Montag, 31. Oktober 2011

Lesestatistik Oktober und Neuheiten November 2011

Hallöchen, ihr Lieben!
Durch die Herbstferien kam ich im Oktober mal wieder ein bisschen mehr zum lesen, während ich mich gleichzeitig mit dem Neukauf zurückgehalten habe. Mein SuB dankt es mir eindeutig. Ich bin unter die 35 ungelesenen Bücher gekommen. Man möchte es nicht glauben, dass hab ich das ganze Jahr noch nicht geschafft.
Es war ein sehr schöner Lesemonat, wie man unzweifelhaft auch an meinen Bewertungen erkennen kann... das hatte ich ja noch nie, dass kein Buch schlechter als 4,5 Sterne war. Mal schauen, ob das so weitergeht.

Gelesen: 8
Adrian, Lara - Gejagte der Dämmerung (4,5/5 Sterne)
Anouilh, Jean - Antigone
Gier, Kerstin - Rubinrot (4,5/5 Sterne)
Gier, Kerstin - Saphirblau (4,5/5 Sterne)
Gier, Kerstin - Smaragdgrün (5/5 Sterne)
Meyer, Kai - Arkadien fällt (5/5 Sterne)
Singh, Nalini - Fesseln der Erinnerung (4,5/5 Sterne)
Singh, Nalini - Magische Verführung (4,5/5 Sterne)

Gelesene Seiten: 2846

Begonnen: 0

Abgebrochen: 0 

Gekauft: 2
Meyer, Kai - Arkadien 3: Arkadien fällt
Singh, Nalini - Magische Verführung

Challenges:
Seiten zähl-Challenge:
Gelesene Seiten: 2846
Insgesamt: 20.938/18.000 (Seiten zähl-Challenge)

Der Serie hinterher:
Gier, Kerstin - Rubinrot (4,5/5 Sterne)
Gier, Kerstin - Saphirblau (4,5/5 Sterne)
Gier, Kerstin - Smaragdgrün (5/5 Sterne)
Singh, Nalini - Fesseln der Erinnerung (4,5/5 Sterne) 

SuB: 32

Im November:
... stehen 10 Klausuren an. Meine Güte, ich will lieber gar nicht drüber nachdenken.
Was also bedeutet, dass ich eher mit der Lektüre von Schulbüchern und Heftern beschäftigt sein werde, als das ich Bücher durchschmökern kann.
Trotzdem hoffe ich auf ein paar hässliche, düstere, nasskalte Novemberabende (die es zweifellos geben wird), an denen ich nichts zu tun habe und mit einem Tässchen Tee und einem Buch auf dem Sofa faulenzen kann.

Der November bringt diese Neuerscheinungen: 

Aiken, G. A. - Dragon Fire (bereits erhältlich)
Brook, Meljean – Die Eiserne See Band 1: Wilde Sehnsucht (bereits erhältlich)
Condie, Ally - Crossed (erscheint am 01.11.)
Davidson, Mary Janice – Zum Teufel mit Vampiren (bereits erhältlich)
Derting, Kimberly - The Pledge (erscheint am 15.11.)
Elkeles, Simone -  Du oder der Rest der Welt (erscheint am 09.11.)
Fitzpatrick, Becca - Bis das Feuer die Nacht erhellt (erscheint am 09.11.)
Habel, Lia - Dark Love
Kenin, Eve – Dark Future: Herz aus Eis (bereits erhältlich)
Singh, Nalini – Gilde der Jäger Band 3: Engelsblut (bereits erhältlich) 
Ward, J. R. - Black Dagger 17: Vampirschwur (erscheint am 09.11.)


Im November sind wieder einige tolle Bücher dabei - ich hoffe schwer, dass ich trotz meiner Sparpläne (schließlich ist in weniger als 2 Monaten schon wieder Weihnachten! Herjee, die Zeit vergeht...) wenigstens einige davon erstehen können werde.
Besonders freue ich mich natürlich auf "Engelsblut", meine Obsession für Nalini Singhs Bücher kennt man von mir ja bereits *lach*. Gleich danach muss ich mir natürlich "Du oder der Rest der Welt" antun und hoffe doch schwer, dass es wieder so schön wird, wie Band 1.
Außerdem steht "Dark Love" recht weit oben auf meiner Einkaufsliste, auch wenn ich das englische Cover mal wieder um einiges schöner finde... Momentan tue ich mich aber ein bisschen schwer mit englischen Büchern, weil ich keine Lust auf fremdsprachige Lektüre habe.
Noch nicht so sicher bin ich mir, was ich mit "Crossed" mache. Eigentlich würde ich ziemlich gerne lesen, wie es mit Cassia und Ky weitergeht, aber da ich Band 1 nun schon auf Deutsch habe, werde ich wohl warten, bis es Ende Januar auch in Deutschland erscheint.
Der neue Black Dagger wird wohl hingegen erstmal warten müssen, da ich den wohl eh nicht lesen, bevor nicht der 18. Band auch erschienen ist und ich die Geschichte komplett lesen kann. 

Sonntag, 30. Oktober 2011

Vielerlei: Mailwahnsinn

Hallöchen, ihr Lieben!
Auch diese Woche gibt es keinen Regalzuwachs zu verzeichnen. Wirklich sehr artig *sich selbst auf die Schulter klopft*.
Das ist für mich aber bekanntlich noch lange kein Grund, den allsonntäglichen Post ausfallen zu lassen, da es ja den Senf zum Sonntag gibt.

Leider hat der heute auch kein so erquickliches Thema.
Ich muss mich heute mal ein bisschen über zwei Mails auslassen, die bei mir im Blog-Mail-Postfach landeten.
Ich freue mich wirklich immer, wenn jemand mir eine liebe Mail zukommen lässt, mich irgendetwas fragt oder einfach nur kund tut, dass er meinen Blog gerne liest. Das ist wirklich jedes Mal eine Bestätigung für mich und ich antworte dann auch wirklich sehr gern - auch wenn's oft etwas länger dauert.

Aber diesen Monat gab es immer mal wieder eine Mail, über die ich nur den Kopf schütteln kann. Und weil ich sowas nicht unbedingt wieder lesen möchte, hier für alle, was ich von sowas halte:

Fall Nr. 1: Gerade eben beim Stöbern habe ich es wieder bei Irina gelesen (und muss ihr eindeutig zustimmen): die vielen Kommentare, die neuerdings die Blogs heimsuchen und die nicht mehr als ein "Es ist schön hier"/"Dein Blog ist toll"/"Tolle Rezension" enthalten und darunter ein "Komm mich doch besuchen auf http//www.und-so-weiter.de". Am besten noch mit dem Zusatz, man solle doch Leser werden. Gab es bei mir auch schon, hab ich aber einfach höflich ignoriert.
Wenn das jetzt aber auch noch per Mail losgeht, dann reicht es selbst mir.
So hatte ich gerade diese Woche eine Mail im Postfach, die mich aufforderte, mir doch bitte mal den Blog sowieso anzuschauen und als Leser den Blog zu unterstützen.
Ich glaube es geht nicht nur mir so, dass ich mir andere Blogs gerne anschaue und reinlese, aber ob ich Leser werden will oder nicht, dass entscheide ich schon ganz gern allein. Und solche Mails, in denen man schon fast dazu genötigt wird, die lassen nicht unbedingt Sympathie bei mir aufkeimen.

Und zu den ganzen Kommentaren generell, in denen es bloß ums Leser-Haschen geht: Sowas stößt mich und sicherlich auch einige andere eher ab. Wenn ich auf anderen Blogs auf interessante Kommentare stoße und möchte mich nach neuen Blogs umsehen, dann komme ich auch so darauf, mal zu schauen, ob hinter den Kommentaren interessante Blogger stehen. Andernfalls interssiert es mich sowieso nicht, egal wo ich es lese.

Da drängt sich mir die Frage auf: Wird bloß noch gebloggt, um möglichst viele Leser zu haben?
Natürlich ist das ein Teil der Motivation. Man schreibt ja nicht nur für sich, sonst bräuchte man es ja nicht öffentlich machen. Aber trotzdem sind möglichst viel Leser in möglichst kurzer Zeit doch nicht alles! Wenn alle nur einmal auf die Seite schauen und Leser werden und dann aber nie wiederkommen, das bringt doch null komma gar nichts!


