Dienstag, 24. November 2015

Rezension: Bound in Black von Juliette Cross

(c)Goodreads
Rezension
Bound in Black von Juliette Cross
- enthält Spoiler zu Vorgängerbänden! -

Samhain Publishing
ASIN: B00VNK4JJO
eBook mit ca. 258 Seiten

Sprache: Englisch
Genre: Urban Fantasy
Preis: ca. 4,30 €

Reihe: Vessel Trilogy #3
1. Forged in Fire
2. Sealed in Sin
3. Bound in Black

Sequel-Reihe: Age of Gray
1. The Deepest Well (ET: Februar 2016)


Inhalt
Genevieve Drake is on a dangerous mission to find the soul collector, Lethe, and enter the deepest, darkest level of the underworld. No one has ever returned alive from the belly of a soul collector, but she will let nothing stop her from going after the precious treasure Lethe stole from her.
As she is tested against demon spawn and foul creatures of the underworld, each triumph strengthens her Vessel power—and drags her closer to a breaking point that could forever doom her to the abyss.
Meanwhile, with the full prophecy hurtling toward completion, the Dominus Daemonum strategize for the day Gen will battle Prince Bamal’s Vessel to the death, when the Great War between heaven and hell will begin. 
But Bamal has a secret weapon. When he reveals it—and Thomas reveals his own hidden agenda—Gen may not have the strength to resist the temptation to fall into darkness, forsaking the fate of the world for her broken heart.

(c)Goodreads

Meine Meinung
In diesem Buch muss Gen endgültig erwachsen werden und mit ihrer Weiterentwicklung wird die Handlung einen weiteren Touch düsterer. Cross hat einen mehr als würdigen Abschluss ihrer Reihe geschrieben. Nun bin ich fast schon traurig, dass Gens und Judes Geschichte ihr Ende gefunden hat.

Handlungs- und Spannungsbogen
Durch die Geschehnisse im Finale von Sealed in Sin war bereits vorgegeben, wohin es nun gehen würde. Allerdings hat die Autorin Gens weiteren Weg auf eine Weise gestaltet, die ich so nicht erwartet hätte und die mir sehr gut gefallen hat. Gen muss nun zum ersten Mal ganz allein den Feinden gegenübertreten, um Jude zu helfen. Und das tut sie mit bewundernswerter Stärke und Zielstrebigkeit. 
Daneben spitzen sich die Geschehnisse immer weiter zu, sodass inzwischen ohne Zweifel feststeht, dass Gen tatsächlich der Mittelpunkt der Prophezeiung um den Kampf zwischen Himmel und Hölle sein muss.
Während Gens Freunde sich also auf den kommenden Krieg vorbereiten, konzentriert sich Gen ganz auf Judes Rettung - die dann auf recht spektakuläre Weise tatsächlich funktioniert. Danach legt sich das Tempo allerdings eine Weile, da Jude sich von seinem Ausflug in die Hölle erholen muss und Gen ihm nicht von der Seite weicht. Ich mochte diese stillen Szenen zwischen den beiden sehr, da sie die Liebe der beiden mehren und real machen. Trotzdem tritt die Handlung dadurch zeitweilig etwas auf der Stelle, wo sie eigentlich zum großen Finale einer Trilogie besonders stark vorankommen sollte.

Insgesamt hat die Geschichte aber diesmal so viele Plot Twists zu bieten, das einem fast schwindlig wurde; zwei davon haben mir regelrecht die Gehirnwindungen explodieren lassen. Dadurch bleibt die Geschichte trotz der vorgegebenen Richtung durch die Prophezeiung auf gewisse Weise unvorhersehbar und spannend bis zur letzten Seite.
Viele lose Fäden der Geschichte werden in diesem Band auf befriedigende Weise zusammengebracht und runden die Handlung sehr gut ab, sodass man nach dem Happy End für Gen und Jude diese Welt verlassen kann, wenn man möchte. Wer allerdings, wie ich, mehr lesen will, der kann das tun: in The Deepest Well wird ab Februar 2016 die Geschichte von Kat und George erzählt, die man beide aus der Vessel Trilogy kennt.

Charaktere
Gen macht in diesem Band eine beeindruckende Entwicklung durch. Wo sie sich bisher zu sehr auf Jude und die anderen Dämonenjäger verlassen hat, muss sie nun selbst die Zügel in die Hand nehmen, um Jude zu befreien. Sie wirkt dadurch nun wesentlich erwachsener und unabhängiger, ihre Handlungen sind determiniert und realistisch.
Auch über Kat erfährt man in diesem Band ein wenig mehr, auch wenn viele Ereignisse weiterhin im Dunkeln bleiben und eindeutig neugierig auf The Deepest Well machen, wo hoffentlich all die Zusammenhänge deutlich werden, die hier fehlen.
Sehr interessant war in diesem Band auch der Engel Uriel, der nun einen etwas aktivieren Posten in den Geschehnissen bekommt und Gen sein Vertrauen schenkt. Ich bin gespannt, was wir über ihn in weiteren Büchern noch erfahren werden.

