Freitag, 8. Mai 2015

[Rezension] House of the Rising Sun von Kristen Painter

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Rezension
House of the Rising Sun von Kristen Painter

Orbit
ISBN: 978-0316278270
Taschenbuch mit 403 Seiten
Sprache: Englisch
Genre: Urban Fantasy

Serie: Crescent City #1
1. House of the Rising Sun
2. City of Eternal Night
3. Garden of Dreams and Desires
(abgeschlossen)






Inhalt
For centuries, the fae have protected the city from vampire infestation. But when the bloodsuckers return, the fragile peace in New Orleans begins to crumble. Carefree playboy Augustine, and Harlow, a woman searching for answers about her absent father, are dragged into the war. The fate of the city rests on them - and their fae blood that can no longer be denied.
Augustine lives the perfect life in the Haven city of New Orleans. He rarely works a real job, spends most of his nights with a different human woman, and resides in a spectacular Garden District mansion paid for by retired movie star Olivia Goodwin, who has come to think of him as an adopted son, providing him room and board and whatever else he needs. 
But when Augustine returns home to find Olivia's been attacked by vampires, he knows his idyllic life has comes to an end. It's time for revenge—and to take up the mantle of the city's Guardian.

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Meine Meinung
Obwohl ich doch einige kleinere Probleme mit der Geschichte hatte, fühlte ich mich von Kristen Painters "House of the Rising Sun" trotzdem wahnsinnig gut unterhalten.
Der Schreibstil war angenehm flüssig. (Ist man Anfänger beim Lesen auf Englisch, ist es jedoch an einigen Stellen etwas anspruchsvoller, könnte ich mir vorstellen.)

Weltentwurf
Am meisten überzeugen konnte mich der Roman mit seinem interessanten Urban Fantasy-Worldbuilding. Painter siedelt ihre Geschichte in New Orleans an, einer sogenannten Haven City, in der übernatürliche Kreaturen, vor allem aber Feen Zuflucht finden können. Den Feen steht eine Art Rat names Elektos vor und ein Guardian beschützt die übernatürliche (Feen)Bevölkerung der Stadt. Vampire werden nicht geduldet und gelten als Feinde. So langsam werde ich mit Feen anscheinend warm, denn ich fand Augustine, Harlow und ihre Freunde klasse. Genauso überzeugt hat mich New Orleans als Setting der Geschichte. Painter schafft es, dass man sich mittendrin im bunten Gewimmel der Stadt wiederfindet und die Szenen sehr schön vor Augen hat.

Charaktere
Sowohl Augustine als auch Harlow sind Feen mit jeweils verschiedenen Fähigkeiten und beide haben eine recht schwere Vergangenheit hinter sich, bei der Probleme mit den Eltern eine entscheidende Rolle spielen. Zusammengebracht werden sie durch Harlows Mutter Olivia.
Beide Charaktere sind also mit Schicksalsschlägen gestraft und haben deshalb ganz bestimmte Eigenheiten entwickelt, die sie sehr greifbar machen. In beide konnte ich mich sehr gut hineinversetzen, denn die Geschichte wird vorrangig aus deren Perspektive erzählt.
Harlow ist jedoch leider nicht ganz die UF-Kick Ass-Heldin, die ich mir erhofft hatte. Sie verleugnet ihre Fähigkeiten, bis auf ihr Talent als Computergenie, und zieht sich schnell zurück. Auf den ersten 100 bis 200 Seiten kam ihr POV im Vergleich zu Augustins für mich etwas zu kurz, obwohl bei Augustine als erwähltem Guardian natürlich einiges mehr an spannungsreicher Handlung passiert ist.
Harlow wächst jedoch in kleinen Schritten immer wieder ein wenig über sich hinaus und war mir dadurch sehr nahe. Man kann ihre Probleme gut nachvollziehen und versteht sie. Ich erhoffe mir für die Folgebände ein wenig mehr Harlow-Action, denn die ist hier noch recht minimal: auf eine stärkere Involvierung in Augustines Ermittlungen als Guardian - und sei es in Form von coolen Nerd-Hacker-Szenen aus einer Computer-Kommandozentrale - wartete ich leider vergebens. (Aber vielleicht geht da auch meine Fantasie mit mir durch.)
Augustine fand ich hingegen von Anfang an interessant und ich kam doch ins Schwärmen. Er macht eine eindeutige Entwicklung vom sorglosen Playboy zum Verantwortungsträger und Beschützer durch. Sein Verhalten gegenüber Harlow ist oft zum Schmunzeln und doch sensibel, was ihn sympathisch gemacht hat.

