Donnerstag, 25. August 2011

Rezension "Across the Universe" (Beth Revis)


Across the Universe von Beth Revis

Die ersten Worte:
Daddy said, "Let mom go first."
Mom wanted me to go first. I think it was because she was afraid that after they were contained and frozen, I'd walk away, return to life rather than consign myself to that cold, clear box.

Inhalt:
Amy weiß, sie muss alles hinter sich lassen, wenn sie geht, und trotzdem entscheidet sie sich schweren Herzens, ihr Heimat, die Erde, zu verlassen, um mit ihren Eltern zu einem neuen Planeten aufzubrechen, der besiedelt werden soll. Obwohl ihr Dad ihr anbietet, sie könne bleiben, lässt sie sich 300 Jahre einfrieren, um mit ihm zu gehen.
Als sie dann wieder erwacht, hofft sie, der Alptraum wäre vorbei, denn der Tiefschlaf war die Hölle für sie. Doch sie muss feststellen, dass noch lange nicht alles wieder in Ordnung ist. Denn als sie erwacht, lernt sie Elder kennen, der ihr offenbart, das Raumschiff wäre erst 250 Jahre unterwegs und somit noch 50 Jahr von seinem Ziel entfernt. Amy erfährt, dass sie gewaltsam aus dem Schlaf gerissen wurde – hätte man sie nicht gefunden, wäre sie gestorben.
Die Zustände auf dem Schiff machen Amy zu schaffen, denn alles ist anders, als auf der Erde. Noch immer treibt der Mörder sein Unwesen und reißt weitere Tiefgefrorene aus ihrem Schlaf. Nur das diese weniger Glück haben und in ihren Kapseln sterben… Amy und Elder müssen also herausfinden, wer der Mörder ist und nicht nur das…

Meinung:
In „Across the Universe“ nimmt Beth Revis ihre Leser mit auf eine Reise in’s Weltall und erschafft ein Raumschiff, dass seine eigene kleine Welt darstellt – die lange nicht so fehlerlos ist, wie sie es gerne wäre.

Revis erzählt ihre Geschichte parallel aus Amy’s und Elders Perspektive, pro Kapitel wechseln die Sichtweisen. Dadurch ist es ihr möglich, erst Amy vorzustellen, bevor sie eingefroren wird, und sich danach Elder und dem Raumschiff namens Godspeed etwas näher zu widmen. Währenddessen hat Amy parallel dazu Rückblenden zu ihrem Leben auf der Erde und verschiedene Träume und Alpträume.
Dadurch wird die Geschichte von Anfang an spannend, denn man taucht in eine völlig neue Welt ein und ist vollauf damit beschäftigt, das Schiff mit seinen Strukturen und Elder selbst kennen zu lernen, bevor Amy aufwacht. Danach bleibt die Spannung bis auf einige kürzere Längen erhalten, da Amy und Elder langsam auf die Spur des Mörders kommen. Außerdem schwebt Amy weiter in Gefahr, da sie wegen der Grundsätze des Schiffleiters ein „Unterschied“ ist, der zu Problemen führen wird. Denn auch mit dem System des Schiffs stimmt Amy nicht überein, da es allen Werten des Lebens auf der Erde entgegenläuft.

Wo wir bei der grandios aufgebauten Welt von Godspeed wären. Es fehlten mir zwar zu allem am Anfang ein wenig ausführlichere Beschreibungen zum Aufbau, aber dieses Problem lies sich dadurch lösen, dass eine Karte des Raumschiffes im Buch abgedruckt ist.
Hat man sich dann mit dem rein technischen Aufbau vertraut gemacht und sieht das Schiff durch Amys Augen, fallen einem dann die vielen gesellschaftlichen Veränderungen auf, die während der 250 Jahre an Bord vor sich gegangen sind. Und mit all dem kann Amy nicht umgehen, denn es läuft allem zuwider, was auf der Erde galt: keine Unterschiede, keine eigene Meinung – einfach nichts, was zu Widerstand führen könnte.

Sowohl Elder als auch Amy waren mir von Anfang an sehr nahe. Elder als zukünftiger Leiter des Schiffes wird während der Geschichte immer selbstbewusster und erkennt, dass er mehr Macht hat, als er glaubt und diese auch verantwortungsvoll einsetzen muss, egal was ihm dies abverlangt. Dabei hilft Amy ihm, da sie in ihren Überzeugungen nicht umzustimmen ist und so Elder dazu ermutigt, etwas an den Ungerechtigkeiten auf dem Schiff zu ändern. Dabei lässt sie sich auch von ihren eigenen Ängsten und Problemen nicht unterkriegen.
Dadurch wirkt es auch sehr natürlich, dass die beiden sich währenddessen langsam ineinander verlieben.

Da „Across the Universe“ aber nur der erste Teil einer Triologie ist, fiel das Ende natürlich nicht ganz so super Happy-End-mäßig aus, aber das tut dem Lesegenuss dann auch keinen Abbruch.

Fazit:
Alles in allem war ich wirklich überrascht von der Godspeed und den Bewohnern und Geschehnissen voller Spannung, mit dem gewissen Etwas an Gesellschaftskritik, die einen zum Nachdenken anregt und auch nach dem Ende noch beschäftigt. Nur zu empfehlen, wenn man mal etwas mit ein bisschen mehr Science Fiction, gemischt mit Dystopie, erleben will – aber auch, wenn man einfach gut unterhalten werden will.

 4,5 von 5 Buchwelten.
Buchinformationen:
Taschenbuch: 416 Seiten
Verlag: Penguin UK (4. Januar 2011)
Sprache: Englisch
ISBN-10: 0141333669
ISBN-13: 978-0141333663
Preis (amazon.de): 7,40 €
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Zur Autorin:
Beth Revis, geboren und aufgewachsen in den Ausläufern der Appalachen in North Carolina/USA, schrieb schon während der Schule lieber Kurzgeschichten, statt dem Unterricht zu folgen. Diese Gewohnheit behielt sie auch an der Universität bei - aus ihren Kurzgeschichten waren mitlerweile halbe Romane geworden. Nach ihrem Abschluss an der NC State University in Englischer Literatur wurde Beth Revis Lehrerin. Da sie es auch weiterhin nicht lassen konnte, Geschichten zu schreiben, statt Essays zu korrigieren und Unterrichtspläne zu erstellen, hat sie sich inzwischen ganz dem Schreiben gewidmet. Beth Revis lebt mit ihrem Ehemann und einem Hund im ländlichen North Carolina/USA. "Godspeed - Die Reise beginnt" ist ihr Debütroman und der Auftakt einer Trilogie.
Mehr Infos auf Beth Revis' Webseite.

Kommentare:

  1. jaja das buch ist supi gell XD ich fand es auch überaus spannend :D ich liebe ja sci fi - vor allem mit romantischem touch

    lg july

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  2. War so ziemlich mein erster Ausflug ins Science Fiction-Genre, von daher, kann ich noch nicht von Liebe reden - aber wenn andere romantischen SciFi-Romane ähnlich gut sind, dann könnte ich durchaus auch Fan werden.

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