genießt ihr sie getrennt oder verbunden?
Welche Lesegewohnheit auch immer die eure ist: erfreut euch daran und bleibt anderen gegenüber tolerant - denn Geschmäcker sind eben verschieden. ;)
Liebe Grüße, eure Jasmin.

Freitag, 11. November 2016

Rezension "Magic Binds" von Ilona Andrews

©Goodreads
Rezension
Magic Binds
von Ilona Andrews

Ace
ASIN: 
B01AHKXIB0
eBook mit ca. 336 Seiten
Sprache: Englisch
Genre: Urban Fantasy
Preis: ca. 9,99 €

Reihe: Kate Daniels #9
1. Magic Bites | Die Nacht der Magie
2. Magic Burns | Die dunkle Flut 
...
8. Magic Shifts | Ein neuer Morgen
9. Magic Binds | Unheiliger Bund (ET: 28.06.2017)
10. - noch kein Titel - (ET: Herbst 2017)


Inhalt
Kate and the former Beast Lord Curran Lennart are finally making their relationship official. But there are some steep obstacles standing in the way of their walk to the altar…
Kate’s father, Roland, has kidnapped the demigod Saiman and is slowly bleeding him dry in his never-ending bid for power. A Witch Oracle has predicted that if Kate marries the man she loves, Atlanta will burn and she will lose him forever. And the only person Kate can ask for help is long dead.
The odds are impossible. The future is grim. But Kate Daniels has never been one to play by the rules…©Goodreads

Meine Meinung
Kate Daniels (oder sollte ich Kate Lennart sagen?) ist das Beste, was die Urban Fantasy zu bieten hat. Punkt. Und diesmal bekommen wir sogar ein waschechtes (zwischenzeitliches) Happy End, dass mir einen kleinen Fangirl-Moment verschafft hat, den ich tief in meinem Leserherz aufbewahren werde.

Wo der letzte Band ein Interlude war, ist Magic Binds deutlich anzumerken, dass es nun auf den (zumindest nach momentanem Stand) letzten Band zugeht. Bereits in den ersten Kapiteln schafft es Andrews durch eine sehr düstere Vorhersage, die Spannung praktisch durch die Decke schießen zu lassen und kann diese dann tatsächlich kontinuierlich bis zum Ende durchhalten. Die Action- und Kampfszenen sind wie immer meisterhaft und fesselnd geschrieben, der Endkampf war erneut episch - auch wenn ich das Gefühl hatte, dass er ein wenig mehr erzählte, als dass er Kates Handlungen wirklich gezeigt hat. Andererseits passte das gut zu der etwas jenseitigen Atmosphäre eines Kampfes zwischen zwei übermenschlich starken Seiten.

Währenddessen muss Kate nicht nur einen Ausweg aus dieser neusten Katastrophe finden, sondern auch um ihre eigene Identität ringen. Ihre Magie nimmt in ihrer Stärke immer weiter zu und bringt die dunkle Seite in Kate hervor, die nach Macht und Herrschaft hungert. Das ist meines Erachtens unvermeidlich gewesen und macht Kates Charakter um eine weitere Nuance tiefgründiger und realistischer. 

Gott sei Dank muss sie dieser Herausforderung nicht allein entgegentreten. Wirklich überraschende Plot Twists bringen ihr interessante neue Verbündete ein, die im unausweichlichen Finale dringend nötig sind. 
Daneben treffen wir natürlich auf unsere geliebte Crew. Curran steht stark und vor allem ausdauernd an ihrer Seite und nimmt Kate weiterhin so an, wie sie ist, ruft sie aber auch wach und zur Ordnung, wenn sie es braucht. Er beweist erneut, dass er um jeden Preis zu Kate hält.
Glücklicherweise hatte ich das Gefühl, dass die Nebencharaktere wieder eine essenziellere Rolle spielen als im Vorgängerband. Vor allem Christopher rückt in den Fokus - endlich erfahren wir mehr über ihn und seinen Background. Gleichzeitig sehen wir dadurch auch mehr von Barabas. Andrea hat einen besonders dramatischen Auftritt, wir sehen viele alte Gesichter aus dem Rudel wieder - auch wenn ich Jim gern in den Hintern getreten hätte. Und dann haben wir den besten Nebencharakter dieses Bandes: Roman. Er sorgt für mehrere witzige Szenen und wird zur gleichen Zeit auch ein aktiver Akteur. Ich hoffe, er wird Kate auch ins Finale begleiten.

