Mittwoch, 30. September 2015

Lesestatistik für den September 2015

Hi ihr Lieben!
Der September war der wohl lesereichste Monat, den es dieses Jahr bisher gab und geben wird. Die Semesterferien haben mir wunderbar viel Zeit zum Lesen beschert, die ich bestens genutzt habe. Ohne große Vorreden fange ich jetzt an, damit dieser Post nicht eine Meile lang wird.
(Zu vielen der Titel, die bisher noch nicht auf dem Blog/Goodreads besprochen wurden, folgt meine Dosis Senf im Laufe des Oktobers!)

Gelesene Bücher im September: 20
In diesem Buch war so viel los, das ich von vorne bis hinten völlig atemlos war. Wäre da nicht diese unheimlich enervierende Dreiecksbeziehung gewesen, wären das 5 Sterne mit Herzchen gewesen - so war ich leider manchmal nicht besonders zufrieden mit McKenzie.

Das war ein ganz starker, wenn auch ungewöhnlicher Roman. Obwohl Saintcrow für mich ja die Urban Fantasy-Queen ist, hat sie mich auch mit diesem Ausflug in die High Fantasy überzeugt. Klasse Weltenaufbau und sehr eigensinnige und interessante Charaktere.

Nachdem mir die Shadow Reader-Serie so gefallen hat, wollte ich auch den Auslug der Autorin in die Romantic Science Fiction ausprobieren. Das Worldbuilding und die Nebencharaktere werden hoffentlich im Folgeband noch etwas ausgebaut, denn dann könnte das eine Knallerserie werden.

In Burn stellt die Autorin Dämonen in den Mittelpunkt und hat mich mit dieser noch relativ wenig behandelten Spezies positiv überrascht, auch wenn die Entwicklung der Geschichte nichts übermäßig Neues darstellte. Here be Sexist Vampires konnte mich nicht ganz so sehr begeistern, da die Chemie zwischen den Protagonisten nicht ganz stimmte und der Showdown mich enttäuscht hat.

Auch wenn ich mit der Charakterentwicklung von Chaol absolut nicht zufrieden bin, war Queen of Shadows wieder ein absolutes Meisterwerk, welches mich von vorne bis hinten berührt, gerührt und in Atem gehalten hat. Maas ist eine Meisterin des Geschichtenerzählens!

Wenn auch einigermaßen unterhaltsam und bei den Nebencharakteren überzeugend, gab die Geschichte ansonsten kaum Tiefe her: Weltenentwurf, Protagonisten und Plot waren nur dürftig angelegt und haben mich enttäuscht.

Breakwater (The Elemental Series #2) von Shannon Mayer (4/5 Sterne)
Wenn auch ein bisschen kurz geraten, hat mich Mayer wie immer bestens unterhalten. Zwischen Lark und ihrem Auserwählten hätte ein bisschen mehr passieren können, aber wie immer gab es Action Nonstop und Lark kommt hier endlich zu ihrem grandiosen grummeligen Sidekick.

Dieser Roman war eine kurzweilige und humorvolle Paranormal Romance mit zwei liebenswürdigen Charakteren. Ich war bestens unterhalten und musste einige Male sehr Lachen. Diese Reihe werde ich auf jeden Fall weiterverfolgen.

Forged in Fire (Vessel Trilogy #1) von Juliette Cross (4/5 Sterne)
Eine sehr interessante Kombination aus New Adult und Urban Fantasy bot Forged in Fire eindeutig. Beide Charaktere waren glaubwürdig, obwohl Jude etwas dem dunklen gequälten Heldenimage anhing. Insgesamt ein sehr interessanter Weltenentwurf, der die alte Mythologie um Gott, Engel und Dämonen neu interpretiert.

Equal Parts (Supernova #1) von Emma Winters (3,5/5 Sterne)
Mit Superhelden und Superschurken widmet sich Equal Parts mal einer ganz anderen fantastischen Kategorie. Insgesamt hat mich der flache Weltenentwurf aber enttäuscht. Die Beziehung entwickelt sich glaubwürdig, wird zum Schluss aber leider etwas kitschig. Es war aber schön, mal keinen Cliffhanger abzubekommen, sondern eine abgeschlossene Geschichte, die für sich stehen kann.

Double Dragons (3/3 Sterne), Desired by Dragons (3/3 Sterne) & Destined Dragons (2,5/5 Sterne) (Dragons of New York #1 - #3) von Terry Bolryder
Die drei Novellen um Drachen, die ihre Gefährtinnen finden, haben einen guten Unterhaltungswert und sind durch ihre Länge um ca. 120 Seiten schnell wegzulesen. Schade war es, dass jede Novelle nach genau demselben Muster abläuft, was dann beim dritten Teil zu zusätzlichem Punktabzug führte. Wenn ich dann zum dritten Mal exakt denselben Ablauf lese, dann finde auch ich das nicht mehr so besonders spannend.

Lions 2: Feuriger Instinkt von G. A. Aiken (Shelly Laurenston) (4/5 Sterne)
Ach, diese Charaktere haben alle zusammen nicht mehr alle Zacken in der Krone, aber es ist so unterhaltsam und witzig, den Personen zuzusehen, wie sie sich Wortgefechte ohne Ende liefern. Besonders mag ich es auch, wie eng die Familien untereinander zusammenhalten.

Winterfluch (October Daye #1) von Seanan McGuire (3/5 Sterne)
Von dieser Urban Fantasy-Geschichte hatte ich mehr erwartet. Es passiert wenig, der ermittelte Fall kommt schleppend voran, Nebencharaktere und Interaktion gab es erst in der zweiten Hälfte. Überhaupt nicht verstehen konnte ich Tobys Verhältnis zu ihrer Familie.

Alien Proliferation (Katherine "Kitty" Katt #4) von Gini Koch (4/5 Sterne)
Gini Koch denkt sich wirklich für jeden Teil etwas aus, was dem ganzen wieder eine neue Krone aufsetzt. Es ist unglaublich, wie tempo- und actionreich die Geschichten sind und was alles in so kurzen Zeiträumen passiert. Auf den ersten 100 Seiten hätte Kitty ein wenig mehr Anteil an der Action haben können, aber wie immer ist sie danach mittendrin. 

Furbidden, Furgotten & Furgiven (Fur-ocious Lust #1 - #3) von Milly Taiden (je 3/5 Sterne)
Mit unter 100 Seiten sind diese Novellen schon sehr kurz. Ausgeglichen wird der wenige Platz dadurch, dass die Paare, um die es geht, sich bereits kennen und nur wieder versöhnen müssen. Insgesamt sind die Geschichten unterhaltsam angelegt und bieten eine gute Ablenkung, wenn man - wie ich - auf den Postboten und die damit ankommende Lektüre wartet.