Fazit
Obwohl Bound in Black im zweiten Drittel ein wenig temporeicher hätte sein müssen, hat die Autorin hier insgesamt einen runden Abschluss ihrer Trilogie vorgelegt. Die wichtigen Handlungsfäden werden logisch zusammengeführt, Plot Twists heizen die Spannung an und sowohl Gen als auch die Liebe zwischen ihr und Jude wachsen mit ihren Aufgaben. Ich hoffe darauf, die beiden früher oder später in der Age of Gray-Reihe wiederzusehen, denn sie sind mir sehr ans Herz gewachsen!

4,5 von 5 Buchwelten

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Weitere Rezension bei: All Things Urban Fantasy (3/5 Sterne)

Dienstag, 17. November 2015

Kurzmeinung: Bradens Vergeltung & Dark Hope: Gebieter der Nacht

(c)Goodreads
Bradens Vergeltung (Breeds #7) von Lora Leigh
Egmont LYX
ISBN: 9783802586583
Buch mit 407 Seiten
Sprache: Deutsch
Genre: Erotik/Paranormal Romance
Preis: 9,99 €

Reihe: Breeds #7

 

Die Geschichte um Braden und Megan ist etwas weniger Erotik-lastig, als es zum Beispiel der Vorgänger um Kiowa und Amanda war. Das war der Glaubwürdigkeit der Geschichte meiner Meinung nach zuträglich, da zwischen den beiden trotz der gegenseitigen Anziehung erst einmal ein Minimum an Vertrauen entstehen konnte.
Während ich Bradens Charakter insgesamt zwar nicht übermäßig ausgefeilt aber gelungen fand, ging mir Megan irgendwann ein bisschen auf die Nerven. Ich habe bis zum Schluss nicht verstanden, warum sie sich bei jeder Gelegenheit mit Händen und Füßen dagegen wehren musste, ihre Gabe zu trainieren - während sie zur gleichen Zeit mehrfach gestand, gerne mehr Kontrolle darüber haben zu wollen. Dementsprechend hat sich hier bis zum Ende wenig getan, was ich sehr schade fand.
Neben der Geschichte um die Beziehungsentwicklung bekommt man in Bradens Vergeltung auch mal wieder eine echte äußere Bedrohung in Verbindung mit Informationen und Entwicklungen in der Gesellschaft und den Mensch-Breed-public-relations zu sehen, was ich begrüßt habe. Es gibt nichts gegen erotische Romane einzuwenden - zumal wenn die erotischen Szenen so gekonnt und gut geschrieben sind wie hier -, aber ein Mindestmaß an Handlung außerhalb des Bettes habe ich trotzdem ganz gerne.
Insgesamt gefielen mir Braden und Megan besser als Kiowa und Amanda, trotzdem ist es bei weitem nicht der stärkste Band der Reihe.

3,5 von 5 Buchwelten
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(c)Goodreads
Dark Hope 1: Gebieter der Nacht von Vanessa Sangue
Egmont LYX
ASIN: B00SYVEWFQ

eBook mit ca. 383 Seiten
Sprache: Deutsch
Genre: Paranormal Romance
Preis: ca. 4,99 €

Reihe: Dark Hope #1

Gebieter der Nacht ist der erste Gewinnertitel des LYX Storyboard-Wettbewerbes, an den ich mich bisher herangetraut habe. Insgesamt hat Vanessa Sangue einen interessanten Romantic Fantasy-Roman geschrieben, der mich super unterhalten hat. Hailey war eine sehr sympatische Protagonistin, deren Handlungen und Gefühle ich zu jeder Zeit nachvollziehen konnte. Kyriakos erschien mir aber ein wenig weichgespült: er ist natürlich Mr. Super-creepy-Vampir-ohne-Skrupel, aber für Hailey tut er praktisch alles, denn er vergöttert sie. Das ist natürlich ein Klischee, dass die Romantic Fantasy ein wenig für sich gepachtet hat. Generell hatte ich das Gefühl, dass die Autorin das ein oder andere Detail bei anderen Romantic Fantasy-Titeln entlehnt hat. Das Empathen-Konzept und die Beschreibung der Gestaltwandler haben mich beispielsweise an einigen Stellen an Nalini Singh erinnert. Davon einmal abgesehen war das Worldbuilding recht interessant, wirkte aber ebenfalls in keinem Aspekt wirklich neu auf mich, wenn man von der Existenz der Geistzerstörer absieht. Das Konzept der Geistzerstörer ist wirklich ein interessantes Gedankenspiel gewesen, das mir gefallen und der Geschichte doch noch einen Hauch des Neuen gegeben hat.
Die Entwicklung zwischen Hailey und Kyriakos war romantisch, ohne zu sehr in den Kitsch zu driften uns das Ende hat meine Happy End-Sucht bestens befriedigt. Sehr gut hat es mir gefallen, dass die Autorin Hailey nach dem Showdown Zeit gegeben hat, ihre Verhältnisse zu ordnen und so die Geschichte zu einem sehr befriedigenden Ende zu bringen.
Ein Problem hatte ich an einigen Stellen mit dem Schreibstil. Hier wäre ein besseres Lektorat notwendig gewesen: mehrere Kommafehler und Wortwiederholungen nervten mich.
Insgesamt hat die Geschichte ihre Klischees und Schwächen, hat mich ansonsten aber sehr gut unterhalten.
3,5 von 5 Buchwelten

