Samstag, 25. Juni 2011

Schullektüre

Hallöchen, ihr Lieben!

Schullektüre, verhasst, geliebt oder ein notwendiges Übel?
Dabei geht es mir eigentlich weniger um jene Bücher, die ich in der Oberstufe lese und noch lesen muss, da mir bis jetzt all diese recht gut gefallen haben. "Der Steppenwolf" von Hesse, "Hamlet" von Shakespeare, "Die Verwandlung" von Kafka, "Der Besuch der alten Dame" von Dürrenmatt. Dürrenmatt und Shakespeare haben es mir ja angetan. Damit wäre ich im Abi wirklich sehr zufrieden. Kafka und Hesse fand ich nicht ganz so berauschend, aber auch die waren nicht schlecht.

Und da stehe ich nun und frage mich: Warum fand ich alle Bücher aus den kleineren Klassen so scheußlich?
In der 9. und 10. Klasse war es schon besser. Da haben wir "Andorra" von Max Frisch, "Nathan der Weise" von Lessing und "Faust" von Goethe gelesen. Ich muss gestehen, Faust mochte ich nicht besonders und bin froh, dass wir uns nicht auch noch "Faust II" antun müssen, aber "Andorra" und "Nathan der Weise" fand ich schon gar nicht schlecht.
Aber davor... du lieber Gott. Ich erinnere mich noch deutlich an die Qualen in der 5. Klasse, als wir "Wir pfeifen auf den Gurkenkönig" von Christine Nöstlinger gelesen haben. Ich habe schon damals gerne gelesen, aber dieses Buch fand ich wirklich grässlich. Den Gurkenkönig habe ich beim Umzug aus meinem Bestand verband, keine Ahnung, wo das abgeblieben ist.
Und "Die Reise zur Wunderinsel" von Klaus Kordon fand ich auch nicht so prickelnd, erschien mir - zumindest damals - gähnend langweilig.

Nun ist meine Schwester ja in der 7. Klasse, müsste also auch lauter solche scheußlichen Bücher hinter sich haben. Aber dem ist nicht so. Alle 3 Bücher habe ich kurz nach ihr oder mit ihr zusammen gelesen und sie haben mir wirklich gefallen: in der 5. Klasse "Momo" von Michael Ende, in der 6. "Rico, Oskar und die Tieferschatten" von Andreas Steinhöfel (zu dem ich vor kurzem eine Kurzmeinung geschrieben habe) und momentan "Wie man unsterblich wird: Jede Minute zählt" von Sally Nicholls, was ich mir auch gleich zum lesen geschnappt habe.

Da drängt sich mir ja die Frage auf: Sollte ich vielleicht die verhassten Schullektüren nochmal hervorkramen und anlesen? Vielleicht würden sie mir ja jetzt auch gefallen... Aber dafür sitzt meine Abneigung wirklich zu tief *lach*.

Kommentare:

  1. Ich bin ja immer wieder überrascht wie viel andere Leute in der Schule scheinbar so viele Bücher gelesen habe. Bei uns war es nur ein einziges, "Die Welle" und danach nie wieder. Irgendwie ärgert mich das ja ein bisschen muss ich sagen. Vielleicht hätte das meine Leselust ja schon ein bisschen früher geweckt.

    Liebe Grüße,

    Anorielt

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  2. Also ich musste ja in der achten Klasse mal "Der Schimmelreiter" von Theodor Fontante lesen und fand es schrecklich! Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass es mir heute gefallen würde...Dürrenmatt musste ich auch lesen. "Der Besuch der alten Dame" und "Das Versprechen", wobei ich ersteres noch besser fand, wenn auch nicht sooo toll.
    Aber ich kann mir gut vorstellen, dass man Bücher besser finden würde, wenn man sie nicht als Schullektüre lesen müsste.
    Liebe Grüße,
    Belle

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  3. Und ich meinte natürlich Theodor Fontane ;)

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  4. Also ich habe tatsächlich während meiner Schulzeit 3 (!!!) Mal Maria Stuart von Schiller gelesen. Und, Gott sei dank, mochte ich das Buch auch! Nathan der Weise war so naja, was ich voll doof fand, war Die Judenbuche von Annette von Droste-Hülshoff oder Siddartha von Herman Hesse. Gar nicht shclecht war Die schwarze Galeere von Wilhelm Raabe. Stille Zeile Sechs von Monika Marohn war auch echt grausam, waaah (das war Prüfungsstoff für das Fachabitur)! In der 7. Klasse, glaub ich, haben wir Declan Doyle: Abgeschoben gelesen und das war echt klasse! Mehr fällt mir jetzt grad nicht ein, aber ich hab noch einige Schullektüren mehr gehabt.

