Donnerstag, 30. Juni 2011

Lesestatistik Juni und Neuerscheinungen Juli 2011

Hallöchen, ihr Lieben!
Dieser Monat umfasst unglaubliche 7 Posts und 3 gelesene Bücher. Man war ich fleißig ;)!

Gelesen: 3
Dürrenmatt, Friedrich - Der Besuch der alten Dame (Kurzmeinung)
Estep, Jennifer - Spider's Bite (4/5 Sterne)
Nicholls, Sally - Wie man unsterblich wird: Jede Minute zählt (4/5 Sterne)

Gelesene Seiten: 793

Begonnen:
Dürrenmatt, Friedrich - Die Physiker (32 von 93 Seiten gelesen)
MacAlister, Katie - Silver Dragons 2: Viel Rauch um Nichts (89 von 300 Seiten gelesen)

Abgebrochen: 0 

Gekauft: 3
Anderson, Laurie Halse - Speak
Dürrenmatt, Friedrich - Der Besuch der alten Dame
Winter, Cay - Babel 1: Hexenwut

Gewonnen: 0

Rezensionsexemplare: 0

Challenges:
Gelesene Seiten: 793
Insgesamt: 12.549/18.000 (Seiten zähl-Challenge)

SuB: 48

Im Juli:
Ab 11. Juli gibt es endlich Ferien!
Meine Ferien sind nicht schlecht verplant, aber ich freu mich drauf. In der 1. Woche bin ich so gut wie jeden Tag mit Freunden unterwegs und quetsche so gut wie es geht Fahrstunden dazwischen. Von der 2. bis Mitte der 4. Woche werdet ihr eher selten von mir hören, weil ich erst Urlaub im Ruhrpott und dann bei meinem Bruder mache, der ja nun Ende Juli heiratet.
Die letzten beiden Wochen werden dann entspannter, da mache ich möglichst viele Fahrstunden, damit ich August/September meinen Führerschein schaffe und ansonsten hab ich Zeit, vor der 12. Klasse nochmal auszuspannen.
Wenn es interessiert: Am Dienstag habe ich meine Fahrschul-Theorieprüfung mit 0 Fehlerpunkten bestanden ;).

Der Juli bringt außerdem diese Neuerscheinungen:

[Egmont LYX] Adrian, Lara – Gejagte der Dämmerung (Band 9)
[Boje] Kacvinsky, Katie - Die Rebellion der Maddie Freeman 
[Egmont LYX] Neill, Chloe – Chicagoland Vampires Band 2: Verbotene Bisse
[Egmont LYX] Palmer, Pamela – Krieger des Lichts Band 3: Ungezähmte Leidenschaft

Dienstag, 28. Juni 2011

Rezension "Wie man unsterblich wird: Jede Minute zählt" (Sally Nicholls)


Wie man unsterblich wird: Jede Minute zählt von Sally Nicholls

Die ersten Worte:
Dies ist mein Buch, begonnen am 7. Januar, beendet am 12. April. Es ist eine Sammlung von Listen, Geschichten, Bildern, Fragen und Tatsachen.
Und es ist meine Geschichte.

Inhalt:
Sam ist 11 Jahre alt und blutkrebskrank. Und er weiß genau, dass ihm nicht mehr viel Zeit bleibt, bis weder Medikamente, noch Chemo die Leukämie mehr aufhalten können.
Doch bis dahin will er noch einiges erleben. Auf Listen hält er fest, was er vor seinem Tod noch erleben möchte: Horrorfilme schauen, Teenager sein, einen Weltrekord aufstellen, mit einem Luftschiff fahren, die Erde vom Weltraum aus sehen.
Zusammen mit seinem ebenfalls krebskranken Freund Felix und ein wenig Hilfe von Lehrerin und Eltern, macht er sich an die Erfüllung seiner Wünsche.
Außerdem will er sein Leben in seinem eigenen Buch festhalten und mit ein wenig Hilfe von seiner Hauslehrerin Mrs. Willis und seinen Eltern gelingt ihm das auch bis zum Ende.