Sonntag, 15. November 2015

Rezension: Sealed in Sin von Juliette Cross

(c)Goodreads
Rezension
Sealed in Sin 
von Juliette Cross

Samhain Publishing
ASIN: 
B00POXZKUI
eBook mit ca. 290 Seiten
Sprache: Englisch
Genre: Urban Fantasy
Preis: ca. 3,95 €


Reihe: Vessel Trilogy #2
1. Forged in Fire
2. Sealed in Sin
3. Bound in Black






Inhalt
One demon prince may be festering in the bowels of the soul eater Cocytus, but Genevieve’s troubles are far from over. Prince Bamal, demon lord of New York City, still wants her. But this time, he wants her alive, to control her inherent power as a Vessel of Light. 
With Jude Delacroix off searching for the prophecy, Thomas—a guardian angel with sea-green eyes and an aura of winter woods—steps into the gap, offering her the power to protect herself. 
Yet she hesitates, for the transfer of that power comes through a kiss. While Gen’s love for Jude is true, Thomas stirs a desire where there should be none. Thomas also knows Jude’s darkest secret and plans to use it, if necessary, to win Gen for his own.
While her Vessel power grows and more demon spawn creep from every dark corner of the world, one thing is certain—the Great War between the angels and demons is quickly approaching. And Gen is in a race against time to awaken her full power before the storm breaks.

(c)Goodreads

Meine Meinung
Sealed in Sin ist in vielerlei Hinsicht noch besser als sein Vorgänger Forged in Fire. Trotzdem haben mich einige kleine Punkte gestört, sodass es von mir keine höhere Bewertung für diesen neuen Band der Reihe gibt.

Worldbuilding
Der sowieso schon sehr ausgefeilte Weltentwurf erhielt in Sealed in Sin neue Details, die ihn noch interessanter werden lassen. Es kommen einige dunkle Geheimnisse ans Licht, die sowohl Gen als auch Jude betreffen und auch die Dynamik zwischen den Flamma des Lichts und der Dunkelheit (ergo zwischen Engeln und Dämonen) wird immer klarer. Besonders interessant war die Geschichte um die Entstehung der Dämonenjäger. Die Autorin spielt viel mit den Konzepten von Vergebung, Reue und Wiedergutmachung und vermittelt damit durch ihre Handlung die Hoffnung, dass jeder seine Fehler bis zu einem gewissen Grad gutmachen kann.

Handlung und Spannung
Wo man in Forged in Fire auf den ersten Seiten oft noch auf die große Spannung und Action verzichten musste, steigt Sealed in Sin von Beginn an mit einem höheren Tempo ein, das über die Seiten hinweg auch gehalten werden kann. Die Ereignisse stehen nie still und auch die Zuneigung der Protagonisten zueinander wird auf den Prüfstand gestellt. Durch die bereits eingeführte Prophezeiung schwebt stets das Damoklesschwert des bevorstehenden großen Krieges zwischen Himmel und Erde über Gen und Jude und gibt der Geschichte zusätzlich eine eindringliche Stimmung.
All diese Spannung hätte natürlich für meinen Geschmack in einem gepfefferten Showdown enden sollen. Leider war dem nicht ganz so, denn an dieser finalen Entwicklung (zum Schlechten) war Gen indirekt selbst Schuld. Es passiert natürlich etwas sehr Entscheidendes und Infernalisches, aber der große Endkampf bleibt aus. Und es nicht zu viel verraten, zu sagen, dass man es hier mit einem fiesen Cliffhanger zu tun hat, der mich praktisch sofort nach der letzten Seite zum nachfolgenden Band Bound in Black hat greifen lassen.

Charaktere
Bereits in der Rezension zum letzten Band habe ich bemerkt, dass Gen sich zumeist sehr realistisch und nachvollziehbar verhält - außer in einigen extrem naiven und leichtgläubigen Momenten. Und zwei solcher Szenen gab es auch in Sealed in Sin wieder. Beide Geschehnisse führen dazu, dass Komplikationen entstehen, die in diesem Ausmaß nicht hätten sein müssen, wenn Gen auch einmal aus ihren Fehlern lernen und auf Jude hören würde. Das war vor allem im Finale des Bandes frustrierend.
Neben Gen und Jude tun sich in diesem Band auch die Nebencharaktere Kat und George als schillernde Figuren hervor. Ihre Beziehung zueinander ist angespannt und die Autorin verteilt immer wieder kleine Hinweise in der Geschichte, was zwischen ihnen vorgefallen ist.