Fall Nr. 2 schließt sich schon fast an Nr. 1 an. In dieser Mail fragte mich eine Bloggerin, die erst seit knapp 2 Monaten dabei ist, ob ich nicht ihren Blog bei mir vorstellen könnte, damit sie mehr Leser bekommt. Ich habe mir dann ihren Blog mal angesehen - grundsätzlich unterstütze ich andere ja gerne...
Und was habe ich da gesehen? Der Blog hatte nach weniger als 2 Monaten schon mehr als 40 Leser.
Leute, da fasse ich mir doch an den Kopf! Nach 2 Monaten hatte ich vielleicht gerade - voller Freude - die 15 oder 20 Leser geschafft, wenn überhaupt! Und da beschwert sie sich, sie habe bei 40 Lesern nicht genug und brauche unbedingt mehr? Als ich damals 40 Leser zusammen hatte, da habe ich mich wie der große Gewinner gefühlt. Und noch heute bin ich erstaunt und froh über jeden meiner mittlerweile schon über 210 Leser und kann es kaum glauben! Und ich habe dazu keine solchen Kommentare oder Mails gebraucht. Und im übrigen auch keine Gewinnspiele, deren Bedingung es war, Leser zu werden und Werbung zu machen, um gewinnen zu können ;) (Und JA, das sollte eine unterschwellige Kritik sein - auch wenn das jeder für sich wissen muss...).
Ich habe mir meine Leser erarbeitet, durch sinnvolle Posts und sinnvolle Kommentare bei anderen - auch wenn es natürlich länger dauert, erstmal einen Post zu lesen und sich dann was Konstruktives zum Thema einfallen zu lassen - ich geb's ja zu!
Um also das Missverständnis aufzuklären: Meine Leser sind mir nicht zugeflogen - vor allem nicht Anfangs ;). Es heißt ja nicht umsonst, dass jeder Anfang schwer ist...

Und am Rande noch eine Bemerkung zu einer Mail, in der ich gefragt wurde, ob ich meine gelesenen Bücher verkaufe.
Defintiv nein! Alle, die ich loswerden will, stehen bei den Heimatlosen Büchern aufgelistet. Die anderen sind meine; ich hab da nämlich die Neurose, minutenlang vor meinen Regalen zu stehen und mir meine Sammlung anzuschauen und auch mal ein Buch rauszunehmen und nochmal reinzuschmökern... ;)

Freitag, 28. Oktober 2011

Rezension "Arkadien fällt" (Kai Meyer)


Zufälle gibt’s…: Vor einem Jahr gab es die Rezension zu „Arkadien brennt“ und genau ein Jahr später nun die zum Nachfolger "Arkadien fällt":

Arkadien 3: Arkadien fällt von Kai Meyer

- kann Spoiler zu Band 1 "Arkadien erwacht" und Band 2 "Arakdien brennt" enthalten -

Die ersten Worte:
„Wären wir Narben, dann wären unsere Erinnerungen die Fäden, die uns zusammenhalten. Du kannst sie nicht zerschneiden. Wenn du das tust, dann reißt es dich entzwei.“

Inhalt:
In Ruhe wollen Rosa und Alessandro ihren Freund Fundling beerdigen, doch selbst auf dem Friedhof werden sie überwacht, denn obwohl es nur eine kleine Trauergemeinde ist, tauchen die Richterin Quattrini und ihre Leibwächter auf dem Friedhof auf.
Die Richterin will sich mit Rosa und Alessandro treffen und trotz Alessandros Zweifeln fahren die beiden zum Treffpunkt. Kaum hat die Unterhaltung begonnen, kommt es zu einem Angriff durch Harpyien, Gestaltwandlereulen, die die Richterin ermorden. Rosa und Alessandro bleiben unverletzt, wissen aber, dass sie nun als Mörder der Richterin gesucht werden, da sie mit der Richterin allein waren.
Es beginnt eine Verfolgungsjagd auf die beiden, denn nicht nur die Polizei sucht sie nun, sondern auch ihre eigenen Familien haben sich gegen die beiden verbündet und ihnen die Harpyien auf den Hals gehetzt, um ihre capi loszuwerden.
Zu allem Überfluss steht auch der Hungrige Mann kurz davor, wiederzukehren, der mit Rosas und Alessandros Hilfe wieder zum capo dei capi und Anführer der Arkadier aufsteigen will – doch gefangen genommen werden sie schließlich von jemand ganz anderem…

Meinung:
In „Arkadien fällt“ taucht man nun ein letztes Mal in Rosas und Alessandros sizilianische Welt der Mafia und Arkadier ein und fühlt sich dort sofort wieder so zu Hause, wie in den beiden Vorgängerbänden.

Immer wieder mal kommt dabei ganz schön ins Grübeln, da es bei mir schon ein Jahr her ist, dass ich „Arkadien brennt“ gelesen habe, weswegen mir Begriffe wie TABULA, Thanassis, Stabat Mater oder der Hungrige Mann erstmal nicht mehr so ganz geläufig waren. Das meiste klärte sich aber im Laufe der Handlung von selbst, weil man sich an immer mehr Dinge zurückerinnert und auf den Rest kommt man dann auch so wieder.
Die Spannung in diesem Band der Arkadien-Triologie erschien mir aber eindeutig als der Spannendste, denn durch die Flucht, die Rosa und Alessandro antreten müssen und die Verfolger, die sie abschütteln müssen, wird es ganz und gar nicht langweilig. In diesem Band geht es auch zur Sache, was die Action angeht, denn nach der Art der Mafia gibt es eine Menge Schießereien und die beiden müssen einiges wagen, um heil davonzukommen. Es geht außerdem auch wesentlich blutiger zu, als in den Vorgängerbänden. Wichtig war mir dabei, dass trotz allem weder Rosa noch Alessandro die Skrupel verloren und begonnen haben, aus Eigennutz zu töten.
Getragen wurde die Spannung außerdem auch von den vielen Wendungen, die die Geschichte an unerwarteten Stellen nahm.

Rosa und Alessandro bleiben weiterhin willensstark und authentisch, sie halten zusammen, obwohl sie bei weitem nicht immer derselben Ansicht sind. Trotz der oft krassen Maßnahmen, sie sie ergreifen müssen, um auf ihrer Flucht zu überleben, werden sie nicht skrupellos oder überheblich. Sie sind sich bewusst, dass Mord ihr letztes Mittel bleiben muss.
Man merkt aber deutlich, dass die beiden sich weiterentwickelt haben und nicht mehr die naiven Teenager aus „Arkadien erwacht sind“. Als capi kennen sie den Preis, den sie für ihren Reichtum zahlen. Sie spüren die Last, die auf ihren Schultern liegt und handeln wesentlich verantwortungsvoller.

Wie es sich für einen Abschlussband gehört, kommt man in Bezug auf alle offenen Fragen auf seine Kosten. Es wird Licht ins Dunkel gebracht, was die Abstammung der Arkadier und die Verbindung mit den alten Mythen abgeht; Rosa findet endlich heraus, wer hinter TABULA steckt und kommt der Wahrheit um ihren Vater auf die Schliche.
Die Geschichte gipfelt dann schließlich in einem dramatischen Showdown, der mir wirklich ein bisschen Herzrasen bereitet hat – wie übrigens einige andere Stellen auch – da Rosa und Alessandro beinahe ums Leben kommen.
Für Spannung und Nervenkitzel war also eindeutig gesorgt, weswegen ich sehr froh war, dass die Beziehung zwischen Rosa und Alessandro nicht auch noch auseinandergepflückt wurde. Es wird ja in solchen Geschichten immer gerne noch mal ein Keil zwischen die Hauptcharaktere getrieben, was dann oftmals wirklich anstrengend wird. Ich bin über jede Geschichte froh, in der man keine spektakulären Streitereien und Trennungen braucht, um Drama in die Handlung zu bringen, sondern das Paar auch gemeinsam auf Abenteuer schicken kann – und so ein Buch ist „Arkadien fällt“.

Fazit:
„Arkadien fällt“ bildet einen fantastischen, spannenden Abschluss der Triologie, in dem alle Fäsen zusammenlaufen. Rosa und Alessandro sind erwachsen geworden; gemeinsam stellen sie sich ein letztes Mal ihren Widersachern und decken die Geheimnisse um die Arkadier auf.

 5 von 5 Buchwelten.
Buchinformationen:
Gebundene Ausgabe: 448 Seiten
Verlag: Carlsen Verlag GmbH; Auflage: 1 (26. September 2011)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3551582033
ISBN-13: 978-3551582034
Preis: 19,90 €
Reihe: Teil 3 von 3 der Arkadien-Triologie
Kaufen bei amazon.de oder thalia.de

Aus der "Arkadien-Triologie":
  1. Arkadien erwacht
  2. Arkadien brennt
  3. Arkadien fällt
Zum Autor:
geboren 1969, studierte Film- und Theaterwissenschaften und arbeitete als Journalist, bevor er sich ganz auf das Schreiben von Büchern verlegte. Er hat inzwischen über fünfzig Titel veröffentlicht, darunter zahlreiche Bestseller, und gilt als einer der wichtigsten Phantastik-Autoren Deutschlands. Seine Werke erscheinen auch als Film-, Comic- und Hörspieladaptionen und wurden in siebenundzwanzig Sprachen übersetzt.
Homepage des Autors: www.kai-meyer.com

Dienstag, 25. Oktober 2011

Rezension "Smaragdgrün" (Kerstin Gier)

Smaragdgrün von Kerstin Gier

- kann Spoiler zu Band 1 „Rubinrot“ und Band 2 „Saphirblau“ enthalten -

Die ersten Worte:
"Das wird eine hässliche Narbe geben", sagte der Arzt, ohne den Kopf zu heben.
Paul lächelte schief. "Na, auf jeden Fall besser als die Amputation, die Mrs Überängstlich hier prophezeit hat."