Die "Vater-Tochter-Beziehung" (wenn man sie denn so nennen will) ist auch in diesem Band wieder sehr fesselnd und faszinierend - auf eine groteske Art und Weise. Roland umgibt eine derart andersartige Atmosphäre, die durch die in Magic Binds zu Tage tretenden Details zur ursprünglichen Heimat von Kates Linie nur noch verstärkt wird. Zum einen lernt Kate dadurch ihren eigenen Ursprung kennen, zum anderen offenbart sich dadurch, was sein könnte, wären Vater und Tochter nicht zwei Seiten einer Medaille und unwiederbringliche Feinde.

Fazit
Ein Meisterwerk der Urban Fantasy - so wie die ganze Kate Daniels-Reihe. Mehr Spannung, Action und Kick Ass, mit einem starken Cast aus Haupt- und Nebenfiguren und einer wundervollen Prise Romantik geht nicht. Ilona Andrews weiß zu begeistern!

5 von 5 Buchwelten

Neugierig geworden?
Mehr zu "Magic Binds": GoodreadsAmazon mit LeseprobeWebsite der Autorin

Sonntag, 6. November 2016

Rezension "Ein Käfig aus Rache und Blut" von Laura Labas

(c)Goodreads

Rezension
Ein Käfig aus Rache und Blut
von Laura Labas

Drachenmond Verlag
ASIN:  
B01KJRW51K
eBook mit ca. 320 Seiten
Sprache: Deutsch
Genre: (Jugend-)Urban Fantasy
Preis: 3,99 €

Reihe: Ein Käfig aus Rache und Blut #1
1. Ein Käfig aus Rache und Blut
2. Ein Thron aus Knochen und Schatten (ET: Februar 2017)




Inhalt
Nach dem grausamen Mord an ihrer Familie wird Alison Talbot von ihrer Tante zur Jägerin ausgebildet. Von nun an streift sie durch die Rayons und tötet Dämonen, die die Erde erobert und zerstört haben. Allein der Wunsch nach Vergeltung treibt sie an.

Eines nachts wird sie von Dämonen entführt und zu Dorian Ascia gebracht, König einer der 21 Dämonenstädte, der ihr ein einzigartiges Training anbietet. Obwohl Alison ihm misstraut, nimmt sie das Angebot an. Fortan wird sie von dem Dämon Gareth trainiert, der sie nicht nur in den Wahnsinn treibt, sondern sie auch an ihrem Weltbild zweifeln lässt. Je mehr Zeit sie mit ihm verbringt, desto schwerer fällt es ihr, sich zwischen Rache und längst verloren geglaubten Gefühlen zu entscheiden.(c)Goodreads

Meine Meinung
Man sollte den Leuten beim Drachenmond Verlag mal eine fette Schachtel Pralinen schenken als Dankeschön für ihren untrüglichen Sinn für gute Fantasy-Geschichten. Ich klassifiziere das Genre mit Absicht nicht näher, weil es für mein Dafürhalten zwischen mehreren Genren changiert. 

In Ein Käfig aus Rache und Blut folgen wir Alison Talbot, einer durchaus Urban Fantasy-würdigen Kick Ass-Heldin, die viel einstecken muss und trotzdem willensstark und sturköpfig - und sich damit treu - bleibt. Sie ist eine junge Erwachsene mit viel Mut und Wut in sich, Handlungen bzw. Mundwerk zeigen sie für meinen Geschmack jedoch manchmal noch etwas teeniehaft-jung, weswegen sie für mich noch in die Rolle der toughen Jägerin, als die sie dargestellt wird, hineinwachsen muss. Ich bin gespannt, wie diese Entwicklung in kommenden Bänden vonstatten gehen wird. Von dieser Warte her ist es also eine Art Jugend/Young Adult-Urban Fantasy, falls es die denn gibt.

Die gesamte Geschichte zentriert sich sehr stark um Alison als Protagonistin, die Nebenfiguren waren für mich leider bis über die Hälfte hinaus eine kleine Schwäche der Geschichte. Gareth, gewissermaßen Alisons Gefängsniswärter, spielt zwar von Anfang an eine große Rolle, aber ich bekam ihn erst in den letzten 15 oder 20 % der Geschichte wirklich zu fassen. Vorher war er flach, da seine Motive komplett im Dunkeln blieben. Er war mir recht egal. Das besserte sich wie gesagt erst gegen Ende, wo er Charakter entwickelt und wirklich mit Alison in Interaktion gerät.
Dorian Ascia, der letztendlich Alisons Gefangenschaft zu verantworten hat, ist potenziell als sehr interessante Figur angelegt, aber auch er bleibt irgendwie undurchdringlich und fern. Einzig wirklich sympatische Nebenfiguren waren von ihrem Auftauchen an Evan, Alisons Exfreund, aus dessen Perspektive ein kleiner Nebenstrang erzählt wird, und Noah, ein Trainer und gegen Ende ein Freund Alisons.
Ich hoffe darauf, die Nebenfiguren in kommenden Bänden besser kennenzulernen, sodass sie etwas mehr Tiefe erhalten und zu echten Sympathieträgern werden können.