Fazit
Die Autorin hat sich in diesem zweiten Band ihrer Vessel Trilogy gesteigert: die Spannung ist greifbarer, Gen macht hinsichtlich ihrer Vessel-Gaben Fortschritte und die Beziehung zwischen ihr und Jude wird komplexer und inniger. Allein ihre wenigen leichtgläubigen Momente führen zu Katastrophen mit großen Konsequenzen, sodass Gen mich in ihrer Lernresistenz etwas frustriert hat.

4 von 5 Buchwelten

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Weitere Rezension bei: All Things Urban Fantasy (4/5 Sterne)

Donnerstag, 12. November 2015

Rezension: Vamp City 1: Hinter den Zeiten von Pamela Palmer

(c)Goodreads
Rezenion
Vamp City 1: Hinter den Zeiten
Von Pamela Palmer

LYX Egmont
ISBN: 978-3802594083
Taschenbuch mit ca. 409 Seiten
Sprache: Deutsch
Genre: Romantic Fantasy
Preis: 9,99 €


Reihe: Vamp City #1
1. Hinter den Zeiten
2. Das dunkle Portal
3. Of Blood and Passion (kein deutscher ET bekannt)





Inhalt
Auf der Suche nach ihrem Bruder gerät Quinn Lennox in eine dunkle Unterwelt, die nur sie sehen kann. Dort begegnet ihr der Vampir Arturo Mazza, der sie mit seinem gefährlichen Charme völlig in seinen Bann schlägt. Quinn glaubt, ihm nicht trauen zu können, doch wenn sie ihren Bruder retten will, ist sie auf seine Hilfe angewiesen.
(c)Goodreads

Meine Meinung
Es scheint ganz so, als hätten die Vampire mit den Fae die Plätze getauscht. Sie befinden sich jetzt auf Platz 1 der Liste des Desinteresses. Ich habe inzwischen wohl zu viele Vampirgeschichten gelesen - auch wenn hier zur Abwechslung die Vampire nicht im Sonnenlicht funkeln, sondern ernsthaft gefährlich sind.

Worldbuilding
Pamela Palmer hat sich hier etwas durchaus Neues ausgedacht. Parallel zum alltäglichen Washington D.C. existiert ein dunkles Abbild der Stadt, welches im 19. Jahrhundert durch einen mächtigen Zauber geschaffen wurde. In dieser Dimension, in der die Stadt noch immer aussieht wie im 19. Jh., ist es immer Nacht. Hier leben die Vampire mit ihren menschlichen Sklaven. Und diese Vampire sind brutal, grausam und verbrauchen das Leben ihrer Sklaven im Stundentakt. Das klingt gut, nicht wahr? Statt weichgespülter jahrhundertealter Kavaliere kommt man hier mit lauter Monstern in Berührung, die nach einer völlig verdrehten Moral leben.
Leider war mir das Ganze zu unnötig brutal. Es wirkte fast schon gezwungen, wie die Autorin den Vampiren nur in den seltensten Momenten auch einmal einen anderen Charakterzug einräumt als Kaltherzigkeit. Das mag einen gewissen Reiz haben, führte bei mir aber dazu, dass ich mich mit den Figuren nicht identifizieren konnte. Selbst Arturo, der schon eine gewisse Zuneigung für Quinn zeigt, lügt und betrügt in beinahe jeder Szene. Wie zur Hölle soll ich die sich anbahnende Liebesgeschichte da glaubhaft finden? Es wirkt eher krankhaft, dass Quinn ihm nicht widerstehen kann.

Handlungs- und Spannungsbogen
Obwohl es in der Geschichte von Anfang an zur Sache geht und an brutalen Szenen nicht gespart wird, tritt die Handlung für meine Begriffe viel zu lange auf der Stelle. Es ist eine ewige Abfolge von Fluchtversuchen, nach denen Quinn dann wieder eingefangen wird – entweder gegen ihren Willen, oder weil sie sich selbst so viel Ärger verschafft hat, dass Arturo sie „retten“ muss. Wenn Quinn nach dem fünften Mal immer noch nicht geschnallt hat, dass sie ohne einen ordentlich durchdachten Plan dort nicht herauskommt, dann kriege ich Muskelkrämpfe vom Augenrollen.
Dazwischen kommt es dann zu kleineren intimen Momenten zwischen den Protagonisten, die mir zum Teil völlig deplatziert erschienen und keinerlei Emotion herüberbrachten.
Der Showdown bringt wenigstens einen Fortschritt bei Quinn, auch wenn er wenig spektakulär ausfiel – und das Ganze endet mit einer weiteren fetten Lüge von Arturo. Surprise, Surprise. Am Ende der Geschichte hatte ich das Gefühl, wieder am Anfang zu stehen. Es hatte sich wenig verändert.