Inhalt:
Wenn Liebe nur nicht so verdammt weh tun würde! Erst erzählt dieser Lügner Gideon ihr, er wäre in sie verliebt und dann muss sie ausgerechnet vom Grafen von Saint Germain erfahren, dass alles nur eine Manipulation war, um Gwendolyn besser kontrollieren zu können.
Und dann streut er auch noch Salz in Gwens Wunden und will, dass sie Freunde bleiben und sie ihm vertraut!
Am liebsten würde Gwendolyn sich in ihrem Zimmer verkriechen und nie wieder hervorkommen, aber das geht ja leider nicht, da sie ihre Pflichten als Zeitreisende erfüllen muss.
Außerdem muss sie sich auch auf die Suche nach dem versteckten Schatz ihres Großvaters machen, der sich in ihrem eigenen Haus befindet. Unerwartete Hilfe erhält sie dabei vom Butler Mr Bernhard, mit dem sie schließlich eine Holztruhe zu Tage fördert, in der sich etwas befindet, dass Gwens Chancen doch tatsächlich um einiges erhöht, endlich hinter all die Geheimnisse zu kommen.
Zusätzlich besucht sie ein weiteres Mal ihren Großvater, der ihr endlich Material geben kann, aus dem sie sich Aufschluss erhofft, denn es steckt weit Schlimmeres hinter dem Geheimnis um die Vereinigung des Blutes der Zeitreisenden, als gedacht…

Meinung:
Wo die ersten beiden Teile schon toll waren, da hat „Smaragdgrün“ sogar nochmal zugelegt und ist noch einmal besser geworden. Somit ist der Band wirklich zum krönenden Abschluss der Triologie geworden.

Die Spannung ist auch hier von Anfang an hoch, da sie sich durch das Cliffhanger-Ende von Band 2 hält. Und Gier macht es ihren Charakteren auch im letzten Band wieder alles Andere als einfach. Gideon hat nichts besser zu tun, als Gwen zu bitten, Freundschaft und Vertrauen zu ihm aufzubauen, wo er ihr noch einen Tag vorher erzählt hat, er liebt sie. Dementsprechend ist Gwen natürlich sauer auf ihn und versucht in zu meiden, was schwer möglich ist, da sie nach wie vor zusammen auf den Ball in der Vergangenheit müssen, um den Grafen von Saint Germain erneut zu treffen. Und auch die Lösung des Rätsels um das Ergebnis des vereinigten Blutes im Chronografen müssen sich Gwendolyn und ihre Freundin Leslie hart erarbeiten.
Dabei nimmt die Geschichte immer mehr an Fahrt auf, denn die Bedrohung für Gwen und ihre Freunde wird immer größer. Die Wendungen konnte man in einigen Fällen vorausahnen, in anderen Fällen wurde ich aber gänzlich überrascht.

Die Charaktere, die man nun schon eine ganze Weile kennt, entwickeln sich auch in diesem Band nochmals weiter und erhalten nochmals mehr Tiefe.
Gwen, die sich neben all dem Zeitreisekram auch noch mit ihrem Liebeskummer herumschlagen muss, bleibt tapfer und kann sich auch wieder aus ihrem Liebeskummertief herausarbeiten, ohne dass sie ewig herumlamentiert.
Und gerade noch ist man auf Gideon genauso sauer wie Gwen und schon stiehlt er sich doch wieder ins Marzipanleserherz, weil er sich doch tatsächlich im Laufe der Geschichte – Gott sei Dank! – vom Deppen zum Märchenprinz mausert.
Xemerius bleibt weiterhin der vorlaute und freche Wasserspeierdämon, der viel Witz in die Geschichte bringt und einem immer wieder ein Grinsen bis zu einem beherzten Lachen ins Gesicht zaubert und sich trotzdem um Gwendolyn sorgt, auch wenn er das niemals zugeben würde.
Als Gwen dann endlich dem Geheimnis auf die Spur kommt, haben Gideon und sie auch Leslie und Raphael in den Plan einbezogen, wodurch die beiden weiterhin im Fokus blieben.

Die letzten 150 Seiten waren dann gefühlt die schönsten meines Lebens, weil Gwen und Gideon endlich zueinander finden und sich dem Grafen gemeinsam stellen.
Am Ende laufen dann im dramatischen Showdown alle Fäden zusammen, nachdem ich noch mal so richtig schön überrascht wurde. Das Ende der Triologie war dann einfach zum heulen schön – das Happy End haben sich alle Beteiligten auch redlich verdient!

Fazit:
Ein wunderbares Abschlussband für die Edelstein-Triologie, der mich wieder spannend unterhalten hat und mein Marzipanmädchenherz vollkommen berührt und zufrieden gestellt hat. Absolut zu empfehlen. Das Buch und die ganze Reihe sollte man auf keinen Fall verpassen!
5 von 5 Buchwelten.

In diesem Sinne gebe ich mal Kerstin Giers Widmung als Empfehlung weiter:
Für alle Marzipanherzen-Mädchen dieser Welt
(und ich meine wirklich alle Mädchen. Es fühlt sich nämlich immer gleich an, egal ob man 14 Jahre ist oder 41.)
Buchinformationen:
Gebundene Ausgabe: 496 Seiten
Verlag: Arena (8. Dezember 2010)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3401063480
ISBN-13: 978-3401063485Preis: 18,95 €
Reihe: Teil 3 der Edelstein-Triologie
Leseprobe
Kaufen bei amazon.de oder thalia.de

Aus der "Edelstein-Triologie":
  1. Rubinrot
  2. Saphirblau
  3. Smaragdgrün
Zur Autorin:
Kerstin Gier hat sich bereits als Kind nichts sehnlicher gewünscht als Schriftstellerin zu werden. Sie studierte zunächst Betriebspädagogik und Kommunikationspsychologie. Nach dem Diplom und diversen Jobs besann sie sich mit 28 Jahren auf das, was sie bis heute am liebsten macht: das Erfinden von Geschichten. Mittlerweile hat sie erfolgreich zahlreiche humorvolle Frauenbücher geschrieben (erschienen im Lübbe Verlag). 2005 gewann Kerstin Gier den DeLiA-Literaturpreis für Liebesromane deutschsprachiger Autorinnen.
Ihre Jugendbücher "Rubinrot", "Saphirblau" und "Smaragdgrün" sind Stammgäste auf den Bestsellerlisten. Die "Liebe-geht-durch-alle-Zeiten"-Trilogie wird verfilmt und derzeit in mehr als 20 Sprachen übersetzt. Die Autorin lebt heute mit Mann, Sohn und Katzen in einem kleinen Dorf im Bergischen Land.
Homepage der Autorin: www.kerstingier.com

Sonntag, 23. Oktober 2011

Vielerlei: Edelsteine & Musik

Hallöchen, ihr Lieben!
Regalzuwachs gab es diese Woche gar keinen, auch wenn ich genügend Zeit und Gelegenheit gehabt hätte, mir welchen zu besorgen. Ich war also ausnahmsweise mal wieder ein bisschen diszipliniert.
Beinahe wäre ich zwar bei Medimops schwach geworden, weil sie momentan einiges an Büchern recht billig haben, die ich unbedingt noch kaufen will, aber ich hab's mir in letzter Sekunde zu Gunsten meines Kontos anders überlegt, weil bis Weihnachten nur noch 2 Mal Taschengeld und Ähnliches rankommt und ich schon ein paar schöne Weihnachtsgeschenke verschenken will.

Auch ansonsten war die Woche angenehm ruhig und ereignislos. Zwischendurch ein bisschen Gartenarbeit, damit der Garten wintertauglich wird; mit Freunden habe ich mich getroffen und mit meiner Schwester Geburtstag gefeiert.
Und gelesen natürlich. Gott sei Dank hatte ich doch mal Lust, mich mit der Edelstein-Triologie zu beschäftigen! Ich kann es nur immer wieder sagen, ich liebe sie! Gwendolyn ist so eine klasse Heldin und Gideon ist - auch wenn ich ihm immer mal wieder gerne einen überbraten würde - einfach zu verlieben... Und genau deswegen bin ich bei "Smaragdgrün" nun auch schon wieder bei der Hälfte. Ich habe so das Gefühl, ich werde die beiden vermissen, wenn ich Band 3 erstmal zu Ende gelesen habe.

Und da mich diese Woche einige Lieder jeden Tag begleitet haben, und ich momentan kaum irgendwas kann, ohne dabei Musik zu hören, lasse ich die Lieder einfach mal noch ein bisschen für mich sprechen:

  
  
  

Freitag, 21. Oktober 2011

Rezension "Saphirblau" (Kerstin Gier)

Saphirblau von Kerstin Gier

- kann Spoiler zu Band 1 "Rubinrot" enthalten - 
Die ersten Worte:
Es war dunkel in den Gassen von Southwark, dunkel und einsam. Gerüche von Algen, Kloake und totem Fisch lagen in der Luft. Er drückte ihre Hand unwillkürlich fester und zog sie weiter.

