Donnerstag, 6. August 2015

[Rezension] Pfade im Nebel von Nalini Singh

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Rezension
Pfade im Nebel von Nalini Singh

Egmont LYX
ISBN: 
978-
3802589072
Taschenbuch mit 608 Seiten
Sprache: Deutsch
Genre: Romantic Fantasy
Preis: 9,99 €


Reihe: Psy-Changeling/Gestaltwandler #13


Für mehr Infos zu den Titeln der Reihe bitte zum Ende des Posts scrollen!







Inhalt
Der Pfeilgardist Vasic erhält den Auftrag, die hübsche Ivy Jane zu beschützen. Ihre empathischen Kräfte könnten der Schlüssel zur Rettung der Medialen sein, deren geistiges Netzwerk von einem zersetzenden Virus befallen ist. Doch je länger er mit der einfühlsamen jungen Frau zusammen ist, desto mehr wankt seine eiskalte Fassade. Kann Ivy die dunkle Verzweiflung besiegen, die Jahre des Tötens in seine Seele gebrannt haben?
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Meine Meinung
Ich hatte meine Bedenken, ob mir Vasic als Hauptcharakter gefallen würde, nachdem ich im letzten Band mit Kaleb nicht vollends warm geworden bin. Ich hätte mir allerdings keine Sorgen machen sollen, denn Band 13 gefiel mir sogar nochmal besser als sein Vorgänger.

Handlung & Spannungsbogen
Singh präsentiert in diesem Band der Reihe mit der Bedrohung des Medialnets durch eine Seuche einen unheimlich spannenden und eindrücklichen Konflikt, den es zu lösen gilt und der auch der Grund für das Aufeinandertreffen von Vasic und Ivy darstellt. Genauso wie Ivy von Beginn an irgendwie fasziniert und von Vasic magisch angezogen war, so ging es auch mir.  Obwohl der Roman mit fast 600 Seiten für meine Verhältnisse ein Wälzer ist, hat die Handlung jede Seite benötigt, um sich zu entwickeln. Trotz der dringlichen Aufgabe der Rettung des Netzes durch die Empathen erhalten Ivy und Vasic die Zeit, sich kennenzulernen und langsam eine Beziehung miteinander zu schaffen. Diese Entwicklung erscheint so natürlich und doch so unweigerlich, dass man schon allein davon völlig gebannt ist. Betrachtet man dann noch die zusätzlich aufgebauten spannungsgeladenen Konflikte, ist es kein Wunder, dass ich diese 600 Seiten in unter 3 Tagen verschlungen habe.

Charaktere
Ivy (und ihren zuckersüßen Hund Rabbit) habe ich auf den ersten paar Seiten sofort ins Herz geschlossen, sie hat mich so stark an Sascha erinnert, die noch immer meine Favoritin der ganzen Reihe ist, dass ich praktisch gar nicht anders konnte. Ebenso leicht viel es mir ganz unerwarteterweise auch, von Anfang an einen Draht zu Vasic zu bekommen. Der Pfeilgardist ist auf seine Art so sanftmütig, dass es einem fast das Herz bricht. Vasic ist das Paradebeispiel des leidenden Helden und er registriert die eigene Güte nicht einmal, die ihn so auszeichnet.

Nebenfiguren
Einer der größten Pluspunkte war das Auftauchen der Nebencharaktere. Die Kooperation zwischen Medialen, Gestaltwandlern und Menschen erreicht bei der Rettung des Netzes seinen Höhepunkt und man darf sich auf einen Wiedersehen mit den Leoparden und Wöfen freuen. Sascha und Lucas, Hawke und Sienna, Judd, Sahara und Kaleb, Aden - es ist, als würde man alte Freunde wiedertreffen. Dazu kommen die Pfeilgardisten, auf die zum ersten Mal ein genauer Blick geworfen wird. Nachdem ich ehemals etwas wehmütig war, dass wir durch Kaleb und Sahara, Vasic und Ivy und im nächsten Band Aden und Zaira erstmal nur Mediale als Hauptcharaktere vorgestellt bekommen, statt auch den Gestaltwandler mal wieder die Ehre zu geben, bin ich nun froh darüber. Ich will unbedingt noch sehr viel mehr von den Pfeilgardisten lesen, die sich als sehr interessant erwiesen haben.

Worldbuilding
Zum Weltenentwurf muss ich nach dem 13. Band wohl nichts mehr sagen. Hätte er mich nicht überzeugt, wäre ich nicht bis hierher dran geblieben. Trotzdem muss ich erwähnen, dass Singh es meisterhaft schafft, ihre Welt kontinuierlich weiterzuentwickeln. Ihre Geschichten werden neben den Liebesbeziehungen auch immer vom übergreifenden Story Arc getragen, der die Welt der Medialen, Gestaltwandler und Menschen von Band zu Band komplexer und dynamischer werden lässt. So wurden auch hier wieder ganz neue Aspekte aufgemacht, die zu unerwarteten neuen Entwicklungsrichtungen führten und noch immer viel Potenzial bieten.

Fazit
So begeistern wie Vasic und Ivy konnten mich zuletzt Hawke und Sienna aus Band 10, "Pfade im Nebel" ist definitiv einer der stärksten Bände der Reihe. Er wartet mit zwei sehr realen Protagonisten und einer spannenden und konfliktreichen Handlung auf, ohne dass man auf sein herzerwärmendes Happy End verzichten müsste. Die Psy/Changeling-Reihe ist seit 2009 eine meiner All-Time-Favourite-Reihen, und ich habe im Gefühl, dass das noch lange so bleiben wird.

5 von 5 Buchwelten

Neugierig geworden?

Reihe: Psy-Changeling/Gestaltwandler #13
1. Leopardenblut
2. Jäger der Nacht
3. Eisige Umarmung
4. Im Feuer der Nacht
5. Gefangener der Sinne
9. Wilde Glut
10. Lockruf des Verlangens
11. Einsame Spur
13. Pfade im Nebel
14. Scherben der Hoffnung (erscheint im September 2015)

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