Dienstag, 25. Oktober 2011

Rezension "Smaragdgrün" (Kerstin Gier)

Smaragdgrün von Kerstin Gier

- kann Spoiler zu Band 1 „Rubinrot“ und Band 2 „Saphirblau“ enthalten -

Die ersten Worte:
"Das wird eine hässliche Narbe geben", sagte der Arzt, ohne den Kopf zu heben.
Paul lächelte schief. "Na, auf jeden Fall besser als die Amputation, die Mrs Überängstlich hier prophezeit hat."

Inhalt:
Wenn Liebe nur nicht so verdammt weh tun würde! Erst erzählt dieser Lügner Gideon ihr, er wäre in sie verliebt und dann muss sie ausgerechnet vom Grafen von Saint Germain erfahren, dass alles nur eine Manipulation war, um Gwendolyn besser kontrollieren zu können.
Und dann streut er auch noch Salz in Gwens Wunden und will, dass sie Freunde bleiben und sie ihm vertraut!
Am liebsten würde Gwendolyn sich in ihrem Zimmer verkriechen und nie wieder hervorkommen, aber das geht ja leider nicht, da sie ihre Pflichten als Zeitreisende erfüllen muss.
Außerdem muss sie sich auch auf die Suche nach dem versteckten Schatz ihres Großvaters machen, der sich in ihrem eigenen Haus befindet. Unerwartete Hilfe erhält sie dabei vom Butler Mr Bernhard, mit dem sie schließlich eine Holztruhe zu Tage fördert, in der sich etwas befindet, dass Gwens Chancen doch tatsächlich um einiges erhöht, endlich hinter all die Geheimnisse zu kommen.
Zusätzlich besucht sie ein weiteres Mal ihren Großvater, der ihr endlich Material geben kann, aus dem sie sich Aufschluss erhofft, denn es steckt weit Schlimmeres hinter dem Geheimnis um die Vereinigung des Blutes der Zeitreisenden, als gedacht…

Meinung:
Wo die ersten beiden Teile schon toll waren, da hat „Smaragdgrün“ sogar nochmal zugelegt und ist noch einmal besser geworden. Somit ist der Band wirklich zum krönenden Abschluss der Triologie geworden.

Die Spannung ist auch hier von Anfang an hoch, da sie sich durch das Cliffhanger-Ende von Band 2 hält. Und Gier macht es ihren Charakteren auch im letzten Band wieder alles Andere als einfach. Gideon hat nichts besser zu tun, als Gwen zu bitten, Freundschaft und Vertrauen zu ihm aufzubauen, wo er ihr noch einen Tag vorher erzählt hat, er liebt sie. Dementsprechend ist Gwen natürlich sauer auf ihn und versucht in zu meiden, was schwer möglich ist, da sie nach wie vor zusammen auf den Ball in der Vergangenheit müssen, um den Grafen von Saint Germain erneut zu treffen. Und auch die Lösung des Rätsels um das Ergebnis des vereinigten Blutes im Chronografen müssen sich Gwendolyn und ihre Freundin Leslie hart erarbeiten.
Dabei nimmt die Geschichte immer mehr an Fahrt auf, denn die Bedrohung für Gwen und ihre Freunde wird immer größer. Die Wendungen konnte man in einigen Fällen vorausahnen, in anderen Fällen wurde ich aber gänzlich überrascht.

Die Charaktere, die man nun schon eine ganze Weile kennt, entwickeln sich auch in diesem Band nochmals weiter und erhalten nochmals mehr Tiefe.
Gwen, die sich neben all dem Zeitreisekram auch noch mit ihrem Liebeskummer herumschlagen muss, bleibt tapfer und kann sich auch wieder aus ihrem Liebeskummertief herausarbeiten, ohne dass sie ewig herumlamentiert.
Und gerade noch ist man auf Gideon genauso sauer wie Gwen und schon stiehlt er sich doch wieder ins Marzipanleserherz, weil er sich doch tatsächlich im Laufe der Geschichte – Gott sei Dank! – vom Deppen zum Märchenprinz mausert.
Xemerius bleibt weiterhin der vorlaute und freche Wasserspeierdämon, der viel Witz in die Geschichte bringt und einem immer wieder ein Grinsen bis zu einem beherzten Lachen ins Gesicht zaubert und sich trotzdem um Gwendolyn sorgt, auch wenn er das niemals zugeben würde.
Als Gwen dann endlich dem Geheimnis auf die Spur kommt, haben Gideon und sie auch Leslie und Raphael in den Plan einbezogen, wodurch die beiden weiterhin im Fokus blieben.

