Saphirblau von Kerstin Gier
Es war dunkel in den Gassen von Southwark, dunkel und
einsam. Gerüche von Algen, Kloake und totem Fisch lagen in der Luft. Er drückte
ihre Hand unwillkürlich fester und zog sie weiter.
Inhalt:
In dem einen Moment küsst Gideon sie und im nächsten benimmt
er sich wieder wie der letzte Kotzbrocken. Und überhaupt läuft in Gwendolyns
Leben momentan nichts, wie es soll. Vor einigen Tagen dachte sie noch, sie sei
ein ganz normales Mädchen und plötzlich ist sie eine Zeitreisende. Da hilft es
natürlich erst recht nicht weiter, wenn man sich dann auch noch in den Kerl
verliebt, der einen permanent für dumm verkauft.
Trotz allem schlägt sich Gwendolyn weiter mit den
geheimnisvollen Geheimnissen herum, denn ihr verrät ja niemand etwas. Weder,
was geschieht, wenn das Blut aller Zeitreisenden im Chronografen vereint ist,
noch, was für eine Magie sie denn besitzen soll. Mit Hilfe ihrer besten
Freundin Leslie und dem Wasserspeier-Dämon-Geist Xemerius versucht sie, selbst
Licht ins Dunkel zu bringen, vor allem auch, was den misteriösen Lord von Saint
Germain angeht. Hilfe bekommt sie dabei in der Vergangenheit von ihrem
Großvater Lucas…
Meinung:
Direkt im Anschluss an „Rubinrot“ setzt sich mit „Saphirblau“ die
Geschichte um Gwendolyn fort und das auf demselben witzigen und spannenden Niveau.
Das es keinen zeitlichen Abstand zwischen Band 1 und Band 2
gibt, gefiel mir von Anfang an sehr gut, weil so nahtlos an vorherige
Geschehnisse angeknüpft werden konnte und die Spannung gar nicht erst wieder
aufgebaut werden musste, weil sie praktisch noch vom Ende des Vorgängers
gehalten wird. Liest man die Bücher aber nicht gleich aufeinander folgend und
hat längere Wartezeiten dazwischen, schwächt sich dieser Effekt wahrscheinlich
ab.
Gwendolyn hat mir auch in „Saphirblau“ wieder sehr gut
gefallen. Sie hat es weiterhin nicht einfach mit ihrer zickigen Verwandtschaft
und Gideon gibt sich auch alle Mühe, ihre Gefühlswelt auf den Kopf zu stellen
und trotzdem schlägt sie sich durch, forscht mit ihrer Freundin Leslie weiter nach,
was wirklich hinter dem großen Geheimnis stecken könnte und wer Lord Saint
Germain nun wirklich ist.
Unterstützung bekommt sie dabei nun von Xemerius, einem
Wasserspeier-Geist, der ihr gute Dienste leistet, indem er seine Ohren
aufsperrt und für Gwen ein bisschen herumspioniert. Der Wasserspeierdämon bringt dazu noch eine Menge an Humor und Witz ein, denn er hat immer einen frechen Spruch auf Lager.
Gideon derweil möchte man doch gerne immer mal eine
Baguettestange oder auch härtere Gegenstände über den Schädel ziehen, obwohl
man sich doch mit Gwen immer wieder neu in den idiotischen Schönling verliebt.
Man fühlt wirklich mit Gwen mit, wenn er mal wieder den Gentleman spielt und
sie dann kurze Zeit später wieder im Regen stehen lässt.
Die Spannung blieb über das ganze Buch hinweg erhalten, es
klären sich lange nicht alle Fragen Gwendolyns auf, aber man hat doch das
Gefühl, dass es voran geht und bleibt somit bis zum Ende völlig gefesselt. Auch
zwischen Gwen und Gideon tut sich etwas.
Vom Ende will ich jetzt allerdings nicht anfangen… Nur
soviel: Ich würde sterben, müsste ich jetzt ein Jahr auf den nächsten Band
warten. Nur gut, dass meine Schwester ihn schon zu Hause hat! Das Ende ist
wirklich ein unerträglicher Cliffhanger…
Fazit:
Eine fantastische Fortsetzung, die mit genauso viel Spannung, Witz und Geheimniskrämerei aufwartet, wie der Vorgänger und dabei kein bisschen an Charme verliert. Durch Xemerius hat Gwendolyn nun auch noch einen vorlauten Helfer, der sofort ans Herz wächst. Einfach klasse!
Buchinformationen:
Gebundene Ausgabe: 400 SeitenVerlag: Arena Verlag; Auflage: 1. Aufl. (5. Januar 2010)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3401063472
ISBN-13: 978-3401063478
Preis: 16,95 €
Reihe: Teil 2 der Edelstein-Triologie
Leseprobe
Kaufen bei amazon.de oder thalia.de
Aus der "Edelstein-Triologie":
- Rubinrot
- Saphirblau
- Smaragdgrün
Zur Autorin:
... hat sich bereits als Kind nichts sehnlicher
gewünscht als Schriftstellerin zu werden. Sie studierte zunächst
Betriebspädagogik und Kommunikationspsychologie. Nach dem Diplom und
diversen Jobs besann sie sich mit 28 Jahren auf das, was sie bis heute
am liebsten macht: das Erfinden von Geschichten. Mittlerweile hat sie
erfolgreich zahlreiche humorvolle Frauenbücher geschrieben (erschienen
im Lübbe Verlag). 2005 gewann Kerstin Gier den DeLiA-Literaturpreis für
Liebesromane deutschsprachiger Autorinnen.
Ihre Jugendbücher "Rubinrot", "Saphirblau" und "Smaragdgrün" sind Stammgäste auf den Bestsellerlisten. Die "Liebe-geht-durch-alle-Zeiten"-Trilogie wird verfilmt und derzeit in mehr als 20 Sprachen übersetzt. Die Autorin lebt heute mit Mann, Sohn und Katzen in einem kleinen Dorf im Bergischen Land.
Ihre Jugendbücher "Rubinrot", "Saphirblau" und "Smaragdgrün" sind Stammgäste auf den Bestsellerlisten. Die "Liebe-geht-durch-alle-Zeiten"-Trilogie wird verfilmt und derzeit in mehr als 20 Sprachen übersetzt. Die Autorin lebt heute mit Mann, Sohn und Katzen in einem kleinen Dorf im Bergischen Land.
Homepage der Autorin: www.kerstingier.com
Quellen: Autorin, Buchinformationen, Cover


Tolle Rezi und wirklich schöner Blog, bin gleich mal Leser geworden :) Vllt guckst du auch mal bei mir, bin neu und regelmäßige Leser sind immer willkommen ^^ www.un-bon-livre.blogspot.com
AntwortenLöschenDas Warten war der reinste Horror, dass kann ich dir sagen! :D
AntwortenLöschenAber es lohnt sich schon, muss ich sagen. :)
Viel Spaß beim lesen. ;)
Sophia:
AntwortenLöschenDankeschön.
Stine:
Ich kanns dir absolut nachfühlen, bin so froh, dass ich es mir jetzt schon antun kann...
Ich liebe diese Reihe und Xemerius ist doch einfach der Knaller :)
AntwortenLöschenJa, der Meinung bin ich allerdings auch! Xemerius war defintiv eine Bereicherung für die Geschichte, der freche kleine Dämon ;D
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