Meinung:
„Wie man unsterblich wird“ ist eine Geschichte, die überzeugt und berührt.
Mit verschiedenen Listen von Fakten zu Sam, seinen Zielen, seiner Familie und Umgebung, Tatsachen über das Leben, Fragen, die niemand beantwortet und Berichten über sein Leben, erzählt Nicholls die Geschichte eines Krebskranken, ohne sie in irgendeiner Form melancholisch oder selbstmitleidig erscheinen zu lassen.
Lebensfroh und lustig schildert die Autorin Sams letzte Monate, in denen er sich seine Wünsche zu erfüllen versucht und so viel erleben möchte, wie es geht.
Dabei scheut die Autorin aber auch vor traurigen Ereignissen nicht und schildert so realistisch das auf und ab, dass jeder im Leben kennt. Zum Beispiel macht er sich immer wieder auch Gedanken über seinen Tod und denkt darüber nach, warum Krebs ausgerechnet Kinder treffen muss.
Man lacht und weint mit Sam und vergisst bei seiner Lebensfreude und Abenteuerlustigkeit auch schnell mal, dass er eigentlich krank ist.
Probleme, die durch seine Krankheit in der Familie entstehen, werden ebenfalls nicht ausgelassen, denn auch Sams Eltern haben, wie jede andere Familie auch, natürlich Schwierigkeiten, sich mit der Situation abzufinden. Jedes Familienmitglied geht damit anders um, woraus Konflikte entstehen, die ebenfalls sehr real erscheinen.
Vor allem das Ende ist zwar kinderfreundlich, aber doch sehr emotional geschrieben und trotzdem man genau weiß, dass Sam keine Angst vor seinem Tod hat, verdrückt man doch einige Tränen, als es trotz allem zu Ende geht.

Fazit:
Eine Geschichte vom Leben und Erfüllen von Wünschen voller Lebensfreude, die sehr realistisch die Geschichte eines krebskranken Jungen erzählt, der so viel wie möglich erleben will und sich dabei trotzdem manchmal fragt, warum es ausgerechnet ihn treffen musste.

 4 von 5 Buchwelten.
Buchinformationen:
Taschenbuch: 208 Seiten
Verlag: Deutscher Taschenbuch Verlag (1. Mai 2010)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 9783423624558
ISBN-13: 978-3423624558
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 7 - 11 Jahre
Preis: 8,95 €
Kaufen bei amazon.de oder thalia.de

Zur Autorin:
Sally Nicholls wurde 1983 in Stockton, England, geboren. Sie studierte Philosophie und Literatur, ohne eine Vorstellung davon zu haben, wie man später Geld damit verdienen könnte. In einem Schreibseminar verfasste sie schließlich ihren Debütroman - mit nur 23 Jahren. Überraschenderweise wurde die Geschichte gleich vom ersten Verlag angenommen und veröffentlicht. Der Roman Wie man unsterblich wird handelt von einem krebskranken Jungen und  wurde mit mehreren großen Literaturpreisen (u.a. dem Waterstone Children's Book Prize) ausgezeichnet und in 16 Sprachen übersetzt. Ihr neuester Roman mit dem Namen Zeit der Geheimnisse erzählt von zwei Schwestern, die nach einem schweren Schicksalsschlag die Kraft zum Leben wiederfinden müssen. Sally Nicholls lebt in London und hat bereits ihr zweites Buch A season of secrets (2009) in England veröffentlicht.

Sonntag, 26. Juni 2011

Regalzuwachs #34

Hallöchen, ihr Lieben!
Zum ersten Mal im Juni habe ich Neuzugänge zu verzeichnen. Welch ein Wunder!

Allerdings sind 2 Schulbücher dabei: "Der Besuch der alten Dame" von Dürrenmatt musste für den Deutsch Leistungskurs ran und "Speak" von Laurie Halse Anderson für den Englisch Leistungskurs. Den Besuch der alten Dame habe ich bereits zu Ende gelesen und war sehr positiv überrascht, las sich flüssig und angenehm, sogar Spannung kam auf. Und auf "Speak" bin ich recht gespannt, da die Geschichte eigentlich ganz gut klingt.
Ich hab schon mal im Buch rumgeblättert. Was mich etwas nervt ist, dass pro Seite mindestens 10 Annotations angefügt sind. Das Buch ist als "Senior English Library" ausgewiesen. Da wird man sich doch wohl mal Vokabeln erschließen können, statt gleich mind. 10 Stück pro Seite erklärt zu bekommen...
Und dann habe ich mir auch mal was für meinen SuB geleistet: "Babel 1: Hexenwut" von Cay Winter. Wieder mal hat eine Rezension von Melanie mich dazu animiert, das Buch auf meine Wunschliste zu setzen. Das erste Kapitel mag ich ganz gerne, hab schon mal reingeschnuppert.