Das Worldbuilding ist absolut faszinierend und wird im Laufe der Story extrem gut ausgestaltet. Wir erfahren alle nötigen Grundinformationen über die Ordnung dieser Gesellschaft bereits sehr früh im Buch, sodass man sich sehr gut in die Geschichte eingeführt fühlt. Besonders die "Entstehungssage", welche die Weltordnung erklärt, war absolut poetisch und faszinierend angelegt. Tröpfchenweise ergänzt Labas dann weitere Details, vervielfältigt die Bewohner dieses zukünftigen Nordamerikas; ergänzt die verschiedenen zwischenmenschlichen Strukturen. Hierbei haben wir es allerdings nicht mehr so recht mit einer Urban Fantasy-Welt zu tun. Zum einen beginnt die Handlung zwar im städtischen Setting, bewegt sich jedoch dann daraus fort. Zum anderen ist die Welt deutlich dystopischer angehaucht, da wir es hier längst nicht mehr mit einer Welt zu tun haben, die unserer abgesehen von der übernatürlichen Bevölkerung gleicht.

Ein großer Pluspunkt ist außerdem Laura Labas' Schreibstil. Er fließt äußerst angenehm, die Wortwahl ist den Beschreibungen immer angemessen und lässt die Welt lebendig erscheinen, ohne zu schnörkelig zu sein und den Leser mit Wortspielen, Metaphern und Vergleichen zu übergießen. 

Dadurch hat der Stil eindeutig dazu beigetragen, dass ich auch während des plot- und spannungstechnisch etwas schwächeren Mittelteils drangeblieben bin. Wo der Beginn der Geschichte und das letzte Drittel im Plot viel Fortschritt brachten, hatte die Mitte definitiv immer wieder kleinere Längen, an denen mir die Spannung und das Erkennen eines Ziels der Handlung abhanden kamen. Andere Aspekte der Geschichte und das wie gesagt gegen Ende wieder steigende Tempo konnten das aber sehr gut ausgleichen.

Fazit
Mit Ein Käfig aus Rache und Blut ist Laura Labas der Balanceakt zwischen Jugendbuch-, Urban Fantasy- und Dystopie-Elementen sehr gut gelungen. Geschaffen hat sie daraus die Geschichte einer mutigen und charakterstarken jungen Frau mit Ecken und Kanten, die sich weder von ihrer Vergangenheit noch von den Gefahren der Gegenwart unterkriegen lässt. Das dystopische Worldbuilding ist unglaublich düster und faszinierend und gleicht damit kleinere Schwächen im Charakterdesign der Nebenfiguren und im Tempo der Plotentwicklung gut aus.

4 von 5 Buchwelten

Neugierig geworden?
Mehr zu "Ein Käfig aus Rache und Blut": GoodreadsAmazon mit LeseprobeWebsite der Autorin

Montag, 31. Oktober 2016

Gelesen im Oktober und Neuerscheinungen im November 2016

Hallo ihr Lieben!
Jetzt ist der Oktober auch schon wieder rum, die Blätter fallen, das Wetter ist großartig (wenn man nicht raus muss und es als Entschuldigung benutzen kann, um nur auf dem Sofa herumzuhängen), keiner schaut mich mehr schief an, wenn ich zwei Liter Tee am Tag trinke.

Gelesen im Oktober 2016: 7




4. Ein Käfig aus Blut und Rache von Laura Labas (4/5 Sterne)




Es war tatsächlich ein etwas Young/New Adult-lastiger Monat, auch wenn das nicht bedeutet, dass dieses Genre jetzt bei mir Comeback feiert. Winter war ein würdiger Abschluss für die Lunar Chronicles, der mir auch sehr gut gefallen hat - obwohl mich die Vorgänger trotzdem stärker begeistern konnten.
Opal dagegen hat mich ziemlich enttäuscht und die ersten beiden The Royals-Bände habe ich eher aus morbider Faszination gelesen, weil ich davon einfach nicht loskomme. Soap schlimmster (und irgendwie bester) Sorte.
Highlight des Monats war Dragon Heartstring. Juliette Cross ist einfach nur genial und dieses Pärchen habe ich wieder besonders ins Herz geschlossen.

