Freitag, 27. Juli 2012

Film: John Carter - Zwischen zwei Welten

John Cater - Zwischen zwei Welten
mit Taylor Kitsch, Willem Dafoe und Lynn Collins


Inhalt:
John Carter glaubt, alles schon erlebt, alles schon gesehen zu haben. Doch auf mysteriöse Weise findet er sich plötzlich auf dem Planeten Barsoom wieder. So gerät er in einen Konflikt epischen Ausmaßes zwischen Stämmen und Kulturen, die sich bekriegen und damit ihren eigenen Untergang heraufbeschwören. Von unbekannten Gefahren bedroht und unglaublichen Eindrücken überwältigt, begegnet er auf seiner abenteuerlichen Odyssee durch eine Welt am Rande des Zusammenbruchs dem charismatischen Anführer Tars Tarkas und der schönen, kämpferischen Prinzessin Dejah, die ihn schnell in ihren Bann zieht. Das Überleben der Bewohner von Barsoom liegt in seinen Händen und er muss für den Frieden unter den Völkern kämpfen, um diese Welt vor dem Untergang zu retten.

Meinung:
Ach herjee!
Also dieser Film war einfach nur too much.
Erwartet hatte ich von diesem Film ein bisschen gute Unterhaltung mit Fantasy und Action. Bekommen habe ich das vielleicht sogar, aber einfach absolut überladen und dadurch an einigen Stellen unfreiwillig komisch.
Ich fühle mich bei der Beschreibung dieses Films dazu genötigt, das Wort "abgespaced" zu benutzen. Da wird der gute John mal fix auf den Mars (von den Bewohnern Barsoom genannt) gebeamt und springt und fliegt dort erstmal umher und auf die Nase, weil die neue Schwerkraft den Marsboden für ihn zur Hüpfburg werden lässt. Mit dieser Springerei wird er auch für den Rest des Films nicht mehr aufhören. Da hopst er scheinbar kilometerweit und pflückt mehrfach die fallende Prinzessin vom Himmel - und ich liege am Boden und kugle mich vor lachen, weil das einfach nur ... blöde aussieht ...
Und dann diese komischen - und hässlichen - "Tiere", die sie auf dem Mars haben, die sind einfach etwas zu viel des Guten. Die Idee von den grünen "Ausserirdischen", einem neutralen Stamm auf Barsoom, fand ich derweil ja noch ganz akzeptabel, aber was die beiden gegnerischen Parteien anging, beschränkte man sich wieder ganz langweilig auf die menschliche Spezies mit ein bisschen hübscher Schnörkel-Kriegsbemalung und - was für eine neuartige Idee! - blauem Blut.
Auch sonst war die Welt reichlich pompös mit seltsamen Himmelsgefährten, die mich an Indianerkunst erinnerten, und alles vernichtenden Strahlenwaffen ausgestaltet, während die Landschaft meist ganz trist daherkam.
Allein die Charaktere konnten mich einigermaßen überzeugen, denn John macht da eine ganz anständige und nachvollziehbare Wandlung durch, während er sich verliebt, auch wenn das alles wieder höchst vorhersehbar ist - aber das sei dem Film verziehen.
Recht spannend haben es die Filmmacher auch gemacht, da das Ende mir doch recht gut gefiel und einige Aspekte vom Anfang erst mit der Zeit aufgeklärt werden, wodurch man am Film hängen bleibt und ihn doch bis zum Ende durchhält.
Ein zweites Mal muss ich den Film dann aber doch nicht sehen, denn alles in allem hatte ich da wirklich ein wenig mehr erwartet... Beim nächsten Mal vielleicht ein paar überdrehte Ideen weniger, dann klappt das auch wieder!



Quelle: Filmcover, Inhalt

Kommentare:

  1. Passenderweise habe auch ich den Film vor ein paar Tagen angeschaut. Mir persönlich hat er zum Ende hin immer besser gefallen. Die Tiere gut sind geschmackssache, aber diesen komischen "Hund" der so super schnell ist, den hätte ich schon gerne :) Auch wenn ein paar Nummern kleiner reichen würde *grins*
    John fand ich persönlich symathisch und habe ihn gerne bei der Entwicklung zugeschaut. Das mit dem gespringe fand ich schön. Ich glaube die Komik ist auch absicht - ist schließlich Disney und soll vielleicht somit den jüngeren Zuschauern näher gebracht werden. Wer weiß. Mir hat der Film gefallen.

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    1. Zugegebenermaßen war dieser Hund tatsächlich irgendwie nicht schlecht, auch wenn er ein bisschen nach einem breitgedrückten E.T. aussieht.
      Ich sage ja auch nicht, dass mir John unsympatisch war - im Gegenteil, die Charaktere konnten mich ja noch am ehesten überzeugen, wie gesagt.
      Ich habe einfach gesehen, dass Disney solche Sachen besser kann - siehe z.B. "Prince of Persia", da war auch Komik dabei, aber die erschien mir irgendwie "echter"...
      Filme sind ja außerdem auch immer Geschmackssache ;).

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    2. Das war auch keineswegs als Kritik gemeint, sondern nur meine Meinung dazu.

      Ja der vergleich mit dem platt-gedrücktem E.T. passt *grins*

      Ich muss gestehen Prince of Persia habe ich nie gesehen. Habe ich da was verpasst?

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    3. Ich hab es auch nicht als Kritik aufgefasst ;D.

      Also meiner Meinung nach hast du da schon was verpasst. "Prince of Persia" hat mir wie gesagt viel besser gefallen, als "John Carter" und es wartet ebenso mit sympatischen Charaktern und einer recht schönen Liebesgeschichte auf, wie "John Carter" und dazu ist mir die persische Welt viel echter und glaubwürdiger vergekommen als Barsoom...
      Vielleicht solltest du mal reinschnuppern ;).

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    4. Ich habe John Carter noch nicht gesehen (obwohl ich gern will), aber zu Prince of Persia kann ich nur sagen: Ich war soooo überrascht. Hatte überhaupt keine Erwartungen und fand den Film dann richtig klasse. Hätte nie gedacht, dass er mir so gut gefällt. Ich muss den unbedingt nochmal gucken, denn obwohl ich ihn gemocht hab, hab ich viel wieder vergessen. Wär doch echt ein Grund, ihn nochmal zu sehen. :) Hmm... Da hätte ich jetzt gerade sehr Lust drauf!

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  2. Ich möchte den Film unbedingt (!) sehen, obwohl mir schon länger klar ist, dass er ... gewöhnungsbedürftig sein dürfte. Macht nix! Irgendwas fixt mich an.

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