Der Besuch der alten Dame von Friedrich Dürrenmatt:
Im kleinen Städchen Güllen schwängerte vor vierzig Jahren Alfred Ill Kläri Wäscher, die er dann sitzen ließ. Mittlerweile ist aus Kläri Wäscher die Multimillionärin Claire Zachanassian geworden. Als solche erscheint sie jetzt wieder in Güllen, um sich zu rächen. Sie bietet der Stadt 1 Milliarde, falls jemand Alfred tötet...

Babel 01: Hexenwut von Cay Winter:
Als Hexe führt die junge Babel ein Doppelleben. Offiziell ist sie als Personal Trainerin bei einer Firma angestellt. Insgeheim erledigt sie jedoch mit Hilfe von Magie Aufträge ganz anderer Art. Als eine rätselhafte Mordserie die Stadt erschüttert, wird Babel von den Alben engagiert, um den Täter zu finden. Schon bald gerät auch ihr Ex-Geliebter, der Halbdämon Samuel, unter Verdacht, von dem Babel aus erster Hand weiß, wie gefährlich er werden kann. Als sie auch noch mit dem Alben Tom anbandelt und selbst unter Verdacht gerät, zieht sich die Schlinge um ihren Hals immer weiter zu. Um die Katastrophe abzuwenden, muss sie Kräfte nutzen, von denen sie sich geschworen hatte, sie nie wieder anzurühren

Speak von Laurie Halse Anderson:
From her first moment at Merryweather High, Melinda Sordino knows she's an outcast. She busted an end-of-summer party by calling the cops - a major infraction in high-school society - so her old friends won't talk to her, and people she doesn't know glare at her. No one knows why she called the police, and she can't get out the words to explain. So she retreats into her head, where the lies and hypocrisies of high school stand in stark relief to her own silence. But it's not so comfortable in her head, either - there's something banging around in there that she doesn't want to think about. But, try as she might, it just won't go away...

Samstag, 25. Juni 2011

Schullektüre

Hallöchen, ihr Lieben!

Schullektüre, verhasst, geliebt oder ein notwendiges Übel?
Dabei geht es mir eigentlich weniger um jene Bücher, die ich in der Oberstufe lese und noch lesen muss, da mir bis jetzt all diese recht gut gefallen haben. "Der Steppenwolf" von Hesse, "Hamlet" von Shakespeare, "Die Verwandlung" von Kafka, "Der Besuch der alten Dame" von Dürrenmatt. Dürrenmatt und Shakespeare haben es mir ja angetan. Damit wäre ich im Abi wirklich sehr zufrieden. Kafka und Hesse fand ich nicht ganz so berauschend, aber auch die waren nicht schlecht.

Und da stehe ich nun und frage mich: Warum fand ich alle Bücher aus den kleineren Klassen so scheußlich?
In der 9. und 10. Klasse war es schon besser. Da haben wir "Andorra" von Max Frisch, "Nathan der Weise" von Lessing und "Faust" von Goethe gelesen. Ich muss gestehen, Faust mochte ich nicht besonders und bin froh, dass wir uns nicht auch noch "Faust II" antun müssen, aber "Andorra" und "Nathan der Weise" fand ich schon gar nicht schlecht.
Aber davor... du lieber Gott. Ich erinnere mich noch deutlich an die Qualen in der 5. Klasse, als wir "Wir pfeifen auf den Gurkenkönig" von Christine Nöstlinger gelesen haben. Ich habe schon damals gerne gelesen, aber dieses Buch fand ich wirklich grässlich. Den Gurkenkönig habe ich beim Umzug aus meinem Bestand verband, keine Ahnung, wo das abgeblieben ist.
Und "Die Reise zur Wunderinsel" von Klaus Kordon fand ich auch nicht so prickelnd, erschien mir - zumindest damals - gähnend langweilig.

Nun ist meine Schwester ja in der 7. Klasse, müsste also auch lauter solche scheußlichen Bücher hinter sich haben. Aber dem ist nicht so. Alle 3 Bücher habe ich kurz nach ihr oder mit ihr zusammen gelesen und sie haben mir wirklich gefallen: in der 5. Klasse "Momo" von Michael Ende, in der 6. "Rico, Oskar und die Tieferschatten" von Andreas Steinhöfel (zu dem ich vor kurzem eine Kurzmeinung geschrieben habe) und momentan "Wie man unsterblich wird: Jede Minute zählt" von Sally Nicholls, was ich mir auch gleich zum lesen geschnappt habe.

Da drängt sich mir ja die Frage auf: Sollte ich vielleicht die verhassten Schullektüren nochmal hervorkramen und anlesen? Vielleicht würden sie mir ja jetzt auch gefallen... Aber dafür sitzt meine Abneigung wirklich zu tief *lach*.

Donnerstag, 16. Juni 2011

Wer hat an der Uhr gedreht...

Hallöchen, ihr Lieben!
Ich wollte mich auch mal wieder melden, wo ja momentan derartige Post-Flaute herrscht.

Momentan hab ich kaum Zeit für's lesen oder vernünftig im Internet stöbern. Das letzte mal habe ich meinen Blog-Reader letzten Freitag aufgemacht... Ähnlich verhält es sich mit Büchern.
"Spider's Bite" habe ich schon einige Zeit durch, aber ich komme weder dazu, eine Rezi dazu zu schreiben, noch kann ich ein neues Buch beginnen *seufz*.

Das liegt daran, dass ich mich eindeutig zu früh gefreut habe. Eigentlich habe ich ja gedacht, wo die Klausuren allesamt überstanden sind, habe ich wieder mehr Ruhe, aber falsch gedacht. Jetzt, in den letzten beiden Wochen vor Zensurenschluss, müssen sie natürlich alle nochmal Noten verteilen und ich muss mich wirklich anstrengen, überhaupt noch was zu tun, weil Elan und Motivation wirklich auf Null sind.
Zusätzlich lerne ich momentan für meine Theorieprüfung für die Fahrschule und über den praktischen Fahrstunden bin ich jetzt auch schon, weil ich ja möglichst bald fahren will ;).
Hinzu kommt, das mein Schwesterchen sich den Mittelfußknochen gebrochen hat und somit laufen nicht so die beste Idee ist, also braucht sie auch immer zusätzlich Hilfe.
Und bei dem schönen Wetter bin ich auch gern mal einfach mit Freunden oder Familie an der frischen Luft.
Also, kaum Zeit = nix lesen. *seufz*

Das tragische Fazit der 16 Tage, die der Juni jetzt schon dauert, ist ein einziges Buch. Schande, schande.

Donnerstag, 9. Juni 2011

Da schau mal an...

Hallöchen, ihr Lieben!
Ganz unbedarft geht man mal wieder ins Internet und was sieht man da? Ayanea und Ralph haben die Vorstellung meines Blogs online gestellt:


Wie ich beim anschauen gesehen habe, lassen sich mit meinem Blognamen und -farben anscheinend viele Wortspiele kreiren. Schaut mal rein, was Ralph und Ayanea über mich geschrieben haben und was ich selbst so auf ihre Fragen geantwortet habe. Zur Blogvorstellung auf ThrillerOnline kommt ihr hier.

Und dann war ich letztens mal wieder auf Amazon Bücher stöbern und hab zur Abwechslung auch mal zwei Cover gefunden, welche defintiv Ambitionen auf das hässlichste Cover des Jahres haben:

Kissed by an Angel & Loved by an Angel von Elisabeth Chandler


Meine Güte, ich kann mir nicht helfen, aber ich finde sie wirklich grauenerrgend.
Der Blick ist mir viel zu starr, dass Cover - zumindest von Band 1 - allgemein zu dunkel und diese Verwischungen über den Mädchengesichtern sind nicht identifizierbar. Und die Schriftarten finde ich auch furchtbar. Eine Schriftart hätte es auch getan, statt diesem unterschiedlichen Geschnirkel... Ich weiß gar nicht, was ich noch dazu sagen soll. Umso schlimmer, dass gleich beide Bände der Reihe so schlimm aussehen (obwohl Band 2 schon einen Tick besse aussieht...). Schreckt mich absolut ab, da würde ich im Laden einen großen Bogen drum machen.