Und sonst noch im Oktober:
Mal wieder habe ich eine Rezension nachgereicht: diesmal habe ich meine Meinung zu Monster Geek: Die Gefahr in den Wäldern von May Raven kundgetan. Fazit: richtig gute deutsche Urban Fantasy!

Was im November los sein wird:
Wenn ich mich gut anstelle, habe ich gegen Ende des Monats tatsächlich mal mehr Freizeit. Da bin ich selber sehr gespannt, ob ich dann mehr zum Lesen komme oder gerade umgekehrt so viel Zeit habe, dass ich sie nur vertrödele *lach*.
Einen kleinen Laberpost habe ich mir fest vorgenommen, weil sich vergangene Woche dazu ein Thema ergeben hat und ein oder zwei Rezensionen werden bestimmt auch dabei sein.
Auf der Must Read-Liste steht für den November Six of Crows von Leigh Bardugo und einige Goodreads-'Freunde' haben mir irgendwie total Lust auf Tapping the Billionaire von Max Monroe gemacht. Sollte diese Lust anhalten, dann werde ich auch dieser Geschichte eine Chance geben.

Interessante Neuerscheinungen im November 2016



Auf welche Neuerscheinungen und Leselisten-Bücher freut ihr euch im November?
Liebe Grüße, Jasmin.

Dienstag, 25. Oktober 2016

Rezension "Dragon Heartstring" von Juliette Cross

(c)Goodreads
Rezension
Dragon Heartstring
von Juliette Cross

selfpublished
ASIN:  
B01L7TN2BG
eBook mit ca. 161 Seiten
Sprache: Englisch
Genre: Romantic/Urban Fantasy
Preis: ca. 2,99 €

Reihe: Vale of Stars #0.5
0.5. Dragon Heartstring
1. Waking the Dragon
2. Dragon in the Blood
3. Hunt of the Dragon (ET: 2017)
4. Dragon Fire (ET: 2017)



Inhalt
Demetrius Cade has long since let go of his prejudice against Morgonkind, the dragon hybrid race his father taught him to hate. But what he never saw coming was the Morgon woman who would finally teach him to love.
Shakara Icewing has watched Demetrius Cade from afar for years. Known as the most eligible bachelor and emotionally unavailable in all of Gladium Province, she sees him as the aloof, arrogant brother of her dear friend. But when they finally meet, she isn’t sure she can handle how deep and how fast they both fall.
An old enemy resurfaces and once more threatens those Demetrius loves. When Shakara plans to speak before Parliament against business tycoon Aron Grayson, she puts her own life in the line of fire. Demetrius will stop at nothing to protect the woman he can no longer live without. (c)Goodreads

Meine Meinung
Die Welt der Morgon, welche Juliette Cross in ihrer Nightwing- und Vale of Stars-Reihe kreiert hat, wird mit jedem Band faszinierender und detailreicher! Mit diesem Prequel zu den ersten beiden Bänden der Vale of Stars-Reihe hat die Autorin eine unglaublich dichte Geschichte geschrieben, die trotz ihrer kurzen Novellenlänge die Liebesgeschichte unheimlich realistisch ausgebaut hat.


Von beiden Protagonisten war ich diesmal sehr überrascht. Shakara lernt man in den Nightwing-Novellen bereits kennen und sie hat dort auf mich immer sehr zart besaitet gewirkt. In Dragon Heartstring zeigt sie zwar ebenfalls eine sanfte Seite von sich, sie ist aber zugleich sehr entschlossen und verfolgt die Ziele, an die sie glaubt, mit viel Willensstärke. Sie bietet Demetrius von Anfang an die Stirn. Und das will etwas heißen, denn wer denkt, er hat mit all den anderen Morgonmännern, die bisher in den beiden Reihen ihre Partnerinnen fanden, Alphamänner vor sich, der erlebt hier eine Überraschung: ich für meinen Teil hätte niemals vermutet, welch starker Charakter Demetrius werden würde. Er hat einen geradezu extremen Beschützerinstinkt und scheut sich nicht, zum Schutz seiner Liebsten zu handeln, zu drohen, zu verletzen.