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  5. http://buechersuenden.blogspot.com/2011/06/ein-award-meinem-geburtstag.html

    Hier ein Award für dich :)

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  6. Anorielt:
    Wundert mich allerdings auch ein bisschen. Wir haben eigentlich in jeder Klasse mindestens ein Buch gelesen, ich bringe sie nur nicht mehr alle zusammen. Aber glaub mir, die Mehrzahl davon hat bei mir keine Leselust geweckt, da mussten schon Bücher kommen, die mich wirklich auch vom Thema her sehr ansprechen, um zur Büchsersucht überzuleiten :) Das meiste von dem Schulkram macht nicht immer Lust auf mehr...

    Belle:
    Von Theodor Fontane habe ich auch schon einige Schauergeschichten gehört. Eine Parallelklasse hatte das "Pech", den Schimmelreiter lesen zu müssen und meine Mutter hat's gelesen und sagt, bis auf das es grässlich war, kann sie sich an nichts mehr erinnern *lach*. Also muss es wohl wirklich nur was für Liebhaber sein.
    "Der Besuch der alten Dame" finde ich aber sehr angenehm zu lesen. Habe es gestern Abend zu Ende gelesen und fand es alles in allem nicht schlecht. Werde mir wohl bei einer Freundin "Die Physiker" ausleihen, die sollen wohl noch besser sein.
    Kann gut sein, dass man es besser fände, wenn man es nicht lesen MÜSSTE. Inzwischen gehe ich an die Schullektüre zugegenermaßen auch etwas anderes heran, da ich mir meinen Deutsch Leistungskurs selber aufgehalst habe und es wirklich VIEL schlimmeres gibt als Bücher lesen. Zum Beispiel 5 Stunden die Woche Mathe, das wäre ein Grauen...

    BlueNa:
    Maria Stuart steht mir auch noch bevor, bin mal gespannt, wie's mir gefällt. Schiller kenne ich ja noch nicht.
    Ich find's schon immer wieder erstaunlich, wie viele unterschiedliche Bücher in verschiedenen Schulen oder Bundesländern so gelesen werden. Sehe ich ja jetzt an meiner Schwester: die selbe Schule, kein einziges gleiches Buch.
    Bis auf Maria Stuart musste oder muss ich keines der Bücher gelesen, die du aufgezählt hast...

    Lisa:
    Dankeschön, ich freu mich! :)

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  7. Ich glaube es hängt auch ganz stark am Lehrer, was gelesen wird. Von der Oberstufe vielleicht mal abgesehen.
    Insgesamt hab ich kein Buch gelesen, was mich vom Hocker gehauen hat. Aber wie du fand ich die Bücher in der Unterstufe und teilweise Mittelstufe zum K... Schreien.

    Hm, mal gucken, was ich noch zusammen bringe: "Abby Lynn", "Die dreizehnte Prophezeiung", "Mit Jeans in die Steinzeit", "Parzival", "Die Welle", "Faust", "Professor Unrath", "Maria Stuart", "Der gute Mensch von Sezuan", "Biedermann und die Brandstifter", "Kabale und Liebe", "Herr der Fliegen"... Mehr fällt mir jetzt auf Anhieb nicht ein... Viel habe ich natürlich in der Oberstufe gelesen und da erinnere ich mich noch an das meiste.
    "Biedermann und die Brandstifter" fand ich ganz okay. Wir haben das auch "nachgespielt", was ich immer ganz lustig fand. "Faust" mochte ich eigentlich ganz gerne. Aber ich war auch froh, dass wir trotz LK nur Auszüge aus dem zweiten Teil gelesen haben. "Professor Unrat" war eine meiner Lieblingslektüren in der Kollegstufe. Ich kann nicht mal genau sagen, warum, aber das Buch hat mich überrascht, auch wenn es sich zäh lesen ließ.

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