Die letzten 150 Seiten waren dann gefühlt die schönsten meines Lebens, weil Gwen und Gideon endlich zueinander finden und sich dem Grafen gemeinsam stellen.
Am Ende laufen dann im dramatischen Showdown alle Fäden zusammen, nachdem ich noch mal so richtig schön überrascht wurde. Das Ende der Triologie war dann einfach zum heulen schön – das Happy End haben sich alle Beteiligten auch redlich verdient!

Fazit:
Ein wunderbares Abschlussband für die Edelstein-Triologie, der mich wieder spannend unterhalten hat und mein Marzipanmädchenherz vollkommen berührt und zufrieden gestellt hat. Absolut zu empfehlen. Das Buch und die ganze Reihe sollte man auf keinen Fall verpassen!
5 von 5 Buchwelten.

In diesem Sinne gebe ich mal Kerstin Giers Widmung als Empfehlung weiter:
Für alle Marzipanherzen-Mädchen dieser Welt
(und ich meine wirklich alle Mädchen. Es fühlt sich nämlich immer gleich an, egal ob man 14 Jahre ist oder 41.)
Buchinformationen:
Gebundene Ausgabe: 496 Seiten
Verlag: Arena (8. Dezember 2010)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3401063480
ISBN-13: 978-3401063485Preis: 18,95 €
Reihe: Teil 3 der Edelstein-Triologie
Leseprobe
Kaufen bei amazon.de oder thalia.de

Aus der "Edelstein-Triologie":
  1. Rubinrot
  2. Saphirblau
  3. Smaragdgrün
Zur Autorin:
Kerstin Gier hat sich bereits als Kind nichts sehnlicher gewünscht als Schriftstellerin zu werden. Sie studierte zunächst Betriebspädagogik und Kommunikationspsychologie. Nach dem Diplom und diversen Jobs besann sie sich mit 28 Jahren auf das, was sie bis heute am liebsten macht: das Erfinden von Geschichten. Mittlerweile hat sie erfolgreich zahlreiche humorvolle Frauenbücher geschrieben (erschienen im Lübbe Verlag). 2005 gewann Kerstin Gier den DeLiA-Literaturpreis für Liebesromane deutschsprachiger Autorinnen.
Ihre Jugendbücher "Rubinrot", "Saphirblau" und "Smaragdgrün" sind Stammgäste auf den Bestsellerlisten. Die "Liebe-geht-durch-alle-Zeiten"-Trilogie wird verfilmt und derzeit in mehr als 20 Sprachen übersetzt. Die Autorin lebt heute mit Mann, Sohn und Katzen in einem kleinen Dorf im Bergischen Land.
Homepage der Autorin: www.kerstingier.com

Kommentare:

  1. Tolle Rezension!
    Habe vor kurzem grad mal den ersten Teil der Edelsteintriologie gelesen. War wirklich begeistert und werde die andren zwei Teile sicherlich auch noch lesen :)
    Liebste Grüße
    Corinna

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  2. gooottt ja smaragdgrün is supi gell ;D finds schade das jetz nichts mehr kommt zumind nicht von diesen protas -.-

    lg july

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  3. Corinna:
    Das kann ich dir auch nur empfehlen, die Reihe sollte man wirklich nicht verpassen - hab ich ja selbst erst spät mitbekommen *lach*.
    Viel Spaß mit den Fortsetzungen ;)

    dreamer:
    Ja, mir fiel der "Abschied" auch ganz und gar nicht leicht und am liebsten hätte ich noch 3 Bücher mehr von Gwen und Gideon gelesen... Hatte erstmal gar keine Lust, mich nem anderen Buch zu widmen *lach*.

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  4. Hach, das Buch ist sooo toll :D
    Es ist wirklich schade, dass es keine weiteren Fortsetzungen gibt...
    Ich bin aber schon ziemlich gespannt auf die Verfilmung. Wenn die das versauen, kriegen sie es mit einer Menge wütender Marzipanherzen-Mädchen zu tun xD

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  5. Ja, finde ich auch, aber was soll's.
    Und auf die Verfilmung bin ich auch seeeeehr gespannt. Hoffentlich verpfuschen sie es nicht wieder, ich will nach "Biss zum Morgengrauen" nicht auch noch an diesem Buch bzw. dieser Serie die Lust verlieren.

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