Dragon Love 2: Manche lieben’s heiß von Katie MacAlister
Die ersten Worte:
"Man sollte doch meinen, dass in Ungarn das Problem des Passivrauchens bekannt ist, meinst du nicht? Ich habe auf der Fahrt vom Flughafen mindestens dreißig Prozent meiner Lungenkapazität verloren."
- Enthält Spoiler zu Band 1 „Feuer und Flamme für diesen Mann“! -
Inhalt:
Aisling Grey – Hüterin, Gefährten eines Wyvern und
Dämonenfürstin – ist mit ihrem Dämonenhund Jim nach Budapest gereist, da dort
die KOHTZ stattfindet, eine Konferenz für Mitglieder der Anderswelt. Sie will
sich dort unbedingt eine Mentorin suchen, um als Hüterin ausgebildet zu werden.
Doch kaum dort angekommen, reiht sich eine Katastrophe an
die nächste: Man versucht ihr gleich am Flughafen das Amulett zu stehlen,
welches sie in Budapest übergeben soll. Und dann ist Drake, ihr – angeblicher –
Gefährte und Wyvern der grünen Drachen, auch noch dort und bringt ihre
komplette Gefühlswelt erneut durcheinander, obwohl sie nichts mehr mit ihm zu
tun haben will.
Und genauso chaotisch geht es weiter: nicht nur fällt es ihr
als Dämonenfürstin schwer, eine Mentorin zu finden; sondern auch ihre
Anwesenheit bei der stattfindenden Friedenskonferenz der Drachen scheint enorm
wichtig zu sein (obwohl Drake sie doch einfach nur in Ruhe lassen soll!). Und
dann werden auch noch zwei Hüterinnen ermordet und man verdächtigt Aisling,
damit zu tun zu haben, so dass sie erneut ermitteln muss, während sie zunehmend
die Finger nicht von Drake lassen kann…
Meinung:
Da wo Katie MacAlister und Aisling im vorherigen Band
aufgehört haben, machen sie hier direkt weiter. Aisling stolpert von einem
Fettnäpfchen ins nächste und wird dabei gewohnt sarkastisch von ihrem Dämon Jim
begleitet.
Wegen all der kleinen und großen Bedrängnisse, in die sie
gerät, war auch dieser Band der Reihe wieder voll von scheinbar auswegslosen
Situationen, durch die sich Aisling trotzdem irgendwie hindurchgeschlagen hat.
Das macht einen großen Teil der Spannung aus, denn manchmal sind die mehr oder
weniger guten Lösungsansätze doch sehr abenteuerlich.
Die Sache mit dem Mordfall, in den sie verwickelt sein soll,
hatten wir allerdings schon im letzten Buch und das sollte lieber nicht zur
Gewohnheit für jeden Band werden, denn ein wenig einfallslos wirkte das anfangs
schon. Wieder wett mach die Autorin das dadurch, dass sie geschickt bis zum
Ende den Verdacht auf alle möglichen Personen fallen lässt – nur nicht auf den,
der es dann am Schluss auch war. Dadurch ergeben sich einige unerwartete
Wendungen, die wirklich Spannung in die Geschichte bringen.
Aisling selbst ist und bleibt ungeschlagene Chaos-Queen,
lässt sich durch nichts entmutigen, kann ihre vorwitzige Klappe einfach nicht
halten und macht die Geschichte zusammen mit ihrem Neufundländer Jim wieder
genauso witzig, wie man sie aus Band 1 kennt. Diesmal ist sie allerdings noch
eine Spur sprunghafter, wenn man mich fragt, und das kann schon mal ein wenig
nervig sein, wenn sie sich dadurch noch tiefer reinreitet…
Auch das Hin und Her mit Drake ist hier wieder
allgegenwertig: nachdem sie sich am Ende des letzten Bandes von ihm trennt,
sind sie nach kaum hundert Seiten schon wieder beinahe zusammen und schwören
sich kurz darauf den Treueschwur. Das gab der Geschichte zusätzliche Würze, ist
aber so schnell und so früh im Buch nicht zu erwarten gewesen (oder vielleicht
doch, denn Aisling ist ja doch sehr unberechenbar, was eigentlich gerade Spaß
macht). Jedenfalls wäre das ja auch in Ordnung gewesen, wenn sie im Laufe des
Buches nicht schon wieder an ihrem Gefährten zweifeln würde…
Ein Wiedersehen gibt es hier mit René, der ja bereits im
ersten Band eine recht wichtige Rolle einnahm und Aisling auch nun wieder zur
Seite steht. Zusätzlich führt MacAlister einige neue Figuren ein, die sich
wieder aufteilen in die Giftziegen, die Aisling feindlich gesinnt sind, und in
Freunde, die uns erhalten bleiben werden. Jeder Nebencharakter trägt zur
Geschichte bei und provoziert den ein oder anderen Lacher mit seiner ganz speziellen,
durchgeknallten Art.
Katie MacAlisters Schreibstil bleibt locker und angenehm zu
lesen, er trägt über die Seiten, wodurch die Bücher sehr unterhaltsam und
kurzweilig erscheinen, so dass man seinen Spaß damit haben wird.
Fazit:
Nicht ganz so gut, wie der erste Band, aber immer noch sehr
unterhaltsam und humorvoll. Aisling muss sich wieder mit vielen Widrigkeiten
herumschlagen und wird dabei tatkräftig vom unvergleichlichen Jim unterstützt.
Wer sich ein paar Stunden amüsieren und dabei auch noch ordentlich lachen will,
dem kann ich die Bücher nur empfehlen, die definitiv nach der Reihenfolge
gelesen werden sollte!
4,5 von 5 Buchwelten.
Buchinformationen:
Broschiert: 327 SeitenVerlag: Lyx (15. Juli 2009)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3802581504
ISBN-13: 978-3802581502
Originaltitel: Fire me up (Aisling Grey)
Preis: 9,95 €
Reihe: Teil 2 von 4 der "Dragon Love"-Reihe
- Feuer und Flamme für diesen Mann
- Manche lieben's heiß
- Rendezvous am Höllentor
- Höllische Hochzeitsglocken (Abschlussband)
Zur Autorin:
Katie MacAlister begann ihre Karriere als Schriftstellerin mit einem
Sachbuch über Software. Da sie darin jedoch weder witzige Dialoge noch
romantische Szenen unterbringen durfte, beschloss sie, von nun an nur
noch Liebesromane zu schreiben. Seither sind zahlreiche Romane aus ihrer
Feder erschienen, die regelmäßig die internationalen Bestsellerlisten
stürmen.
Katies Webseite: www.katiemacalister.com
Katies Webseite: www.katiemacalister.com
Quellen: Autorin, Buchinformationen, Cover