Inhalt:
In dem einen Moment küsst Gideon sie und im nächsten benimmt er sich wieder wie der letzte Kotzbrocken. Und überhaupt läuft in Gwendolyns Leben momentan nichts, wie es soll. Vor einigen Tagen dachte sie noch, sie sei ein ganz normales Mädchen und plötzlich ist sie eine Zeitreisende. Da hilft es natürlich erst recht nicht weiter, wenn man sich dann auch noch in den Kerl verliebt, der einen permanent für dumm verkauft.
Trotz allem schlägt sich Gwendolyn weiter mit den geheimnisvollen Geheimnissen herum, denn ihr verrät ja niemand etwas. Weder, was geschieht, wenn das Blut aller Zeitreisenden im Chronografen vereint ist, noch, was für eine Magie sie denn besitzen soll. Mit Hilfe ihrer besten Freundin Leslie und dem Wasserspeier-Dämon-Geist Xemerius versucht sie, selbst Licht ins Dunkel zu bringen, vor allem auch, was den misteriösen Lord von Saint Germain angeht. Hilfe bekommt sie dabei in der Vergangenheit von ihrem Großvater Lucas…

Meinung:
Direkt im Anschluss an „Rubinrot“ setzt sich mit „Saphirblau“ die Geschichte um Gwendolyn fort und das auf demselben witzigen und spannenden Niveau.

Das es keinen zeitlichen Abstand zwischen Band 1 und Band 2 gibt, gefiel mir von Anfang an sehr gut, weil so nahtlos an vorherige Geschehnisse angeknüpft werden konnte und die Spannung gar nicht erst wieder aufgebaut werden musste, weil sie praktisch noch vom Ende des Vorgängers gehalten wird. Liest man die Bücher aber nicht gleich aufeinander folgend und hat längere Wartezeiten dazwischen, schwächt sich dieser Effekt wahrscheinlich ab.

Gwendolyn hat mir auch in „Saphirblau“ wieder sehr gut gefallen. Sie hat es weiterhin nicht einfach mit ihrer zickigen Verwandtschaft und Gideon gibt sich auch alle Mühe, ihre Gefühlswelt auf den Kopf zu stellen und trotzdem schlägt sie sich durch, forscht mit ihrer Freundin Leslie weiter nach, was wirklich hinter dem großen Geheimnis stecken könnte und wer Lord Saint Germain nun wirklich ist.
Unterstützung bekommt sie dabei nun von Xemerius, einem Wasserspeier-Geist, der ihr gute Dienste leistet, indem er seine Ohren aufsperrt und für Gwen ein bisschen herumspioniert. Der Wasserspeierdämon bringt dazu noch eine Menge an Humor und Witz ein, denn er hat immer einen frechen Spruch auf Lager.
Gideon derweil möchte man doch gerne immer mal eine Baguettestange oder auch härtere Gegenstände über den Schädel ziehen, obwohl man sich doch mit Gwen immer wieder neu in den idiotischen Schönling verliebt. Man fühlt wirklich mit Gwen mit, wenn er mal wieder den Gentleman spielt und sie dann kurze Zeit später wieder im Regen stehen lässt.

Die Spannung blieb über das ganze Buch hinweg erhalten, es klären sich lange nicht alle Fragen Gwendolyns auf, aber man hat doch das Gefühl, dass es voran geht und bleibt somit bis zum Ende völlig gefesselt. Auch zwischen Gwen und Gideon tut sich etwas.
Vom Ende will ich jetzt allerdings nicht anfangen… Nur soviel: Ich würde sterben, müsste ich jetzt ein Jahr auf den nächsten Band warten. Nur gut, dass meine Schwester ihn schon zu Hause hat! Das Ende ist wirklich ein unerträglicher Cliffhanger…

Fazit:
Eine fantastische Fortsetzung, die mit genauso viel Spannung, Witz und Geheimniskrämerei aufwartet, wie der Vorgänger und dabei kein bisschen an Charme verliert. Durch Xemerius hat Gwendolyn nun auch noch einen vorlauten Helfer, der sofort ans Herz wächst. Einfach klasse!

4,5 von 5 Buchwelten.
Buchinformationen:
Gebundene Ausgabe: 400 Seiten
Verlag: Arena Verlag; Auflage: 1. Aufl. (5. Januar 2010)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3401063472
ISBN-13: 978-3401063478
Preis: 16,95 €
Reihe: Teil 2 der Edelstein-Triologie
Leseprobe
Kaufen bei amazon.de oder thalia.de

Aus der "Edelstein-Triologie":
  1. Rubinrot
  2. Saphirblau
  3. Smaragdgrün
Zur Autorin:
... hat sich bereits als Kind nichts sehnlicher gewünscht als Schriftstellerin zu werden. Sie studierte zunächst Betriebspädagogik und Kommunikationspsychologie. Nach dem Diplom und diversen Jobs besann sie sich mit 28 Jahren auf das, was sie bis heute am liebsten macht: das Erfinden von Geschichten. Mittlerweile hat sie erfolgreich zahlreiche humorvolle Frauenbücher geschrieben (erschienen im Lübbe Verlag). 2005 gewann Kerstin Gier den DeLiA-Literaturpreis für Liebesromane deutschsprachiger Autorinnen.
Ihre Jugendbücher "Rubinrot", "Saphirblau" und "Smaragdgrün" sind Stammgäste auf den Bestsellerlisten. Die "Liebe-geht-durch-alle-Zeiten"-Trilogie wird verfilmt und derzeit in mehr als 20 Sprachen übersetzt. Die Autorin lebt heute mit Mann, Sohn und Katzen in einem kleinen Dorf im Bergischen Land.
Homepage der Autorin: www.kerstingier.com

Mittwoch, 19. Oktober 2011

Rezension "Magische Verführung" (Nalini Singh)


Magische Verführung von Nalini Singh

Die ersten Worte:
"Das ist aber eine Überraschung, Cher", sagte Janvier mit seinem schleppenden Südstaaten-Akzent. Dabei stützte er sich mit der Hand gegen den Türpfosten seiner Wohnung in Louisiana.

Inhalt:
„Magische Verführung“ bildet eine Sammlung von Kurzgeschichten, die Vorgeschichten zu Singhs Gestaltwandler- und Engelserie.

In „Engelspfand“ erhält die Gildenjägerin Ashwini den Auftrag, für den Furcht einflößenden Engel Nazarach einen seiner Vampire zurückzubringen, der entführt wurde. Unterstützung holt sie sich dafür vom Vampir Janvier, den sie bereits einige Male gejagt hat und der ihr immer entkommen konnte. Zusammen geraten sie zwischen die Fronten, denn Nazarach ist unberechenbar…

„Verführung“ bringt uns zurück in die Zeit, als die DarkRiver-Leoparden noch dabei waren, ihre Stellung zu behaupten. Lucas ist hier erst 15 Jahre alt und sein Vorgänger Lachlan ist noch Alphatier. Die 19-jährige Tamsyn weiß schon seit einigen Jahren, dass Nate ihr Gefährte ist. Inzwischen ist sie alt genug, um die Bindung mit Nate einzugehen, doch der wehrt sich vehement dagegen und will ihr noch einige Jahre ihre Freiheit lassen, wo sie doch schon in so jungen Jahren die schwierigen Aufgaben als Heilerin des Rudels übernehmen muss. Tamsyn weiß genau, dass sie Nate überzeugen muss, dass ihre Beziehung nicht derart schief laufen wird, wie die seiner Eltern, doch seine Sturheit scheint unüberwindbar…

In „Verlockung“ trifft der Gestaltwandler Zach auf die Lehrerin seines Neffen. Durch ein Zugunglück in Annies Kindheit ist eines ihrer Beine so schwer verletzt worden, dass es bleibende Schäden davon getragen hat. Zusätzlich führen ihre Eltern eine unglückliche Ehe. Das alles veranlasst Annie dazu, lieber alleine zu leben, als sich auf einen Mann einzulassen, der es dann doch nicht ernst mit ihr meint. Deshalb hat es Zach natürlich umso schwerer, denn obwohl er von Anfang an spürt, dass Annie seine Gefährtin ist, will diese sich nicht auf ihn einlassen, obwohl es sie so stark zu ihm hinzieht…

Meinung:
„Engelspfand“ als kürzeste Geschichte hat für mich eindeutig das Potential zu einem eigenständigen Einzelband, denn Ashwini und Janvier sind sehr interessante Charaktere, die beide viele Eigenheiten haben, die sie besonders machen.
Singh konnte hier die gleiche Atmosphäre aufbauen, wie in den Romanen um Elena und ich fühlte mich sofort wieder in die von Engeln regierte Welt hineinversetzen. Gerade das vollkommen offene Ende fordert eine Fortsetzung ja fast heraus. Alles in allem hätte aber auch die Geschichte in sich weiter ausgebaut werden können, was aber auf 90 Seiten kaum möglich ist.

Auf „Verführung“ und somit Tamsyn’s und Nate’s Geschichte habe ich mich natürlich besonders gefreut, da ich das Pärchen schon seit „Leopardenblut“ sehr gerne hatte. Vor allem mit Tamsyn konnte man mitlieben, mitlachen und mitweinen. Trotzdem sie während der Geschehnisse noch sehr jung ist, stellt sie bereits eine große Stütze für das Rudel dar und kämpft willensstark und leidenschaftlich um Nate. Diesem wiederum hätte ich hin und wieder doch gern mal eine Kopfnuss gegeben. Durch die Erfahrungen mit dem schlechten Verhältnis seiner Eltern hat er Angst, Tamsyn zu früh an sich zu binden und ihnen das Schicksal aufzubürden. Dadurch übersieht er Tamsyn’s Gefühle vollkommen.
Dadurch nimmt die Geschichte zum Schluss hin eine richtig dramatische Wendung und es kommt richtig Spannung auf, obwohl auch diese Geschichte auf nur 130 Seiten erzählt wird.

Zach, den man schon aus der Gestaltwandler-Reihe kennt, trifft man nun in „Verlockung“ wieder. Die Handlung liegt innerhalb der Geschehnisse der Gestaltwanlder-Reihe, denn es gibt zum Beispiel mit Sascha und Lucas ein kleines Zusammentreffen. Hier geht auch alles ziemlich schnell, denn die Handlungen schließen einen Zeitraum  von nur 2 Tagen ein, in denen Zach und Annie sich einander annähern. Anschließend gibt es einen Zeitsprung von einem Monat, nachdem dann die Klärung erfolgt.

Sowohl in „Verlockung“ als auch in „Verführung“ konnte Singh die Welt der Medialen, Menschen und Gestaltwandler wieder aufleben lassen, man hat fast nicht gemerkt, dass man keine ganzen Romane sondern nur Kurzgeschichten vor sich hat.
Außerdem gibt es noch eine ganz kleine, aber schöne, Kurzgeschichte, die zu keiner von Singhs Reihen gehört und das Interview mit der Autorin, dass bereits im LoveLetter erschienen ist, findet man am Ende auch wieder.
Wer sich an Nalini Singh also einmal aufprobieren möchte, der ist hier richtig. Man erhält Einblick in die Welten beider Serien der Autorin, es gibt aber keine Vorgriffe auf diese Reihen. Wer Singh bereits kennt und von ihren Welten nicht genug bekommt, der ist hier ebenfalls goldrichtig.

Fazit:
Für Fans und auch Neueinsteiger, die die Autorin ausprobieren wollen, genau das richtige. Trotzdem hier nur Kurzgeschichten vorliegen, konnte Singh mich wieder voll überzeugen und in ihre Welten entführen.

 4,5 von 5 Buchwelten.
Buchinformationen:
Broschiert: 315 Seiten
Verlag: Lyx; Auflage: 1 (7. Oktober 2011)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3802586093
ISBN-13: 978-3802586095
Originaltitel: Angel's Pawn/Beat of Temptation/Stroke of Enticement Anthologie
Reihe: keine/Prequel zur Gestaltwandler- und Gildenjäger-Serie
Preis: 9,99 €
Kaufen bei amazon.de oder thalia.de

Zur Autorin:
Nalini Singh wurde auf den Fidschi-Inseln geboren und ist in Neuseeland aufgewachsen. Nach verschiedenen Tätigkeiten, unter anderem als Rechtsanwältin und Englischlehrerin, begann sie 2003 eine Karriere als Autorin von Liebesromanen. Mit ihren Romantic-Fantasy-Serien feiert sie international große Erfolge.
Website der Autorin: www.nalinisingh.com

Montag, 17. Oktober 2011

Regalzuwachs #43


Hallöchen, ihr Lieben!
Der Regalzuwachs kommt diesmal verspätet, da anscheinend wieder irgendwas mit der Planungsfunktion nicht hinhaut und mein Eintrag gestern um 11:00 Uhr nicht gepostet wurde.
Also hier bitteschön:

Als Belohnung für die überstandene Hälfte des Halbjahres (ja, ich finde immer eine Ausrede für meine Bücherkäufe) hab ich Freitag dem kleinen Buchladen am anderen Ende der Stadt einen Besuch abgestattet, nachdem meine Mami das Auto und sich als Begleitperson für den Ausflug zur Verfügung gestellt hat *lach*. Und dann stand ich da… und wusste vor lauter tollen Büchern nicht, was ich mitnehmen soll. Am Schluss waren nach langem hin und her noch die „Dämonenfängerin“ und „Magische Verführung“ übrig. Und da ich sparsam sein wollte (welch seltene Begebenheit), ist es schließlich „Magische Verführung“ von Nalini Singh geworden. Und meine Ma hat dann mehr Geld im Laden gelassen als ich, obwohl sie ja eigentlich nur wegen mir da war… Wenigstens weiß ich, wo ich die Buchleidenschaft her habe.
Die Rezension zu "Magische Verführung" wird auch nicht lange auf sich warten lassen, noch 30 Seiten, dann bin ich durch :).


Magische Verführung von Nalini Singh:
Eine Vampirjägerin gerät zwischen die Fronten eines tödlichen Konflikts. Eine junge Werleopardin verliebt sich in einen mächtigen Wächter ihres Rudels. In den Schluchten des Großstadtdschungels und in den luftigen Höhen über den Dächern der Städte regieren Gestaltwandler, Vampire und Engel. Getrieben von tiefen Gefühlen – Rache, Hass und Leidenschaft. Auf der Suche nach einer Liebe, die alle Grenzen überwindet ...

Und dann wäre da mal wieder der (gedankliche) Senf zum Sonntag:

Gott sei Dank sind Ferien! Langsam war es auch mal wieder Zeit, die letzte Woche hing ich wirklich ziemlich durch. Zu lange Tage, zu wenig Schlaf (da ich gefühlte 16 h pro Tag zu brauchen scheine, um mal nicht müde zu sein...). Meine eher vorsichtigen weiteren Lese-Vorsätze nach „Magische Verführung“ sind „Saphierblau“ von Kerstin Gier und „Arkadien 3: Arkadien fällt“ von Kai Meyer. Ich hab einiges vor, unter anderem stehen zwei Geburtstage an, meine Großeltern väterlicher- und mütterlicherseits wollen auch besucht werden und die zweite Staffel „True Blood“ will mit Freunden auch noch im Marathon durchgeschaut werden…
Staffel 1 von "True Blood" habe ich gerade vor 2 oder 3 Wochen durchgeschaut. Um ehrlich zu sein, finde ich die Serie reichlich gestört, will aber trotzdem wissen, wie es weitergeht. Die Lust auf die Bücher ist mir allerdings irgendwie vergangen, weil Sookie so dermaßen naiv ist und Bill mich mit seinem Gerede so sehr an Edward erinnert. Mal schauen, ob ich das Buch jemals in die Hand nehme...

Seit letzter Woche lese ich ja nun „Erwachen“ von J. J. Bidell als E-Book. Das ist an sich auch nicht schlecht, nur finde ich es am PC ziemlich anstrengend, weil ich schon nach wenigen Seiten Probleme mit den Augen bekomme. Mein Super-Sahne-Handy hat da am Donnerstag Abhilfe geschafft. Ich hab mich mal wieder mit den Apps herumgeschlagen und es war überraschend einfach (ich und Technik…), den Adobe Reader herunter zuladen. Im Querformat kann ich den Text auf eine angenehme Größe zu recht schieben und wenn ich dann die Displayhelligkeit ordentlich heruntersetze, dann klappt das Lesen damit richtig gut. Vielleicht komme ich damit jetzt ein wenig schneller voran (auch wenn ich nach wie vor um einiges lieber auf Papier lese), denn die Geschichte an sich finde ich total interessant.
Auch so an sich ist das eine praktische Sache, denn wenn man immer ein bisschen Lesestoff auf dem Handy hat, muss man nicht immer ein ganzes Buch mit sich herumtragen, auf die Gefahr hin, man könne Langweile und Lust zum Lesen bekommen *lach*. 

Mittwoch, 12. Oktober 2011

Rezension "Rubinrot" (Kerstin Gier)


Rubinrot von Kerstin Gier

Die ersten Worte:
Während sie sich auf die Knie fallen ließ und anfing zu weinen, schaute er sich nach allen Seiten um. Wie er vermutet hatte, war der Park um diese Uhrzeit menschenleer.

Inhalt:
Gwendolyn Shepard ist eine normale sechzehneinhalbjährige, nur das ihre Familie definitiv einen Tick zu viele Geheimnisse hat. Allesamt ranken die sich um ein Zeitreise-Gen, dass in der Familie vererbt wird. Ihre Cousine Charlotte soll dieses geerbt haben und so dreht sich alles ständig um sie, weil sie neben der Schule auch noch die Gepflogenheiten vergangener Jahrhunderte erlernen muss und alle darauf warten, dass sie zum ersten Mal in der Zeit springt. Als Gwendolyn allerdings plötzlich in der Vergangenheit landet, wird klar, dass stattdessen sie das Gen in sich trägt und eine Zeitreisende ist.
Und das obwohl sie darauf gut verzichten könnte. Genauso wie auf den arroganten Gideon, mit dem sie nun zusammenarbeiten muss, um ein weites Geheimnis zu lüften.
Eins steht für sie fest: Geheimnisse gib es definitiv zu viele in ihrer Welt!

Meinung:
„Rubinrot“ hatte ich schon länger im Auge, habe mich am Ende aber immer dagegen entschieden, es mit der Reihe mal zu probieren. Gut, dass ich es doch noch probiert habe, denn das Buch hat mich sofort mitgerissen.

Die Spannung baut sich im Buch nur langsam auf, da man auf den ersten Seiten erstmal die Charaktere kennen lernt. Dadurch konnte ich mich mit Gwendolyn vom ersten Moment an sehr gut identifizieren und fand sie sehr sympathisch. Ein bisschen schusselig, wie wir doch alle sind, und vor allem mutig kommt sie von Anfang an daher.
Sie trägt die ganze Geschichte, wodurch kleinere Spannungsflauten gar nicht auffallen. Und als dann herauskommt, dass sie eine Zeitreisende ist, geht es dann turbulent zu. Auf ihren Zeitreisen ist natürlich eine Menge los und es passieren immer wieder unerwartete Dinge.
Auch Gideon kommt sofort authentisch rüber. Ich sage mit Absicht nicht, dass er mir sofort sympathisch war, denn seine arrogante Art gegenüber Gwendolyn macht einen selber ganz wütend. Im Laufe der Geschichte zeigt er ja dann, dass er manchmal auch ein ganz netter Kerl sein kann, wodurch man ihm seine Arroganz schon fast verzeihen kann.

Kerstin Gier baut im ersten Band ihrer Edelstein-Triologie eine geheimnisumwobene Welt auf, die es für Gwendolyn zu erkunden und zu ergründen gilt. Denn sie ist nur eine von zwölf Zeitreisenden, deren vereintes Blut ein großes Geheimnis lüften soll. Zusammen mit Gwendolyn lernt man diese Welt kennen und ist Anfangs immer mal ein bisschen verwirrt, aber je besser sie das Ganze kennen lernt, desto besser versteht man natürlich auch selbst einige der Zusammenhänge. Für die nächsten zwei Bände gibt es natürlich bei weiten noch genug Stoff, denn so einige Geheimnisse werden nicht gelüftet.

Der Schreibstil der Autorin hat mir sehr zugesagt, da neben aller Geheimnistuerei auch Platz für Witze ist, die einem des Öfteren auch mal zum lachen bringen.

Fazit:
Ein toller Start in eine Triologie, die mich mit ihren Charakteren und den Geheimnissen um die Zeitreisenden bereits jetzt in ihren Bann gezogen hat. Ich kann es kaum erwarten, mir die Fortsetzung herzunehmen!

 4,5 von 5 Buchwelten.
Buchinformationen:
Gebundene Ausgabe: 345 Seiten
Verlag: Arena (Januar 2009)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3401063340
ISBN-13: 978-3401063348
Reihe: Teil 1 von 3
Preis: 15,95 €
Kaufen bei amazon.de oder thalia.de

Aus der Edelstein-Triologie:
  1. Rubinrot
  2. Saphirblau
  3. Smaragdgrün
Zur Autorin
Kerstin Gier, geb. 1966, schreibt im Lübbe Verlag erfolgreich humorvolle Frauenbücher. Einige ihrer Titel waren monatelang auf den Bestsellerlisten. Die DeLIA-Preisträgerin lebt mit ihrer Familie im Bergischen Land.
Mehr Infos auf rubinrotlesen.de.

Montag, 10. Oktober 2011

Musik: The Script - Science & Faith

Hallöchen, ihr Lieben!
Wie versprochen, geht es diesen Montag mit einem weiteren Album weiter.
Dieses Mal habe ich mir Science & Faith von The Script rausgesucht. Das Album höre ich schon, seit es 2010 erschienen ist und das bis heute immer wieder gerne.



Tracklist:
  1. You won't feel a Thing
  2. For The First Time
  3. Nothing
  4. Science & Faith
  5. If You Ever Come Back
  6. Long Gone And Moved On
  7. Dead Man Walking
  8. This = Love
  9. Walk Away
  10. Exit Wounds



Auch auf dieser Scheibe finde ich keinen Titel, den ich nicht schön finde und mitsingen kann.
Wie so oft wird auch hier die Liebe mit allen ihren Sonnen- und Schattenseiten besungen. Vom Herzschmerz, über Hoffnung bis hin zu einem wundervollen Lied darüber, was die Liebe überhaupt ist - und das sie in vielen unterschiedlichen Formen auftritt - ist alles dabei.

Nicht nur deswegen ist gerade This = Love eines meiner Lieblingslieder. Wenn man des Englischen mächtig ist, dann ist schon allein der Songtext sehr berührend, denn wer eine klitzekleine romantische Ader hat, der weiß doch, dass Liebe der zentrale Punkt unserer Handlungen ist.
Die meisten Titel sind recht rockig, mit beispielsweise Nothing allerdings ist auch ein absolutes Herzschmerz-Lied dabei.
Ich als bekennende Songtext-Hörerin bin natürlich auch davon begeistert, dass in jedem Lied ein neuer Aspekt thematisiert wird. If You Ever Come Back richtet sich an die Geliebte, die gegangen ist und immer noch hoffnungsvoll zurück erwartet wird, weil sie einem nicht aus dem Kopf geht; das man Liebe und Glaube nicht in Wissenschaften finden wird, beschreibt Science & Faith. Das Liebe sehr wohl auch weh tun kann, wenn man verlassen worden ist, wird in Exit Wounds erzählt und Liebe sowieso nie eigennützig oder vernunftgesteuert ist (schon gar nicht bei Frauen) zeigt Walk Away.
Nach dem schlechtesten Titel braucht man mich also auch hier nicht fragen, es gibt keinen. Wer ein Lied nicht mag, hat zwar gute Chancen, die anderen auch nicht so besonders zu lieben, aber man sollte einen Versuch wagen und sich The Script mal näher anschauen.
Quelle: Albumcover

Sonntag, 9. Oktober 2011

Regalzuwachs #42

Hallöchen, ihr Lieben!
Meine Güte, der Herbst ist da. Golden ist er bei uns seit gestern schon, aber ich sehe ihn defintiv lieber von drinnen, denn der Wind und die Kälte gefallen mir gar nicht. Aber es konnte ja nicht ewig so schön bleiben...

Diese Woche gab es zwar keine neuen Bücher, außer dem Geburtstagsgeschenk für meine Schwester (das ich hier natürlich nicht zeigen werde, da die Gefahr besteht, dass sie mitliest *lach*), dafür aber ein Manga. Meine Güte, wann habe ich das letzte Mal ein Manga gekauft? Könnte im März auf der Buchmesse gewesen sein, glaube ich... Wo mir gerade einfällt, dass ich auch Maximum Ride dringend mal fortsetzen müsste...
Jedenfalls ist es "Sailor Moon 1" von Naoko Takeuchi geworden. Ich war einfach sehr gespannt, ob sich die neue Übersetzung sehr von der alten unterscheidet und was sie generell verändert haben.
Mehr dazu unten im Senf zum Sonntag, weil's eine eigene Rezi nicht geben wird.






Allsonntäglich der Senf zum Sonntag:

Bei Alexandra hab ich aufgeschnappt, dass "Silberlicht" von Laura Withcomb verfilmt wird. In letzter Zeit nehmen die Buchverfilmungen ganz schön Überhand. Und dass ausgerechnet die Produzenten des ersten Twilight-Films sich daran versuchen, lässt mich nichts wirklich Gutes hoffen. Zumal ich sagen muss, dass das Buch vor allem vom besonderen Schreibstil der Autorin getragen wurde und eine besondere Atmosphäre schuf. Bin ich ja mal gespannt wie - oder besser ob - sie das umsetzten können.

Viele haben ja am Freitag schon darüber berichtet (z.B. StefanieEmmy), dass das Cover zu "Bitterblue" von Kristin Cashore, dem 3. Teil ihrer "7 Königreiche"-Serie veröffentlicht wurde. Auf dem Blog der Autorin gibt es Näheres dazu. Zum Beispiel verrät sie, dass das Buch am 1. Mai 2012 erscheinen soll - und das nicht nur auf Englisch, sondern auch in anderen Sprachen. Was mich ja inständig hoffen lässt, dass Carlsen es auch im Mai herausbringt, da ich nun einmal die deutschen Bände daheim habe und somit auch auf Deutsch weiterlesen will. Welche Sprachen das aber genau sind, hat sie noch nicht verraten.
Ich bin wahnsinnig gespannt auf das Buch und da Cashore selbst sagt, sie habe deswegen so lange zum Schreiben gebraucht, weil Bitterblues Geschichte sehr komplex ist, bin ich natürlich gleich doppelt neugierig.
Zum Cover selbst muss ich aber sagen, dass ich es nicht ganz so schön finde, wie die Vorgänger - das betrifft für mich sowohl die USA-, als auch die UK-Version. Trotzdem ist es recht hübsch geworden und wenn die Schlüssel dann noch etwas mit der Geschichte zu tun hätten, was anzunehmen ist, wäre das ja erste Sahne...

