Fesseln der Erinnerung von Nalini Singh
Nachdem die Medialen sich für Sielntium entschieden hatten, nachdem sie ihre Gefühle für immer begraben und sich in eiskalte Individuen verwandelt hatten, denen Liebe und Hass vollkommen gleichgültig waren, versuchten sie zunächst, ihresgleichen von Menschen und Gestaltwandler zu isolieren.
Inhalt:
Der Polizist Max Shannon arbeitet seit Monaten daran, den
Schlächter der Park Avenue des mehrfachen Mordes zu überführen. Da Bonner
jedoch seine Spielchen spielt und nicht verrät, wo er seine Opfer vergraben
hat, zieht man die J-Mediale Sophia Russo zu, die mit Hilfe ihrer Fähigkeiten
die Fakten aus seinem Gedächtnis filtern soll.
Sophia merkt sofort, dass sie etwas mit Max verbindet, da
ihre Konditionierung zur Unterdrückung ihrer Gefühle sich in seiner Gegenwart
aufzulösen scheint. Und Max hat das ebenso erkannt.
Dann erhält Max die Anfrage, Mordfälle an drei Medialen für
die Mediale und Ratsfrau Nikita Duncan zu übernehmen. Max angeborene Neugierde
bewegt ihn dazu, den Fall anzunehmen, denn warum sollte eine der mächtigsten
Medialen der Welt ausgerechnet seine Hilfe wollen? Unbeteiligt an dieser
Entscheidung ist aber auch die Tatsache nicht, dass Sophia Russe ihn bei der
Aufklärung unterstützen soll.
Während die beiden zu ermitteln beginnen, verstärkt sich die
Faszination zwischen ihnen. Aber Sophia droht die Rehabilitation, durch die sie
eine lebende Tote werden wird, da ihre Schilde gegen die schlimmen Erinnerungen
der Straftäter zu versagen drohen.
Meinung:
„Fesseln der Erinnerung“ ist nun der zweite Band in Folge,
der sich nicht einem Gestaltwandler als Hauptcharakter beschäftigt. Und obwohl
ich das schon ein wenig vermisse, schafft es Nalini Singh auch weiterhin, ihre
Geschichten unwiderstehlich zu machen.
Die Spannung hält die Autorin diesmal, indem sie Max auf der
einen Seite Bonners Fall weiter bearbeiten lässt, an dem auch Sophia ein
persönliches Interesse hat und ihn auf der anderen zu dem neuen Fall nach San
Francisco in das Territorium von Nikita Duncan schickt. Dadurch kommt immer
wieder Wind in die Geschichte, da sich an beiden Fronten etwas tut und Max und
Sophia schließlich sogar ins Kreuzfeuer geraten. Der Krimianteil ist also wie
so oft nicht unwesentlich.
Ein weiterer Antrieb für die Spannung ist natürlich, wie
immer, die Auflösung der Probleme, die einer Beziehung im Weg stehen. Hier
erfindet sich Singh zwar nicht vollkommen neu, da die Problematik bei allen
Medialen dieselbe ist, nämlich die Lösung vom Medialnet; trotzdem schafft sie
es, auch dieser Geschichte eine eigene Seite zu verleihen.
Max hat mir als Protagonist sehr gefallen. Ihn kennt man ja
schon aus Band 4 „Im Feuer der Nacht“, wo er Talin und Clay hilft, Morde an
Kindern aufzuklären. Er hat sehr interessante Charakterzüge, zum Beispiel seine
Zurückhaltung, die man von Gestaltwandlern nicht kennt. Als Detective hat er
natürlich auch eine gute Auffassungsgabe und kombiniert gut – wodurch natürlich
auch die Krimihandlung am Laufen gehalten wird.