Und das, obwohl der Inhalt gar nicht sooo schlecht klingt:
Ivy hat ihr Leben lang den Engeln vertraut und sie oft um Hilfe gebeten, wenn es ihr schlecht ging. Aber als sie und ihre große Liebe Tristan zusammen im Auto verunglücken und Tristan dabei getötet wird, verliert Ivy ihren Glauben an die Himmelswesen. Und so kann sie auch nicht spüren, dass ihr geliebter Tristan selbst nach seinem Tod bei ihr ist – als ihr persönlicher Schutzengel. Während Ivy mit ihrem Schmerz kämpft, bemüht sich Tristan verzweifelt um ihre Aufmerksamkeit. Darüber vergisst er fast seinen himmlischen Auftrag: Herauszufinden, wer ihn töten wollte.
Ihn – oder vielleicht Ivy?
Klingt doch eigentlich nicht so horrormäßig, wie es das Cover verspricht, oder? ;)

Quelle: Kissed by an Angel: Cover & Inhalt, Loved by an Angel: Cover

Samstag, 4. Juni 2011

Kurzmeinung "Rico, Oskar und die Tieferschatten" (Andreas Steinhöfel)


Hallöchen, ihr Lieben!
Heute möchte ich euch kurz von einem Kinderbuch erzählen, dass ich immer wieder gerne lese:

 Rico, Oskar und die Tieferschatten von Andreas Steinhöfel

Inhalt: Eigentlich soll Rico ja nur ein Ferientagebuch führen. Schwierig genug für einen, der leicht den roten oder den grünen oder auch den blauen Faden verliert. Aber als er dann auch noch Oskar mit dem blauen Helm kennen lernt und die beiden dem berüchtigten ALDI-Kidnapper auf die Spur kommen, geht es in seinem Kopf ganz schön durcheinander. Doch zusammen mit Oskar verlieren sogar die Tieferschatten etwas von ihrem Schrecken. Es ist der Beginn einer wunderbaren Freundschaft ...

Meinung: Ein wundervolles Kinderbuch, das auch jeden Junggebliebenen begeistern wird. Wer das Kind in sich bewahrt hat, der wird mit diesem Buch seine Freude haben.
Rico, der "tiefbegabte" Junge, der als Ich-Erzähler durch die Geschichte führt, ist in seiner Art sehr authentisch und vor allem witzig. Das liegt auch daran, dass er trotz seiner "Tiefbegabung" ein sehr schlaues Kerlchen ist. Man kann sich wunderbar in ihn hineinversetzen, sein Handeln ist auch vor dem Hintergund seiner Behinderung nachvollziehbar. Die Geschichte an sich ist zwar kindgerecht, aber nicht kindisch geschrieben.
Alles in allem lacht man wirklich sehr viel und die Charaktere wachsen einem wirklich ans Herz.
Und neben allem Spaß, den man mit dem Buch hat, ist die Geschichte doch auch tiefgründig, so dass man etwas mitnimmt, wenn man das Buch zuklappt.

Kurzmeinungen sind kurze subjektive Leseeindrücke ohne Punktebewertungen, die keinesfalls eine vollständige Rezension darstellen sollen.

Freitag, 3. Juni 2011

Rezension "Die Krieger der Königin" (L. J. McDonald)

Die Krieger der Königin von L. J. McDonald

Die ersten Worte:
Das Opfer wurde kurz vor Morgengrauen gebracht, zu einer Zeit, in der die Straßen überwiegend leer und die Häuser noch dunkel waren. Nur die Burg und die Umgebung waren beleuchtet, da die meisten Feuersylphen damit beschäftigt waren, die Gebäude in der kalten Winterluft warm zu halten.

Inhalt:
Solie lebt im Königreich Eferem, wo es auserwählten Menschen möglich ist, eine Sylphe zu besitzen. Sylphen sind Wesen, die aus einer Parallelwelt herbeigerufen und an ihre Meister gebunden werden. Sie haben verschiedene Begabungen, können zum Beispiel Feuer oder Wind nutzen und beherrschen.
Eines Nachts wird Solie, die von zu Hause weggelaufen ist, um einer Zwangsheirat zu entgehen, von Soldaten des Königs gefangen genommen. Diese verschleppen sie zum Schloss des Königs, wo sie erfahren muss, dass man sie als Jungfrauenopfer darbringen will, um einen Kriegssylph herbeizurufen. Die Krieger sind die stärksten Sylphen überhaupt, die ohne große Mühe unvorstellbaren Schaden anrichten können.
Solie ist außer sich vor Angst, doch dann geschieht das Unfassbare: sie kann sich befreien und plötzlich scheint sich das Blatt zu wenden, denn der Krieger reagiert plötzlich auf ihre Befehle.