Gelesene Seiten: 5.396
Gelesene Seiten pro Tag: ~ 180
Durchschnittliche Bewertung: ~ 3,5

Highlight des Monats
Queen of Shadows (Throne of Glass #4) von Sarah J. Maas
Und sonst noch im September:
Zu bereits gelesenen Romanen habe ich auch im September wieder Rezensionen geschrieben und "nachgereicht". Und zwar für Das Mädchen mit den Augen aus Gold von Tina Videkiss und Flight from Death von Yasmine Galenorn.
Außerdem musste ich meiner Rührung und Begeisterung folgend zusätzlich zur Rezension meine Gedanken mit ausschweifenden Spoilern darbieten. Beim Namen war ich nicht sehr kreativ: Der Spoilertalk zu Queen of Shadows ist dafür umso wortreicher.
Außerdem habe ich in einem Post die drei Bücher zusammengefasst, die ich im Laufe des Jahres bisher abgebrochen habe. Meine Gedanken zu An Ember in the Ashes, Maze Runner und After the End findet ihr im DNF-Post.
Ende August gab es dann natürlich die Neuerscheinungen im Oktober 2015 und auch einen Neuzugangspost mit meinen neusten Schätzen.

Was im Oktober los sein wird:
Obwohl ein wenig geistige Betätigung mir nicht schaden wird, bin ich nicht sonderlich erpicht darauf, wieder zur Uni zu müssen. Es wird ein anstrengendes Semester mit einer Milliarde zu schreibenden Hausarbeiten und Portfolios. Wie alle fellow students wissen, muss man zwar für Hausarbeiten nichts lernen, aber die Erstellung ist im Prinzip sehr viel aufwendiger als das Gelerne für eine Klausur.
Darum wird logischerweise mein Lesepensum mehr oder weniger drastisch zurückgehen, je nachdem, wie stressig sich die ersten paar Wochen ausnehmen werden.
Aber auf eine Sache kann ich mich natürlich freuen: Mitte Oktober geht es das erste Mal auf die Frankfurter Buchmesse. Nachdem ich mit meiner treuen besten Freundin mittlerweile seit 7 Jahren auf der Leipziger Buchmesse zugegen bin, haben wir es noch nie bis nach Frankfurt geschafft. Jetzt ist es soweit und mit Jennifer Estep für mich und Victoria Aveyard für sie haben wir je eine Signierstunde, auf die wir uns freuen. Das wird wohl unser buchiges Highlight des Monats!

War euer Monat ähnlich lesereich wie meiner?
Liebe Grüße, Jasmin.

Sonntag, 27. September 2015

Neuerscheinungen im Oktober 2015

Hi ihr Lieben!
Diesen Monat bin ich mit den Neuerscheinungen ein bisschen später dran, aber immer noch pünktlich. Bis auf eine Vorbestellung und eine Novelle ist aber auch nichts gar zu Spannendes für mich dabei, was ich unbedingt haben muss. Aber das ist auch nicht schlecht: ich könnte mein Kaufverhalten mal wieder runterregulieren, schließlich geht im Oktober die Uni wieder los und Reader und Lektüre wollen (zwangsläufig) beschafft werden.

Die drei Highlights

In der Novelle "Fluch der Magie" geht es diesmal um Jim und Dali. Das die beiden irgendwie nicht mit und ohne einander können, hat man in der Hauptreihe bereits an der einen oder anderen Stelle gemerkt. Daher freue ich mich sehr, dass LYX sie nun übersetzt und den deutschen Fans zugänglich gemacht hat (auch wenn ich sie natürlich problemlos Englisch sehen könnte). Das wird ein kleiner Happen für Zwischendurch. Vielleicht lese ich gleich im Anschluss dann endlich den 7. Band der Kate Daniels-Reihe.

Bisher hat mich Blazon mit ihren fantastischen Romanen noch nie enttäuscht. Ihre Bücher reizen mich schon deshalb, weil sie Einzelbände sind - eine willkommene Abwechslung zu all den Reihen, die auf dem Markt sind und die meine Wunschliste/den SuB/das Portmonee/das Regal explodieren lassen *lach*. Mal schauen, ob dieses Buch an meine Favoriten "Faunblut" und "Der dunkle Kuss der Sterne" herankommt. Ich lasse mich überraschen.

Neu ist dieses Schätzchen streng genommen nicht mehr, dann als Hardcover-Ausgabe ist es schon eine Weile zu haben. Da ich aber in der Charly Davidson-Reihe die Mass Market Paperbacks lese, die auch wesentlich erschwinglicher im Ankauf sind, habe ich hier vorbestellt. Gelesen wird das gute Stück im Oktober wohl nicht mehr, denn ich muss erst einmal noch Band 6 und 7 aufholen. Da dieses Buch hier außerdem ein absolutes Schocker-Ende haben soll (man munkelt es zumindest), werde ich mit diesem Buch wohl noch warten, bis der Nachfolger erscheint.


Weitere interessante Neuerscheinungen im Oktober 2015



Bis auf Hard Time, Recombinant und die Chicagoland Vampires-Novelle sind das alles Jugendbücher, die zwar recht interessant klingen, aber so schnell wohl eher nicht auf meinem SuB landen werden. Mal abgesehen von Black Blade - da überlege ich stark, zuzuschlagen und Estep im Jugendbuchgenre eine Chance zu geben. Würde sich auch sehr gut machen, dieses Schätzchen auf der Frankfurter Buchmesse zu erwerben und gleich signieren zu lassen. Endlich mal wieder ein Highlight-Gast auf einer Buchmesse! Die letzten zwei Jahre war auf der Leipziger Buchmesse diesbezüglich für mich leider nichts dabei...

Welche Bücher sind eure Oktober-Must Haves? :)
Liebe Grüße, Jasmin.

Donnerstag, 24. September 2015

Kurzmeinung: Here be sexist Vampires, Break Out & When an Alpha purrs

Hallo ihr Lieben!
Da mein Lesetempo diesen September für meine Verhältnisse fast astronomisch ist, gibt es für die meisten der Bücher nur Kurzmeinungen, da ich nicht so schreibwütig bin. Ich muss auch nicht immer zu allem einen halben Roman schreiben *lach*. Viel Spaß!