Etwas weniger gut hat mir Sophia gefallen. Sie ist eine
willensstarke und mutige Frau, die trotz Silentium mit Gefühlen lebt, und sich diesen
daher auch stellt, statt sie erst einmal zu verleugnen. Allerdings kämpft sie mir
einfach nicht genug dagegen an, dass sie rehabilitiert werden soll und so keine
Zukunft mit Max hat. Bis kurz vor Schluss nimmt sie diese Tatsache hin, ohne
eine wirkliche über Möglichkeiten zu einer Veränderung nachzudenken, da sie die
Dinge für unabänderlich hält.
Ich sage es zu jeder Rezension der Reihe immer wieder: auch
hier treten Charaktere aus vorherigen Büchern wieder auf, was ich wahnsinnig
toll finde. Diesmal trifft man Clay und Talin wieder, die gewissermaßen eine
Freundschaft zu Max pflegen. Das Geschehen ist allerdings auch so durch Nikita
mit dem Rudel verbunden und Faith und Sascha widmet Nalini Singh sogar immer
wieder kurze Textpassagen.
Einige interessante Neuerungen tun sich im Medialnet auch in
diesem Band wieder auf, die Passagen, die dem Rat gewidmet sind, sind diesmal
aber nicht ganz so „langweilig“, wie in vorherigen Bänden, da sich hier eine
ganze neue Wendung auftut, die langsam vielleicht auf eine Lösung eines der
Hauptprobleme hinsteuert wird. Da ich aber nicht spoilern will, kann ich nichts
Näheres verraten.
Der Schreibstil bleibt mitreißend und einfühlsam, man taucht
wieder übergangslos in die Zukunftswelt ein, die man nun schon so lange kennt.
Neueinsteigern kann ich nur empfehlen, die Reihe mit dem
ersten Band zu beginnen, denn gerade diesen Band versteht man in einigen
Punkten nicht, wenn man die Vorgeschichte nicht kennt.
Fazit:
Ein absolut würdiger Nachfolger der Reihe, der wieder mit
Spannung, neuen Wendungen und einem tollen Pärchen aufwarten kann. Nur Sophia
als Hauptperson hatte mir ein bisschen zu wenig Kampfgeist. Für alle Fans der Reihe ein
Muss!
Broschiert: 399 Seiten
Verlag: Lyx; Auflage: 1 (September 2011)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3802584031
ISBN-13: 978-3802584039
Originaltitel: Bonds of Justice
4,5 von 5 Buchwelten.
Buchinformationen:Broschiert: 399 Seiten
Verlag: Lyx; Auflage: 1 (September 2011)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3802584031
ISBN-13: 978-3802584039
Originaltitel: Bonds of Justice
Preis: 9,99 €
Reihe: Teil 8 der "Gestaltwandler-Reihe"
Leseprobe
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Aus der Reihe "Gestaltwandler"-Reihe:
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Aus der Reihe "Gestaltwandler"-Reihe:
- Leopardenblut
- Jäger der Nacht
- Eisige Umarmung
- Im Feuer der Nacht
- Gefangener der Sinne
- Sengende Nähe
- Ruf der Vergangenheit
- Fesseln der Erinnerung
- Wilde Glut (erscheint im März 12)
Nalini Singh wurde auf den Fidschi-Inseln geboren und ist in
Neuseeland aufgewachsen. Nach verschiedenen Tätigkeiten, unter anderem
als Rechtsanwältin und Englischlehrerin, begann sie 2003 eine Karriere
als Autorin von Liebesromanen. Mit ihren Romantic-Fantasy-Serien feiert
sie international große Erfolge.
Website der Autorin: www.nalinisingh.com
Website der Autorin: www.nalinisingh.com
Quellen: Autorin, Buchinformationen, Cover


Tolle Rezension :) Ich hab das Buch auch gerade angefangen und mir gefällt es bisher richtig gut.
AntwortenLöschenLiebe Grüße
Danke! Ging mir auch so, "Fesseln der Erinnerung" gefiel mir wieder ab der ersten Seite. Singh zieht einen einfach sofort in ihren Bann...
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