Dienstag, 2. Juni 2015

[Rezension] Moon Called von Patricia Briggs

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Rezension
Moon Called von Patricia Briggs

Ace
ISBN: 978-0441013814
Taschenbuch mit 288 Seiten
Sprache: Englisch
Genre: Urban Fantasy
Preis: ca. 6,10 €


Reihe: Mercy Thompson #1
1. Moon Called (Deutsch: Ruf des Mondes)
2. Blood Bound (Bann des Blutes)
3. Iron Kissed (Spur der Nacht)
4. Bone Crossed (Zeit der Jäger)
5. Silver Borne (Zeichen des Silbers)
6. River Marked (Siegel der Nacht)
7. Frost Burned (Tanz der Wölfe, ET: 15.06.15)
8. Night Broken
9. Fire Touched (ET: März 2016)




Inhalt
Mercedes "Mercy" Thompson is a talented Volkswagen mechanic living in the Tri-Cities area of Washington. She also happens to be a walker, a magical being with the power to shift into a coyote at will. Mercy's next-door neighbor is a werewolf. Her former boss is a gremlin. And she's fixing a bus for a vampire. This is the world of Mercy Thompson, one that looks a lot like ours but is populated by those things that go bump in the night. And Mercy's connection to those things is about to get her into some serious hot water...

Meine Meinung
Nach kleinen Startschwierigkeiten zu Beginn der Geschichte habe ich mich in Mercys Welt sehr schnell wohlgefühlt und bin somit gleich zum zweiten Mal diesen Monat von einer SuB-Leiche mehr als angenehm überrascht worden.

Worldbuilding
Da sich Patricia Briggs' Serien Alpha & Omega sowie Mercy Thompson in derselben Welt bewegen, war es für mich nicht der erste Ausflug in diesen Weltenaufbau, auch wenn das Setting hier größtenteils ein anderes ist und "Moon Called" noch vor dem ersten Alpha & Omega-Band "Cry Wolf" spielt. 
Im ersten Band der Mercy Thompson-Reihe bekommt die Welt relativ schnell etwas mehr Tiefe, weil Mercy es (anders als Anna) nicht nur mit Werwölfen zu tun hat, sondern auch Freunde und bekannte aus anderen interessanten Spezies hat, darunter ein Vampir und ein Gremlin. 
Der Weltenentwurf ist sehr realistisch und logisch aufgebaut - gerade in der Hinsicht, dass es hier nicht jeder übernatürlichen Art meisterhaft gelingt, sich in Zeiten moderner Technik vor den Menschen zu verbergen. So hat sich bereits eine Spezies "outen" müssen und auch die Werwölfe werden bald reagieren müssen.

Charaktere
Auf den ersten paar Seiten musste ich mich erst an Mercy gewöhnen. Es passierte vorerst relativ wenig und Briggs erklärte durch Mercys Gedanken einige Aspekte ihres Worldbuildings, wodurch ich sie zunächst nicht ganz greifen konnte. Als dann aber recht schnell zusätzliche Charaktere auftauchten, verging dieses Gefühl sehr schnell. Denn ab dann bemerkt man schnell, dass Mercy eine sehr vielschichtige Figur ist. Sie ist sehr verantwortungsbewusst und die Menschen um sie herum liegen ihr sehr am Herzen, auch wenn sie das nicht immer zugeben will. 
Sie mag zwar keine Hardcore Kick Ass-Heldin mit Superkräften sein, aber sie hat so einen Dickschädel, dass man sie einfach für ihren Mut und ihren starken Willen lieben muss. Obwohl sie unter Werwölfen aufgewachsen ist und als Coyote selbst nicht allzu dominant ist, wiedersetzt sie sich den Alphas in ihrer Umgebung mit eiserner Entschlossenheit und tut das, was sie für richtig hält (und behält dabei auch meist recht). 
Etwas schade fand ich es, dass Briggs uns hier wieder eine Beziehungs-Dreieckskonstellation vorsetzen musste. Es hat mich letztendlich nicht besonders gestört, da die Liebesgeschichte sowieso (momentan) nicht mal ansatzweise im Vordergrund steht, aber ich hoffe, dass sich daraus nicht wieder unnötige Komplikationen ergeben (und das Mercy am Ende meinen Favoriten nimmt). 
Insgesamt mag ich beide potenziellen Love Interests sehr. Zum einen ist da Adam, der Alpha des lokalen Rudels und Nachbar Mercys, zum anderen Samuel Cornick, Sohn des Marroks und Mercys Jugendliebe. Bisher hat man deutlich mehr über Samuel erfahren und trotzdem muss ich sagen, dass ich Adam und Mercy lieber zusammen sehen würde. Daher erhoffe ich mir von den Folgebänden, dass wir Adam noch viel besser kennenlernen. Wer hier einen großen Romance-Anteil erwartet, der wird enttäuscht werden.

Spannung
Nachdem ich auch hier zu Anfang ein paar Bedenken hatte, weil auf den ersten 30 Seiten kaum was los war, erwies sich Mercy schnell als mutig und tatkräftig. Sie zögert keine Minute, ihren Freunden zu Hilfe zu kommen und wird so in eine Affäre verwickelt, die immer größere Ausmaße annimmt. Obwohl ich die Aufklärung der Ereignisse nicht in allen Punkten völlig schlüssig fand, hat mich die Handlung völlig in ihren Bann geschlagen und ich habe sehr mitgefiebert. Der Showdown hat dem Buch dann einen wirklich würdigen Abschluss verpasst, in dem Mercy ganz nack Kick Ass-Manier die Situation rettet und erneut ihren Mut unter Beweis stellt.

Fazit
Trotz kleiner Schwächen hat "Moon Called" mich völlig angefixt und der zweite Band ist schon zu mir unterwegs. Mercy ist eine tolle Protagonistin, der man sehr gerne folgt und die noch wesentlich mehr auf dem Kasten hat, als sie selbst glauben mag. Gibt man der Geschichte am Anfang ein paar Seiten Zeit zur Entwicklung, können Weltentwurf und Handlung begeistern, sodass man kaum noch davon loskommt. Mehr davon!

4 von 5 Buchwelten

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Weitere Rezension bei: Sunnys Bücherblog (4,4 Sterne), Books for all Eternity (4 Sterne/Note B)

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