(c)Goodreads
Here be sexist Vampires von Suzanne Wright
Suzanne Wright Publishing
ASIN: 
B006XHT9RE
eBook mit ca. 278 Seiten
Genre: Paranormal Romance/Romantic Fantasy
Preis: ca. 2,63 €

Reihe: Deep in your Veins #1

Suzanne Wright erfindet die Vampire in ihrem ersten Band der Deep in your Veins-Serie zwar nicht neu, hat aber durchaus ein interessantes Worldbuilding daraus gemacht. Den verschiedenen kleinen Vampirzirkeln steht je ein Sire vor, darüber stehen Meistervampire und an der Spitze schließlich der absolute Obermufti, für dessen Leibgarde Sam zu Beginn der Geschichte ausgewählt wird. Mit einem Commander dieser Leibgarde - Jared - hat sie sich von Anfang an in den Haaren, denn der ist unerträglich sexistisch und chauvinistisch. Im Laufe der Geschichte kommen sie sich aber natürlich näher. Diese Beziehungsentwicklung ließ allerdings leider etwas zu wünschen übrig. Zu lange scheint es nur eine sexuelle Anziehung zwischen ihnen zu geben, während sich ansonsten vor allem Jared wie ein waschechter Idiot benimmt. Sam reagiert allerdings auch öfter einmal etwas über. Sam war mir außerdem etwas zu vollkommen: sie beherrscht ihre Gabe perfekt (alle Vampire haben in diesem Weltentwurf eine spezielle Fähigkeit), sie wird trotz ihres losen Mundwerkes von allen geliebt, sie erfüllt ihre Aufgaben für die Legion perfekt. 
Die Bedrohung für den Vampirmeister baut eine ganz nette zusätzliche Spannung auf. Diese hätte dann eigentlich im Showdown zu einem Knallerende gesteigert werden müssen. Leider wurde der Endkampf innerhalb von ein paar Seiten runtergeleiert und wirkte unrealistisch und langweilig.
Es war eine unterhaltsame Geschichte, die sich schnell runterlesen ließ. Mehr aber auch nicht.

3 von 5 Buchwelten
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ISBN: 978-1620612279
Taschenbuch mit 294 Seiten
Sprache: Englisch
Genre: Romantic Science Fiction
Preis: ca. 14,15 €
Reihe: Blood Hunter #1

Mit diesem Beginn der Blood Hunter-Reihe konnte Nina Croft mich nicht überzeugen. Der SciFi-Weltenentwurf blieb flach, obwohl er auf einer interessanten Basis ruht. Leider fehlt der geschichtliche und faktische Hintergrund: warum ist die Erde unbewohnbar, warum wird Meridian nur dem Collective zugänglich, wie sind die Fraktionen aufgebaut... alles blieb zu oberflächlich.
Ähnlich war es auch mit der "Liebesgeschichte". Bis auf körperliche Anziehung schien da rein gar nichts zu sein, was die Hauptcharaktere verband (am Ende war es aber natürlich die große Liebe). Zusätzlich waren die Protagonisten sehr eindimensional. Rico war stets nur der Playboy und Skylar bekam ich bis zum Ende gar nicht zu fassen. Von ihr hat man so gut wie nichts erfahren, da sie ihre Geheimnisse vor Rico und dem Leser bis ganz zum Schluss bewahrt hat.
Der Lichtblick waren die Nebencharaktere. Die gesamte Crew von Ricos Raumschiff El Cazador war im Gegensatz zu den Protagonisten originell und unterhaltsam. Über sie hätte ich gern mehr gelesen, aber bei dieser Reihe werde ich nicht weiterlesen.
Dazu kam eine Handlung um die Planung und Durchführung eines Ausbruchs aus einem Hochsicherheitsgefängnis, der einigermaßen spannend, aber weder innovativ noch sonderlich ausgefeilt dargestellt wurde. Das meiste lief immer nur glatt, ohne dass es Komplikationen gab - und das, obwohl es angeblich so unmöglich sein soll, in das Gefängnis einzudringen.
Leider kann ich diese Geschichte wirklich nicht empfehlen.

2 von 5 Buchwelten
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Eve Langlais Publishing
ASIN: 
B00XEI4CL8
eBook mit ca. 190 Seiten
Sprache: Englisch
Genre: Paranormal Romance/Romantic Fantasy
Preis: ca. 3,99 €

Reihe: A Lion's Pride #1


Obwohl "When an Alpha purrs" (ja, ich weiß, der Titel ist lächerlich) mit knapp 200 Seiten eine recht kurze Geschichte ist, hat Eve Langlais eine erstaunlich glaubwürdige und unterhaltsame Liebesgeschichte geschrieben.
Beide Charaktere empfinden schon sehr früh eine gewisse Anziehung zueinander, es knistert von Anfang an. Daneben bindet die Autorin durch eine Bedrohung Kiras durch ihren psychotischen Exfreund eine hintergründige Komponente ein, die zusätzliche Spannung aufbaut und natürlich auch ein Hindernis für das Zusammenkommen von Kira und Arik darstellt.
Bei den beiden Protagonisten haben wir also Gott sei Dank keinen Fall von Insta-Love, sondern sie kommen sich langsam näher (wenn auch in einem kurzen Zeitraum). Obwohl Arik - seines Zeichens Löwengestaltwandler - schnell merkt, dass er Kiras mate ist, gestehen sie sich nicht sofort ihre unsterbliche Liebe zueinander. 
Die Szenen des Buches konzentrieren sich für die realistische Entwicklung der Beziehung sehr auf die beiden Protagonisten, aber aus Ariks Pride ("Löwenrudel") lernt man einige bunte Vögel kennen, die den Cast bereichern und in Folgebänden an der Reihe sein werden.
Der Grundtenor der Dialoge ist sehr humorvoll mit gepfeffertem Sarkasmus, sodass man öfter mal loslachen muss und sich stets sehr gut unterhalten fühlt. Es hat einfach Spaß gemacht, diese Geschichte um zwei nachvollziehbare Charaktere mit guter Chemie zu lesen.

4 von 5 Buchwelten

Dienstag, 22. September 2015

Rezension: Burn von Suzanne Wright

(c)Goodreads
Rezension 
BURN (The Dark in You #1) 
von Suzanne Wright

Suzanne Wright Publishing
ASIN: 
B010P3660O
eBook mit ca. 344 Seiten
Sprache: Englisch
Genre: Paranormal Romance/Romantic Fantasy
Preis: ca. 2,99 €


Reihe: The Dark in You #1

1. BURN
2. 
- noch kein Titel - (ET angekündigt für 2016)







Inhalt
Part of a small demon lair in North Las Vegas, tattooist Harper Wallis lives a pretty simple life. That changes overnight when she discovers that her psychic mate, or ‘anchor’, is a guy who’s rumored to be the most powerful demon in existence. Compelling, full of secrets and armed with raw sexuality, Knox Thorne is determined to claim her as his anchor, creating a psychic bond that will prevent their inner demons from ever turning rogue. The billionaire also wants Harper in his bed. She’s not so sure she wants either of those things. No one seems to know what breed of demon Knox is, only that he’s more dangerous than anything she’s ever before encountered. But he refuses to walk away. And when an unknown danger starts closing in on Harper, it seems that Knox is the only one who can keep her safe. 
As Prime of his Las Vegas lair and a successful businessman, Knox Thorne is used to being in control. He’s also used to people fearing and obeying him. Harper does neither, which unexpectedly amuses him. Unpredictable, elusive, and complex, she draws Knox and his inner demon like nothing ever has. Knox is used to getting what he wants, and he wants Harper. He’ll have her, and he’ll keep her safe from the threat that looms over her. Because Knox protects what’s his. He won’t allow anyone to take her from him. Even if it will mean letting the demon inside him rise and wreak the havoc it was created to make.

(c)Goodreads

Meine Meinung
Das war mal unterhaltsame und kurzweilige Romantic Fantasy. Ich habe kaum gemerkt, wie ich durch das Buch hindurchgeflogen bin und plötzlich war es schon zu Ende. Ich will dringend mehr!

Worldbuilding
Wir haben hier einen Urban Fantasy-artigen Weltenaufbau. Die Menschen ahnen nicht, dass eine Vielzahl an übernatürlichen Wesen unter ihnen lebt. Aufregend ist hier, dass die Spezies im Fokus diesmal Dämonen sind. Sie sind eigentlich immer die Bösen im Gesamtbild - und genau das hat mich auf den Roman neugierig gemacht. 
Die Dämonen, mit denen wir es hier zu tun haben, sind weder komplett gut noch böse. In ihnen lebt die typische dunkle Entität, die immer dann übernimmt, wenn der Dämon die Kontrolle darüber verliert. Solange das nicht passiert, sind sie aber "ganz normale" Übernatürliche, die nicht permanent den Untergang der Welt und die Überführung der Menschheit in die Hölle planen.
Die Autorin nimmt hier den Grundstoff und baut eine ganz eigene paranormale Gruppe daraus auf, die mir sehr schnell sympatisch wurde. Natürlich steht dunkle Macht dahinter, aber im Prinzip haben die Dämonen nur ein schwieriges Temperament und sind ansonsten völlig realistisch und nachvollziehbar.
Dazu kommt ein komplexes System für Bindungen zwischen den Dämonen. Sie können andere Dämonen als Anker haben und sich so gegenseitig "stabil" und ihre Dämonen unter Kontrolle halten. Und dann können sie Gefährten finden - das sind hier zwei verschiedene Sachen. Das Gesamtbild der Welt hat mich rundum überzeugt.

Handlungs- und Spannungsbogen
Wright verliert keine Zeit: die Wege der beiden für einander bestimmten Protagonisten kreuzen sich schon sehr früh. Allerdings beginnt die Autorin damit auch sofort, auf der schmalen Kante zum Absturz ins Klischee zu balancieren. Denn Knox ist natürlich der unzweifelhaft dominante Alpha, der alles und jeden unter Kontrolle hat. Nur die mutige Harper nicht, denn die weigert sich vom ersten Moment, seinen Befehlen zu gehorchen. Ich bin da nicht besonders anspruchsvoll und mag solche Geschichten. Aber wer in der Hinsicht etwas Neues sucht, für den ist die Geschichte nichts.
Danach ging es Schlag auf Schlag, bei mancher Entwicklung dachte ich: "Jetzt schon? Was soll denn jetzt noch kommen?". Damit hat die Autorin Plot Twists realisiert, die man zwar hat kommen sehen, von denen man aber einen ganz anderen Ablauf und Zeitpunkt erwartet hätte. Dadurch hat sie die Geschichte unter Spannung gehalten und sie doch (trotz manchem Klischee) unvorhersehbar gemacht. Ich war bestens unterhalten.
Neben der Entwicklung zwischen Harper und Knox lauert natürlich auch immer eine Bedrohung für Harper, die aufgedeckt werden muss. Außerdem gibt es einen damit verknüpften und erstaunlich vordergründigen politischen Aspekt, der dazu beiträgt, die Dämonenwelt besser kennenzulernen.
Wright baut die Spannung sehr gut auf und lässt sie dann in einem explosiven Showdown gipfeln, in dem Harper sich wirklich beweisen muss. 

Charaktere
Obwohl sie wie gesagt ein wenig den typischen Klischees anhängen, haben beide Protagonisten mir gefallen. Harpers Vergangenheit spielt eine große Rolle. Aufgrund dessen hat sie zwar einige Bindungsprobleme, sie suhlt sich aber erfrischenderweise gar nicht in ihrem Selbstmitleid und geht gut damit um. Sie ist eine starke Frau, die die Geschichte problemlos trägt.
Knox bleibt seinem Klischee des sexy Alpha mit Kontrollsucht weitgehend treu. Wenn es mich packt, mag ich das und so war es hier. Ein bisschen mehr Individualität wäre aber natürlich schön gewesen.
Nebenher werden zahlreiche Nebencharaktere eingebaut, von denen ich gerne viel mehr gelesen hätte. Aber da ich annehme, dass die Reihe sich im nächsten Band einem anderen Paar zuwendet, werden wir dort sicherlich zwei dieser Nebenfiguren sehr genau kennenlernen. Der Cast sorgt jedenfalls für einige lustige Momente, sodass die Geschichte durch Humor ordentlich aufgelockert wird.

Schreibstil
Die Erzählart war sehr angenehm und flüssig und unterstützte die Kurzweiligkeit des Buches. Zuerst war es manchmal schwierig zu sagen, ob Harper oder Knox erzählen, da die Perspektive ohne Absätze schnell hintereinander wechselt, aber daran gewöhnt man sich schnell.

Fazit
Wright hat mit ihrer Geschichte um die Dämonen die Romantic Fantasy nicht neu erfunden, aber sich zumindest einer neuen Gruppe von Übernatürlich zugewendet, von der ich bisher kaum etwas gelesen habe (außer in der Antagonisten-Rolle). Zudem hat sie eine spannende Handlung mit mutigen und realistischen Charakteren geschaffen, die aber dem Klischee des Genres ein wenig anhängen.
Wer eine unterhaltsame und kurzweilige Paranormal Romance sucht, der ist hier wirklich gut beraten: Leseempfehlung!