Meinung:
Zu Beginn war ich sehr skeptisch, was dieses Buch betraf, doch schon auf den ersten Seiten zieht McDonald den Leser in ihre Fantasiewelt hinein und lässt ihn nicht mehr los.
Durch Solies Entführung ist die Spannung von Anfang an fast greifbar und flaut auch im Verlauf der Geschichte nicht ab, da sich immer wieder neue Wendungen abzeichnen.
Zusätzlich wird die Spannung auch durch die verschiedenen Erzählperspektiven erhöht, durch die die Autorin die Geschichte von verschiedenen Seiten ausleuchtet und somit noch einmal lebendiger werden lässt. Der Fokus liegt zwar auf Solie und ihrem Krieger Hedu, nebenher werden allerdings auch die Entwicklungen in ihrer Umgebung um einige andere Krieger und deren Meister sehr detailreich beschrieben, so dass alle Handlungen und Wendungen sehr logisch erscheinen.
Alle Charaktere verändern sich während der Geschichte und entwickeln sich weiter, ihre Handlungen und Denkweisen sind nachvollziehbar und so wird eine große Tiefe erzeugt. Es fällt dadurch sehr leicht, sich mit den Figuren zu identifizieren.
Besonders Solies Weiterentwicklung ist sehr einfühlsam beschrieben. Sie entwickelt sich während der Geschehnisse vom scheuen Mauerblümchen zu einer verantwortungsbewussten Anführerin, wodurch ihre innere Stärke hervorgehoben wird. Einziger Minuspunkt war für mich, dass sie doch ein wenig mutiger hätte werden können. Durch die Krieger an ihre Seite bestand keine Notwendigkeit, sich in Kämpfe einzumischen, trotzdem hätte ich mir das gewünscht, da es ihrem Charakter noch einen weiteren interessanten Zug gegeben hätte. Allgemein hat sie sich etwas zu stark hinter ihrem Krieger versteckt.
Die Geschichte gipfelt in einem Showdown, dessen Ausgang bis zum Schluss ungewiss ist, da immer wieder unerwartete Wendungen die eigenen Vermutungen über den Haufen werfen.
Die mittelalterliche Welt und das Königreich Eferem sind so detailreich und inhaltlich dicht gezeichnet, dass man sie beinahe vor sich sieht und sofort fasziniert ist.
L. J. McDonalds Schreibstil unterstützt mit den ausgeschmückten Beschreibungen das Vorstellungsvermögen der Leser und ist flüssig und fesselnd zu lesen.

Fazit:
„Die Krieger der Königin“ lässt mich alles in allem sehr begeistert zurück. Spannend und emotional zieht das Buch in seinem Bann. Der größte Pluspunkt ist für mich das Setting – mit Eferem und den Sylphen hat die Autorin eine gut durchdachte neue Welt geschaffen, von der ich so noch nirgendwo anders gelesen habe.

4 von 5 Buchwelten.
Buchinformationen:
Taschenbuch: 416 Seiten
Verlag: Knaur TB (2. Mai 2011)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3426508613
ISBN-13: 978-3426508619
Originaltitel: The Battle Sylph
Preis: 9,99 €
Kaufen bei amazon.de oder thalia.de

Aus der Reihe "Die Krieger der Königin":
  1. Die Krieger der Königin
  2. Die Krieger der Königin: Falkenherz (erscheint im Januar 2012)
Zur Autorin:
L.J. McDonald wurde 1970 in Kanada geboren und begann bereits im Alter von 15 Jahren zu schreiben. Ihr Debütroman "Die Krieger der Königin" wurde in Nordamerika mit begeisterten Kritiken gefeiert. So urteilte zum Beispiel die Romantic Times: "Ein herausragender Start für eine Serie, die verspricht, absolut fesselnd zu werden!". Das Buch legte den Grundstein für die gleichnamige Serie. Sie lebt mit ihrer Familie in der Nähe von Ottawa und arbeitet bereits an ihrem nächsten Roman.
Weitere Informationen unter: www.ljmcdonald.ca