Freitag, 21. Oktober 2011

Rezension "Saphirblau" (Kerstin Gier)

Saphirblau von Kerstin Gier

- kann Spoiler zu Band 1 "Rubinrot" enthalten - 
Die ersten Worte:
Es war dunkel in den Gassen von Southwark, dunkel und einsam. Gerüche von Algen, Kloake und totem Fisch lagen in der Luft. Er drückte ihre Hand unwillkürlich fester und zog sie weiter.

Inhalt:
In dem einen Moment küsst Gideon sie und im nächsten benimmt er sich wieder wie der letzte Kotzbrocken. Und überhaupt läuft in Gwendolyns Leben momentan nichts, wie es soll. Vor einigen Tagen dachte sie noch, sie sei ein ganz normales Mädchen und plötzlich ist sie eine Zeitreisende. Da hilft es natürlich erst recht nicht weiter, wenn man sich dann auch noch in den Kerl verliebt, der einen permanent für dumm verkauft.
Trotz allem schlägt sich Gwendolyn weiter mit den geheimnisvollen Geheimnissen herum, denn ihr verrät ja niemand etwas. Weder, was geschieht, wenn das Blut aller Zeitreisenden im Chronografen vereint ist, noch, was für eine Magie sie denn besitzen soll. Mit Hilfe ihrer besten Freundin Leslie und dem Wasserspeier-Dämon-Geist Xemerius versucht sie, selbst Licht ins Dunkel zu bringen, vor allem auch, was den misteriösen Lord von Saint Germain angeht. Hilfe bekommt sie dabei in der Vergangenheit von ihrem Großvater Lucas…

Meinung:
Direkt im Anschluss an „Rubinrot“ setzt sich mit „Saphirblau“ die Geschichte um Gwendolyn fort und das auf demselben witzigen und spannenden Niveau.

Das es keinen zeitlichen Abstand zwischen Band 1 und Band 2 gibt, gefiel mir von Anfang an sehr gut, weil so nahtlos an vorherige Geschehnisse angeknüpft werden konnte und die Spannung gar nicht erst wieder aufgebaut werden musste, weil sie praktisch noch vom Ende des Vorgängers gehalten wird. Liest man die Bücher aber nicht gleich aufeinander folgend und hat längere Wartezeiten dazwischen, schwächt sich dieser Effekt wahrscheinlich ab.

Gwendolyn hat mir auch in „Saphirblau“ wieder sehr gut gefallen. Sie hat es weiterhin nicht einfach mit ihrer zickigen Verwandtschaft und Gideon gibt sich auch alle Mühe, ihre Gefühlswelt auf den Kopf zu stellen und trotzdem schlägt sie sich durch, forscht mit ihrer Freundin Leslie weiter nach, was wirklich hinter dem großen Geheimnis stecken könnte und wer Lord Saint Germain nun wirklich ist.
Unterstützung bekommt sie dabei nun von Xemerius, einem Wasserspeier-Geist, der ihr gute Dienste leistet, indem er seine Ohren aufsperrt und für Gwen ein bisschen herumspioniert. Der Wasserspeierdämon bringt dazu noch eine Menge an Humor und Witz ein, denn er hat immer einen frechen Spruch auf Lager.
Gideon derweil möchte man doch gerne immer mal eine Baguettestange oder auch härtere Gegenstände über den Schädel ziehen, obwohl man sich doch mit Gwen immer wieder neu in den idiotischen Schönling verliebt. Man fühlt wirklich mit Gwen mit, wenn er mal wieder den Gentleman spielt und sie dann kurze Zeit später wieder im Regen stehen lässt.

Die Spannung blieb über das ganze Buch hinweg erhalten, es klären sich lange nicht alle Fragen Gwendolyns auf, aber man hat doch das Gefühl, dass es voran geht und bleibt somit bis zum Ende völlig gefesselt. Auch zwischen Gwen und Gideon tut sich etwas.
Vom Ende will ich jetzt allerdings nicht anfangen… Nur soviel: Ich würde sterben, müsste ich jetzt ein Jahr auf den nächsten Band warten. Nur gut, dass meine Schwester ihn schon zu Hause hat! Das Ende ist wirklich ein unerträglicher Cliffhanger…

Fazit:
Eine fantastische Fortsetzung, die mit genauso viel Spannung, Witz und Geheimniskrämerei aufwartet, wie der Vorgänger und dabei kein bisschen an Charme verliert. Durch Xemerius hat Gwendolyn nun auch noch einen vorlauten Helfer, der sofort ans Herz wächst. Einfach klasse!

4,5 von 5 Buchwelten.
Buchinformationen:
Gebundene Ausgabe: 400 Seiten
Verlag: Arena Verlag; Auflage: 1. Aufl. (5. Januar 2010)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3401063472
ISBN-13: 978-3401063478
Preis: 16,95 €
Reihe: Teil 2 der Edelstein-Triologie
Leseprobe
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Aus der "Edelstein-Triologie":
  1. Rubinrot
  2. Saphirblau
  3. Smaragdgrün
Zur Autorin:
... hat sich bereits als Kind nichts sehnlicher gewünscht als Schriftstellerin zu werden. Sie studierte zunächst Betriebspädagogik und Kommunikationspsychologie. Nach dem Diplom und diversen Jobs besann sie sich mit 28 Jahren auf das, was sie bis heute am liebsten macht: das Erfinden von Geschichten. Mittlerweile hat sie erfolgreich zahlreiche humorvolle Frauenbücher geschrieben (erschienen im Lübbe Verlag). 2005 gewann Kerstin Gier den DeLiA-Literaturpreis für Liebesromane deutschsprachiger Autorinnen.
Ihre Jugendbücher "Rubinrot", "Saphirblau" und "Smaragdgrün" sind Stammgäste auf den Bestsellerlisten. Die "Liebe-geht-durch-alle-Zeiten"-Trilogie wird verfilmt und derzeit in mehr als 20 Sprachen übersetzt. Die Autorin lebt heute mit Mann, Sohn und Katzen in einem kleinen Dorf im Bergischen Land.
Homepage der Autorin: www.kerstingier.com

Kommentare:

  1. Tolle Rezi und wirklich schöner Blog, bin gleich mal Leser geworden :) Vllt guckst du auch mal bei mir, bin neu und regelmäßige Leser sind immer willkommen ^^ www.un-bon-livre.blogspot.com

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  2. Das Warten war der reinste Horror, dass kann ich dir sagen! :D
    Aber es lohnt sich schon, muss ich sagen. :)
    Viel Spaß beim lesen. ;)

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  3. Sophia:
    Dankeschön.

    Stine:
    Ich kanns dir absolut nachfühlen, bin so froh, dass ich es mir jetzt schon antun kann...

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  4. Ich liebe diese Reihe und Xemerius ist doch einfach der Knaller :)

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  5. Ja, der Meinung bin ich allerdings auch! Xemerius war defintiv eine Bereicherung für die Geschichte, der freche kleine Dämon ;D

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