Freitag, 5. Juni 2015

[Rezension] Touched by an Alien von Gini Koch

(c)Goodreads
Rezension
Touched by an Alien von Gini Koch

DAW Books
ISBN: 978-0756406004
Taschenbuch mit 389 Seiten
Sprache: Englisch
Genre: Science Fiction, Urban Fantasy, Paranormal Romance
Preis: ca. 7,80 €

Reihe: Katherine "Kitty" Katt #1

1. Touched by an Alien (Deutsch: Aliens in Armani)
2. Alien Tango (Alien Tango)
3. Alien in the Family
4. Alien Proliferation
5. Alien Diplomacy
...
12. Alien in Chief (ET: Dezember 2015)
(Die deutsche Übersetzung der Reihe liegt leider auf Eis, weitere Bände sind bei Piper nicht geplant.)


Inhalt
Marketing manager Katherine "Kitty" Katt had just finished a day on jury duty. When she stepped out of the Pueblo Caliente courthouse, all she was thinking about was the work she had to get caught up on. Then her attention was caught by a fight between a couple that looked like it was about to turn ugly. But ugly didn't even begin to cover it when the "man" suddenly transformed into a huge, winged monster right out of a grade Z science fiction movie and went on a deadly killing spree. In hindsight, Kitty realized she probably should have panicked and run screaming the way everyone around her was doing. Instead she sprinted into action to take down the alien.

In the middle of all the screeching and the ensuing chaos, a hunk in an Armani suit suddenly appeared beside her, introduced himself as Jeff Martini with "the agency," and then insisted on leading her to a nearby limo to talk to his "boss." And that was how Kitty's new life among the aliens began...

Meine Meinung
Am meisten überraschen einen doch immer die Bücher, von denen man es am wenigsten erwartet. Auf der Suche nach neuen Urban Fantasy-Romanen (oder Ähnlichem) bin ich momentan zu fast allem bereit, weil ich auf den Riesenhaufen an Young Adult auf meinem SuB einfach keine rechte Lust habe. Das ausgerechnet ein halber Science Fiction-Roman mich so total umhauen würde, habe ich allerdings nicht erwartet!

Worldbuilding
Gini Koch hat sich hier eine wirklich geniale und originelle Welt aufgebaut, die sehr wie Urban Fantasy anmutet, nur dass die übernatürlichen Kreaturen keine Vampire oder Werwölfe sondern Aliens sind.
Die beste Beschreibung für dieses ganze Setting inklusive seiner Bewohner ist eindeutig: aberwitzig. Es gibt sozusagen gute und böse Aliens. Die „Bösen“ sind Parasiten, die Menschen befallen und zu hässlichen Monstern mutieren lassen. Die „Guten“ hingegen sind menschlich aber übermenschlisch gutaussehend und vom Planeten Alpha Centauri gekommen, um den Menschen im Kampf gegen die Parasiten beizustehen. Sie sind in einer Division organisiert, in die Kitty mehr oder weniger hineinschliddert, in dem sie einen Parasiten tötet.

Handlung & Spannung
Genau mit diesem Ereignis, als Kitty einen mutierten Menschen und seinen Parasiten umbringt, um sie davon abzuhalten, die ganze Innenstadt zu pulverisieren, setzt das Buch ein. Von der ersten Seite an sind Kitty und der Leser also mittendrin in Chaos und Action. Die Medien können die AC (kurz für die „Alpha Centaurianer“) zwar manipulieren, aber Kitty hat das Monster zweifelsfrei gesehen und besiegt, ohne dafür trainiert zu sein. Darum wird in Betracht gezogen, Kitty zu einer menschlichen Agentin der Division zu machen, welche die AC zur Verstärkung dringend brauchen.
Zunächst wird Kitty auf verschiedenen Stationen bewiesen, dass es Aliens (nicht nur auf der Erde) tatsächlich gibt und während der Weltenaufbau konstruiert wird, bleibt es trotzdem äußerst spannend, weil man dabei die Charaktere kennenlernt und die Angriffe der Gegenseite schnell an Fahrt aufnehmen.
Zwischendrin erlebt Kitty einen so spannenden Kampf mit dem Gegner, dass der Showdown dagegen fast etwas matt wirkt, aber immer noch sehr actionreich ausfiel.

Charaktere
Ich habe schon lange keine so vorwitzige, sarkastische Heldin mehr getroffen. Alle paar Seiten war ich schwer am Lachen und ich habe Kitty von der ersten Seite an geliebt. Sie ist wirklich clever – an einigen Stellen jedoch beinahe etwas zu schlau, denn sie kombiniert Kleinigkeiten zu Tatsachen, auf die nicht mal Sherlock Holmes kommen würde. Da ich aber dümmliche Heldinnen nicht besonders leiden kann, die immer als letzte auf die richtige Lösung kommen, war es mir so eindeutig lieber. Klasse finde ich auch, mit welch witzigen und originellen Tricks Kitty gegen ihre Feinde ankommt, denn sie wird nicht über Nacht einfach zur Kampfmaschine.
Die Crew um Jeff Martini als Kittys Love Interest habe ich unglaublich schnell lieb gewonnen, denn die Wortwechsel, die sie sich mit Kitty liefern, trugen zum Humor der Geschichte einiges bei. Jeff selbst mag es mit seinem Charme etwas übertreiben, aber irgendwo gehört das wohl zu seinem Charakter.
Ich muss allerdings zugeben, dass die Charaktere (und Geschichte) wirklich einige Klischees bedienen. Das ist mir durchaus aufgefallen, aber ich fand es so witzig und unterhaltsam, dass es mich nicht mal im geringsten gestört hat.

Fazit
„Touched by an Alien“ hat mich von der ersten bis zur letzten Seite völlig in Atem gehalten: ein origineller Weltenaufbau, den ich so bisher noch nie lesen durfte; Spannung ohne Ende; eine gute Mischung aus Urban Fantasy/Science Fiction mit Action und Paranormal Romance mit Liebe und Romantik; eine unheimlich witzige Heldin mit ihrer einmaligen Crew und eine Geschichte, die Klischees so unterhaltsam verarbeitet, dass man das Buch einfach lieben muss.
Aber Vorsicht: ich kann mir gut vorstellen, dass andere Leser mit dieser Klischeehaftigkeit nichts anfangen können. Vermutlich evoziert das Buch zwei Extreme: entweder man hasst oder man liebt es.

5 von 5 Buchwelten

Neugierig geworden?

Noch eine Meinung lesen?
Weitere Rezension bei: Anorielts Lesestube (5 Sterne)

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen