Freitag, 30. September 2011

Lesestatistik September und Neuheiten Oktober 2011

Hallöchen, ihr Lieben!
Der Sommer geht, der Herbst kommt. Von der Lektüre her ein guter Monat, auch wenn mich "Meridian" ein wenig enttäuscht hat. Highlight des Monats ist im September auf jeden Fall "Totenzirkus" von Lilith Saintcrow!

Gelesen: 5
Blazon, Nina - Zweilicht (4/5 Sterne)
Frost, Jeaniene - Nachtjägerin (4/5 Sterne)
Kizer, Amber - Meridian: Dunkle Umarmung (2,5/5 Sterne)
Rardin, Jennifer - One more Bite (4,5/5 Sterne)
Saintcrow, Lilith - Jill Kismet 4: Totenzirkus (5/5 Sterne)

Gelesene Seiten: 1821

Begonnen: 1
Singh, Nalini - Fesseln der Erinnerung (49 von 399 Seiten gelesen)

Abgebrochen: 0 

Gekauft: 2
Saintcrow, Lilith - Jill Kismet 4: Totenzirkus
Singh, Nalini - Fesseln der Erinnerung

Challenges:
Gelesene Seiten: 1821
Insgesamt: 18.092/18.000 (Seiten zähl-Challenge)

SuB: 36

Im Oktober:
...hab ich endlich mal wieder Ferien. Und mein Schwesterherz hat Geburtstag. Außerdem stehen noch zwei andere Geburtstage an, die ich Geld investieren werde. Hoffentlich bleibt da noch was für Bücher übrig.
Aber wenn ich mich bei Amazon etwas beherrsche, klappt das vielleicht schon. (Oder auch nicht.) Und was freue ich mich auf den nächsten Arkadien-Band, der ja bereits auf dem Markt ist. Den werde ich mir auf jeden Fall irgendwie leisten müssen.

Der Oktober bringt diese Neuerscheinungen:

Andre, Bella – Hotshots – Firefighters Band 3: Verhängnisvolle Wahrheit (bereits erhältlich*)
Cole, Kresley – Eiskalte Berührung (bereits erhältlich*)
Coughlin, Patricia – Das Amulett der Zauberin (bereits erhältlich*)
Habel, Lia - Dearly, Departed (erscheint am 18.09.*)
Melodia, Elena – Nacht (bereits erhältlich*)
Pearce, Jackson – Blutrote Schwestern (bereits erhältlich*)


* laut Amazon

Mittwoch, 28. September 2011

Rezension "Jill Kismet 4: Totenzirkus" (Lilith Saintcrow)


Jill Kismet 4: Totenzirkus von Lilith Saintcrow

Die ersten Worte:
Die Karawane stoppte unmittelbar vor der Stadtgrenze von Santa Luz. Ich ließ unter meinem schweren Ledermantel die Schultern kreisen, meine Finger lagen auf einem Pistolenknauf. Sie klopften einmal, viermal, dagegen, abgebissene Nägel trommelten.

Inhalt:
Jill weiß ganz genau, es kann nur Ärger geben, wenn der Cirque de Charnu in die Stadt kommt. Der Dämonenzirkus lockt schwache Seelen an und verleibt sich diese ein. Zwar gibt es ein altes Abkommen, durch das die Höllenbrütler dazu gezwungen sind, sich zu benehmen und keine erzwungenen Geschäfte abzuschließen, aber dafür muss Jill sie in ihrer Stadt dulden – und das passt ihr ganz und gar nicht.
Und kaum hat der Zirkus sich in der Stadt niedergelassen, beginnen die Schwierigkeiten. Erst muss Jill zwei Exorzismen durchführen, bei denen sie es mit schlimmerem als normalen Besetzern zu tun hat. Und dann wird auch noch ein dämonischer Schausteller des Zirkus’ ermordet und um nicht selbst verdächtigt zu werden, muss sie sich widerwillig selbst um die Aufklärung des Schlamassels kümmern. Denn sonst könnte das Bündnis zerbrechen und die Höllenbrut würde sich über Jills Stadt hermachen…

Meinung:
Keinen Tick schlechter als die drei Vorgängerbände. Mehr brauche ich ja eigentlich gar nicht mehr dazu sagen, weil ich doch sonst sowieso nur wieder ins schwadronieren kommen werde.

Auf der ersten Seite wird man gleich wieder mitten ins Geschehen geworfen, als Jill zusammen mit ihrem Wer Saul draußen in der Wüste missmutig auf die Karawane des Cirque de Charnu wartet. Somit wird die Spannung durch das Zusammentreffen mit dem Zirkusdirektor und Perry sofort hoch angesetzt. Wie könnte es anders sein, wird die dann auch bis zur letzten Seite gehalten.
Von Exorzismen über Zombies bis zu Schwärmen von Kakerlaken sucht Jill wieder mal alles heim, was man so aus seinen eigenen Alpträumen kennt. Blutig geht es also dementsprechend auch wieder zu – für Leser mit schwachen Nerven ist das Buch also gar nichts.
Vorhersehbarkeit kann man bei Jill sowieso vergessen. Man kann drauf wetten: kommt Jill nicht dahinter, kann der Leser sich schon gleich gar keinen Reim draus machen. Ein paar ganz interessante neue Wendungen gibt es außerdem noch obendrauf und da bin ich ja mal sehr gespannt, was Lilith Saintcrow in Band 5 und 6 daraus noch macht.

Mit Jill bekommt man wie gewohnt die toughe Jägerin von Santa Luz, die es mit allem und jedem aufnimmt und sich mit ihrem schwarzen Humor durch jede Katastrophe kämpft. Gedämpft wird das diesmal aber dadurch, dass Saul zwar (endlich wieder) da ist, es aber Verständnisschwierigkeiten zwischen den beiden gibt. Und zuhören will sie Saul auch nicht, wodurch die Probleme wesentlich schneller zu regeln gewesen wären.
Saul hingegen ist wieder zurück und unterstützt Jill, wo er nur kann. Und liebt sie immer noch, obwohl Jill einfach nicht die Klappe halten und die Lauscher aufsperren kann. Nachdem man ihn in Band 3 ja nur ganz am Ende kurz gesehen hat, war es schön, ihn wieder bei Jill zu haben.

Man kehrt in „Totenzirkus“ einmal mehr zurück in Saintcrows Santa Luz, neben alten Schauplätzen wie dem Barrio und bekannten Charakteren wie Piper oder Gilberto, lernt man auch neue Teile der Stadt kennen und bekommt es wieder mit neuen Schattengestalten zu tun, die Jill bisher noch nicht über den Weg gelaufen sind – denn diesmal ist ihr Feind weniger eine Höllenbrut als ein Voodoomeister.

Fazit:
Einmal mehr tritt Jill zusammen mit ihrem Wer Saul gegen die finsteren Gestalten an, die Santa Luz heimsuchen. Blutig, spannend, rasant und mit einigen Neuerungen, wegen denen ich ja gespannt bin wie ein Flitzebogen und den nächsten Band am liebsten jetzt gleich anfangen würde.

 5 von 5 Buchwelten.
Buchinformationen:
Broschiert: 334 Seiten
Verlag: Lyx; Auflage: 1 (September 2011)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3802584872
ISBN-13: 978-3802584879
Originaltitel: Jill Kismet Novels 04: Flesh Circus
Preis: 9,99 €
Leseprobe
Kaufen bei amazon.de oder thalia.de

Aus der Reihe "Jill Kismet":
  1. Dämonenmal (OT: Night Shift)
  2. Schattenjagd (OT: Hunter's Prayer)
  3. Blutige Vergeltung (OT: Redemption Alley)
  4. Totenzirkus (OT: Flesh Circus)
  5. Heaven's Spite
  6. Angel Town (Abschlussband)
Die Reihe wurde vom deutschen Verlag auf Eis gelegt und wird somit höchstwahrscheinlich nicht weiter erscheinen.

Zur Autorin:
Lilith Saintcrow wurde in New Mexico geboren. Mit ihrer Serie um die Dämonenjägerin Dante Valentine gelang ihr der internationale Durchbruch. Saintcrow lebt in Vancouver, Washington.
Mehr Infos zur Autorin auf ihrer offiziellen Homepage: www.lilithsaintcrow.com

Montag, 26. September 2011

Rezension "Nachtjägerin" (Jeaniene Frost)


Nachtjägerin von Jeaniene Frost

Die ersten Worte:
Obwohl sie im Keller saßen, konnte Denise den Kampflärm draußen hören. Sie wusste nicht, was sie angegriffen hatte, aber Menschen konnten es nicht sein, sonst hätte Cat nicht so ein entsetztes Gesicht gemacht, als sie ihnen Anweisung erteilt hatte, nach unten zu gehen.

Inhalt:
Denise möchte einfach nur Abstand zur Welt der Untoten halten, nachdem ihr Mann Randy vor einem Jahr brutal von einem von Ihnen umgebracht wurde. Selbst zu ihrer besten Freundin und Halbvampirin Cat und deren Mann Bones hat sie den Kontakt abgebrochen.
Leider ist ihr das aber nicht vergönnt, denn eines Tages steht der Dämon Rom vor ihrer Tür und zeichnet sie. Nun hat sie selbst etwas Dämonisches in sich, dass sie nur wieder loswerden kann, wenn sie einen alten Verwandten aufstöbert, der Rom etwas schuldet.
Da sie keine Ahnung hat, wo sie mit dem suchen anfangen soll, ruft sie schweren Herzens Spade, einen Freund von Cat und Bones an, von dem sie sich Hilfe erhofft. Und tatsächlich schlägt dieser ihre Bitte nicht aus und macht sich mit ihr auf die Suche. Doch leicht wird es nicht, denn Rom sitzt Denise im Nacken.
Nebenbei kommt sie nun mit all dem wieder in Berührung, was sie für immer aus ihrem Leben ausschließen wollte. Dass sie dann auch noch Gefühle für Spade entwickelt, kann sie selbst kaum fassen…

Meinung:
Zwar weniger actionreich als Cat und Bones, dafür aber fast genauso spannend. Der Spin-Off zur Nighthuntress-Serie hat durch Denise und Spade seinen eigenen Charme.

Auch in „Nachtjägerin“ hält Jeaniene Frost sich nicht lange mit Vorreden auf und kommt gleich zum ersten großen Knall, als Denise auf den Dämon Rom trifft, der sie zwingt, ihren Verwandten ausfindig zu machen. Danach geht die Spannung erstmal wieder ein wenig zurück, während Spade sie aufsucht und sich entschließt, ihr zu helfen. Als die beiden sich dann auf die Suche machen, wird es langsam wieder fesselnder.
An Action fehlte es mir allerdings ein wenig, was aber auch daran liegen kann, dass ich durch Cat und Bones ein wenig verwöhnt bin und deshalb etwas zu viel erwartet habe. Es gibt zwar einige Kampfszenen, aber vor allem Denise bleibt bis zum Showdown etwas sehr untätig und lässt sich lieber beschützen.

Durch die Sache mit den Dämonen ist mal ein anderer Aspekt in die Geschichte mit eingeflossen und durch Roms Einflüsse erhält Denise ein paar ganz nützliche Fähigkeiten dazu.
Denise an sich hat mir sehr gut gefallen. Sie hat von Anfang an trotz aller Schwierigkeiten nicht den Kopf hängen lassen und selbstmitleidig rumgejammert, auch wenn sie für meinen Geschmack ein wenig zu lange an der Tatsache rumgekaut hat, dass sie sich doch tatsächlich in einen Vampir verliebt und das doch nicht sein kann.
Spade hingegen hat zwar auch so seine Vorurteile und Zweifel, kommt da aber auch drüber hinweg und macht kein großes Trara um seine Gefühle und Gedanken.

Der Showdown, der ja bisher bei Frost so gut wie immer sehr spektakulär ausfiel, war mir allerdings ein bisschen zu schwach. Generell wurden die Kampfszenen in diesem Buch eher abgewürgt, als wie gewohnt spannend beschrieben. Und so war es auch bei der finalen Auseinandersetzung zwischen Denise und Rom.
Der Schreibstil bleibt wie gewohnt flüssig und angenehm zu lesen und nimmt sich nichts, wenn man ihn mit den Night Huntress-Übersetzungen vergleicht.

Fazit:
Recht spannend und mit einem guten Maß an Action konnte der Spin-Off zur Cat & Bones-Reihe von Jeaniene Frost mich überzeugen. Man trifft auf zwei bekannte Charaktere, die nun ihrerseits ein Abenteuer durchleben und sich dabei verlieben. Für Fans von Cat und Bones sicherlich zu empfehlen.

 4 von 5 Buchwelten.
Buchinformationen:
Broschiert: 416 Seiten
Verlag: Penhaligon Verlag (27. September 2010)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3764530677
ISBN-13: 978-3764530679
Originaltitel: First Drop of Crimson (Night Huntress World 1)
Preis: 14,99 €
Leseprobe
Kaufen bei amazon.de oder thalia.de 

Aus der Reihe "Night Huntress World" (Spin-Offs der Serie Night Huntress/Cat & Bones):
  1. Nachtjägerin (Denise & Spade)
  2. Rubinroter Schatten (Mencheres & Kira)
Die Nighthuntress-Reihe (Cat & Bones) von Jeaniene Frost:
  1. Blutrote Küsse
  2. Kuss der Nacht
  3. Gefährtin der Dämmerung
  4. Der sanfte Hauch der Finsternis
  5. Dunkle Sehnsucht
Zur Autorin:
Jeaniene Frost lebt mit ihrem Mann und ihrem Hund in Florida. Obwohl sie selbst kein Vampir ist, legt sie wert auf einen blassen Teint, trägt häufig schwarze Kleidung und geht sehr spät zu Bett. Und obwohl sie keine Geister sehen kann, mag sie es, auf alten Friedhöfen spazieren zu gehen. Jeaniene liebt außerdem Poesie und Tiere, aber sie hasst es zu kochen. Zurzeit arbeitet sie an ihrem nächsten Roman.
Mehr über die Autorin erfahrt ihr auf ihrer Website: http://jeanienefrost.com/

Sonntag, 25. September 2011

Vielerlei: Coverliebe

Hallöchen, ihr Lieben!
Schon ist die Woche wieder rum und ich kann mal wieder stolz von mir behaupten, kein einziges Buch gekauft zu haben. Nicht mal bestellt oder vorbestellt habe ich irgendetwas *sich auf die Schulter klopf*.

Dafür habe ich aber ausgiebig auf Amazon gestöbert und englische Blogs hab ich mir auch mal wieder durchgeschaut. Und was kam dabei raus? Ein Haufen neuer englischer Bücher auf meiner Wunschliste - viele davon auch deshalb, weil sie fantastische Cover haben, also nutze ich die Gunst der Stunde, um mal wieder ein paar hübsche Cover zu zeigen:








Tja, und was sehen wir da? Lauter Mädchen/Mädchengesichter/Frauen/Frauengesichter. Ich weiß, ich meckere auch gern mal, dass mich dieser Einheitsbrei nervt, aber mittlerweile hauen die Verlage einfach lauter tolle Cover mit eben diesen Motiven raus. Wie es ja cbt momentan mit "Zweilicht" und "The Sign" auch schon macht.
Ich finde, die Cover sprechen für sich. Die möchte ich doch alle schon deshalb im Regal haben, weil sie so hübsch aussehen.

Bis auf "Visions of Magic" und "The Night Circus" sind sie aber Gott sei Dank noch nicht erschienen, was bedeutet, dass ich sie mir nach und nach ins Haus holen kann, wenn das Geld reicht.
Mit einem Klick kommt ihr übrigens zu den Inhaltsangaben, die mich allesamt ziemlich ungehauen haben.

Anfang nächster Woche werde ich dann hoffentlich auch wieder auf aktuellem Stand sein, was meine Rezensionen betrifft, denn es fehlt ja nur noch die zu "Nachtjägerin", welche ich heute bereits zur Hälfte geschrieben habe.

Aktuell lese ich ja außerdem "Totenzirkus", den vierten Band der Jill Kismet-Reihe und ich liebe ihn jetzt schon wieder. Ich wiederhole mich, aber es ist eine Schande, dass LYX die Serie nicht weiter verlegt.
Es ist jetzt schon wieder genauso spannend, wie eh und je. Und es läuft mir immer wieder kalt über den Rücken, denn jetzt hat es Jill auch noch mit Schwärmen von oberekligen Kakerlaken zu tun. Bäh!
Oben findet ihr übrigens das frisch veröffentlichte englische Cover zu Band 6.

Tja, jetzt wird erstmal schön ein Filmchen geschaut und danach werde ich mich wohl wieder Jill widmen. Mal sehen, was als nächstes passiert. Hoffentlich kommen die Kakerlaken nicht wieder *schauder*.

Donnerstag, 22. September 2011

Rezension "One more bite" (Jennifer Rardin)


One more bite von Jennifer Rardin
Jaz Parks #5

Die ersten Worte:
„Jasmine, do not pull that gun.“
Vayl spoke in a voice so low even I could barely hear him, which meant the people in the blue and white seats next to the bathroom door where I stood still had no idea what I meant to do.
“I’m gonna kill him”, I growled.

Inhalt:
Da denkt Jaz, sie hat endlich einmal Ruhe, weil sie ihren ärgsten Feind Edward Samos zur Strecke gebracht hat, da schickt man sie schon zu ihrem nächsten Fall. Durch das Machtvakuum, welches durch Samos’ Tod entstanden ist, haben seine ehemaligen Verbündeten begonnen, um die Vorherrschaft zu kämpfen. Jaz und Vayl werden also noch Schottland geschickt, um dort die Killerin Bea auszuschalten, die es auf die Führerin des Hexencovens von Inverness, Floraidh, abgesehen hat.
Das stellt sich aber als gar nicht so einfach heraus, denn trotz Jaz’ Talenten kann sie kaum übernatürliche Energie spüren. Also müssen sie und ihr Team sich auf ihre Instinkte verlassen müssen, um Bea ausfindig zu machen.
Und außerdem hat Jaz so ein Gefühl, dass Floraidh lange nicht so unschuldig ist, wie sie tut…

Meinung:
Gewohnt blutig und spannend startet Jaz zu ihrem nächsten Fall, diesmal allerdings nicht, ohne dass sich auch in ihrem Privatleben etwas tut.

Gleich auf den ersten Seiten bekommt man diesmal statt einem saftigen Kampf etwas zu lachen. Denn zu dieser Mission muss sie nun auch noch ihren Vater Albert mitnehmen. Was natürlich die schlechteste Idee ihres Chefs Pete überhaupt ist, wo ihr Vater doch erstens zuckerkrank ist und zweitens nur nervt. Also schwelt auf dem Weg nach Inverness die Wut in ihr, während sie zusammen mit ihrem Vampir Vayl, dem dritten Teammitglied Cole, Albert und ihrem neuen Hund Jack im Auto sitzt. Durch ihren witzigen, wenn auch etwas schwarzen Humor hat man jede Menge zu lachen, denn ihre Gedanken kreisen nicht bloß einmal um Mordversuche an ihrem Vater.
Der Spannungsaufbau erfolgt in diesem Band etwas langsamer. Leider fehlte mir in der ersten Hälfte des Buches ein wenig die Action, die Rardin sonst von Anfang bis Ende in ihr Buch einbaut und damit die Spannung erhöht. Das bedeutet aber noch lange nicht, dass Jaz Däumchen dreht, weswegen es auch in diesem Buch niemals langweilig wurde.

Die Charaktere, die man nun schon seit 4 Bänden kennt, sind auch in diesem Buch wieder genauso authentisch und spannend. Jaz kommt wie immer mit ihrem Humor und Zynismus daher, genau wie Vayl nach wie vor der allzeit charmante und tödliche Vampir bleibt.
Es gab allerdings auch sehr interessante neue Entwicklungen. Endlich kommen sich Jaz und Vayl mal näher. Worauf man im Prinzip schon seit Band 1 wartet und erst im letzten Band wenigstens ein wenig bekommen hat, dass wir nun endlich ausgebaut. Jaz hat ihren toten Geliebten Matt zwar nicht vergessen, aber sie kann sich endlich auf etwas Neues einlassen und somit Vayl eine Chance geben – was der auch ausnutzt. Auch Coles Avancen lehnt sie nun eindeutiger ab und es zeichnet sich eine Klärung ab, genauso wie sie ihrem Vater Albert wenigstens ein wenig näher kommt. Und ein Treffen mit ihrem Seelenführer Raoul hat auch nicht gefehlt.

Der Showdown allerdings ist dann genauso fulminant, wie man es von Jaz gewohnt ist, und am Schluss wird klar, dass für die nächsten 3 Bände noch genug Stoff bleibt. Denn das geheimnisvolle neue Komitee, dass nun über die paranormale Abteilung des CIA bestimmt, will Jaz unbedingt absägen und ich bin gespannt, was dabei herauskommt. Eine Konfrontation mit der Hölle steht außerdem sicherlich auch noch an.

Fazit:
In der ersten Hälfte fehlte mir ein wenig pfeffrige Action, was aber der zweite Teil ausgleichen kann. Die Entwicklungen und Jaz neue Mission sind spannend wie eh und je und lassen das Team zu Höchstform auflaufen. Für Fans der Reihe ein Muss.

 4,5 von 5 Buchwelten.
Buchinformationen:
Taschenbuch: 336 Seiten
Verlag: Orbit (29. Januar 2009)
Sprache: Englisch
ISBN-10: 1841497096
ISBN-13: 978-1841497099
Preis (amazon.de): 9,99 €
Kaufen bei amazon.de

Aus der Reihe "Jaz Parks":
  1. One Bitten, twice Shy | Ein Vampir ist nicht genug
  2. Another One Bites The Dust | Man lebt nur ewig
  3. Biting the Bullet | Ein Quantum Blut
  4. Bitten to Death
  5. One More Bite
  6. Bite Marks
  7. Bitten in Two
  8. The deadliest Bite (Abschlussband)
Zur Autorin:
Jennifer Rardin wurde 1965 in Evansville, Indiana geboren. Beeinflusst von den Märchen ihrer Kindheit und der nordischen Mythologie begann sie bereits mit 12 Jahren zu schreiben. Später studierte sie Englisch.

Montag, 19. September 2011

Rezension "Zweilicht" (Nina Blazon)


Zweilicht von Nina Blazon

Die ersten Worte:
„Und er atmet wirklich?“, fragte Mo.
„Wäre ziemlich seltsam, wenn nicht“, antwortete Night trocken. „Schlafende Menschen atmen für gewöhnlich. Auch wenn man es bei dem da kaum sieht.“

Inhalt:
Endlich macht Jay sein langersehntes Auslandsjahr in New York, wo sein Vater lange Zeit gelebt hat, nachdem er Jays Mutter Charlie während der Schwangerschaft sitzen gelassen hat.
Trotzdem bedeutet sein Vater Jay sehr viel – auch wenn er inzwischen schon tot ist.
In New York wohnt Jay bei seinem Onkel Matt und in der Schule lernt er das Mädchen mit den Indianeraugen Madison kennen, in die er sich verliebt.
Doch es verfolgt ihn das Mädchen Ivy, welches immer wieder aus dem Nichts auftaucht und genauso schnell wieder verschwindet. Sie versucht Jay vor Madison zu warnen. Doch Jay hat beim besten Willen keine Ahnung, was an der sensiblen, geheimnisvollen Madison gefährlich sein soll.
Zu Anfang hält er das Schattenmädchen für die echte Gefahr, doch bald schon merkt er, dass seine Welt eine Lüge ist und beginnt zu erkennen, vor wem er sich wirklich in Acht nehmen sollte.

Meinung:
Von Nina Blazon erwarte ich mir spätestens seit „Ascheherz“ eine geheimnisvolle Story mit interessantem Setting, wo nichts ist, wie es Anfangs scheint.
Und das habe ich mit „Zweilicht“ auch einmal mehr bekommen. Zwar einen Tick weniger gut, als „Ascheherz“, aber trotz allem bis zum Schluss ein Leseabenteuer.

Wie es für mich bei Blazons Büchern immer ist, dauert es eine Weile, bis die Spannung zum Nägel kauen verleitet, da sie sich Zeit nimmt, ihre Welt und Charaktere einzuführen und immer eine Art Vorgeschichte vor die eigentlichen Geschehnisse setzt, so ähnlich wie es mir bei „Ascheherz“ auch schon erschien.
Als Jay allerdings erkennt, dass sein New York so gar nicht das ist, für was er es wochelang gehalten hat, da wird es spannend. Plötzlich findet man sich in einer ganz neuen Welt wieder, die durchaus dystopische Züge hat und den Leser in eine nicht so ganz unmögliche Zukunft entführt. Auch dadurch, dass er lange Zeit nicht weiß, wer und was Madison und Ivy sind, wird die Spannung erhöht, da man immer glaubt, man wisse, was los ist und dann kommt doch etwas ganz Ungeahntes ans Tageslicht.
Dadurch wird allerdings auch Verwirrung gestiftet und manchmal muss man auch dranbleiben, weil die Verwicklungen nicht unmittelbar aufgeklärt werden. Da aber am Ende doch alle Puzzleteile an ihren Platz rutschen, stellte das für mich keinen großen Minuspunkt dar.

Jay hat mir als Hauptfigur sehr gut gefallen. Trotz allem, was er durchmacht, bleibt er sich selbst von Anfang bis Ende treu und verliert die Hoffnung und den Mut nicht. Und vor allem glaubt er sowohl an Madison als auch an Ivy; und dadurch ist diese Geschichte keine, in der Leute in Schubladen einsortiert werden. Bis auf Einen gibt es keine deutliche Abgrenzung zwischen Gut und Böse.
Madison und Ivy allerdings blieben mir ein klitzekleines bisschen zu blass. Sicherlich ging das nicht anders, da Blazon zwecks des Spannungsaufbaus der Handlung nicht zu viel über sie enthüllen konnte. Trotzdem hätte ich über sie, ihre Vergangenheit und generell die Welt, wie sie ist, noch etwas mehr erfahren wollen.

Blazons Welt dagegen hat mich wieder mal vollkommen in ihren Bann gezogen. Wie immer sehr vielschichtig und kreativ – einfach überraschend auf ganzer Linie. Spekulationen gehen bei diesem Buch wirklich zum größten Teil ins Leere.
Der Schreibstil war wie immer flüssig und hat einen sofort in Blazons Welt entführt und diese durch ein gutes Maß an Beschreibungen sehr bunt und lebhaft ausgestaltet.

Fazit:
Trotz einiger Verwirrung und teilweise leicht schwachen Nebencharakteren hat mich Nina Blazon in „Zweilicht“ wieder für ihre Geschichte begeistern können. Die spannende, dystopisch angehauchte Welt und ein toller Hauptprotagonist machen das Buch zu einem Leseabenteuer, das ich guten Gewissens empfehlen kann.
 4 von 5 Buchwelten.
 Buchinformationen:
Gebundene Ausgabe: 416 Seiten
Verlag: cbt (29. August 2011)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 357016117X
ISBN-13: 978-3570161173
Preis: 18,99 €
Kaufen bei amazon.de oder thalia.de

Mehr von Nina Blazon (eigenständige Geschichten):
Zur Autorin:
Nina Blazon, geboren 1969 in Koper bei Triest, aufgewachsen in Neu-Ulm, las schon als Jugendliche mit Begeisterung Fantasy-Literatur. Selbst zu schreiben begann sie während ihres Germanistik-Studiums – Theaterstücke und Kurzgeschichten – bevor sie den Fantasy-Jugendroman 'Im Bann des Fluchträgers' schrieb, der 2003 mit dem 'Wolfgang-Hohlbein-Preis' und 2004 mit dem 'Deutschen Phantastik-Preis' ausgezeichnet wurde. Seither haben Nina Blazons Bücher zahlreiche Auszeichnungen erhalten. Die erfolgreiche Jugendbuchautorin lebt in Stuttgart.
Mehr auf Nina Blazons Website: www.ninablazon.de

Sonntag, 18. September 2011

Regalzuwachs #40

Hallöchen, ihr Lieben!
Wo ist denn das Wochenende hin? Ich hab noch kein Buch angefasst und schon haben wir es wieder 15 Uhr...

Regalzuwachstechnisch ist ja diese Woche auch mal wieder was passiert, denn am Donnerstag traf ja meine Bestellung der LYX-Neuheiten bei mir ein. So haben es jetzt also "Fesseln der Erinnerung" von Nalini Singh und "Jill Kismet 4: Totenzirkus" von Lilith Saintcrow in mein Regal geschafft. Auf beide freue ich mich schon sehr. Aber von Lesereihenfolgen fange ich jetzt gar nicht erst an, momentan halte ich mich da an nichts, weil ich eigentlich jeden Tag Lust auf was anderes habe...

Jill Kismet 4: Totenzirkus von Lilith Saintcrow:
Manege frei für die Höllenbrut! Der Cirque de Charnu ist zurückgekehrt und lockt abtrünnige Seelen mit seinen sündigen Versprechungen! Zwischen den Jägern von Santa Luz und dem Zirkus besteht ein altes Abkommen, das zu zerbrechen droht, als der Zirkus von einer Mordserie heimgesucht wird. Die Jägerin Jill Kismet übernimmt nur widerwillig die Ermittlungen, denn sie muss mit ihrem ärgsten Feind zusammenarbeiten, damit die Stadt nicht im Chaos versinkt …

Fesseln der Erinnerung von Nalini Singh:
Der New Yorker Polizist Max Shannon wird auf einen äußerst brisanten Fall angesetzt: Die engste Vertraute einer mächtigen Medialen hat Morddrohungen erhalten. Bei seinen Ermittlungen steht Max die attraktive Mediale Sophia Russo zur Seite, die telepathischen Zugang zu den Erinnerungen von Gewaltverbrechern hat. Schon bald entwickeln die beiden tiefere Gefühle füreinander. Doch ihre Liebe zu Max bringt Sophia in tödliche Gefahr ...

Der Senf zum Sonntag:

Diese Woche war es auch endlich soweit und nach 8 Jahren mit meinem guten alten Sony Erricson hat das Handy ausgedient. Ich spielte schon seit längerem mit dem Gedanken, mir mal ein neues Handy zuzulegen, weil das Sony gerne mal nach 10 Minuten ein Telefongespräch unterbricht oder warum auch immer plötzlich mal die Zeit eine Stunde früher oder später anzeigt (was schlecht ist, da ich mein Handy als Wecker benutze...).
Und da habe ich mir eben mal ein Smartphone gegönnt und meinen Tarif optimieren lassen, sodass ich jetzt noch eine feine Internetflat auf meine SMS-Flat und 100 Freiminuten obendrauf bekommen habe.
Und geworden ist es das HTC Desire Z - ein richtiges Schmuckstück, ich liebe es!
Ich kann wirklich nicht meckern. Es hat von vornherein sehr viele Apps und die extra QWERTZ-Tastatur ist wirklich große Spitze. Schnell ist es außerdem, auch im Internet und die Bedienung macht auch keine Schwierigkeiten.

Außerdem hatte ich ja schonmal davon erzählt, dass ich im November mit Freunden zum Musical nach Berlin fahren wollte. Das hat sich aber leider erledigt, da wir uns einen Donnerstag freinehmen wollten und der aber nicht gewährt wurde, da wir an diesem Tag nach Klausurenplan eine Klausur schreiben und unser Antrag auf Vor-/Nachschreiben nicht bewilligt wurde. Immer wieder schön, wenn die Schule so verständnisvoll ist. Was soll's. Also braucht ihr auf einen Bericht dazu nicht warten.

Ich wünsch euch einen schönen Start in die Woche, vielleicht ein bisschen weniger regenreich wie das Wochenende hier bei mir!

Donnerstag, 15. September 2011

Film: What a man

What a man 
mit Matthias Schweighöfer, Sibel Kekilli, Mavie Hörbiger, Elyas M'Barek uvm.

Die Anfangsszene von "What a man", in der ich mich halb kaputt gelacht habe, hat nicht zu viel versprochen. Erwartet habe ich eine lockere, witzige Liebesgeschichte, die nicht "anspruchsvoll", sondern einfach unterhaltsam ist.
Und die habe ich bekommen. Die Situationen sind oft wirklich witzig und der richtige Schuss Liebesdramatik ist auch dabei. Natürlich finden sich am Ende die beiden Freunde aus Kinderzeiten trotz aller zwischenzeitlicher Irrungen und Wirrungen. Das weiß man - wie bei jeder Liebesgeschichte - natürlich vorher, trotzdem schaue zumindest ich mir das immer wieder mal gerne an.
Vom Hocker gerissen hat mich der Film zwar nicht, aber schon allein wegen Matthias Schweighöfer ist er auf jeden Fall sehenswert, denn der bringt mit seiner Art einfach viel Charme und Witz in die Geschichte. Wenn man nicht zu viel erwartet, kann man sich den Film also durchaus mal zu Gemüte führen.




Dienstag, 13. September 2011

Ist ein bisschen Freundlichkeit denn zu viel verlangt?

Hallöchen, ihr Lieben!
Diejenigen von euch, die meinen Senf zum Sonntag #6 von vor 2 Tagen gelesen haben, werden wissen, dass ich diese Woche in die Buchhandlung wollte, um mir die neuen Bücher von Lilith Saintcrow und Nalini Singh zu holen.

Heute nach dem Kinobesuch bin ich dann mit einer Freundin in unserem - nun einzigen und verkleinerten - Thalia gegangen.

Und da erwartete mich der absolute Graus. So viel Inkompetenz muss doch schmerzen!
Wie in einigen vorherigen Posts immer mal wieder erwähnt, funktioniert dort leider oft nichts, wie es soll. Die Neuerscheinungen haben sie nie pünktlich da, die weniger Beliebten werden teilweise gar nicht erst mitbestellt. Wenn dann am PC festgestellt wird, dass das Buch da ist, dann rennen die Verkäufer erstmal durch den halben Laden, bevor sie das Regal finden, in dem das Buch einsortiert ist. Das nervt einfach, aber dieses Mal haben sie dem ganzen noch die Krone aufgesetzt.

Erstmal bin ich durch den ganzen Laden und hab gesucht wie eine Blöde, weil die erstmal wieder umgeräumt und die Fantasy/SF-Ecke verkleinert haben. Hab ich mir gedacht: Vielen Dank, die Auswahl wird wirklich immer besser! Gefunden habe ich natürlich keins der Bücher, einige andere September-Neuheiten von LYX standen allerdings im Regal.

Also ging ich vor zur Kasse - vielleicht noch nicht ins Regal geräumt oder auf einem Aktionstisch, den ich nicht gesehen habe - man weiß ja nie...
Ich erkundigte mich also zuerst nach "Fesseln der Erinnerung" von Nalini Singh.
Die nette Verkäuferin: "Tut mir sehr Leid, dass ist noch gar nicht erschienen."
Ich: "Doch, ist es auf jeden Fall, vielleicht haben sie sich versehen, könnten sie noch mal schauen?"
Die Verkäuferin, ohne auf ihren PC zu schauen: "Nein, das ist noch nicht lieferbar, tut mir Leid."
Ich: "Aber es gibt bereits mehrere Leute, die es schon haben, da bin ich mir ganz sicher. Gehört zu den September-Neuheiten des Verlages, von denen sie schon einige dastehen haben."
Sie: "Sie können gerne auch noch 10 Minuten mit mir diskutieren, das Buch ist noch nicht erschienen. Ich werde das ja wohl besser wissen, als sie."

Und ich dachte nur: Wie BITTE?!
Ich habe gekocht vor Wut. Vielleicht versteht mich da der ein oder andere. Ich war ja ganz nett zu ihr und dann ranzt sie mich an...

Kommt eine Kollegin: "Gibt es ein Problem? Kann ich ihnen vielleicht weiterhelfen?"
Ich, ganz freundlich: "Ja, ich suche "Fesseln der Erinnerung" von Nalini Singh."
Sie: "Oh ja, tut mir Leid, wir hatten zu wenige Exemplare bestellt und die sind bereits alle raus. Aber wir bekommen in den nächsten Tagen wieder einen Schwung."

Also habe ich sie noch nach "Jill Kismet 4: Totenzirkus" von Lilith Saintcrow gefragt, die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt.
Sie tippte nun auf ihrem PC herum und ließ sich den Autorennamen buchstabieren und wurde dann fündig: "Ah ja, das müsste ich ihnen bestellen, dass haben wir nicht hier, davon waren keine Exemplare mitbestellt."


Und als sie dann noch so scheißfreundlich fragte: "Soll ich ihnen vielleicht beide Bücher bestellen?", da hab ich mich verabschiedet und bin ich in dem festen Entschluss da rausgerauscht, meinen Kram in Zukunft bei Amazon zu bestellen. Basta. Da bin ich Prime-Kunde und zahle somit so oder so keinen Versand. Aber man will ja auch die örtlichen Buchhandlungen unterstützen...
Mann, mann, kein Wunder, dass Online-Bestellungen sich immer größerer Beliebtheit erfreuen...

Bleibt die Frage: Bin ich eigentlich die Einzige, in deren Stadt es nur solche schlecht organisierten Buchläden gibt?

Montag, 12. September 2011

Rezension "Meridian: Dunkle Umarmung" (Amber Kizer)

Meridian: Dunkle Umarmung von Amber Kizer

Die ersten Worte:
Die Insekten waren die Ersten, die zu mir kamen; am Morgen, nachdem meine Eltern mich aus dem Krankenhaus nach Hause brachten, mussten sie tote Ameisen aus meinem Tragekörbchen entfernen. „Tot“ war das erste Wort, das ich lernte.

Inhalt:
Schon seit ihrer Kindheit weiß Meridian, dass sie nicht normal ist. Und obwohl ihre Eltern es als Gabe bezeichnen, haben sie doch Angst vor ihr und Meridian sieht nichts als einen Fluch darin, dass in ihrer Umgebung immer wieder Tiere sterben. Morgens wacht sie auf und auf ihrem Kopfkissen liegt eine tote Maus – so geht es ihr schon ihr ganzes Leben lang.
Als sich an ihrem 16. Geburtstag die Ereignisse zuspitzen, schickt ihre Mutter sie allein zu ihrer Tante Merry.
Erst dort erfährt Meridian, warum sie schon immer anders war: sie ist eine Fenestra, die den Seelen der Toten zur Erlösung verhilft.
Bei ihrer Tante, die selbst eine Fenestra ist, soll sie nun lernen, ihre Gabe zu beherrschen. Dabei helfen soll ihr auch Tens, ein Junge, der bei ihrer Tante wohnt. Der allerdings scheint gar nicht so begeistert, dass er sich mit Meridian auseinandersetzen muss…
Derweil merkt Meridian bald, dass jemand hinter ihr her ist und muss sich gegen die Feinde der Fenestrae behaupten…

Meinung:
Auf „Meridian: Dunkle Umarmung“ war ich sehr gespannt, da ich mir wegen der Fenestrae – die zumindest mir vorher noch nie in einem Buch begegnet sind – schon eine besondere Geschichte vorgestellt hatte. Dem war leider nicht ganz so.

Zu Anfang war ich vom Spannungsniveau noch sehr angetan, man hat Meridian und ihre Gabe kurz kennen gelernt, bevor sie an ihrem 16. Geburtstag plötzlich allein zu ihrer Tante geschickt wird. Dadurch wird es schon auf den ersten Seiten recht spannend, da Meridian bis zu ihrer Tante ein ganzes Stück Weg vor sich hat. Doch als sie einmal angekommen ist, fällt das Buch bis kurz vor Schluss ins Spannungstief. Die Ereignisse plätschern so vor sich hin, immer mal wieder passiert etwas, dass die Feinde der Fenestrae angezettelt haben, aber wirklich bedrohlich wird das erst im Showdown, so dass Meridian auch erst dann wirklich zum Handeln gezwungen ist.

Meridian als Hauptfigur hat mir soweit recht gut gefallen, sie ist trotz allem ein starkes Mädchen und trotz ihrer Außenseiterrolle nicht weinerlich oder selbstmitleidig. Als sie von ihrer Gabe erfährt, ist sie verständlicherweise erstmal von den Socken, kommt darüber dann aber auch mal hinweg.
Ihre Tante Merry und Tens bleiben aber etwas schwach. Man erfährt zwar etwas aus ihrer Vergangenheit aber ansonsten bekommen sie wenig Tiefgang.

Auch die Liebesgeschichte zwischen Meridian und Tens kam mir etwas dürftig vor. Erst scheint Tens Meridian so was von gar nicht abzukönnen, wobei das aber mehr wie eine Verzögerung wirkt, bevor er dann zwischen Fürsorglichkeit und Verschlossenheit hin und her tingelt. Und dann stellen die beiden plötzlich fest, dass sie ineinander verliebt sind, weil das Schicksal die beiden ja verbunden hat…

Die Feinde der Fenestrae, die sogenannten Aternocti, hat man auch kaum näher beleuchtet. Es wird zwar klar, dass sie die Seelen für den Teufel sammeln, aber wie viele es gibt, wie sie organisiert sind und so weiter, davon erfährt man rein gar nichts. Meridians Feind in diesem Band hat derweil mal eine ganze Stadt auf seiner Seite, da er eine ominöse Kirchengemeinschaft aufgebaut hat. Dadurch werden auch noch die Einwohner der Stadt als einfältige Stümper abgestempelt. Klasse.

Der Schreistil las sich angenehm und flüssig.

Fazit:
Nicht ganz das, was ich erwartet hatte – ein unterhaltsames Buch für zwischendurch, mehr aber auch nicht, da in Sachen Spannung und echter Liebe nicht so wahnsinnig viel los ist.

 2,5 von 5 Buchwelten.
Buchinformationen:
Gebundene Ausgabe: 352 Seiten
Verlag: PAN (5. Oktober 2009)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3426283018
ISBN-13: 978-3426283011
Preis: 12,95 €
Kaufen bei amazon.de oder thalia.de

Aus der Reihe "Meridian":
  1. Meridian 1: Dunkle Umarmung
  2. Meridian 2: Flüsternde Seelen (erscheint am 1.12.11)
Zur Autorin:
Amber Kizer liebt saure Süßigkeiten, laute Popmusik und den Geruch von Lilien. Außerdem backt sie für ihr Leben gerne und lebt auf Whidbey Island, einer Insel, die leider nicht in der Südsee liegt, sondern vor der Küste des US-Bundesstaats Washington. Mehr Informationen im Internet: www.AmberKizer.com

Sonntag, 11. September 2011

Vielerlei: Neuheiten und Eingefrorenes

Hallöchen, ihr Lieben!
Eigentlich hatte ich den Senf zum Sonntag hier nicht geplant, aber da ich wieder bisschen was - mehr oder weniger sinnvolles - zu erzählen habe, gibt es ihn nun eben doch.

Regalzuwachs gab es auch die Woche wieder nicht, aber ich bin mal optimistisch, dass sich das diese Woche ändert, denn ich hab wieder Geld und nachdem die LYX-Neuheiten raus sind, muss ich mir unbedingt Jill Kismet 4 und Fesseln der Erinnerung ins Regal holen!
An dieser Stelle möchte ich nicht unerwähnt lassen, wie es mich nervt, dass danach mit Jill Kismet Schluss ist, weil LYX die Serie "aus Eis legt", womit ich also keine Hoffnung habe, dass die nochmal fortgesetzt wird. Prima, denn eben englisch. Nur im Regal sieht dass dann wieder Mist aus.
Generell stellt LYX momentan ganz schön viele Serien ein. Find ich jetzt nicht so prickelnd. Wenigstens betrifft mich außer der Jill Kismet-Reihe nichts.
Auch sehr gefreut habe ich mich natürlich, als ich gelesen habe, dass "Babel" von Cay Winter nicht weiter erscheint. Jippie, da freut sich des Lesers Herz... 
Bei Irina hab ich eine schöne Auflistung gefunden, was so alles Schönes eingefrostet wird.

Was die kommende Woche so angeht, habe ich für morgen schonmal die Rezension zu "Meridian: Dunkle Umarmung" von Amber Kizer vorbereitet - meine Wochenendlektüre. War nicht so begeisternd, mehr dazu könnt ihr euch morgen durchlesen.
Außerdem nehme ich mir wie immer vor, meine Rezensionen nachzureichen.
Und da wir Dienstag ins Kino in "What a man" gehen, werde ich vielleicht auch mal wieder eine Filmmeinung posten.

Und schon wieder hab ich mir nicht "Divergent" zur Hand genommen. Ich will mich ja nicht rausreden, aber nach "Meridian" hatte ich erstmal keine Lust auf ein Jugendbuch. Also hab ich mir nochmal ein Buch genommen, das schon länger auf meinem SuB liegt und hoffe "One more bite" von Jennifer Rardin wird mich so gut unterhalten, wie die Vorgängerbände der Reihe.

Inhalt: I've already smoked the guy who was the pain in the CIA's you-know-what for the past few years. But now, in the power vacuum left by the death of Edward 'The Raptor' Samos, a struggle for supremacy has begun between his former allies. The CIA feels the balance must be maintained. So when a Valencian Were agent discovers a plot to assassinate the Coven of Inverness' leader, me and my vampire hottie (and boss), are drafted in. Our mission ? to take out the woman hired to do the deed, a killer who might be as wily and Gifted as ourselves. So it's off to the Scottish Highlands for some twisted fun among murderers, demons and half-crazed relatives. Sometimes being a top-secret CIA assassin isn't all it's cracked up to be.

Donnerstag, 8. September 2011

Rezension "Speak" (Laurie Halse Anderson)

Speak von Laurie Halse Anderson

Die ersten Worte:
It is my first morning of high school. I have seven new notebooks, a skirt I hate, and a stomachache.
The school bus wheezes to my corner.

Inhalt:
Melinda Sordino war ein ganz normales Mädchen mit Freunden, Familie und Träumen. Aber seit der Party ist alles anders. Die hat sie platzen lassen, indem sie die Polizei gerufen hat. Doch warum, dass ist ihr Geheimnis: einer der älteren Schüler hat sie vergewaltigt und seitdem spricht sie kaum noch ein Wort.
Aus dem Traum von der High School wird ein Alptraum, denn Melindas Freunde wenden sich von ihr ab, ihre beste Freundin Rachel hasst sie und keiner redet freiwillig mit ihr. Mit dem Beginn des neuen Schuljahres ist sie der meistgehasste Außenseiter der Schule.
Auch in ihrer Familie geht alles den Bach herunter, denn ihre Eltern streiten sich immer öfter und halten sie wahrscheinlich für eine Enttäuschung in allen Kategorien.
Mit Melindas Noten geht es auch Berg ab, denn sie kann sich nicht aufraffen, etwas für die Schule zu tun.
Nur ihr Kunstlehrer Mr. Freeman scheint sie zu verstehen und hilft ihr, sich durch ihr Kunstprojekt selbst wieder zu finden.

Meinung:
„Speak“ beschäftigt sich mit den Problemen, die im Teenagerleben auf einen zukommen können: die Familie lebt sich auseinander, angebliche Freunde entpuppen sich als Heuchler und zwischen all den Problemen erscheinen einem schlechte Noten noch als kleinstes Übel. Doch was die Thematik erst so wahnsinnig ernst macht, ist der sexuelle Missbrauch Melinda’s.

Aus der Ich-Perspektive schildert Melinda ab ihrem ersten High School-Schultag, wie es ihr ergeht. Ganz alltägliche Dinge wie Pausen oder das Essen in der Cafeteria werden für Melinda zu einer einzigen Tortour. Was als eine High School-Geschichte unter vielen anmutet, ist in Wahrheit eine todernste Geschichte, die trotz allem jugendgerecht erzählt ist.

Melinda erscheint trotz allem als starker Charakter. Sie leidet zwar sehr unter ihren Problemen und redet kaum noch mit anderen, ertränkt sich aber nicht im Selbstmitleid. Man erfährt durch sie sehr realistisch, welche Gefühle und Gedanken einen umtreiben, nachdem eine so schreckliche Tat an einem verübt wurde. Und trotzdem ist die Geschichte deshalb nicht deprimierend, da Melinda all das mit einer gewissen ironischen und humorvollen Art schildert, die einem trotz allem sogar manchmal ein Schmunzeln abgewinnt.

Daneben werden aber auch Themen wie Gruppenzwang oder Zugehörogkeit thematisiert, denn an Melinda’s High School geht nicht darüber, zu einem der „Clans“ zu gehören, von denen es vom Streber über den „leidenenden Schauspieler“ bis zu den spießigen Wohltäterinnen wohl alles gibt. Und trotzdem ist es beinahe unmöglich, sich ihnen nachträglich anzuschließen, was an Melinda’s Mitschülerin Heather klar wird.
Auch innerhalb der Familie werden derlei Probleme angesprochen, denn Melinda öffnet sich ihren Eltern nicht, die ihrerseits zwar versuchen, auf sie einzugehen, dies aber definitiv mit den falschen Mitteln tun.

Die Nebencharaktere bleiben allerdings eher schwach, da der Fokus (auch durch die Ich-Perspektive) eindeutig und vordergründig auf Melinda liegt. Man lernt so zwar einiges über die Nebencharaktere, aber wirklich Tiefgang bekommen nur wenige von ihnen.
Selbst Mr. Freeman, der Melinda schlussendlich hilft, gegen ihre Probleme anzukämpfen, blieb mir etwas zu flach, obwohl er doch eine Schlüsselrolle innehatte und somit das hoffnungsvolle Ende herbeigeführt hat, auf das man von Anfang an für Melinda hofft.

Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen, vor allem die ironische Seite ihrer Erzählweise macht die Geschichte trotz allem Ernst lesenswert.
Die Ausgabe des Buches aus der Cornelsen Senior English Library kann ich außerdem allen weniger Englischkundigen nur empfehlen, denn sie beinhaltet viele Anmerkungen mit Vokabularhilfen, die ich für meinen Teil zwar nicht brauchte, die aber für andere sicherlich sehr hilfreich sind, um die Geschichte zu verstehen. Für Einsteiger im englisch lesen ist das Buch also sicherlich nicht schlecht.

Fazit:
Eine ernste Geschichte über sexuellen Missbrauch und seine Folgen für junge Mädchen, die aber mit der ironischen Art der Protagonistin nicht depressiv macht, sondern einem den Ernst einer solchen Lage vor Augen führt und dabei sogar einen positiven Ausgang bietet, der Hoffnung macht.

 4 von 5 Buchwelten.
Buchinformationen:
Taschenbuch: 200 Seiten
Verlag: Cornelsen Verlag (Februar 2010)
Sprache: Englisch
ISBN-10: 3060311277
ISBN-13: 978-3060311279
Preis: 8,75 €
Kaufen bei amazon.de oder thalia.de
Auch auf Deutsch erhältlich bei amazon.de oder thalia.de 

Zur Autorin:
Laurie Halse Anderson, geboren 1961 in Potsdam, lebt in New York. Sie studierte Sprachen und Sprachwissenschaft und war eine erfolgreiche Journalistin, bevor sie beschloss, halbtags als Buchhändlerin zu arbeiten, um genügend Zeit für ihr literarisches Schreiben zu haben.

Montag, 5. September 2011

Rezension "Dunkle Sehnsucht" (Jeaniene Frost)


Dunkle Sehnsucht von Jeaniene Frost
Cat & Bones 5

Die ersten Worte:
Der Vampir zog an den Ketten, mit denen er an die Wand gefesselt war. Seine Augen waren grellgrün, ihr Glanz erhellte die uns umgebende Finsternis.

Inhalt:
Gerade haben sich Cat und Bones Gregor vom Hals geschafft, da kündigt sich schon die nächste Gefahr an – und das nicht nur für die beiden, denn ein Krieg zwischen Ghulen und Vampiren droht auszubrechen.
Denn Apollyon, Herrscher über die Ghule, stachelt sein Volk gegen Cat auf und redet ihnen ein, Cat könnte zu einem Mischwesen zwischen Ghul und Vampir werden und alle Fähigkeiten der beiden Spezies in sich zu vereinen – was verhindert werden muss, da die Vampire sonst bedeutend stärker wären, als die Ghule.
Das dies allerdings nur der Deckmantel dafür ist, die Vampire in einem Krieg ausrotten zu können, wird schon bald klar.
Die entscheidende Rolle spielt nun die Vodoo-Königin Marie Laveau, die über die Untoten von New Orleans herrscht. Doch die hat ihre ganz eigenen Pläne und zu wessen Gunsten diese ausfallen, dass müssen Cat und ihr Geliebter erst noch herausfinden…

Meinung:
Nachdem der letzte Teil der Reihe mich nicht so begeistern konnte, wie seine Vorgänger, ist Band 5 um Cat und Bones eindeutig wieder ein Lesegenuss gewesen.
Das liegt zum einen daran, dass die Spannung diesmal wieder von Anfang bis Ende ohne Flauten gehalten wird. Mit jeder Menge Action, Kampf und blutigen Silbermessern hält Frost ihre Leser in Atem, bis Cat sich schließlich Apollyon stellen muss.
Die Spannung gipfelt dann in einem sehr schönen Showdown, auch wenn der ruhig hätte dramatischer sein können, da vor allem Apollyon meiner Meinung nach etwas zu schnell erledigt war.

Auch Cat läuft in „Dunkle Sehnsucht“ endlich wieder zu Hochform auf. Sie verliert bei weitem nicht ihre Dickköpfigkeit oder Streitlust, aber das artet nicht mehr in nervige Streitereien aus, wie es im Vorgängerband war. Anfangs schien sie mir diesmal zwar etwas willensschwächer, ich hatte aber das Gefühl, das sich das bald gab.
Bones ist und bleibt unser allerliebster Meistervampir, besitzergreifend wie eh und je und ebenso dickköpfig wie seine Frau.
Auch sehr gut gefällt mir, dass Frost kontinuierlich die Nebencharaktere, wie Spade, Denise, Mencheres oder Vlad auftreten lässt, so dass diese nicht in Vergessenheit geraten. Schließlich haben sie ihren ganz eigenen Charme und man freut sich über jedes Wiedersehen.

Die Beziehung zwischen Cat und Bones hat mir ebenfalls wieder besser gefallen, wo die beiden ja wie gesagt nicht mehr ständig am herumzicken sind. Die Liebesbekundungen klingen zwar manchmal etwas theatralisch, aber ein bisschen Kitsch tut den beiden (und vielleicht auch dem ein oder anderen Leser) sehr gut.
Auch ein Schmunzeln und das ein oder andere Lachen entlockt die Autorin einem mit Cats frechen Kommentaren und ihrem unerschütterlichen Sarkasmus und schwarzen Humor.
Ansonsten ist Frosts Schreibstil gewohnt flüssig und liest sich sehr angenehm.
„Eins noch: Wenn das mit dem Gedankenlesen stimmt, wäre da noch etwas, dass ich immer schon über Vampire wissen wollte…“
„Frag mich, ob ich glitzere, und ich mache dich auf der Stelle kalt“, antwortete Bones vollkommen ernst.
Fazit:
Cat und Bones haben sich von ihrer Krise in Band 4 erholt, treten in ihrem nächsten Abendteuer nun wieder wesentlich fulminanter auf und lassen die Silbermesser fliegen. „Dunkle Sehnsucht“ konnte mich wieder überzeugen.

 4,5 von 5 Buchwelten.
Buchinformationen:
Taschenbuch: 400 Seiten
Verlag: Blanvalet Taschenbuch Verlag (15. August 2011)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3442377455
ISBN-13: 978-3442377459
Originaltitel: This Side of the Grave (Night Huntress/ Cat & Bones 5)
Preis: 8,99 €
Kaufen bei amazon.de oder thalia.de

Aus der Reihe „Night Huntress/Cat & Bones“:
  1. Blutrote Küsse
  2. Kuss der Nacht
  3. Gefährtin der Dämmerung
  4. Der sanfte Hauch der Finsternis
  5. Dunkle Sehnsucht
Zur Autorin:
Jeaniene Frost lebt mit ihrem Mann und ihrem Hund in Florida. Obwohl sie selbst kein Vampir ist, legt sie wert auf einen blassen Teint, trägt häufig schwarze Kleidung und geht sehr spät zu Bett. Und obwohl sie keine Geister sehen kann, mag sie es, auf alten Friedhöfen spazieren zu gehen. Jeaniene liebt außerdem Poesie und Tiere, aber sie hasst es zu kochen. Zurzeit arbeitet sie an ihrem nächsten Roman.
Mehr über die Autorin erfahrt ihr auf ihrer Website: http://jeanienefrost.com/

Sonntag, 4. September 2011

Vierlei: Die Musical-Qual der Wahl

Hallöchen, ihr Lieben!
Man mag es nicht für möglich halten, aber ich hab mich mal wieder eine ganze Woche lang beherrscht und keinen Buchladen von innen gesehen. Und auf Amazon hab ich mich zwar rumgetrieben, aber wenigstens kein Geld ausgegeben.

Das ist auch mal ganz wichtig, wenn ich im November mit Freunden zum Musical nach Berlin will - das kostet nämlich auch sein Geld. Die Woche müssen wir uns dann langsam mal entscheiden, was wir sehen wollen - "Hinterm Horizont" oder "Tanz der Vampire" - sonst können wir unsere Reservierungen nämlich vergessen.
Hat irgendjemand eins der beiden, oder gar beide gesehen und kann mir etwas empfehlen? Prinzipiell würden mir nämlich beide gefallen.

So, sehr erfolgreich war ich im Rezensionen schreiben die Woche auch wieder nicht und "Nachtjägerin" von Jeaniene Frost hab ich gestern auch schon wieder geschafft. Denise und Spade haben mir gut gefallen, Frost hat da sehr erfolgreich mal was anderes gemacht, als bei Cat und Bones.
Mal schauen, als nächstes ist dann planmäßig mal die Rezension zu "Dunkle Sehnsucht" von Jeaniene Frost dran, vielleicht schreib ich die nachher gleich noch, damit sie morgen online gehen kann :).
Von Zweilicht hab ich dann gestern Nacht/heute morgen gleich noch gute 100 Seiten gelesen und bin schon wieder ganz verzaubert von Blazons neuer Welt. Bin gespannt, was da noch kommt, da bei Frau Blazon ja nie etwas so ist, wie es auf den ersten Seiten erscheint.
Danach ist dann planmäßig "Divergent" von Veronica Roth dran, habe ich eigentlich schon viiiiel zu lange warten lassen*lach*.

Schultechnisch ist echt schon nach 2 Wochen wieder ganz schön was los. Ich komm mir vor, als wären die 6 Wochen Sommerferien gar nicht gewesen. Diese Woche warten schon ein Vortrag und 2 Leistungskontrollen auf mich. Dementsprechend bin ich hochmotiviert und kann es kaum noch erwarten. Aber gejammert wird ja nicht *lach*. Es gibt ja aber auch erfreuliches, denn die Planungen zu Abiball etc. laufen jetzt auch an und das Abimotto werden wir die Woche auch endlich mal ausdiskutieren. Wir müssen dann bloß noch das Abitur schaffen, damit sich die ganze Planerei auch lohnt.

Nächstes Wochenende gibt's keine Posts. Ich habe ja bereits erzählt, dass ich von Freitag bis Sonntag mal wieder in den Norden zu meinen Großeltern fahre und somit internetlos und wahrscheinlich auch recht "zeitlos" bin. Davor gehen allerdings hoffentlich noch mindestens 2 Rezensionen online :).

Ansonsten wünsche ich allen einen schönen Start in die neue Woche ;)!

Samstag, 3. September 2011

Kurzmeinung "Der kleine Prinz" (Antoine de Saint-Exupéry)


Der kleine Prinz von Antoine de Saint-Exupéry

„Der kleine Prinz“ kann ich jedem einfach nur ans Herz legen. Welches Genre man auch immer bevorzugt, den kleinen Prinzen sollte man trotzdem nicht auslassen. Auf den wenigen Seiten, die das Buch umfasst, findet man so viele einfach Wahrheiten des Lebens wieder, über die man normalerweise gar nicht nachdenkt - wie wertvoll Freundschaft, wie stark die Liebe ist. In diesem Buch findet man sich wieder. Es gibt viel zu entdecken, es lohnt sich, mit dem kleinen Prinzen auf die Reise zu gehen und zu entdecken, was man in der Kindheit wusste und beim Erwachsenwerden leider vergisst: das wirklich Wichtige. Die Geschichte bleibt im Gedächtnis und beschäftigt einen auch nach dem fertig lesen noch. Ein kleines Meisterwerk.
"Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar".
Kurzmeinungen sind kurze subjektive Leseeindrücke ohne Punktebewertungen, die keinesfalls eine vollständige Rezension darstellen sollen. 

Quelle: Cover 

Donnerstag, 1. September 2011

Rezension "Strange Angels 1: Verflucht" (Lili St. Crow)


Strange Angels 1: Verflucht von Lili St. Crow

Die ersten Worte:
Ich hatte Dad nichts von Granmamas weißer Eule erzählt. Das hätte ich tun sollen.
Es gibt einen Bereich zwischen Schlafen und Träumen, in den bisweilen Dinge eindringen – keine richtigen Träume, keine echten Vorahnungen, sonder seltsame Mischungen aus beidem.

Inhalt:
Seit Jahren zieht Dru mit ihrem Vater von Stadt zu Stadt. Die beiden jagen übernatürlich wesen der Echtwelt. Dank ihrer Gabe kann Dru diese Wesen spüren und hat auch andere nützliche Fähigkeiten.
Eines Nachts kommt ihr Vater allerdings nicht wieder nach Hause, nachdem er unbedingt allein losziehen wollte, um sich einem Gegner zu stellen.
Dru hat noch nicht einmal den Schock überwunden, dass ihr Vater wohl nie wieder zurückkommt, da steht er erneut vor ihrer Tür – als Zombie, der ihr nach dem Leben trachtet. Knapp entkommt sie ihrem eigenen Tod, doch sie ahnt, dass sie in großer Gefahr schwebt. Da trifft sie Graves, einen Jungen aus ihrer Schule, der ihr ein Versteck bietet, bald aber ebenfalls in Drus dunkle Welt hineingezogen wird.
Über kurz oder lang werden ihre Feinde sie finden, dass weiß Dru, genauso wie ihr klar ist, dass sie nicht allein gegen sie ankommt, obwohl sie sich dank ihrem Vater zur Wehr setzen kann. Als ihr eines Nachts Christopher das Leben rettet, als ein Werwolf sie angreift, weiß sie nicht, ob er Freund oder Feind ist, aber er will ihr auch weiterhin helfen…

Meinung:
Man merkt eindeutig, dass dieses Buch von Lilith Saintcrow stammt, denn ihre blutigen Urban Fantasy-Geschichten sind in abgeschwächter Form auch im Jugendroman „Verflucht“ wieder zu erkennen.

Gemeinsam haben die Bücher auf jeden Fall den hohen Grad an Spannung, der sehr schnell aufgebaut wird und dann erhalten bleibt. Saintcrow gönnt ihrer Heldin auch hier keine Verschnaufpause – kaum hat sie den einen Gegner besiegt und sich den gröbsten Kummer aus dem Herzen geweint hat, da taucht schon die nächste Gefahr auf. Auch auf Blut muss man in ihrem Jugendroman nicht verzichten, denn Dru wehrt sich immer wieder auf eigene Faust und mit allerlei Waffen gegen ihre Angreifer. Denn die sind sehr zahlreich – von Zombies über Werwölfe und Geister bis zu Vampiren ist in der Echtwelt alles dabei.

Es dauerte eine kleine Weile, bis ich mit Dru richtig warm geworden bin, denn sie wirkte anfangs auch mich nicht unbedingt wie eine 16-jährige und erst im Laufe der Zeit lernt man sie richtig kennen und beginnt sie zu verstehen.
Ihr Schulfreund Graves hingegen hat mir von Anfang an sehr gut gefallen. Trotzdem er durch Dru zum ersten Mal mit der Echtwelt in Verbindung kommt, schlägt er sich sehr wacker und ist immer für Dru da. Zwischen den beiden entsteht eine liebevolle Beziehung und aus ihrer Freundschaft könnte in den nächsten Bänden vielleicht sogar noch mehr werden. Da es allerdings auch noch Christopher gibt, kann man ja nie wissen, in wen sich Dru letztendlich wirklich verliebt.
Christopher war anfangs ebenfalls ein etwas schwieriger Charakter, da er ein sein hohes Näschen ein bisschen zu sehr zur Schau getragen hat. Gegen Ende bessert sich aber auch das und endlich beginnt man ihm zu glauben, dass er sich ernsthafte Sorgen um Dru macht.

Trotz all der Spannung wirkte dieser Beginn der bereits 5-teiligen Serie für mich eher wie ein Einleitungsband, in dem ans Licht kommt, wer und was die Protagonistin ist, damit in Band 2 dann die Geschehnisse beginnen können. Diesen Eindruck bin ich leider bis zum Ende nicht losgeworden.

St. Crows Schreibstil hat mir sehr gut gefallen, sie schreibt flüssig und unterhaltsam – sogar das ein oder andere Schmunzeln wird einem entlockt.

Fazit:
Trotzdem ich mit Dru erst einmal warm werden musste, hat mich der erste Band von Lilith Saintcrows Jugendromanreihe gut unterhalten und ich freue mich darauf, in Band 2 wieder in die Echtwelt einzutauchen und zu erfahren, wie es mit Dru weitergeht.

 4 von 5 Buchwelten.
Buchinformationen:
Gebundene Ausgabe: 384 Seiten
Verlag: PAN (4. April 2011)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 342628345X
ISBN-13: 978-3426283455
Preis: 16,99 €
Kaufen bei amazon.de oder thalia.de 

Zur Autorin:
Lili St. Crow ist das Pseudonym der amerikanischen Autorin Lilith Saintcrow, das sie für ihre actiongeladenen, spannenden Jugendromane verwendet. Sie wurde in New Mexico geboren und lebt heute mit ihrer Familie in Vancouver.