Dragon Heartstring bietet mit den vertauschten Rollen (weibliche Morgon und menschlicher Mann) eine neue Sichtweise auf die Welt und offenbart auch ein weiteres Detail in Bezug auf die Gefährtenverpaarung. Zugleich diskutiert die Novelle ein stückweit auch Vorurteile, die Ablehnung von gemischtrassigen Pärchen sowie die scheinbar gesellschaftlich festgelegten Frauenbilder, wie wir sie in der Realität oft genug erleben, und bietet daher auch etwas Potenzial zum Nachdenken.


Der Plot dieser Novelle war sehr temporeich und vor allem dicht gestaltet. Neben der wunderschön ausgestalteten Liebesgeschichte, die trotz der Novellenlänge in einem realistischen Zeitraum und mit einer glaubwürdigen Annäherung stattfand, hat Juliette Cross einen sehr guten Suspense-Plot erdacht. Shakara und ihr Clan wollen einen kontroversen Vorschlag vor dem Parlament zur Abstimmung bringen, was Shakara in Gefahr bringt. Sie gerät relativ schnell im Verlauf der Geschichte in bedrohliche Situationen, die sie gemeinsam mit Demetrius bewältigen kann. Dadurch war die Novelle tatsächlich von vorn bis hinten spannend und actionreich. Ich habe sie beinahe in einem Rutsch durchgelesen.

Fazit
Die Romane und Novellen der Autorin werden mit jedem erscheinenden Werk besser. Wo die ersten Novellen in der Morgonwelt noch ein paar Kleinigkeiten vermissen ließen, war Dragon Heartstring ein voller Genuss: tiefgründige und vor allem überraschende Protagonisten, ein actionreicher Plot, eine glaubwürdige Liebesgeschichte und einige nachdenklich stimmende Details. Definitiv ein Monatshighlight!

5 von 5 Buchwelten.

Neugierig geworden?
Mehr zu "Dragon Heartstring": GoodreadsAmazon mit LeseprobeWebsite der Autorin

Donnerstag, 6. Oktober 2016

Rezension "Monster Geek: Die Gefahr in den Wäldern" von May Raven

(c)Goodreads
Rezension
MONSTER GEEK: Die Gefahr in den Wäldern
von May Raven

Drachenmond Verlag
ASIN:  B01LZV4WOG
eBook mit ca. 268 Seiten
Sprache: Deutsch
Genre: Romantic/Urban Fantasy
Preis: 3,99 €

Reihe: Monster Geek #1
1. Die Gefahr in den Wäldern
2. Die Erscheinung in der Hütte (ET: 2017)
3. Die Toten im Dorf (noch kein ET)
4. Die Geister der Vergangenheit (noch kein ET)




Inhalt
45 Jahre in der Zukunft lebt Jessamine Diaz als Gildenjägerin. Im Untergrund verborgen, spürt sie Vampire, Werwölfe und andere absonderliche Wesen auf und bringt sie zur Strecke. Ein ansehnlicher Sold führt Jess von ihrer Heimatstadt Montreal nach Tschechien, wo seit zwei Wochen Kinder spurlos verschwinden. Obwohl sich Jess einredet, diesen Auftrag nur wegen des Geldes anzunehmen, weiß sie, dass sie es für die Kinder und deren zerstörte Familien tut, die sie an ihr eigenes Schicksal erinnern.

Vor Ort mischt sich der Polizeichef Petr in ihre Untersuchungen ein und zudem kommt ihr der hartnäckige Pfarrer Matej in die Quere, der heißer aussieht, als gut für ihn ist. Damit bringen nicht nur die Monster, sondern auch die beiden Männer Jess gehörig ins Schwitzen...(c)Goodreads

Meine Meinung
So langsam wird mein Glaube an die deutsche Urban Fantasy wiedererweckt! Und der Drachenmond-Verlag scheint Hochburg zu werden: erst entdecke ich die wundervolle Diana Cunningham-Reihe von Maria M. Lacroix, nun ist mit Monster Geek #1 eine weitere richtig gute Serie gestartet!

Wir haben es hier mit einem sehr interessanten und vor allem durch zahlreiche Details unterstützten Worldbuilding zu tun, sodass eine realistische Zukunft unserer jetzigen Welt geschaffen wird. Im Jahr 2056 bewegen sich die Menschen auf gleitenden Verkehrsmitteln ohne Verbrennungsmotoren fort, HandChips vereinen (Video-)Telefonie, nützliche Schweizer-Taschenmesser-Funktionen wie Taschenlampe und moderne Technik, die sogar Medizin in den Körper transferieren kann. So hat die Welt einen kleinen Science Fiction-Einschlag (natürlich ohne Reisen im Weltall) und wirkt absolut realistisch und innovativ, man kann sich problemlos vorstellen, dass die Menschen im Jahr 2056 tatsächlich so leben könnten. Hoffentlich sehen wir von dieser Welt in den kommenden Bänden noch viel mehr und erfahren neue interessante Details dazu.

