Dienstag, 31. Juli 2012

Rezension "Dragon Love 2: Manche lieben's heiß" (Katie MacAlister)


Dragon Love 2: Manche lieben’s heiß von Katie MacAlister

Die ersten Worte:
"Man sollte doch meinen, dass in Ungarn das Problem des Passivrauchens bekannt ist, meinst du nicht? Ich habe auf der Fahrt vom Flughafen mindestens dreißig Prozent meiner Lungenkapazität verloren."

- Enthält Spoiler zu Band 1 „Feuer und Flamme für diesen Mann“! -

Inhalt:
Aisling Grey – Hüterin, Gefährten eines Wyvern und Dämonenfürstin – ist mit ihrem Dämonenhund Jim nach Budapest gereist, da dort die KOHTZ stattfindet, eine Konferenz für Mitglieder der Anderswelt. Sie will sich dort unbedingt eine Mentorin suchen, um als Hüterin ausgebildet zu werden.
Doch kaum dort angekommen, reiht sich eine Katastrophe an die nächste: Man versucht ihr gleich am Flughafen das Amulett zu stehlen, welches sie in Budapest übergeben soll. Und dann ist Drake, ihr – angeblicher – Gefährte und Wyvern der grünen Drachen, auch noch dort und bringt ihre komplette Gefühlswelt erneut durcheinander, obwohl sie nichts mehr mit ihm zu tun haben will.
Und genauso chaotisch geht es weiter: nicht nur fällt es ihr als Dämonenfürstin schwer, eine Mentorin zu finden; sondern auch ihre Anwesenheit bei der stattfindenden Friedenskonferenz der Drachen scheint enorm wichtig zu sein (obwohl Drake sie doch einfach nur in Ruhe lassen soll!). Und dann werden auch noch zwei Hüterinnen ermordet und man verdächtigt Aisling, damit zu tun zu haben, so dass sie erneut ermitteln muss, während sie zunehmend die Finger nicht von Drake lassen kann…

Meinung:
Da wo Katie MacAlister und Aisling im vorherigen Band aufgehört haben, machen sie hier direkt weiter. Aisling stolpert von einem Fettnäpfchen ins nächste und wird dabei gewohnt sarkastisch von ihrem Dämon Jim begleitet.

Wegen all der kleinen und großen Bedrängnisse, in die sie gerät, war auch dieser Band der Reihe wieder voll von scheinbar auswegslosen Situationen, durch die sich Aisling trotzdem irgendwie hindurchgeschlagen hat. Das macht einen großen Teil der Spannung aus, denn manchmal sind die mehr oder weniger guten Lösungsansätze doch sehr abenteuerlich.
Die Sache mit dem Mordfall, in den sie verwickelt sein soll, hatten wir allerdings schon im letzten Buch und das sollte lieber nicht zur Gewohnheit für jeden Band werden, denn ein wenig einfallslos wirkte das anfangs schon. Wieder wett mach die Autorin das dadurch, dass sie geschickt bis zum Ende den Verdacht auf alle möglichen Personen fallen lässt – nur nicht auf den, der es dann am Schluss auch war. Dadurch ergeben sich einige unerwartete Wendungen, die wirklich Spannung in die Geschichte bringen.

Aisling selbst ist und bleibt ungeschlagene Chaos-Queen, lässt sich durch nichts entmutigen, kann ihre vorwitzige Klappe einfach nicht halten und macht die Geschichte zusammen mit ihrem Neufundländer Jim wieder genauso witzig, wie man sie aus Band 1 kennt. Diesmal ist sie allerdings noch eine Spur sprunghafter, wenn man mich fragt, und das kann schon mal ein wenig nervig sein, wenn sie sich dadurch noch tiefer reinreitet…
Auch das Hin und Her mit Drake ist hier wieder allgegenwertig: nachdem sie sich am Ende des letzten Bandes von ihm trennt, sind sie nach kaum hundert Seiten schon wieder beinahe zusammen und schwören sich kurz darauf den Treueschwur. Das gab der Geschichte zusätzliche Würze, ist aber so schnell und so früh im Buch nicht zu erwarten gewesen (oder vielleicht doch, denn Aisling ist ja doch sehr unberechenbar, was eigentlich gerade Spaß macht). Jedenfalls wäre das ja auch in Ordnung gewesen, wenn sie im Laufe des Buches nicht schon wieder an ihrem Gefährten zweifeln würde…

Ein Wiedersehen gibt es hier mit René, der ja bereits im ersten Band eine recht wichtige Rolle einnahm und Aisling auch nun wieder zur Seite steht. Zusätzlich führt MacAlister einige neue Figuren ein, die sich wieder aufteilen in die Giftziegen, die Aisling feindlich gesinnt sind, und in Freunde, die uns erhalten bleiben werden. Jeder Nebencharakter trägt zur Geschichte bei und provoziert den ein oder anderen Lacher mit seiner ganz speziellen, durchgeknallten Art.

Katie MacAlisters Schreibstil bleibt locker und angenehm zu lesen, er trägt über die Seiten, wodurch die Bücher sehr unterhaltsam und kurzweilig erscheinen, so dass man seinen Spaß damit haben wird.

Fazit:
Nicht ganz so gut, wie der erste Band, aber immer noch sehr unterhaltsam und humorvoll. Aisling muss sich wieder mit vielen Widrigkeiten herumschlagen und wird dabei tatkräftig vom unvergleichlichen Jim unterstützt. Wer sich ein paar Stunden amüsieren und dabei auch noch ordentlich lachen will, dem kann ich die Bücher nur empfehlen, die definitiv nach der Reihenfolge gelesen werden sollte!

4,5 von 5 Buchwelten. 
Buchinformationen:
Broschiert: 327 Seiten
Verlag: Lyx (15. Juli 2009)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3802581504
ISBN-13: 978-3802581502
Originaltitel: Fire me up (Aisling Grey)
Preis: 9,95 €
Reihe: Teil 2 von 4 der "Dragon Love"-Reihe
Kaufen bei amazon.de oder thalia.de 

Aus der Reihe "Dragon Love":
  1. Feuer und Flamme für diesen Mann
  2. Manche lieben's heiß
  3. Rendezvous am Höllentor
  4. Höllische Hochzeitsglocken (Abschlussband)
Zur Autorin:
Katie MacAlister begann ihre Karriere als Schriftstellerin mit einem Sachbuch über Software. Da sie darin jedoch weder witzige Dialoge noch romantische Szenen unterbringen durfte, beschloss sie, von nun an nur noch Liebesromane zu schreiben. Seither sind zahlreiche Romane aus ihrer Feder erschienen, die regelmäßig die internationalen Bestsellerlisten stürmen.
Katies Webseite: www.katiemacalister.com

1 Kommentar:

  1. Danke für die tolle Rezi!
    Das ist noch so eine Reihe die ich gern lesen würde.
    Schlimm, dass man so wenig Zeit für soviele gute Bücher hat.

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