4 von 5 Buchwelten

Neugierig geworden?
Mehr zu "Shades of Treason" auf: GoodreadsAmazon mit LeseprobeWebsite der Autorin

Sonntag, 20. September 2015

Regalzuwachs im September 2015: Die Mischung macht's

Hallo ihr Lieben!
Es hat sich schon wieder einiges an neuen Errungenschaften angesammelt, so dass es Zeit wird, wieder einen Regalzuwachspost zu schreiben. Ich merke gar nicht so sehr, wie viel ich innerhalb von ein paar Wochen so kaufe und tausche - bis ich dann beim Zusammensuchen für einen Post einen kleinen Schreck bekomme *lach*.


Wait for you & Be with me (Wait for me #1 + #2) von J. Lynn // Lions 2: Feuriger Instinkt & Lions 5: Scharfe Pranken von G. A. Aiken/Shelly Laurenston

Feuriger Instinkt habe ich schon vor einer ganzen Weile bei Tauschticket angefordert. Leider war der Zustand deutlich schlechter als beschrieben: der Buchrücken sieht grauenvoll aus. Ich beabsichtige, dieses Buch sehr bald zu lesen, da ich momentan wieder einen Draht zu Gestaltwandler-Geschichten habe. Die anderen drei Bücher waren Mängelexemplare, an denen ich einfach nicht vorbeigehen konnte. Band 1 und 2 der Wait for me-Reihe werden sicherlich noch eine Weile auf dem SuB liegen bleiben, für New Adult muss ich auf die richtige Stimmung warten.




In Vorbereitung auf den finalen 10. Band der Reihe, der im November erscheint, habe ich mir nun mit Rising Darkness die vorletzte Geschichte um Rylee und ihre Crew angeschafft. 
Agent Zero ist die neueste Geschichte aus der Feder von Lilith Saintcrow. Die Aufmachung ist leider nicht besonders hübsch und ich habe auch schon furchtbare Verrisse zur Geschichte gelesen. Man wird sehen. 
Das Hörbuch Wie Sterne so golden habe ich als Auffrischung auf Tauschticket erstanden (natürlich die ungekürzte Version), damit ich die Geschichte nochmal rekapitulieren kann, ehe der letzte Band Anfang nächsten Jahres erscheint.
Tanners Begehren war eigentlich noch nicht so dringend, da ich davor noch zwei andere Bände  der Reihe aufholen muss. Als ich aber im Buchladen sah, dass LYX das Buch ohne Klappbroschur verlegt hat, ahne ich für die Reihe ja schon wieder Schlimmes (eigentlich machen sie das meiner Kenntnis nach, um Produktionskosten zu sparen und die Reihe trotz schlechterer Verkaufszahlen rentabel weiterführen zu können, oder?). Also habe ich den Band mitgenommen, einfach um die Reihe zu unterstützen.




Silberne Glut und Scherben der Hoffnung (natürlich vorbestellt) waren mehr als notwendige (und somit vor meinem Gewissen bestens gerechtfertigte *lach*) Ergänzungen von Reihen. Stolz und Vorurteil habe ich vor Ewigkeiten schon mal auf Deutsch gelesen. Diese Ausgabe hat mir im Buchladen so gut gefallen, also werde ich das Buch demnächst noch einmal auf Englisch lesen.

Mein Kindle hat momentan Hochkonjunktur. Nicht nur habe ich viele eBooks gekauft, die ihr hier gleich sehen werdet, sondern auch bei Kindle Unlimited habe ich mir mal den Probemonat gegönnt, jetzt wo ich den September über so viel Zeit zum Lesen habe und hatte:



Forged in Fire lese ich momentan: es ist ein etwas ungewöhnlicher Mix aus Urban Fantasy und New Adult, soweit ich das bisher sagen kann. Breakwater ist schon gelesen, war wieder eine souveräne, wenn auch etwas kurze, Geschichte. Falaysia klingt nach einer sehr interessanten High Fantasy-Geschichte und ist dazu noch von einer deutschen Indie-Autorin.



Hier sind wir bei den Paranormal Romance-Titeln, die ich im September gekauft und auch bereits gelesen habe. War sehr abwechslungsreich: Dämonen, Vampire und Gestaltwandler. Alle Geschichten haben mich gut unterhalten und meine neue Lust auf das Genre weiter angefacht.

Kennt ihr etwas davon, das ihr mir dringend ans Herz legen würdet? Etwas, das euch besonders interessiert?
Liebe Grüße, Jasmin.

Freitag, 18. September 2015

Rezension: Shades of Treason von Sandy Williams

(c)Goodreads
Rezension
Shades of Treason (Anomaly #1) 
von Sandy Williams

Sandy Williams
ASIN: 
B00WGY2IC6
eBook mit ca. 288 Seiten
Sprache: Englisch
Genre: Romantic Science Fiction
Preis: ca. 3,99 €


Reihe: Anomaly #1

1. Shades of Treason
2. 
- noch kein Titel -







Inhalt
Lieutenant Ramie Ashdyn is an anomaly, a person whose genetic makeup makes her stronger and smarter than the average human. She’s pledged her life to protect the Coalition, an alliance of thirteen planetary systems, but when a top secret operation turns bloody, she’s charged with treason and the brutal executions of her teammates.
The Coalition needs the information Ash’s team stole on their last mission, so they send in Commander Rhys “Rest in Peace” Rykus to get it. He’s the man who’s responsible for turning Ash into an elite soldier… and he’s a man who isn’t, never was, and never will be in love with the woman he trained. Or so he tells himself.
Ash wants nothing more than to clear her name and be the woman her former instructor wants her to be, but the enemy who killed her teammates did more than frame her for treason and murder: they telepathically silenced her mind, preventing her from saying anything that might point to the truth about what happened.
Now Ash is trapped and set to be executed, the truth dying with her. Unless she can prove her innocence. But taking that path could destroy the Coalition she’s sworn to preserve and protect…
 

Meine Meinung
"Shades of Treason" hat mich mit seiner temporeichen Action wieder ziemlich umgehauen, auch wenn die Autorin anscheinend eine Meisterin der komplizierten Beziehungen ist - denn wie schon in "Schattenleserin: Nachtschwarze Träume" macht sie es ihrem Pärchen nicht einfach, sich zu finden.