Jess als Protagonistin war ein Volltreffer. Sie ist durch ihre Vergangenheit gezeichnet und tut trotzdem ihr möglichstes, sich nicht von dieser unterkriegen zu lassen. Geschickt macht die Autorin hierzu immer wieder kleine Andeutungen und löst (angenehmerweise trotzdem bereits recht früh) auf, was Jess widerfahren ist. Dadurch ergibt sich völlig kontinuierlich und realistisch das Charakterdesign: engen Freunden und der Familie ist sehr verbunden, Außenstehenden gegenüber verschlossen und skeptisch. Trotz ihrer Ambitionen ist sie ein herzlicher couragierter Charakter; ihre Handlungen sind nachvollziehbar. Und gegen Ende wird angedeutet, dass wir längst nicht alles über die Protagonistin wissen - was fantastischen Spielraum für eine Weiterentwicklung in kommenden Bänden bietet!
Bezüglich des Charakterdesigns hatte ich manchmal andererseits ein wenig das Gefühl, das May Raven sich erst noch in ihre Protagonistin "hineinschreiben" musste. Jess ist eine sarkastisch-ironische Figur, die mit vorlauten Sprüchen nur so um sich wirft. Wo diese am Anfang manchmal noch nicht on point waren, wurden sie gegen Ende zu fantastischen und witzigen Retourkutschen. Auch bezüglich Jess' ganzer Person fühlte ich mich ihr in der zweiten Hälfte sehr viel näher.

Matej, seines Zeichens Priester und zweiter Protagonist, ist ein Mann von Prinzip und nicht zuletzt dadurch erscheint eine mögliche romantische Verwicklung zwischen Jess und ihm zunächst schwierig. Aber neben all der Sexyness beweist Matej viel Herz, Zielstrebigkeit und vor allem Offenheit, denn statt auf festgefahrenen Rollenbildern zu beharren, folgt er seinen Instinkten. Umso mehr brach mir das Ende das Herz - wehe der Autorin, wenn ich ihn im kommenden Band nicht zeitnah wiedersehen darf! Denn die beginnende Annäherung der beiden wirkte ebenfalls glaubwürdig. Während sie sich relativ früh körperlich zueinander hingezogen fühlen und sich auch aufeinander einlassen, wächst die emotionale Verbindung fast schon zaghaft, wird dann aber durch einige humor- wie gefühlvolle Szenen vorangetrieben. 

Das Buch weiß nicht zuletzt auch durch den Plot zu begeistern: der Beginn haut mit einer Actionszene gleich richtig rein und führt uns die wichtigsten Aspekte der Figur vor Augen. Anschließend steigen wir in den eigentlichen Fall der Geschichte ein. Dieser war zwar an sich spannend, hätte aber etwas komplexer und Plot Twist-lastiger ausfallen können. Viel wirklich essentielle Ermittlungsarbeit war nicht nötig und anschließend werden die Gegenspieler lokalisiert und bekämpft - wobei die Actionszenen sehr graphisch und dramatisch gemacht sind. Überhaupt sollte man mit blutigen wie ekligen Szenen und Beschreibungen umgehen können, deren finstere Stimmung aber durch den in anderen Szenen sehr präsenten Humor (und den im späteren Verlauf dazukommenden Side Kick - der Hammer ist!) aufgewogen werden. 
Die entstehende Beziehungsstruktur gewährleistete meines Erachtens insgesamt einen größeren Teil der Spannung als Jess' Mission, was etwas schade war.

Fazit
Eine witzige, toughe und zunehmend tiefgründige Protagonistin; liebenswerte Nebenfiguren; ein Plot, der vor allem durch seine romantischen Züge, aber auch durch die Mission begeistern kann; ein flüssiger Schreibstil und ein top Worldbuilding. Viel besser kann Urban Fantasy nicht sein! In diesem Sinne: wann geht's weiter?

4,5 von 5 Buchwelten.

Neugierig geworden?
Mehr zu "MONSTER GEEK: Die Gefahr in den Wäldern": GoodreadsAmazon mit LeseprobeWebsite der Autorin, Website des Verlages