Charaktere
Im Grunde mochte ich Quinn sogar. Sie verliert trotz Kummer und Schmerzen nicht ihre Willenskraft, aber ihr Mut grenzt zu oft an Naivität. Und ihre Fixierung auf die Rettung ihres Bruders war mir zu krankhaft obsessiv, denn das ständige Ich-muss-meinen-Bruder-retten-Mantra trug zu dem Gefühl bei, in dieser Geschichte wie in einem Hamsterrad zu treten, ohne voranzukommen.
Arturo taut während der Geschehnisse immerhin auf und beginnt sein Gewissen zu entdecken, während er eine eigenwillige Zuneigung für Quinn entwickelt. Abgemildert wird dieser Eindruck, da er auch vorher schon einer der gemäßigten Vampire war. Und trotzdem dreht auch er sich in einem Kreislauf aus Lügen, Verrat und einer Loyalitätskrise zwischen seinem Vampirherren und Quinn. Und daran ändert sich bis zum Ende nichts (gah!).

Schreibstil
Obwohl der Schreibstil an sich sehr flüssig lief, sind mir einige Formulierungen unangenehm aufgefallen. Manchmal saß ich da und überlegte, ob man das auf Deutsch wirklich so sagen kann (gemäß Standardsprache), oder ob hier zu wortwörtlich übersetzt wurde. Ansonsten fand ich es nett, neben Quinns Perspektive auch vereinzelt von ihrem Bruder und Arturo zu lesen.

Fazit
Die Grundidee war gut und die Geschichte hat mich insgesamt einigermaßen dabeibleiben lassen. Die Welt ist durchaus faszinierend gestaltet und ich mochte es, dass die Vampire hier einmal als gefährlich und grausam dargestellt wurden – allerdings berechtigte dieses Setting nicht zu all der völlig sinnlosen Brutalität, mit der das Buch aufwartet. Die Charaktere sind realistisch angelegt, entwickeln sich aber beinahe gar nicht weiter und ihre Handlungsweisen wiederholen sich mehrfach, ohne dass sie daraus lernen. Die Beziehung zwischen den beiden Protagonisten konnte mich nicht überzeugen.
Insgesamt war ich die Hälfte der Zeit abgestoßen von „Vamp City“ – und trotzdem überlege ich, in den zweiten Band bei Gelegenheit hineinzulesen.

2 von 5 Buchwelten

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Weitere Rezension bei: All Things Urban Fantasy (4/5 Sterne)

Sonntag, 8. November 2015

Der Trödelmarkt, der früher einmal "Buchladen" hieß

Hallo ihr Lieben!
Kennt ihr das auch? Ihr geht in der Stadt oder Einkaufspassage eures Vertrauens in einen dieser ominösen Läden, die vorgeben, sogenannte "Buchläden" zu sein und schaut euch misstrauisch um. Wie sie auch alle heißen: Thalia, Hugendubel, Lehmanns, usw. Sie sehen sich alle ein bisschen ähnlich.

Nun habe zumindest ich so eine - wahrscheinlich überholte, verklärte und festgefahrene - Vorstellung von einem "Buchladen": meterlange Regale über und über gefüllt mit Büchern. Hoffentlich fachmännisch nach Genre geordnet und in großer Auswahl. Hat man einen besonders gut geführten Laden erwischt, dann hat man womöglich sogar die Chance, alle Bände seiner Lieblingsreihe zur Auswahl zu haben und nicht nur den aktuellsten Band. Und wenn ein Abteilungsleiter wirklich Herzblut in sein zugeteiltes Genre steckt, dann findet man womöglich auch nicht nur die gehypten Bücher und das Neueste vom Neuesten, sondern auch ein paar ganz besondere Perlen. (Manche Leute sagen zu all dem liebevoll "Paradies".)
Das ist die Theorie.

Die Praxis sieht - wie das immer so ist - ganz anders aus. In der Regel beobachte ich in vielen (wenn auch natürlich nicht allen) Buchläden, die ich gelegentlich frequentiere, eine ganz andere Situation.
Nehmen wir beispielsweise die Jugendbuchabteilung, im Speziellen natürlich die fantastische Jugendliteratur, bei der ich dank BookTube, Bloggern und eigenem Interesse sagen kann, dass ich mich einigermaßen auskenne. 
Natürlich haben die meisten Buchläden die großen Hype-Bücher da. Die Tribute von Panem, die Edelstein-Trilogie, die Biss-Reihe (obwohl das schon weniger wird - was wohl auch die werte Autorin gemerkt hat, weswegen sie uns jetzt einen neuen Hype-Anheizer vorwirft). Die neueren Trends wären dann z.B. Jennifer L. Armentrout oder John Green. Mich als (inzwischen nicht mehr besonders großen) Fan nervt das aber eher. Ich habe sie alle gelesen: die Chroniken der Unterwelt von Cassandra Clare, Die Bestimmung von Veronica Roth und die Selection von Kiera Cass. Also muss ich nicht mit 100 verfügbaren Exemplaren pro Erfolgstitel überflutet werden. Denn die nehmen anderen - vielleicht weniger bekannten - Romanen den Platz im Regal. Und damit auch die kleine Chance, ebenfalls entdeckt, geliebt, bekannt gemacht zu werden.
Dementsprechend entdecke ich im Buchladen nur noch selten etwas Neues. Ich sehe die immergleichen Erfolgsromane, die ich kenne, statt auch einmal einen Schatz zu entdecken, der mir unbekannt war und den ich sofort mitnehme.

