Donnerstag, 5. November 2015

Rezension: Waking the Dragon von Juliette Cross

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Rezension
Waking the Dragon von Juliette Cross

Lyrical Press/Kensington Publishing
ASIN: 
B00ONTR98A
eBook mit ca. 288 Seiten
Sprache: Englisch
Genre: Urban Fantasy/Paranormal Romance
Preis: ca. 2,93 €


Reihe: Vale of Stars #1
1. Waking the Dragon
2. Dragon in the Blood (erscheint im Oktober 2016)


Prequel: Nightwing-Reihe
1. Soulfire
2. Windburn
3. Nightbloom


Inhalt
The Gladium Province is on the verge of civil unrest as humans and Morgons, the dragon-hybrid race, clash once more. But amid disorder can also arise passion.
When the bodies of three human women are discovered in Morgon territory—with the DNA of several Morgon men on the victims—it’s just a matter of time before civil unrest hits the Province. But for ambitious reporter Moira Cade, it’s more than just a story, and it may mean risking her own life.
Descending into the dark underworld of Morgon society, Moira is paired with Kol Moonring, Captain of the Morgon Guard, for her protection. Fiercely independent, Moira bristles at his dominance, and defies his will at every turn. Yet resistance proves futile when passion flares between them, awakening powerful emotions within both, body and soul. But as the killings continue, can their fiery newfound bond survive an even greater evil—one that threatens all of humanity, Morgonkind, and Moira’s very soul?...
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Meine Meinung
Was Juliette Cross in ihrer Nightwing-Reihe, bestehend aus drei Novellen, andeutet, wird in Waking the Dragon endlich zur vollen Romanlänge erweitert. Und es ist genau so gekommen, wie ich es erhofft hatte: die Welt der Morgon hat noch mehr Facetten entwickelt, sie schillert geradezu in ihren dunklen Farben. Man merkt es: ich bin schwärme sehr für diese Geschichte.

Worldbuilding
Auf das Design des Weltenentwurfs bin ich bereits in meiner Rezension zu Soulfire eingegangen. Dort beschränkte sich Cross' Setting allerdings noch auf die Stadt Gladium, während sie uns in Waking the Dragon die ganze von ihr erdachte Welt präsentiert. Denn Gladium hat zwar die Trennung zwischen den Rassen der Menschen und Drachen-Hybriden überwunden, allerdings gilt das nicht für viele andere Städte und Provinzen in Moiras Welt. Cross schafft es erfolgreich, nun ein ganzes Land um Gladium herum aufzubauen, auch wenn mich nach wie vor sehr interessieren würde, wo genau wir uns befinden. Denn bisher wurde noch kein Kontinent, keine irgendwie geartete Einordnung vorgenommen, was um dieses Land herum existiert. Das gesamte Setting versprüht einen düsteren Charme, dem ich mich nicht entziehen konnte.

Spannung und Handlungsbogen
Eine Mordermittlung verschafft einer Geschichte natürlich von Vornherein eine gewisse Dringlichkeit, die man auch hier spürt. Moiras Wille, diesen Fall aufzuklären, treibt die Geschichte an, auch wenn die Handlung Zeit braucht, um tatsächlich ins Rollen zu kommen. Durch die Zusammenarbeit mit Kol, dem Hauptmann der Morgon Guard, entfaltet sich dann zusätzlich die Spannung in der Beziehungsstruktur. Zunächst hat Moira nicht allzu viel für den sturen und kalten Drachen übrig, der ihr als Partner zur Seite gestellt wird. Ganz langsam gewinnt sie jedoch ganz neue Einblicke in Kol, sodass ihre Abneigung dahinschmilzt. Nun ist das wieder einmal kein Plot, den man so nicht kennt, aber ich habe Moira trotz allem nur zu gerne begleitet. 
Zusammen decken Moira und Kol einen weit perfideren Plan auf, als sie (oder ich) vermutet hätten. Hier spielt Cross viel mit der Geschichte der Welt, die sie erdacht hat, und lässt daraus einen Antagonisten erwachsen, der das personifizierte Böse darzustellen scheint. 
Dementsprechend hatte ich einen bombastischen Showdown erwartet, der zwar kam, aber etwas mehr Kampf, Explosion und vibrierende Spannung hätte gebrauchen können. Dafür entschädigt wird man durch ein wunderschönes Happy End für das Pärchen. Cross hat definitiv einen Hang zur Romantik, der mein Herz jedes Mal wieder wärmt.
"For many minutes, we did nothing but touch each other and absorb the sensation into our skin, as if love itself were a tangible blanket wrapping us in an unbreakable bond." (Position 4135)
Charaktere
Moira ist eine taffe Journalistin mit Ambitionen und sie lässt sich von keinem etwas vormachen. Obwohl im Buch erwähnt wird, dass sie erst 20 Jahre alt ist, kam sie mir um einiges älter vor. Sie mag zwar mutig, manchmal geradezu waghalsig sein, aber zugleich ist sie stets realistisch und willensstark. Im Laufe der Geschichte darf man als Leser beobachten, wie sie sich ihrer eigenen Verschlossenheit bewusst wird und diese mit viel Mut in Offenheit verwandelt.
Auch Kol muss sich aus seiner Isolation lösen, obwohl man an ihm sehr früh Zeichen dafür bemerkt, dass er Moira für sich auserkoren hat. Die Geschichte wird (leider) nur aus Moiras Sicht erzählt. Ich hätte mir sehr gewünscht, auch aus Kols Perspektive zu lesen. Dadurch wäre er für den Leser schneller greifbar geworden und zugleich hätte Cross auch zu Anfang schon einige Impulse für mehr Spannung einbringen können.

Fazit
Obwohl die Geschichte etwas Anlauf brauchte, um wirklich spannend zu werden, war ich von der ersten Seite an gefesselt. Die Welt der Morgon wird nun noch detailreicher ausgearbeitet und um neue Facetten ergänzt, sodass das Setting vollends überzeugt. Die Liebesgeschichte der beiden starken Charaktere ging mir sehr ans Herz und die Bedrohung für Gladium ist trotz aller Erfolge noch nicht gebannt, sodass genug Stoff für kommende Bände bleibt.

4,5 von 5 Sternen

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Mehr zu Waking the Dragon auf: GoodreadsAmazon mit LeseprobeWebsite der Autorin
Mehr von Juliette Cross: Forged in Fire (Vessel Trilogy #1, 4/5 Sterne) & Soulfire (Nightwing #1, 4,5/5 Sterne)

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