Worldbuilding
Wir haben es hier eindeutig mit einem Science Fiction-Worldbuilding zu tun. Das KU, das bekannte Universum, mit seinen zahlreichen Planeten ist keineswegs geeint, aber mit der Coalition hat sich eine größere Zahl von Planeten zu einem Verband zusammengeschlossen, der Schutz und Hilfe für die Bevölkerung bedeutet. In der Population gibt es sogenannte Anomalien: Menschen wie Ash, die in der Intelligenz und körperlichen Stärke die Kapazität normaler Menschen übersteigen (darüber hinaus kommen im Weltenentwurf bisher keine anderen humanoiden Formen wie grüne Alien-Männchen etc. vor). Dafür sind diese Anomalien allerdings mental labil und deswegen gefährlich. Die Coalition schafft dem Abhilfe, indem sie ein spezielles Programm begründet hat, welches die Anomalien zu Agenten ausbildet und dann einem Loyalitätstraining unterzieht, dass sie an die Befehle eines Vorgesetzten bindet - ohne das sie sich diesen Befehlen entziehen dürfen oder können.
Insgesamt fand ich dieses Worldbuilding sehr spannend, denn hier scheint die Coalition an sich nicht korrupt zu sein und Ashs Loyalität (die sie auch schon vor dem Loyalitätstraining empfand) ist begründet. Mit eben jenem Loyalitätstraining hatte ich aber meine Probleme. Auch wenn recht realistisch erklärt ist, dass die Anomalien ohne es früher oder später ihre geistige Gesundheit verlieren, ist es doch ein massiver Eingriff. Die Anomalien stellen das Wohlergehen der Coalition über ihr eigenes Leben - wie gut indoktrinierte Fußsoldaten. Es klingen zwar ganz leicht Zweifel daran an, aber insgesamt wird das Programm eher positiv als negativ dargestellt, obwohl ich es moralisch schon sehr fragwürdig finde. Vielleicht wird das in späteren Bänden noch einmal aufgegriffen.

Handlungs- und Spannungsbogen
Man steigt sofort mit vollem Tempo in die Geschichte ein: Ash sitzt in Gefangenschaft, da sie des Mordes an ihrem Team bezichtigt wird. Natürlich war sie es nicht, aber ein Telepath hat ihr eine geistige Fessel angelegt, die verhindert, dass sie über die Geschehnisse in irgendeiner Form sprechen kann. Auf diese Erklärung kommt allerdings keiner, da die Existenz von Telepathen als Mythos gilt.
Rhys Rykus, Ashs Trainer im Loyalitätstraining, wird zur Befragung Ashs herangezogen, da sie beharrlich schweigt. Doch selbst seine Befehle können die mentale Fessel nicht brechen - und er hegt bald gewisse Zweifel, das Ash tatsächlich schuldig ist.
Obwohl Ash eine ganze Weile in Haft sitzt, ist die Spannung von Anfang an sehr hoch. Während Ash von Befragungen bis Folter alles über sich ergehen lassen muss, was den Ermittlern einfällt, liest man auch aus Rykus' Sicht und fiebert mit, wann er endlich einen Beweis für Ashs Unschuld findet. Irgendwann schafft Ash es dann zu fliehen und die Geschichte nimmt nochmal an Tempo zu.
Manchmal hatte ich allerdings ein wenig das Gefühl, als würden sich die Ereignisse im Kreis drehen. Sandy Williams macht es ihrer Protagonistin nicht leicht, die Verfolger sind ihr dicht auf den Fersen - aber ein wenig mehr Erfolgserlebnis hätte sie Ash doch gönnen können. Sie befindet sich nach dem Ausbruch immer wieder in Gewahrsam und es hat oft den schalen Beigeschmack, als wäre es ihren Vorgesetzten nicht allzu wichtig, was passiert, da sie ja nur eine Anomalie und Verräterin ist.
Der Showdown war wirklich heftiger Tobak und spannend bis zum Ende: wieder hat Ash einiges einzustecken - und zerbricht trotzdem nicht daran.

Charaktere
Ash ist eine unheimlich starke Heldin, die wirklich Kick-Ass-Qualitäten hat. An Kampfszenen wird hier nicht gespart und ihre Willenskraft und innere Stärke werden immer wieder deutlich. Sie ist von ihrer Mission für die Coalition fest überzeugt und ich habe mit ihr gehofft, dass sich ihre Loyalität nicht als fehlgeleitet herausstellt. 
Ein genauso gefestigter Charakter ist Rhys Rykus, der zwar der Coalition treu ergeben ist, aber auch Glauben an seine Rekrutin hat. Während er nach der Wahrheit sucht, wird ihm zunehmend klar, dass die Loyalität zwischen den beiden gegenseitig ist, denn Rykus empfindet mehr für Ash, als er sollte.
Der Beziehungsentwicklung macht die Autorin es wie schon gesagt nicht leicht. Als größtes Hindernis steht natürlich das Loyalitätstraining zwischen den beiden. Eigentlich sind sie Vorgesetzter und Untergebene und Ash weiß lange nicht, ob sie wirklich Zuneigung zu ihm empfindet, oder ihr das Loyalitätstraining die Gefühle aufdrängt. Überwunden ist dieses Problem bis zum Schluss nicht, aber das Ende bot dahingehend wenigstens ein Teil-Happy End.

Fazit
Sandy Williams liefert uns ein tempo- und actionreiches Science Fiction-Abenteuer, dass sogar Thriller-Anteile beinhaltet und mich völlig vereinnahmt hat. Trotz einiger kleiner moralischer Bedenken beim Weltentwurf gefiel mir Ashs Universum gut und beinhaltete mit den Anomalien eine interessante neue menschliche Spezies. Beide Hauptcharaktere waren sehr starke Figuren mit Wiedererkennungswert.

4 von 5 Buchwelten

Neugierig geworden?
Mehr zu "Shades of Treason" auf: GoodreadsAmazon mit LeseprobeWebsite der Autorin

Noch eine Meinung lesen?
Weitere Rezension bei: All Things Urban Fantasy (4/5 Sterne)

Dienstag, 15. September 2015

Rezension: Steelflower von Lilith Saintcrow

(c)Goodreads
Rezension
Steelflower (Steelflower Chronicles #1) 
von Lilith Saintcrow

Samhain Publishing Ltd.
ISBN: 978
1599984384
eBook mit ca. 335 Seiten
Sprache: Englisch
Genre: (High) Fantasy
Preis: ca. 4,23 €


Reihe: Steelflower Chronicles #1

1. Steelflower
2. 
Steelflower's Song (ET angekündigt für Mitte 2016)






Inhalt
Thief, assassin, sellsword—Kaia Steelflower is famous. Well, mostly famous, and mostly for the wrong reasons. She’s made a good life for herself, despite being kicked out of her homeland for having no magic. She’s saving up for her retirement, when she can settle down, run an inn, and leave the excitement for others.
Then she picks the wrong pocket, wakes up with a hangover, and gets far more than she bargained for. Now she has a huge, furry barbarian to look after, a princeling from her homeland to fend off, and an old debt to fulfill. And for some reason, the God-Emperor’s assassins want to kill her.
It’s never easy being an elvish sellsword, and this time it just might be fatal…
 

(c)Goodreads

Meine Meinung
"Steelflower" war so ganz anders als erwartet! Wo ich eigentlich Urban Fantasy erwartet habe, bekam ich einen sehr gut ausgearbeiteten High Fantasy-Roman, der mich total umgehauen hat, obwohl ich durchaus meine kleinen Problemchen damit hatte. So geflasht wie ich war, kann ich dem Buch trotz seiner Schwächen nichts geringeres als 4,5 Sterne geben!

