Mittwoch, 12. Oktober 2011

Rezension "Rubinrot" (Kerstin Gier)


Rubinrot von Kerstin Gier

Die ersten Worte:
Während sie sich auf die Knie fallen ließ und anfing zu weinen, schaute er sich nach allen Seiten um. Wie er vermutet hatte, war der Park um diese Uhrzeit menschenleer.

Inhalt:
Gwendolyn Shepard ist eine normale sechzehneinhalbjährige, nur das ihre Familie definitiv einen Tick zu viele Geheimnisse hat. Allesamt ranken die sich um ein Zeitreise-Gen, dass in der Familie vererbt wird. Ihre Cousine Charlotte soll dieses geerbt haben und so dreht sich alles ständig um sie, weil sie neben der Schule auch noch die Gepflogenheiten vergangener Jahrhunderte erlernen muss und alle darauf warten, dass sie zum ersten Mal in der Zeit springt. Als Gwendolyn allerdings plötzlich in der Vergangenheit landet, wird klar, dass stattdessen sie das Gen in sich trägt und eine Zeitreisende ist.
Und das obwohl sie darauf gut verzichten könnte. Genauso wie auf den arroganten Gideon, mit dem sie nun zusammenarbeiten muss, um ein weites Geheimnis zu lüften.
Eins steht für sie fest: Geheimnisse gib es definitiv zu viele in ihrer Welt!

Meinung:
„Rubinrot“ hatte ich schon länger im Auge, habe mich am Ende aber immer dagegen entschieden, es mit der Reihe mal zu probieren. Gut, dass ich es doch noch probiert habe, denn das Buch hat mich sofort mitgerissen.

Die Spannung baut sich im Buch nur langsam auf, da man auf den ersten Seiten erstmal die Charaktere kennen lernt. Dadurch konnte ich mich mit Gwendolyn vom ersten Moment an sehr gut identifizieren und fand sie sehr sympathisch. Ein bisschen schusselig, wie wir doch alle sind, und vor allem mutig kommt sie von Anfang an daher.
Sie trägt die ganze Geschichte, wodurch kleinere Spannungsflauten gar nicht auffallen. Und als dann herauskommt, dass sie eine Zeitreisende ist, geht es dann turbulent zu. Auf ihren Zeitreisen ist natürlich eine Menge los und es passieren immer wieder unerwartete Dinge.
Auch Gideon kommt sofort authentisch rüber. Ich sage mit Absicht nicht, dass er mir sofort sympathisch war, denn seine arrogante Art gegenüber Gwendolyn macht einen selber ganz wütend. Im Laufe der Geschichte zeigt er ja dann, dass er manchmal auch ein ganz netter Kerl sein kann, wodurch man ihm seine Arroganz schon fast verzeihen kann.

Kerstin Gier baut im ersten Band ihrer Edelstein-Triologie eine geheimnisumwobene Welt auf, die es für Gwendolyn zu erkunden und zu ergründen gilt. Denn sie ist nur eine von zwölf Zeitreisenden, deren vereintes Blut ein großes Geheimnis lüften soll. Zusammen mit Gwendolyn lernt man diese Welt kennen und ist Anfangs immer mal ein bisschen verwirrt, aber je besser sie das Ganze kennen lernt, desto besser versteht man natürlich auch selbst einige der Zusammenhänge. Für die nächsten zwei Bände gibt es natürlich bei weiten noch genug Stoff, denn so einige Geheimnisse werden nicht gelüftet.

Der Schreibstil der Autorin hat mir sehr zugesagt, da neben aller Geheimnistuerei auch Platz für Witze ist, die einem des Öfteren auch mal zum lachen bringen.

Fazit:
Ein toller Start in eine Triologie, die mich mit ihren Charakteren und den Geheimnissen um die Zeitreisenden bereits jetzt in ihren Bann gezogen hat. Ich kann es kaum erwarten, mir die Fortsetzung herzunehmen!

 4,5 von 5 Buchwelten.
Buchinformationen:
Gebundene Ausgabe: 345 Seiten
Verlag: Arena (Januar 2009)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3401063340
ISBN-13: 978-3401063348
Reihe: Teil 1 von 3
Preis: 15,95 €
Kaufen bei amazon.de oder thalia.de

Aus der Edelstein-Triologie:
  1. Rubinrot
  2. Saphirblau
  3. Smaragdgrün
Zur Autorin
Kerstin Gier, geb. 1966, schreibt im Lübbe Verlag erfolgreich humorvolle Frauenbücher. Einige ihrer Titel waren monatelang auf den Bestsellerlisten. Die DeLIA-Preisträgerin lebt mit ihrer Familie im Bergischen Land.
Mehr Infos auf rubinrotlesen.de.

Kommentare:

  1. Hihi, ich hab's dir ja gleich gesagt. ;-)

    Ich bin aber mal gespannt, falls/wenn du die Reihe relativ kurz hintereinander liest, was du dann zu allen Bänden sagst (besonders zum letzten).

    Was ich halt auch einfach toll fand: Der Humor. Hat mich zu 100% überzeugt. ;-)

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  2. Ja, hast du allerdings. Aber wer nicht hören will, muss eben fühlen *lach*. Du hattest eindeutig absolut recht!

    Also ich hoffe, dass ich in den Ferien, die ja nächste Woche endlich beginnen, wenigstens dazu komme, den zweiten Band zu lesen. Und da meine Schwester mir bereits gesagt hat, dass man nach Band 2 das dringende Bedürfnis hat, Band 3 gleich hintendran zu hängen, hoffe ich doch, dass das relativ zeitnah klappt :).

    Ja, ich hab auch einige Male echt gelacht ;D

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  3. Ich hab am Anfang auch ein bisschen gebraucht, bis ich endlich mit Rubinrot begonnen habe. Aber ich finde, es hat sich echt gelohnt, ein tolles Buch. Ich freu mich jetzt schon auf die weitere Edelstein-Triologie und werde dann eine Gesamt-Rezi von allen drei Teilen schreiben. :)

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  4. Geht mir da genau wie dir. Und nachdem wir dann wahrscheinlich die letzten Menschen auf der Welt sind, die es auch mal merken... *lach*.
    Bin dann mal gespannt auf deine Gesamtrezi :)

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  5. Ihr solltet euch beeilen mit lesen! :D

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  6. Ich habs noch nicht gelesen, aber seit Monaten vor - und jetzt habe ich noch mehr Lust auf das Buch! :) Muss ich mich mit meinem SuB beeilen :)

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  7. Oh ja, das kann ich dir nur empfehlen. Bei mir hat es auch gedauert, aber es ist "Rubinrot" war bei mir wieder das Musterbeispiel von "Besser spät als nie".

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  8. Ich habe gerade gesehen, dass du diese Buchreihe rezensiert hast :)
    Anfangs war ich auch sehr skeptisch, aber ich habe alle Bücher verschlungen! :D

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