Montag, 14. März 2011

Rezension "Venusblut" (Jennifer Schreiner)

Venusblut von Jennifer Schreiner

Die ersten Worte:
Selbst im Traum hatte sie Angst! Und die Fangzähne des Mannes boten auch jeden Anlass dazu, obwohl seine bloße Anwesenheit gleichzeitig ganz andere Gefühle in ihr auslösten.

Inhalt:
Vor Joel, dem Anführer der Schatten und somit der Leibgarde der Vampirkönigin, liegt eine große Aufgabe: nachdem die Unsterblichkeit der Vampire erloschen ist, muss er herausfinden, wie die Vampire sie zurückerlangen können. Dazu muss er herausfinden, wohin der Vampir Magnus mit dem Artefakt verschwunden ist, dass möglicherweise einen Ausweg bietet.
Bei seiner Suche nach Magnus trifft Joel auf dessen Tochter Judith. Joel sieht seine Chance, ihr den Aufenthaltsort ihres Vaters und das Geheimnis um das Artefakt zu entlocken, doch da hat er nicht Judith gerechnet. Sie setzt immer wieder ihren Dickkopf durch und behält ihr Geheimnis für sich. Als die beiden sich näher kommen, wird allerdings schnell klar, dass Gefühle Joels Plänen einen Strich durch die Rechnung mache.
Währenddessen ist auch die Vampirkönigin Maeve selbst auf der Suche nach einer Lösung, denn sie will ihr Volk auf keinen Fall sterben sehen. Behilflich ist ihr dabei Hasdrubal, ein Rebelle, der es auf ihr Leben abgesehen hat. Maeve weiß, dass des Rätsels Lösung in ihren Erinnerungen liegt, die sind aber tief verschüttet. Hasdrubal wird immer mehr zum Freund, statt zum Feind, und längst vergessen geglaubte Gefühle dringen zu den Vampiren durch…

Meinung:
Mit ihrer Vampirwelt hat mich Jennifer Schreiner ab der ersten Seite in ihrer Bann ziehen können. Der geheimnisvolle Prolog zu Beginn des Buches macht sofort neugierig und ist man erst einmal in Joel und Judiths Welt eingetaucht, kann man sich so schnell nicht mehr losreißen.
Es dauert zwar ein wenig, bevor die Geschichte richtig ins rollen kommt und die Spannung sich aufgebaut hat, danach blättert man jedoch atemlos durch die Seiten und leider ist die Geschichte dann auch viel zu schnell wieder zu Ende.
Die Charaktere haben mich von Anfang überzeugt. Beide Handlungsstränge, die verfolgt worden – sowohl die Geschehnisse um Joel und Judith, als auch die um Hadrubal und Maeve bringen dem Leser die Figuren schnell näher und beleuchten deren Situation.
Dabei hat jeder Charakter seine Eigenheiten, die ihn besonders machen.
Judith treibt den Leser mit ihrem Dickkopf schon mal in den Wahnsinn, im nächsten Moment fühlt mich sich doch wieder mit ihr verbunden und leidet und liebt mit ihr. Über ihre Entwicklung war ich am Ende wirklich sehr überrascht und hätte diese so niemals erwartet. Ihr Geliebter Joel ist ganz der verführerische Vampir, den eine solche Geschichte braucht. Auch wenn er die sehr menschliche Art der Männer an sich hat, nur langsam zu verstehen, was in sich selbst und Judith wirklich vorgeht.
Maeve, die in einem schweren inneren Konflikt steckt, war mir von Anfang an sympathisch, das Geheimnis, welches sich um ihre Vergangenheit rankt, hält den Leser wirklich in Atem. Hasdrubals Wandlung vom Feind zum Freund war ebenfalls sehr schön beschrieben, allerdings muss ich zugeben, dass ich den Namen schrecklich finde. Der arme Vampir!
Jennifer Schreiners Schreibstil war sehr angenehm und flüssig zu lesen. Sie hat die Welt ihrer Vampire sehr real aufgebaut, von der Entstehung des Vampirvolkes bis zu deren Eigenschaften und Eigenheiten hat sie den Leser in alles eingeweiht.

Fazit:
„Venusblut“ ist ein spannender erotischer Vampirroman, der in eine geheimnisumwobene Welt der Vampire entführt, in der die Blutsauger um ihre Unsterblichkeit und ihre Liebe kämpfen müssen.
Ich kann nur sagen: mehr davon! Und deswegen werden es früher oder später wohl auch die beiden Vorgänger „Zwillingsblut“ und „Honigblut“ in mein Regal schaffen!

4,5 von 5 Buchwelten. 
Buchinformationen:
Broschiert: 200 Seiten
Verlag: Elysion-Books
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3942602075
ISBN-13: 978-3942602075
Genre: erotische Fantasy
Preis: 12,90 €

Aus der „Blut-Reihe“:
  1. Zwillingsblut
  2. Honigblut
  3. Venusblut
Vielen Dank an den Elysion Verlag und Jennifer Schreiner für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!

Kommentare:

  1. Hay :)
    ich habe noch zusätzlich das englische Buch hier, weil das Cover einfach sooo toll ist. Finde auch, dass alle Büchern von Cassandra Clare, bei den dt. Covern seltsam aussehen. Die englischen sind leider immer schöner.

    Sehe gerade du liest "Splitterherz"?
    Wünsche dir viel Spaß damit und bin total auf deine Meinung gespannt. Ich habe das Buch und seinen Folgeband sehr geliebt und schnell verschlungen.

    LG

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  2. Da muss ich dir recht geben, die Mortal Instruments-Cover gefällen mir im deutschen auch nicht...

    Ist unschwer an deinem Namen erkennbar, dass du die Bücher mochtest :) Allzu weit bin ich ja mit "Splitterherz" noch nicht, aber bisher gefällt es mir sehr gut.

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  3. Hey, Herzlichen Glückwunsch zu den 100 Lesern. ♥

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  4. Oh, vielen Dank! Ich hab mich wahnsinnig gefreut! Schon 100 Menschen, die mein Gequatsche lesen *lach*.

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