(c)Thalia
Und dann gibt es die größte und nervtötendste Geißel des Buchladens überhaupt: das Ramsch-Trödel-Prinzip-Problem, welches mir besonders bei Thalia auffällt und mich noch weiter vom Buchladen-Schnuppern Abstand nehmen lässt. Siehe Bild (Bitte verzeiht mir die etwas übertriebenen facebook-esquen Pfeile und Umrahmungen, ich habe mich etwas gehen lassen...).


Geht mal bewusst in einen Thalia hinein. Was begrüßt euch da? Mich begrüßen in der Filiale in meiner Nähe erst einmal Aktionstische voller Rohstoffverschwendungen: Merchandise von bedruckten Tassen bis hin zu Stofftieren, schön verpackte Schokolade und Tee, sogar Technik ist inzwischen dabei. 
Mag sein, dass dieses Konzept heutzutage funktioniert. Mich nervt es. Maßlos. Was hat dieser ganze Krimskrams in einem Buchladen zu suchen? Mir kommt da nur ein Gedanke: er nimmt den Büchern den Platz weg. Und da haben wir plötzlich den Grund dafür, dass ich in der Jugendbuchabteilung nur noch die Tribute von Panem und seine Meinstream-Kollegen finde. Für was anderes ist leider kein Platz mehr, weil nebenan das Game of Thrones- und FC Bayern München-Merchandise mit den Witzige-Sprüche-T-Shirts um die Wette konkurriert und den restlichen Raum beansprucht. 
Nein Danke. 

Und deswegen gehe ich kaum noch in Buchläden. Wenn ich etwas Bestimmtes haben will, dann kriege ich es dort in den meisten Fällen sowieso nicht, weil ich nicht mehr so viel Mainstream lese. Also bestelle ich das gewünschte Exemplar entweder beim orange-schwarzen A oder ich rufe im kleinen Buchladen um die Ecke an und bestelle es dort. Der kleine Buchladen um die Ecke, der zu keiner Kette gehört, hat zwar auch nur den Mainstream da, aber  er bekommt aus Prinzip meine Unterstützung, denn die Leute da sind nett. Sie kennen mich inzwischen und begrüßen mich mit einem Lächeln. Das reicht schon. Und ist oft mehr, als ich woanders bekomme.

Wie geht es euch? Geht ihr eure Bücher noch im Buchladen kaufen? Kennt ihr Buchläden mit einem Konzept, das euch zusagt? Nervt euch der neue "Kram-Charme" der Buchladenketten auch so? Erzählt!
Liebe Grüße, Jasmin.

Donnerstag, 5. November 2015

Rezension: Waking the Dragon von Juliette Cross

(c)Goodreads
Rezension
Waking the Dragon von Juliette Cross

Lyrical Press/Kensington Publishing
ASIN: 
B00ONTR98A
eBook mit ca. 288 Seiten
Sprache: Englisch
Genre: Urban Fantasy/Paranormal Romance
Preis: ca. 2,93 €


Reihe: Vale of Stars #1
1. Waking the Dragon
2. Dragon in the Blood (erscheint im Oktober 2016)


Prequel: Nightwing-Reihe
1. Soulfire
2. Windburn
3. Nightbloom


Inhalt
The Gladium Province is on the verge of civil unrest as humans and Morgons, the dragon-hybrid race, clash once more. But amid disorder can also arise passion.
When the bodies of three human women are discovered in Morgon territory—with the DNA of several Morgon men on the victims—it’s just a matter of time before civil unrest hits the Province. But for ambitious reporter Moira Cade, it’s more than just a story, and it may mean risking her own life.
Descending into the dark underworld of Morgon society, Moira is paired with Kol Moonring, Captain of the Morgon Guard, for her protection. Fiercely independent, Moira bristles at his dominance, and defies his will at every turn. Yet resistance proves futile when passion flares between them, awakening powerful emotions within both, body and soul. But as the killings continue, can their fiery newfound bond survive an even greater evil—one that threatens all of humanity, Morgonkind, and Moira’s very soul?...
(c)Goodreads

Meine Meinung
Was Juliette Cross in ihrer Nightwing-Reihe, bestehend aus drei Novellen, andeutet, wird in Waking the Dragon endlich zur vollen Romanlänge erweitert. Und es ist genau so gekommen, wie ich es erhofft hatte: die Welt der Morgon hat noch mehr Facetten entwickelt, sie schillert geradezu in ihren dunklen Farben. Man merkt es: ich bin schwärme sehr für diese Geschichte.