USA/UK

Und zu Sailor Moon 1.
Zuerst mal ist die Ausstattung für 6,50 € im Vergleich natürlich klasse. Erstens gibt es mehrere Farbseiten, zweitens ist der Manga dicker, da er ein Kapitel mehr enthält. Somit wird die Reihe von 18 Bänden in der ersten Ausgabe auf 12 in der Re-Edition gekürzt.
Außerdem liest es sich um einiges schöner, da der Einband flexibler und die Seiten nicht so starr sind. Das kann aber natürlich auch daher kommen, dass die alten Bände, die ich ja sämtlichst zu Hause habe, ihre besten Tage auch schon hinter sich haben.
Das Cover bzw. die Cover generell der Re-Edition gefallen mir derweil nicht so besonders. Sie sehen eher aus wie computeranimiert und sind ein bisschen krampfhaft bunt. Und die Übersetzung hat sich tatsächlich verändert, im Vergleich an vielen Stellen zum Bessern, meiner Meinung nach. Allerdings muss ich auch sagen, dass mich die Formatierung etwas nervt. Erstens gibt es viele (für mich sinnlose) kleine Symbole, die in den Text eingefügt werden, und den Fluss behindern. Und die verschiedenen Schriftarten und dick-gedruckten Worte sind an manchen Stellen etwas nervig. Klar ist Usagi quirlig, aber deswegen muss doch der Schriftartwechsel nicht sein und die Symbole auch nicht...
In den Übersetzungen ist man dem Original treuer geblieben. Aus "Bunny" ist nun wie im Original "Usagi" geworden und "Sailor Merkur" heißt "Sailor Mercury".
Alles in allem werde ich mir die Reihe sicherlich weiter kaufen, wenn das Geld reicht. Es hängen einfach so viele Kindheitserinnerungen daran, auch auf den Anime bezogen, der aber aus heutiger Sicht wirklich im Niveau um einiges niedriger ist, weil Usagi dort schon besonders nervig war.

Und abschließend noch ein Wort zum Design. Es wird wohl vorläufig nicht geändert. Ich hab mich an einem neuen Header versucht, aber nichts gefällt mir so gut wie mein derzeitiger, also werde ich einfach den Zeitpunkt abwarten, in dem mir etwas Gutes einfällt *lach*. Solange bleibt hier alles wie gehabt.

Donnerstag, 6. Oktober 2011

Rezension "Fesseln der Erinnerung" (Nalini Singh)


Fesseln der Erinnerung von Nalini Singh

Die ersten Worte:
Nachdem die Medialen sich für Sielntium entschieden hatten, nachdem sie ihre Gefühle für immer begraben und sich in eiskalte Individuen verwandelt hatten, denen Liebe und Hass vollkommen gleichgültig waren, versuchten sie zunächst, ihresgleichen von Menschen und Gestaltwandler zu isolieren.

Inhalt:
Der Polizist Max Shannon arbeitet seit Monaten daran, den Schlächter der Park Avenue des mehrfachen Mordes zu überführen. Da Bonner jedoch seine Spielchen spielt und nicht verrät, wo er seine Opfer vergraben hat, zieht man die J-Mediale Sophia Russo zu, die mit Hilfe ihrer Fähigkeiten die Fakten aus seinem Gedächtnis filtern soll.
Sophia merkt sofort, dass sie etwas mit Max verbindet, da ihre Konditionierung zur Unterdrückung ihrer Gefühle sich in seiner Gegenwart aufzulösen scheint. Und Max hat das ebenso erkannt.
Dann erhält Max die Anfrage, Mordfälle an drei Medialen für die Mediale und Ratsfrau Nikita Duncan zu übernehmen. Max angeborene Neugierde bewegt ihn dazu, den Fall anzunehmen, denn warum sollte eine der mächtigsten Medialen der Welt ausgerechnet seine Hilfe wollen? Unbeteiligt an dieser Entscheidung ist aber auch die Tatsache nicht, dass Sophia Russe ihn bei der Aufklärung unterstützen soll.
Während die beiden zu ermitteln beginnen, verstärkt sich die Faszination zwischen ihnen. Aber Sophia droht die Rehabilitation, durch die sie eine lebende Tote werden wird, da ihre Schilde gegen die schlimmen Erinnerungen der Straftäter zu versagen drohen.

Meinung:
„Fesseln der Erinnerung“ ist nun der zweite Band in Folge, der sich nicht einem Gestaltwandler als Hauptcharakter beschäftigt. Und obwohl ich das schon ein wenig vermisse, schafft es Nalini Singh auch weiterhin, ihre Geschichten unwiderstehlich zu machen.

Die Spannung hält die Autorin diesmal, indem sie Max auf der einen Seite Bonners Fall weiter bearbeiten lässt, an dem auch Sophia ein persönliches Interesse hat und ihn auf der anderen zu dem neuen Fall nach San Francisco in das Territorium von Nikita Duncan schickt. Dadurch kommt immer wieder Wind in die Geschichte, da sich an beiden Fronten etwas tut und Max und Sophia schließlich sogar ins Kreuzfeuer geraten. Der Krimianteil ist also wie so oft nicht unwesentlich.
Ein weiterer Antrieb für die Spannung ist natürlich, wie immer, die Auflösung der Probleme, die einer Beziehung im Weg stehen. Hier erfindet sich Singh zwar nicht vollkommen neu, da die Problematik bei allen Medialen dieselbe ist, nämlich die Lösung vom Medialnet; trotzdem schafft sie es, auch dieser Geschichte eine eigene Seite zu verleihen.

Max hat mir als Protagonist sehr gefallen. Ihn kennt man ja schon aus Band 4 „Im Feuer der Nacht“, wo er Talin und Clay hilft, Morde an Kindern aufzuklären. Er hat sehr interessante Charakterzüge, zum Beispiel seine Zurückhaltung, die man von Gestaltwandlern nicht kennt. Als Detective hat er natürlich auch eine gute Auffassungsgabe und kombiniert gut – wodurch natürlich auch die Krimihandlung am Laufen gehalten wird.
Etwas weniger gut hat mir Sophia gefallen. Sie ist eine willensstarke und mutige Frau, die trotz Silentium mit Gefühlen lebt, und sich diesen daher auch stellt, statt sie erst einmal zu verleugnen. Allerdings kämpft sie mir einfach nicht genug dagegen an, dass sie rehabilitiert werden soll und so keine Zukunft mit Max hat. Bis kurz vor Schluss nimmt sie diese Tatsache hin, ohne eine wirkliche über Möglichkeiten zu einer Veränderung nachzudenken, da sie die Dinge für unabänderlich hält.

Ich sage es zu jeder Rezension der Reihe immer wieder: auch hier treten Charaktere aus vorherigen Büchern wieder auf, was ich wahnsinnig toll finde. Diesmal trifft man Clay und Talin wieder, die gewissermaßen eine Freundschaft zu Max pflegen. Das Geschehen ist allerdings auch so durch Nikita mit dem Rudel verbunden und Faith und Sascha widmet Nalini Singh sogar immer wieder kurze Textpassagen.
Einige interessante Neuerungen tun sich im Medialnet auch in diesem Band wieder auf, die Passagen, die dem Rat gewidmet sind, sind diesmal aber nicht ganz so „langweilig“, wie in vorherigen Bänden, da sich hier eine ganze neue Wendung auftut, die langsam vielleicht auf eine Lösung eines der Hauptprobleme hinsteuert wird. Da ich aber nicht spoilern will, kann ich nichts Näheres verraten.

Der Schreibstil bleibt mitreißend und einfühlsam, man taucht wieder übergangslos in die Zukunftswelt ein, die man nun schon so lange kennt.
Neueinsteigern kann ich nur empfehlen, die Reihe mit dem ersten Band zu beginnen, denn gerade diesen Band versteht man in einigen Punkten nicht, wenn man die Vorgeschichte nicht kennt.

Fazit:
Ein absolut würdiger Nachfolger der Reihe, der wieder mit Spannung, neuen Wendungen und einem tollen Pärchen aufwarten kann. Nur Sophia als Hauptperson hatte mir ein bisschen zu wenig Kampfgeist. Für alle Fans der Reihe ein Muss!

4,5 von 5 Buchwelten.
Buchinformationen:
Broschiert: 399 Seiten
Verlag: Lyx; Auflage: 1 (September 2011)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3802584031
ISBN-13: 978-3802584039
Originaltitel: Bonds of Justice
Preis: 9,99 €
Reihe: Teil 8 der "Gestaltwandler-Reihe"
Leseprobe
Kaufen bei amazon.de oder thalia.de

Aus der Reihe "Gestaltwandler"-Reihe:
  1. Leopardenblut
  2. Jäger der Nacht
  3. Eisige Umarmung
  4. Im Feuer der Nacht
  5. Gefangener der Sinne
  6. Sengende Nähe
  7. Ruf der Vergangenheit
  8. Fesseln der Erinnerung
  9. Wilde Glut (erscheint im März 12)
Zur Autorin:
Nalini Singh wurde auf den Fidschi-Inseln geboren und ist in Neuseeland aufgewachsen. Nach verschiedenen Tätigkeiten, unter anderem als Rechtsanwältin und Englischlehrerin, begann sie 2003 eine Karriere als Autorin von Liebesromanen. Mit ihren Romantic-Fantasy-Serien feiert sie international große Erfolge.
Website der Autorin: www.nalinisingh.com

Montag, 3. Oktober 2011

Musik: Adele - 21

Hallöchen, ihr Lieben!
Da es hier nicht langweilig werden soll, gibt es auch mal wieder etwas "Außerbuchiges". Und solange mir nicht die Alben ausgehen, wird es ab sofort auch immer mal wieder Musik geben - ganz subjektiv und ohne großartige musikalische Ausschweifungen oder Kenntnisse, erzähle ein bisschen was zur Musik, die ich höre.

Adele und ihr Album 21 kennt man ja daher, dass die Singles "Set fire to the rain" und "Rolling in the Deep" die Charts recht lange aufgemischt haben und es immer noch tun. Ihr Album läuft außerdem ebenso erfolgreich und steht seit einigen Wochen in den Alben-Charts. Und das nicht ohne Grund.


Tracklist:
  1. Rolling in the Deep
  2. Rumour has it
  3. Turning Tables
  4. Don't you Remember
  5. Set fire to the Rain
  6. He won't go
  7. Take it all
  8. I'll be waiting
  9. One and Only
  10. Lovesong
  11. Someone like you



Vom ersten bis zum letzten Titel sind die Lieder einfach nur schön anzuhören.
Die Lieder handeln natürlich größtenteils von der Liebe, Anti-Romantiker werden also hier sicherlich nicht begeistert sein. Wer für ein bisschen Herzschmerz jedoch zu haben ist, der sollte sich das Album doch näher ansehen. Es wechseln sich gefühlvolle und etwas poppigere Lieder gut ab, durch Adele's Stimme hat beinahe jeder Titel eine andere Klangfarbe und die Lieder mutieren trotz ähnlicher Thematik nicht zum Einheitsbrei. Hört man nämlich - zugegebenermaßen als Englischkundiger - ein bisschen genauer hin, hat außerdem jeder Titel seine ganz eigene Sichtweise auf das wahlweise schönste oder schlimmste Gefühl der Welt: die Liebe.

Ein bisschen Einteilen kann man sie meiner Meinung nach auch, obwohl der Überbegriff Melancholisch wohl zu fast allen Titeln mehr oder weniger passt.

Zum Weinen: Turning Tables, Take it all, Someone like you

Zum Träumen: Lovesong, Don't you remember 

Die großen Gänsehaut-Balladen: Set fire to the Rain, One and Only

Wenn es spritziger sein soll: Rumour has it, I'll be waiting, He won't go, Rolling in the Deep 

Zum Mitsingen (auch wenn man es nicht kann): Rumour has it, Rolling in the Deep, Set fire to the Rain, I'll be waiting

Schönster Track: Someone like you

(Vergleichsweise) schlechtester Track: Take it all (weswegen er noch lange nicht schlecht ist)

Trotzdem wird mein ewiger Liebling wohl "Someone like you" bleiben. Das Lied beürht mich jedes Mal. Je nach Stimmung kann man dabei weinen, Hoffnung schöpfen und einfach nur ganz Herzschmerz-geplagt mitsingen. Das ich sämtliche Lieder auswendig mitsingen kann, will ich nochmal betonen - man hört sich an diesen Liedern einfach nie satt!

Einfach nur hörenswert!
Quelle: Cover

Sonntag, 2. Oktober 2011

Regalzuwachs #41

Hallöchen, ihr Lieben!
Zwei Wochen am Stück ohne Regalzuwachs waren natürlich wieder mal nicht drin. Die Woche stand die Exkursion nach Dresden an, und da hatten wir 3 Stunden Freizeit - welche natürlich tatkräftig zum einkaufen genutzt wurde. Da meine Freundin ja genauso schlimm ist wie ich, kamen wir also auch um einen der Thalias im Zentrum nicht herum. Eigentlich hatte ich ja geplant, mich ein bisschen zurückzuhalten und nicht gleich ein Hardcover zu kaufen, aber finito. Denn als ich da "Arkadien fällt" von Kai Meyer hab liegen sehen, da war der Vorsatz gleich gar nicht mehr so wichtig. Was freu ich mich auf den dritten Band um Rosa und Alessandro! Hoffentlich hält der er das Niveau vom 2. Teil.


Arkadien 3: Arkadien fällt von Kai Meyer:
Rosa und Alessandro wollen ihre Gefühle füreinander nicht länger verbergen. Doch ihre Liebe bringt die Clans der Gestaltwandler gegen sie auf. Nach einer wilden Jagd durch die Weiten Siziliens erkennt Rosa, wer wirklich hinter dem Komplott gegen sie steckt: Der Hungrige Mann, der Herrscher aller Dynastien, ist zurückgekehrt - und die Welt der Arkadier wird niemals mehr sein wie zuvor.


Senf zum Sonntag der Woche:

Was war ich begeistert von dem Thalia in Dresden. Und zwar nicht weil er groß war oder gute Auswahl hatte, sondern wegen einer supernetten Verkäuferin, wie sie mir in solch einem großen Buchladen noch nie begegnet ist. Es passiert (zumindest mir) nicht so oft, dass sich eine Verkäuferin die Zeit nimmt, einen Plausch über Bücher zu halten. Nicht nur, dass sie von Arkadien ähnlich begeistert war wie ich, nein sie hat mir gleich noch (wahrscheinlich nicht ganz uneigennützig) einen Haufen andere Bücher empfohlen, darunter zum Beispiel auch die "Dämonenfängerin" von Jana Oliver. Und jetzt hab ich das dringende Bedürfnis, mir das Buch in nächster Zeit auch noch anzuschaffen. Genauso wie "Das verbotene Eden"  - ich weiß nicht, was mich bisher davon abgehalten hat. Vorgestern hab ich den Trailer dazu gesehen, der mir sehr gut gefällt und viele positive Meinungen habe ich dazu ja auch schon gelesen. Also ist meine Wunschliste schon wieder um einige Bücher reicher geworden.
Das war jedenfalls mal wirklich eine positive Erfahrung. Und wie man sieht: würde ich in Dresden wohnen, würde ich mir die empfohlenen Bücher auch tatsächlich zulegen - und zwar genau in dem Laden. Zu schade, dass ich zwei Stunden entfernt wohne und das daher nicht so einfach machbar ist.


Außerdem war ich ja diese Woche mal wieder zum billigen Kinodienstag und hab mir "Columbiana" angetan. Zoe Saldana mal nicht übergroß und ohne blaue Haut und Schwanz zu sehen, war schon etwas gewöhnungsbedürftig. Nein, Quatsch.
Hat mir sehr gut gefallen, der Film. Mal wieder eine ordentliche Portion Frauenpower und trotzdem mit ein bisschen Hintergrundstory. Ich meine, ich habe auch nichts gegen solche Filme, in denen man einfach was zu sehen bekommt (am liebsten Gerard Butler mit Ledenschurz und sonst nichts...), aber mit ein bisschen Motiv - und wenn's Rache ist - hab ich auch kein Problem.
Eine ordentliche Portion Action, gepaart mit ein bisschen Köpfchen. Die Romantik ließ ein bisschen zu wünschen übrig, weil da nicht viel dabei herauskam, aber immerhin gibt's in der Beziehung ein hoffnungsvolles offenes Ende.
Kann man sich also auf jeden Fall mal anschauen.


Ich trage mich nun seit einiger Zeit mit dem Gedanken, mein Design mal wieder zu ändern. Zumindest am Header hab ich persönlich mich mal wieder sattgesehen.
Was meint ihr dazu, ist ein Tapetenwechsel eine gute Idee oder habt ihr euch gerade erst dan das Design gewöhnt? *lach*
Nächste Frage wäre dann allerdings, was ich mit meinen Farben mache. Eigentlich mag ich ja rot-grün, aber das hab ich ja jetzt schon mehr als ein dreiviertel Jahr. Vielleicht sollte ich da auch mal ein bisschen an was neuem rumbasteln und was ausprobieren. Andererseits werde ich bestimmt die alten Farben vermissen. Ach ja...

Ich wünsch euch noch ein schönes verlängertes Wochenende!