Sonntag, 15. Mai 2011

Kurzmeinung "Gestaltwandler"-Serie (Nalini Singh)

Hallöchen, ihr Lieben!
Da ich diesen Sonntag mal keinerlei Neuzugänge zu zeigen habe, habe ich mich mal wieder an einen Kurzmeinungs-Post gesetzt, diesmal gleich zu einer ganzen Reihe.

 Die Gestaltwandler-Serie von Nalini Singh
Allgemein:
In ihrer Gestaltwandler-Reihe hat Nalini Singh eine realistische Zukunftswelt erschaffen, in der neben Menschen die Medialen und Gestaltwandler existieren. Beide Arten sind aus den Menschen hervorgegangen. Während die Gestaltwandler sich in verschiedene Tiere verwandeln können, in Rudeln zusammenleben und sehr schnell und stark sind, sind die Medialen zwar physisch sehr schwach, dafür besitzen sie allerdings starke geistige Fähigkeiten; es gibt Teleporter, Telephaten und weitere Begabungen. Den Medialen sind allerdings von Kindheit an die Gefühle abtrainiert worden, was sie zwar vor dem Wahnsinn retten soll, gleichzeitig aber zu eiskalten, rücksichtslosen Wesen macht.
Auch die Welt an sich hat sich weiterentwickelt, man lebt umweltbewusster, natürlich mit viel neuer Technologie ermöglicht, und die gesellschaftlichen Strukturen haben sich verändert.
Die Medialen haben es durch ihre berechnende Art zur führenden Rasse entwickelt. Gerade deswegen beginnen sich Menschen, Gestaltwandler und andere Splittergruppen gegen den Medialenrat aufzulehnen, der Pläne entwirft, wie er nun an die absolute Macht gelangen kann. Dieser Teil der Geschichte ist bandübergreifend angelegt und in jedem Teil der Reihe gibt es diesbezüglich Neuerungen und Fortschritte.
Zusätzlich beherbergt jeder Band eine in sich abgeschlossene Krimihandlung, die individuell mit den Hauptfiguren zusammenhängt.
Nalini Singhs Charaktere und Liebesgeschichten sind generell sehr vielschichtig und tiefgründig, und unterscheiden sich immer wieder voneinander, so dass man in jedem Band nebenbei neue Aspekte der Welt und der Gesellschaft entdeckt.
Es werden auch immer wieder Charaktere und Paare aus früheren Büchern mit eingebunden, was mir immer sehr gut gefällt.
Die Bücher zeichnen sich immer wieder durch viel Emotionalität und Wärme aus, was auch durch die Rudelstrukturen ausgelöst wird. Singhs Rudel sind ähnlich aufgebaut wie Tierrudel im eigentlichen Sinne, natürlich aber auf eine „menschliche“ Stufe gehoben. Die Bindungen zwischen den Mitgliedern sind sehr eng und es entsteht das Gefühl einer familiären Atmosphäre, die einem vom ersten Moment an Liebe und Stärke vermitteln kann.
Dieser Mix aus Fantasy, Liebesgeschichte und Zukunftsszenario mit Krimielementen liest sich unglaublich spannend und packt einen von Band zu Band immer wieder.


1. Leopardenblut (Band 1, Sascha und Lucas)
Trotzdem ich mittlerweile bereits einige Bände der Reihe kenne, sind Sascha und Lucas nach wie vor mein absolutes Lieblingspaar. Das wird daran liegen, dass ich mich in beide Charaktere sehr gut hineinversetzen konnte, mich sofort in sie verliebt habe und mit ihnen gelitten habe; vielleicht aber auch, weil Sascha mit ihrem besonderen Medialenfähigkeiten einfach hervorsticht. Die Einführung in die Zukunftswelt erfolgt schrittweise und man findet sich sofort sehr gut zurecht, zwischen Medialen, Gestaltwandlern und Menschen.




2. Jäger der Nacht (Band 2, Faith und Vaughn)
Für mich der bisher schwächste Band der Reihe. Zum einen gibt es keine Fortschritte in der Rebellion der Gestaltwandler gegen die Medialen, was die Spannung etwas dämpfte, auch wenn trotzdem ein Krimianteil enthalten ist. Zum anderen konnte ich mich mit Faith nur sehr langsam anfreunden, da sie mir zu verschlossen vorkam, so dass ich mich schlecht in sie hineinversetzen konnte.






3. Eisige Umarmung (Band 3, Brenna und Judd)
Die Beleuchtung eines weiteren Gestaltwandlerrudels durch Brenna bildete in diesem Roman eine interessante Abwechslung, wobei weiterhin auch die Vorgängerpärchen involviert waren. Judd blieb einige Zeit sehr undurchsichtig, auch wenn er von Anfang an hinter seiner kühlen Fassade sehr sympathisch erscheint. (Nicht nur) Durch ihn kommt auch der bandübergreifende Plot wieder in Bewegung. Brenna hingegen war ein sehr offener Charakter, sie zeichnet sich vor allem durch die Stärke aus, nach ihrer schrecklichen Vergangenheit ihr Leben wieder in der Hand zu haben.  



4. Im Feuer der Nacht (Band 4, Talin und Clay)
In dieser Geschichte treffen nun ein Mensch und ein Gestaltwandler aufeinander, nachdem vorher dreimal ein Gestaltwandler-Mediale/r-Paar im Mittelpunkt stand.
Clay wurde in den vorherigen Bänden eher wenig erwähnt und als Außenseiter beschrieben. So wird es nun umso interessanter, ihn näher kennen zu lernen. Talin hat mit großen Ängsten zu kämpfen, mit denen sie sich jedoch im Laufe des Buches mit Clays Hilfe auseinandersetzt. Auch die Geschehnisse im Medialenrat und deren Machenschaften bleiben Thema und erhöhen die Spannung.



5. Gefangener der Sinne (Band 5, Ashaya und Dorian)
In dieser Geschichte gibt es nun einen entscheidenden Fortschritt, was die Vereitelung der Pläne der Medialen angeht, da Ashaya eine wichtige Mediale ist. Auch hier hat Singh wieder die richtige Waage zwischen Annäherung und Rückschritt gefunden, um die Liebesgeschichte bis kurz vor Schluss entwicklungsfähig zu machen. Ashaya hat einige Geheimnisse, die man nur schwer erraten kann und zu Anfang wirkt der Konflikt zwischen ihr und Dorian fast unlösbar, doch Singh löst diese immer wieder sehr schön auf. Auch den inneren Konflikt Dorians, dessen Schwester bereits im Vorfeld ermordet wurde, löst sie sehr nachvollziehbar. Besonders gefallen hat mir in diesem Band der Nebencharakter Keenan, Ashayas Sohn, der die Geschichte wirklich bereichert.


6. Sengende Nähe (Band 6, Mercy und Riley)

7. Ruf der Vergangenheit (Band 7, Katya und Dev)

9. Wilde Glut (Band 9, Indigo und Drew, 
                                        erscheint im März 2012)


Kurzmeinungen sind kurze subjektive Leseeindrücke ohne Punktebewertungen, die keinesfalls eine vollständige Rezension darstellen sollen.
Quellen: Cover

Kommentare:

  1. Also die Cover sind wirklich sowas von abschreckend!!!! :( Wie kann man nur sowas veröffentlichen?! Haben die kein Geschmack? Ansonsten gefällt mir der Beitrag richtig gut! Ich liebe gebündelte Beiträge (also eine komplette Reihe kurz vorgestellt).

    LG
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  2. Ich find die Cover eigentlich ganz schön. :-/ Nicht perfekt, es gibt wahrlich schönere, aber ich mag die Farbkomposition. Das passt irgendwie. Und auch, dass die Fellfärbung (auch wenn die nicht [immer] passt) mit eingearbeitet ist.
    Die Serie ist aber wirklich umwerfend - danke für den Tipp, Jasmin. ;-) Ohne dich wär sie mir wahrscheinlich nicht so schnell aufgefallen. :D

    Und Glückwunsch zum "Kein-Neuzugang". XD Ist doch auch mal schön, wenn der SuB nicht so rasend steigt... *g*

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  3. Ich muss auch sagen, es gibt doch wesentlich schrecklichere Cover, als die dieser Reihe. Sie mögen nicht die schönsten sein, aber mir geht es ähnlich, ich mag die Farben und die Fellfärbungen weisen auch auf das Thema der Bücher ein stückweit hin.

    @ Ami
    Ich habe von dir auch schon genug Tipps bekommen, die Gold wert waren ;)
    Finde ich auch. Zumal ich diese Woche fast gar nicht großartig zum lesen kam. Da ist der SuB wenigstens mal gleich geblieben *lach*.

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