Worldbuilding
Auf das Design des Weltenentwurfs bin ich bereits in meiner Rezension zu Soulfire eingegangen. Dort beschränkte sich Cross' Setting allerdings noch auf die Stadt Gladium, während sie uns in Waking the Dragon die ganze von ihr erdachte Welt präsentiert. Denn Gladium hat zwar die Trennung zwischen den Rassen der Menschen und Drachen-Hybriden überwunden, allerdings gilt das nicht für viele andere Städte und Provinzen in Moiras Welt. Cross schafft es erfolgreich, nun ein ganzes Land um Gladium herum aufzubauen, auch wenn mich nach wie vor sehr interessieren würde, wo genau wir uns befinden. Denn bisher wurde noch kein Kontinent, keine irgendwie geartete Einordnung vorgenommen, was um dieses Land herum existiert. Das gesamte Setting versprüht einen düsteren Charme, dem ich mich nicht entziehen konnte.

Spannung und Handlungsbogen
Eine Mordermittlung verschafft einer Geschichte natürlich von Vornherein eine gewisse Dringlichkeit, die man auch hier spürt. Moiras Wille, diesen Fall aufzuklären, treibt die Geschichte an, auch wenn die Handlung Zeit braucht, um tatsächlich ins Rollen zu kommen. Durch die Zusammenarbeit mit Kol, dem Hauptmann der Morgon Guard, entfaltet sich dann zusätzlich die Spannung in der Beziehungsstruktur. Zunächst hat Moira nicht allzu viel für den sturen und kalten Drachen übrig, der ihr als Partner zur Seite gestellt wird. Ganz langsam gewinnt sie jedoch ganz neue Einblicke in Kol, sodass ihre Abneigung dahinschmilzt. Nun ist das wieder einmal kein Plot, den man so nicht kennt, aber ich habe Moira trotz allem nur zu gerne begleitet. 
Zusammen decken Moira und Kol einen weit perfideren Plan auf, als sie (oder ich) vermutet hätten. Hier spielt Cross viel mit der Geschichte der Welt, die sie erdacht hat, und lässt daraus einen Antagonisten erwachsen, der das personifizierte Böse darzustellen scheint. 
Dementsprechend hatte ich einen bombastischen Showdown erwartet, der zwar kam, aber etwas mehr Kampf, Explosion und vibrierende Spannung hätte gebrauchen können. Dafür entschädigt wird man durch ein wunderschönes Happy End für das Pärchen. Cross hat definitiv einen Hang zur Romantik, der mein Herz jedes Mal wieder wärmt.
"For many minutes, we did nothing but touch each other and absorb the sensation into our skin, as if love itself were a tangible blanket wrapping us in an unbreakable bond." (Position 4135)
Charaktere
Moira ist eine taffe Journalistin mit Ambitionen und sie lässt sich von keinem etwas vormachen. Obwohl im Buch erwähnt wird, dass sie erst 20 Jahre alt ist, kam sie mir um einiges älter vor. Sie mag zwar mutig, manchmal geradezu waghalsig sein, aber zugleich ist sie stets realistisch und willensstark. Im Laufe der Geschichte darf man als Leser beobachten, wie sie sich ihrer eigenen Verschlossenheit bewusst wird und diese mit viel Mut in Offenheit verwandelt.
Auch Kol muss sich aus seiner Isolation lösen, obwohl man an ihm sehr früh Zeichen dafür bemerkt, dass er Moira für sich auserkoren hat. Die Geschichte wird (leider) nur aus Moiras Sicht erzählt. Ich hätte mir sehr gewünscht, auch aus Kols Perspektive zu lesen. Dadurch wäre er für den Leser schneller greifbar geworden und zugleich hätte Cross auch zu Anfang schon einige Impulse für mehr Spannung einbringen können.

Fazit
Obwohl die Geschichte etwas Anlauf brauchte, um wirklich spannend zu werden, war ich von der ersten Seite an gefesselt. Die Welt der Morgon wird nun noch detailreicher ausgearbeitet und um neue Facetten ergänzt, sodass das Setting vollends überzeugt. Die Liebesgeschichte der beiden starken Charaktere ging mir sehr ans Herz und die Bedrohung für Gladium ist trotz aller Erfolge noch nicht gebannt, sodass genug Stoff für kommende Bände bleibt.

