Samstag, 27. Juni 2015

[Rezension] Rose & Thunder von Lilith Saintcrow

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Rezension
Rose & Thunder von Lilith Saintcrow

Lilith Saintcrow (Selfpublishing via Amazon)
ISBN: 978-0989975346
Taschenbuch mit 290 Seiten
Sprache: Englisch
Genre: Romantic Fantasy
Preis: ca. 10,90 €

Reihe: Einzelband









Inhalt
Isabella Harpe, last in a long line of witches, drifts with the wind. Her tarot cards always ready to bring in enough to live on, and her instincts keep her mostly out of trouble. Unfortunately, bad boyfriends and even worse luck strand her near the most dangerous place for a witch to land—beside a cursed town, and an even more cursed man.
Jeremy Tremont’s family built their house over an ancient place of power, turning it into an uneasy, rose-choked sanctuary for the weird and the dangerous alike. Scarred, quiet, and difficult, he’s not Isabella’s idea of a prospective employer, no matter how badly she needs the money. He’s paying well, and there’s only one catch: she has to be home by dusk. Because in Tremont City, bad things happen after nightfall. 
Secrets hide in every corner, an ancient curse cloaks itself in silence, and Isabella’s arrival has begun a deadly countdown. Despite that, she may have found a home—all she has to do is figure out how to break the curse. 
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Meine Meinung
Nachdem es hier um eine Die Schöne und das Biest-Geschichte geht, hat man als Leser natürlich von Anfang an eine ungefähre Ahnung, wie die Geschichte verlaufen und sich entwickeln wird. Trotzdem hat Saintcrow die Elemente in ganz eigener Weise interpretiert und konnte mich damit sehr gut unterhalten.

Handlung & Spannung
Von Anfang an baut die Autorin unterschwellig einiges an Spannung auf. Zuerst trifft die Protagonistin Isabella in einer Stadt im Nirgendwo ein, in der irgendetwas nicht stimmt, dann nimmt sie eine Stelle bei einem Hausherren ein, der nicht nur völlig vernarbt ist, sondern auch irgendetwas im Schilde führen muss. Als Isabella sich dann einmal im Haus von Jeremy Tremont eingelebt hat, lässt die Spannung jedoch etwas nach, denn es dauert sehr lange, bis sie dem Fluch auf die Spur kommt, der auf Tremont liegt. Gestört hat mich diese Stagnation im Spannungsbogen allerdings gar nicht allzu sehr, denn die verzauberte und geheimnisvolle Atmosphäre trägt eindeutig durch die Geschichte.

Charaktere
Isabella war mir als Protagonistin des Buches sehr sympathisch. Sie ist zwar keine dieser taffen Kick-Ass-Heldinnen, die ich von Saintcrow in Form von Jill Kismet oder Dante Valentine gewohnt bin, doch sie entwickelt eine ganz eigene Form von innerer Stärke, während Tremont ihr ans Herz wächst und sie sich entscheidet, ihm zu helfen. Tremont hingegen hätte noch ein wenig mehr Tiefe vertragen. Er ist gemäß seiner Rolle als das Biest verschlossen und ruhig, jedoch ein vollkommener Gentleman, dem wohl niemand widerstehen kann. Darüber hinaus hätte ich jedoch gern noch ein wenig mehr über ihn erfahren, als es der Fall war. 
Die entstehende Beziehung zwischen den beiden erhält in der Geschichte viel Platz und muss auch durchaus den einen oder anderen Rückschlag einstecken, wodurch sie sehr glaubhaft und real wurde.

Weltentwurf
Das Worldbuilding war - wie ich es von Saintcrow gewohnt bin - neu und originell: die Übernatürlichen leben unerkannt unter den Menschen und sie sammeln sich vor allem an sogenannten Ley-Linien, in denen magische Energie fließt. Schade finde ich es jedoch, dass hier nicht allzu viel Komplexität zu Stande gekommen ist. Gerade die magischen Elemente im Haus Tremont hätten etwas genauer erklärt werden können. Es gibt die für die Geschichte typischen Diener, die hier jedoch unsichtbar sind. Isabella wird angestellt, um eine Bibliothek in Ordnung zu bringen und seltsamerweise beginnt diese, Bellas Wünschen zu folgen, sodass Bücher sich automatisch einsortieren usw. Leider wird hier bis zum Schluss nicht aufgelöst, wer oder was die unsichtbaren Diener sind und warum die Bibliothek eine eigenständige Entität zu sein scheint. Das ist nicht allzu tragisch, da das Ende mit Showdown in sich mich sehr begeistert hat, aber es hätte der Geschichte mehr Tiefe verleihen können.

Fazit
Saintcrow liefert eine romantische und originelle Neuinterpretation von "Die Schöne und das Biest" für Erwachsene mit einer sehr intensiven Atmosphäre und sympathischen Figuren. Ein wenig mehr Tiefgang beim Worldbuilding und Tremont als Charakter sowie etwas mehr Action und Spannung hätten nicht geschadet, das Ende rundete die Geschichte jedoch wunderbar ab.

4 von 5 Buchwelten

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Mehr zu "Rose & Thunder" bei: Goodreads, Amazon, Seite der Autorin

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