Worldbuilding
Kaia lebt in einer Welt, in der zahlreiche Länder mit ganz verschiedenen Staats- und Gesellschaftsordnungen nebeneinander existieren. Die faszinierendste Gemeinschaft ist die der G'mai, aus der auch Kaia entstammt. Bei den G'mai bestimmen die Zwillingspaare das Bild: es geht hier nicht um geborene Zwillinge, sondern um Frau und Mann, die sich im Laufe ihrer Jugendjahre finden müssen und dann für immer zusammenbleiben. Die Frauen, die das überlegene Geschlecht darstellen, besitzen magische Kräfte und werden von ihren kampferprobten Männern beschützt. Hier hat Saintcrow eine extrem faszinierende und komplexe Konstellation erdacht, denn diese Zwillingspaare müssen keine sexuelle Bindung zueinander haben und doch ist ihre Verbindung so tief, dass sie im Falle des Todes ihres Gegenstücks ebenfalls nicht überleben können. Einige Aspekte dieser komplexen Beziehung und Magie hätte Saintcrow jedoch etwas deutlicher und ausführlicher beschreiben können, da man sich einiges aus Bruchstücken zusammendichten musste.
Auch wenn ich aufgrund der Komplexität der Welt keine Karte vor meinem inneren Auge zusammenbekommen habe, war ich vom Weltenentwurf von Anfang an total gefangen genommen. Auch hier hätte Saintcrow aber etwas klarer und mehr erklären können, damit man besser versteht, was in dieser Welt vorgeht.

Handlungs- und Spannungsbogen
So faszinierend die G'mai erscheinen, so brutal sind sie augenscheinlich auch. Denn Kaia hat keine magische Begabung und daher keinen Zwilling gefunden, obwohl jede Frau der G'mai einen solchen besitzen sollte. Deswegen ist sie bereits ihr Leben lang eine Außenseiterin; mit 16 Jahren floh sie aus ihrem Land. Nun 27, bestreitet sie seitdem ihr Leben als Assassinin und Diebin. Soweit so gut. Dass erfährt man alles beinahe nebenbei, während die Geschichte buchstäblich von der ersten Seite an vollgepackt ist mit Kampfaction und Spannung. Denn Kaia muss sich in der Einstiegsszene sofort gegen Angreifer behaupten. Die sind auf ihr letztes Diebesgut aus, bei dem sich ein bestimmter Gegenstand befindet. Durch diese Verwicklung treten erst Redfist, ein Barbar, und dann Darik, ebenfalls ein G'mai, in Kaias Leben - obwohl sie bisher eine absolute Einzelgängerin war.
Die Geschichte nimmt von da an einen Lauf, der zwar in mancher Beziehung vorhersehbar, aber doch immer spannend war, weil man Kaia in ihrer Dickköpfigkeit einfach nie gänzlich einschätzen kann und nie weiß, was sie als nächstes macht.

Charaktere
Kaia ist eine jener Heldinnen, die man entweder hasst oder liebt. Ich für meinen Teil mochte sie vom ersten Moment an. Sie ist unheimlich stark und hart, aufgrund ihres Schicksals fast schon bitter. Zugleich hat sie einen weichen Kern. Wer erst einmal hinter ihre Abwehr gelangt ist, dem ist sie loyal bis zum Ende. Und dann ist da ihre sture Ader, die in den ersten 40-50% des Buches den Verlauf der Ereignisse bestimmt. Sie übersieht hier - teils wissentlich - Hinweise, die dem Leser sehr früh enthüllen, was eigentlich Sache ist. Dies war für mich jedoch absolut nachvollziehbar, denn Saintcrow lässt Kaia eine 180-Grad-Wendung durchmachen, die einfach Zeit braucht, weil sie sonst nicht realistisch wirken würde.
Darik gefiel mir ebenso gut. Er ist nicht der typische sexy, heroische Held, der sich in den Vordergrund drängt. Er kann der stille Denker sein, aber für und um Kaia kämpft er unerbittlich. 
Die Beziehung zwischen den beiden entwickelt sich langsam und kontinuierlich. Man sollte hier keine Insta-Love-Story erwarten - wenn man das Buch gelesen hat, weiß man, dass das gar nicht zur Geschichte passen würde. Stattdessen entwickeln sich erst einmal Vertrauen und Beschützerinstinkt zwischen den beiden. Trotzdem lässt das Ende hoffen, dass die beiden im zweiten Band leise romantische Gefühle füreinander entwickeln könnten.

Schreibstil
Dieser Erzählstil ist definitiv nichts für Anfänger! Obwohl ich gerade dieses Jahr wirklich überdurchschnittlich viel auf Englisch gelesen habe, musste ich mich in diesen Schreibstil erst einmal hineinfuchsen. Man gewöhnt sich daran, aber manchmal muss man einen Satz doch zweimal lesen. Ich kenne mich nicht gut genug aus, um zu sagen, ob Saintcrow hier nur in Abkürzungen oder einem Dialekt o. Ä. schreibt. Jedenfalls nutzt sie extrem viele Verkürzungen ("twas" statt "it was" als einfachstes Beispiel) und der Satzbau steht Kopf. Bald habe ich diese Erzählweise einfach mit Kaia assoziiert und keine großen Probleme mehr damit gehabt.

Fazit
Lilith Saintcrow hat mich mit dieser sehr ungewöhnlichen Geschichte total überrascht und begeistert. Das Worldbuilding mit der Komplexität des Volkes der G'mai ist so facettenreich und faszinierend, das hier noch viel Stoff für den nächsten Band bleibt. Spannung und Action gibt es im Überfluss, gepaart mit einer starken und sturen Heldin, die eine entscheidende Entwicklung durchmacht. Etwas eigenartig und ausgefallen, aber lesenswert!

4,5 von 5 Buchwelten

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Anmerkung zum Buch:
"Steelflower" ist bereits 2007 erschienen und Fans der Autorin wissen vielleicht, dass sie diese Reihe aufgrund von Profiteinbrüchen wegen E-Piraterie einstellen musste. Trotzdem ist die Ankündigung des zweiten Bandes für 2016 keine Fehlinformation. Saintcrow hat sich kürzlich entschieden, der Reihe wenigstens einen zweiten Band zu widmen (eigentlich waren die Chronicles als Trilogie geplant), der die Reihe zu einem akzeptablen Ende bringen soll.

Sonntag, 13. September 2015

Rezension: Die Schattenleserin: Nachtschwarze Träume von Sandy Williams

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Rezension 
Die Schattenleserin 1: Nachtschwarze Träume 
von Sandy Williams

Bastei Lübbe
ISBN: 978
3404169542
Taschenbuch mit 415 Seiten
Sprache: Deutsch
Genre: Urban Fantasy
Preis: 8,99 €


Reihe: Die Schattenleserin/The Shadow Reader #1

1. Nachtschwarze Träume
2. Silberne Glut
3. The Sharpest Blade (kein deutscher ET bekannt)





Inhalt
Seit Jahren kämpft die Studentin McKenzie Lewis in einem für normale Menschen unsichtbaren Krieg. Denn sie kann die magischen Fae nicht nur sehen, sie kann auch die Spuren verfolgen, die sie beim Reisen zwischen den Welten hinterlassen. Mit dieser Fähigkeit hilft sie dem König der Fae – und vor allem seinem Schwertmeister Kyol – gegen die Rebellen. Doch als sie von Aren, dem charismatischen Anführer der Rebellen, entführt wird, gerät ihre Welt ins Wanken. Wem kann sie wirklich vertrauen? Aren? Oder Kyol? Wie soll sie entscheiden, wenn nicht einmal ihr Herz die Antwort kennt …
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Meine Meinung
Normalerweise kann ich mit Feen nicht so viel anfangen, aber seitdem ich die Alex Craft-Reihe gelesen habe, scheint die Abneigung zumindest gegen Fae (also die ernstzunehmende Variante ohne pinken Glitzerstaub) gebrochen zu sein, denn auch hier war ich wieder sehr begeistert - bis auf einen Punkt, der dem Roman die Bestwertung verdorben hat.

Worldbuilding
Sandy Williams baut im ersten Band ihrer Shadow Reader-Serie einen soliden Weltentwurf auf, der von der Sache her schon fast an High Fantasy statt Urban Fantasy erinnert. Die Protagonistin McKenzie ist ein normaler Mensch mit der Gabe des Schattenlesens. Deswegen ist sie in der Welt der Fae, die praktisch als Paralleldimension zur Erde existiert, sehr begehrt. Die Fae reisen durch Lichtrisse in und zwischen den Welten. Wenn sich diese Risse schließen, bleiben Schatten des Ortes zurück, an den ein Fae gereist ist - und McKenzie kann diese Schatten lesen und die Aufenthaltsorte bestimmen. Die Fae-Dimension mutet wie ein High Fantasy-Setting mit existierender Magie an und im Laufe der Handlung sehen wir einige verschiedene Orte des Feenreiches, die alle ganz anders und faszinierend sind.

Handlungs- und Spannungsbogen
Die Autorin lässt uns zu Beginn der Geschichte keine einzige Sekunde Luft holen: sofort wird McKenzie in eine Verfolgungsjagd verwickelt. Die Rebellen sind hinter ihr her, denn McKenzie liest für den König die Schatten und hilft dabei, die Rebellion zu schwächen. Tatsächlich gelingt es dem Anführer Aren, McKenzie zu entführen. Danach lässt das Tempo keine Sekunde nach. Entweder versucht McKenzie den Rebellen zu entkommen, oder die Rebellen werden von außen angegriffen. Währenddessen kommen sie und Aren sich näher, obwohl McKenzie doch eigentlich seit zehn Jahren in ihren Beschützer Kyol, den Schwertmeister des Königs, verliebt ist.
Bis zum Ende des Romans hält Sandy Williams die Spannung und stürzt McKenzie in eine Loyalitätskrise nach der nächsten und wirft durch geschickte Plot Twists alle Gegebenheiten über den Haufen, die man als Leser zu Beginn kennen gelernt hat. Dabei gelingt es der Autorin sogar, beide Seiten des Krieges zu beleuchten und zu zeigen, dass es im Kampf kein eindeutiges Gut und Böse gibt.

Charaktere und Beziehungsentwicklung
McKenzie mag nicht die typischste Urban Fantasy-Heldin sein, da sie weder gut kämpfen noch mit Waffen umgehen kann, aber sie hat trotzdem extrem viel Kampfgeist und ist ein Sturkopf aus dem Lehrbuch. Dann haben wir da aber das eine Problem, welches mir McKenzie und die Geschichte etwas vermiest hat: die Dreiecksbeziehung [Hier bitte den Nachhall meines frustriert-aggressiven Schreis genießen]. Über das gesamte Buch hinweg ringt McKenzie mit sich. Die Anziehung zu Aren wird recht schnell offensichtlich, aber da sie ja Kyol liebt, will sie das nicht zugeben... Blablabla. Dieses typische Dreiecks-Drama eben. Das Buch wäre auch ohne diesen Kram spannend genug gewesen, also gehöre ich mal wieder der Fraktion an, die das für völlig unnötig hält.
Das bedeutet aber nicht, dass nicht beide Love Interests mir gefallen haben, obwohl sie natürlich etwas dem Klischee Bad Guy und Good Guy anhängen. Kyol ist ganz der pflichtbewusste und loyale Diener des Königs, Aren der draufgängerische und verschmitzte Kämpfer. Aber dadurch bilden sie auch einen interessanten Gegensatz und beide Charaktere sind auf ihre eigene Weise sympathisch.

Fazit
Mit einem Weltentwurf zwischen Urban Fantasy und High Fantasy und einer taffen und ungewöhnlichen Heldin hat Sandy Williams mich überzeugt. Sie hält durch die vielen Ereignisse im Roman die Spannung durchgehend - und auch die Dreiecksbeziehung trägt zum Tempo der Geschichte bei, obwohl ich sie unnötig und nervig fand. 

4 von 5 Buchwelten

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Weitere Rezension bei: All Things Urban Fantasy (5/5 Sterne), Meine Lieblingsbücher (5/5 Sterne)