4,5 von 5 Sternen

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Mehr von Juliette Cross: Forged in Fire (Vessel Trilogy #1, 4/5 Sterne) & Soulfire (Nightwing #1, 4,5/5 Sterne)

Montag, 2. November 2015

Rezension: Soulfire von Juliette Cross

(c)Goodreads
Rezension
Soulfire von Juliette Cross

Lyrical Press/Kensington Publishing
ASIN: B00MMMGY1S
eBook mit ca. 109 Seiten
Sprache: Englisch
Genre: Urban Fantasy
Preis: ca. 1,49 €


Reihe: Nightwing #1
1. Soulfire
2. Windburn
3. Nightbloom






Inhalt
Tensions are rising in the Gladium Province. The boundary between humans and Morgons has begun to blur. While the human aristocracy strives to maintain distance between their daughters and the dragon-hybrid race, fate has other plans.
As the daughter of the corporate king, Jessen Cade is duty-bound to honor her arranged marriage to a man she detests. Feeling trapped by family duty and a loveless future, she longs for more, straying to the Morgon side of the city.
Lucius Nightwing is the eldest son of the powerful Morgon clan, and the greatest enemy of Jessen’s father. When a bar-room brawl thrusts Jessen into his arms, his dragon roars to the surface, craving to sate his carnal hunger in the brown-eyed beauty. The beast in Lucius recognizes her as his own, even if the man refuses to admit the truth.

(c)Goodreads

Meine Meinung
Obwohl wir es hier mit einer Geschichte in Novellen-Länge zu tun haben, fühlte sie sich nach sehr viel mehr an. Trotz ihrer Kürze hat sie mich überzeugt und sofort in ihren Bann geschlagen.

Weltenentwurf
Die Autorin hat eine Welt erschaffen, die neben den Menschen auch von den Morgon bevölkert werden. Die Morgon sind Drachen-Hybriden, die aus einer Verbindung zwischen Mensch und Drachen entstanden sind. Und im Gegensatz zu den Vollblut-Drachen haben sie überlebt. Trotz aller Bemühungen gibt es unter den Menschen noch immer viele Familien mit konservativer Einstellung, welche jegliche private Interaktion mit den Morgon ablehnen - so auch Jess' Vater.
Dieses Worldbuilding hat mich sofort überzeugt. Nicht nur sind die Morgon als Halb-Drachen sehr faszinierend, sondern sie bieten noch viel Potenzial, welches hoffentlich in den beiden weiteren Nightwing-Bänden und der angeschlossen Sequel-Reihe Vale of Stars noch weiter ausgeschöpft wird als hier. Aufgrund der Kürze blieb der Hintergrund der Feindschaft zwischen Drachen und Menschen eher schlecht erklärt. Für die Entstehung der Hybriden liefert Cross allerdings eine detailreiche Erklärung, die zeigt, wie sehr eine Geschichte in sich verdreht und verändert werden kann, um eine Feindschaft zu legitimieren. Insgesamt erschien mir Jess' Welt als sehr realistisch und spannend.

Handlungs- und Spannungsbogen
Normalerweise wirkt eine Liebesgeschichte auf so wenig Raum etwas gezwungen oder vorschnell. Auch in Soulfire begegnen sich Jess und Lucius sehr schnell und es war zugegebenermaßen ein Fall von Insta-Lust. Wen das - wie mich - nicht stört, der bekommt im Anschluss eine runde und dichte Handlung, die für die Kürze reichlich Tiefe und Facetten entwickelt: nicht nur muss Jess' ihr Weltbild korrigieren, sondern auch eine Loyalitätskrise meistern; während Lucius eingestehen muss, dass Jess' ihm unter die Haut gegangen ist.
Da die Handlung sehr auf die Beziehungsentwicklung fokussiert ist, kommt dadurch auch die meiste Spannung zustande, die gekonnt gehalten wird, bis die beiden zueinander finden und nach dem Showdown ihr Happy End bekommen.

Charaktere
Beide Protagonisten wissen in diesem Buch ganz genau, was sie wollen (oder nicht wollen). Jessen ist trotz ihres reichen Elternhauses keine verzogene Göre, sondern offen und tolerant, willensstark und liebevoll. Sie war mir bereits zu Beginn der Geschichte sehr nah und ich hatte keinerlei Probleme, mich mit ihr zu identifizieren. Lucius mag ein typischer sexy Alpha sein, aber er bricht aus dem Muster aus, indem er aus eigenem Antrieb seine Liebe zu Jess erkennt. Aufgrund der Kürze blieb mir das nervige Hin und Her der Verleugnung á la "Ich bin nicht gut genug für sie" erspart.
Einzig die Nebenfiguren blieben etwas auf der Strecke. Natürlich kann ich mich auf zwei weitere Novellen freuen, in denen eben jene Charaktere als Protagonisten auftauchen werden. Trotzdem hätte ich mir hier bereits einen tieferen Einblick gewünscht.

Fazit
Für dieses Buch gilt: In der Kürze liegt die Würze. Obwohl ich sehr gerne mehr über Jessen und Lucius gelesen hätte, hatte die Geschichte für ihren Inhalt genau die richtige Länge, ohne den Weltenaufbau zu vernachlässigen. Beide Charaktere waren nachvollziehbare und starke Gestalten, die man hoffentlich in den Folgebänden wiedertrifft.

4,5 von 5 Buchwelten

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