Spannung
Insgesamt habe ich ein wenig mehr Kampf und Action von diesem Buch erwartet. Es geht zwar in Augustines Ermittlungen Schritt für Schritt voran, aber die Ereignisse überschlagen sich zu keiner Zeit und so kam kein richtiges Tempo in die Geschichte. Dazu trug natürlich bei, dass bei Harlow insgesamt weniger los war als bei Augustine.
Der Showdown fiel entsprechend ebenfalls etwas mau aus, obwohl er durchaus gut durchdacht und spannend war. Wieder hatte ich allerdings im Kontext des Genres ein wenig mehr Action erwartet.

Fazit
"House of the Rising Sun" hat mich mit seinen beiden lebendigen Hauptcharakteren und dem durchdachten und interessanten Weltentwurf sehr gut unterhalten, auch wenn es meinen Erwartungen in Sachen Action und Spannung nicht gerecht werden konnte. Ich hoffe, dass Harlow sich in den beiden Folgebänden der Trilogie noch um einiges weiterentwickeln und ein wenig mehr an der Action teilhaben wird, denn ich sehe noch einiges Potenzial in dieser Buchreihe und in Harlow als Figur im Speziellen.

3,5 von 5 Buchwelten.

Neugierig geworden?
Mehr zu "House of the Rising Sun": Goodreads, Amazon mit Leseprobe, Website der Autorin

Kommentare:

  1. Hallo meine Liebe,

    diese Rezension liest sich echt klasse! Der Weltenentwurf klingt auch spannend und Urban Fantasy ist ja einfach mal DAS WAHRE. Allerdings muss ich gestehen, dass mich das schon etwas abschreckt, dass eher wenig Spannung und Action vorherrschen sollen. Dennoch werde ich das Buch mal auf meine Liste setzen und vielleicht reißen die Protagonisten es ja dann auch raus. Bin auch schon gespannt auf deine Rezension zu den nächsten beiden Bänden. Wirst du denn direkt weiterlesen?

    Liebste Grüße!
    Nazurka

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  2. Dein Enthusiasmus versüßt einem aber in jedem Kommentar den Tag *lach*.
    Ich weiß, das hört sich wirklich nicht gut an, wenn man so über UF spricht... komischerweise war ich davon in diesem Buch ja wie gesagt nicht besonders abgeschreckt, wo ich ja neulich erst bezüglich des 2. Bandes von Elemental Assassin genau darüber so gemault habe...
    Irgendwie tragen die Charaktere einfach durch die Handlung, glaube ich.

    Direkt weiter lesen kann ich - leider - nicht, da ich die Folgebände noch nicht hier habe. Überraschenderweise sind die auf Thalia pro Buch fast 5 € billiger gewesen, als auf Amazon, dafür musste ich aber leider 2 bis 3 Wochen Lieferzeit in Kauf nehmen. Also werde ich auf die beiden Schätzchen bis Ende Mai warten müssen. Ansonsten hätte ich mich wirklich sofort in den 2. Teil gestürzt!

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  3. Kennst du die House of Comarré Reihe von ihr auch? Vom ersten Band war ich hin und weg, aber leider habe ich mit den Fortsetzungen zu lange gewartet :( gekauft hatte ich sie sofort, nur nicht gelesen und als ich das nachholte, war der Reiz für mich weg und es gab zu viele Wiederholungen und zu wenige Entwicklungen.

    Dennoch reizt mich nach deiner Rezi "House of the Rising Sun". Kann es sein, dass es sich hier um eine Spin Off Reihe handelt? New Orleans als Schauplatz und die verschiedenen Wesen würden fast zur anderen Reihe passen. In einem der Bände dort gab es mal einen Ortswechsel nach New Orleans. Ich werde mal abwarten was du zur Protagonistin und ihrer Entwicklung in den späteren Bänden sagst und sonst hole ich mir die Bücher vielleicht doch noch ;)
    Liebe Grüße, Melli

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    1. Von der House of Comarré-Reihe habe ich gehört und sie auch auf meine Wunschliste gesetzt, aber ich will erstmal schauen, wie die Crescent City-Reihe mir insgesamt so gefällt und entscheide dann, ob ich die andere auch anlese :).

      Es ist kein Spin Off im engen Sinne, aber Augustine ist man wohl in einem der späteren Comarré-Bände schonmal begegnet, wenn ich das richtig verstanden habe und Chrysabelle kommt ganz kurz auch vor in HotRS, hat aber (bis jetzt) keinerlei tragende Rolle :) Es ist also zumindest dieselbe Welt.

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    2. Ah, es ist also doch die gleiche Welt. In der House of Comarré Reihe stehen halt die Vampire im Vordergrund und Vampirreihen gibt es ja leider zur Genüge. Die Feen hören sich da tatsächlich interessanter an.

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    3. Was genau in den Comarré Bänden los ist, weiß ich ja nicht, aber ich war zumindest hier bei House of the Rising Sun ganz begeistert, dass die Vampire mal nicht die "Guten" sind *lach* Davon habe ich momentan auch genug!

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