Samstag, 3. Dezember 2011

Rezension "Eiskalte Berührung" (Kresley Cole)


Eiskalte Berührung von Kresley Cole

Die ersten Worte:
„Sie ist… nahe.“
Als er die schwache, gebrochene Stimme seines Bruders hörte, kniff Murdoch Wroth verärgert die Augen zusammen. Das Ziel seines Zorns war diejenige, die den stolzen Nikolai so erniedrigt hatte.

Inhalt:
In „Eiskalte Berührung“ begleitet Murdoch Wroth seinen Bruder nach New Orleans, wo dieser nach seiner Braut sucht. Als das erledigt ist, geht er selbst in den Straßen auf die Jagd nach den Mythenweltgeschöpfen, von denen er als einer der Devianten, die kein Blut aus lebenden Quellen trinken, nicht viel weiß. Er trifft dabei auf die Halbwalküre und Eisfeyde Daniela, von der er augenblicklich fasziniert ist. Doch er ist in dieser Nacht nicht der Einzige, der sie verfolgt. Hinter ihr sind auch Auftragsmörder ihrer eigenen Art her, die sie als rechtmäßige Thronerbin beseitigen wollen. Als Murdoch sich in den Kampf wirft, um Daniela zu helfen, erkennt er, dass sie seine Braut ist und somit beide füreinander bestimmt sind. Doch als Eisfeyde kann Danii von niemandem berührt werden, ohne unerträgliche Schmerzen zu fühlen…

Die Kurzgeschichte „Unsterbliche Sehnsucht“ erzählt die Geschichte des Kriegsherren Nikolai Wroth, der vor fünf Jahren von der Walküre Myst erweckt und kurz darauf verlassen wurde. Nun ist er auf der Suche nach ihr, um sich seine Braut endlich zu Eigen zu machen…

Meinung:
In „Eiskalte Berührung“ bekommt man gleich fast 500 Seiten und zwei Geschichten von Kresley Cole zu lesen und endlich geht es wieder um die Walküren – ich habe sie wirklich vermisst!

Der siebente Roman von Coles „Immortals after dark“-Serie hat wieder genau die richtige Mischung von Spannung und Leidenschaft getroffen. Wie gewohnt macht die Autorin es ihren Charakteren nicht leicht und legt ihnen einige Steine in den Weg, die sie überwinden müssen, ehe sie wirklich zueinander finden. Beide Geschichten enthalten eher wenig Nebenhandlung und der Fokus liegt auf dem Beziehungsaufbau der Figuren. Die Handlung wird außerdem durch die zahlreichen erotischen Szenen etwas in die Länge gezogen, aber gerade das erwartet man ja von Kresley Coles Romanen, wenn man die Vorgänger kennt.
Wieder wird man in die bereits bekannte Welt hineingezogen und lernt erneut eine neue Spezies der vielschichtigen Bevölkerung von übernatürlichen Wesen kennen. Ich merke jedes Mal wieder, wie faszinierend und dicht Kresley Cole ihre Welt gestaltet, so dass sie einmal regelrecht real erscheint. Die Eisfeyden fand ich wirklich sehr interessant, zumal Daniela ja ihre rechtmäßige Königin ist.

Mit Murdoch und Nikolai finden in diesem Band nun auch die letzten beiden der Wroth-Brüder ihre Gefährtinnen und ich musste feststellen, das sich die Brüder wahnsinnig faszinierend finde und nach dem Ende fast etwas wehmütig war, dass nun keiner der vier mehr übrig ist (wobei ich aus jetziger Sicht Murdoch und Nikolai interessanter fand als Sebastian und Conrad). Sowohl Murdoch als auch Nikolai haben einen ganz eigenen Charakter und bleiben dem auch treu – komme, was wolle. Ebenso sympathisch erschienen mir mit Myst und Daniela, die ja beide im Koven in New Orleans leben. Dadurch sind die Geschichten natürlich auch sehr eng verbunden und ich finde es gut, dass sie in einem Band zusammen gefasst wurden, da einige wenige Szenen sogar in beiden Geschichten eingebaut sind, nur eben aus einem jeweils anderen Blickwinkel.

Es gibt aber auch Überschneidungen mit Band 2 und Band 4, denn im Laufe der Geschichte finden Murdoch und Nikolai ihre beiden Brüder wieder, weswegen mir vor allem parallele Szenen zu Band 4 um Conrad aufgefallen sind.
Der Showdown beider Geschichten gestaltete sich wie immer sehr spannend, denn beide Brüder hatten es sich wie immer in ihrer Dickköpfigkeit ordentlich verbaut und mussten somit einiges wieder gutmachen.
Vor allem das Ende von Murdochs und Daniis Geschichte hat mir dann richtig gut gefallen, da es zum einen wunderbar in die Jahreszeit passt und zum anderen noch mal alle vier Brüder und ihre Gefährtinnen versammelt sind.

Fazit:
Die Geschichten um die beiden Wroth-Brüder konnten mich voll überzeugen. Kresley Cole hat hier wieder bewiesen, dass sie genau die richtige Mischung aus Spannung, Liebe und knisternder Erotik gefunden hat. Da bleibt mir nur zu sagen: Schade, dass es nicht noch mehr Wroth-Brüder gibt, deren Geschichten erzählt werden könnten.
 5 von 5 Buchwelten.
Buchinformationen:
Broschiert: 495 Seiten
Verlag: Lyx; Auflage: 1 (7. Oktober 2011)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3802584953
ISBN-13: 978-3802584954
Originaltitel: Deep Kiss of Winter
Preis: 9,99 €
Reihe: Teil 8 der Immortals after Dark-Reihe
Leseprobe
Kaufen bei amazon.de oder thalia.de

Aus der Reihe „Immortals after Dark“:
  1. Nacht des Begehrens
  2. Kuss der Finsternis
  3. Versuchung des Blutes
  4. Tanz des Verlangens
  5. Verführung der Schatten
  6. Zauber der Leidenschaft
  7. Eiskalte Berührung
  8. Flammen der Begierde (erscheint im April 2012)
Zur Autorin:
Nach einer Karriere als Athletin und Trainerin veröffentlichte Kresley Cole 2003 ihren ersten Roman und ist seither eine der erfolgreichsten Autorinnen historischer und fantastischer Liebesromane.
Weitere Infos unter www.kresleycole.com.


Kommentare:

  1. Ja, der Band war wirklich wieder... *schmaus* XD
    Dabei dachte ich beim Lesen, dass eigentlich Conrad mein Liebling ist/war. Aber, wenn ich ehrlich bin, konnte ich mich an wenig von IHM selbst erinnern, aber dafür umso mehr an Néomis "Macken". XD

    Und "dicht" trifft es tatsächlich am besten! Ich wusste in meiner Rezi nicht, wie ich das schreiben soll! Toll! Muss ich mir merken. XD

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  2. Echt, Conrad war dein Liebling? Ich muss sagen, ich fand ihn gar nicht so aufregend... Die Geschichte war klasse geschrieben und spannend ohne Ende, aber ich mag immer noch definitiv Lachlain am liebsten, da geht kein Weg dran vorbei.

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  3. Von den Brüdern als ich es gelesen habe - ja. ;-) Also nicht insgesamt. Da... hm... ich mochte Bowen. Aber auch Cadeon. Ich mein, ist alles toll geschrieben und alle haben etwas für sich. XD

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