Dienstag, 25. Januar 2011

Rezension "Der sanfte Hauch der Finsternis" (Jeaniene Frost)

Cat & Bones - der Vierte:

Der sanfte Hauch der Finsternis von Jeaniene Frost

Die ersten Worte:
Wenn es mich schnappt, bin ich tot.
Ich rannte, so schnell ich konnte, an Bäumen vorbei, über verschlungene Wurzeln und Felsen im Wald. Fauchend verfolgte mich das Monster; es klang, als hätte es schon ein Stück aufgeholt. Ich konnte ihm nicht entkommen.

Inhalt:
Nach dem letzten verheerenden Angriff haben Cat und Bones ein wenig Ruhe wirklich dringend nötig. Sie entscheiden sich einen entspannten Urlaub eines Boots und anschließend in Paris zu verbringen. Ihr Glück wird nur getrübt von seltsamen Alpträumen, die Cat immer wieder heimsuchen. Da sie jedoch deren Bedeutung nicht versteht, beschließt sie, diese einfach zu ignorieren.
Als die beiden in Paris von Bord gehen, werden sie jedoch schon von Bones’ Mitregenten Mencheres erwartet. Von ihm erfahren die beiden, dass der französische Meistervampir Gregor es auf Cat abgesehen hat – auch ihre Alpträume stehen damit in Zusammenhang.
Cat wird nur langsam der Ernst der Lage bewusst, während Bones sie mit seiner Fürsorglichkeit fast in den Wahnsinn treibt und immer wieder zum Streit führt. Dabei haben sie dafür doch gar keine Zeit, denn Gregor ist ihnen dicht auf den Versen, völlig besessen davon, Cat zu besitzen…

Meinung:
Mit der Fortsetzung der Reihe um Cat und Bones habe ich mir viel Zeit gelassen, da ich kurz nach der Erscheinung einige negative Meinungen zum Buch gelesen hatte und das Schlimmste befürchtete. Letztendlich kam es doch wesentlich besser, als angenommen.
Wie gewohnt, stürzt die Autorin den Leser gleich zu Anfang in eine Situation, die die Gefahr deutlich macht, die Cat droht. Dadurch steigt die Spannung sehr schnell und bleibt durch die ständige Bedrohung auch bis zum Schluss erhalten, wenn sie auch zwischenzeitlich immer wieder etwas abflacht.
Mit Actionszenen geizt Frost auch in Band 4 ihrer Reihe nicht – nur zu meiner Freude, denn Cat und Bones in Action ist doch immer noch ein Grund, warum ich die Bücher lese.
Die Charaktere an sich bleiben so sympathisch, wie sie schon in den Vorgängern waren. Auch Nebencharaktere wie Don, Cooper, Tate, Vlad, Ian, Spade und Mencheres haben wieder ihre Auftritte, wodurch sie nicht in Vergessenheit geraten.
Genervt haben mich jedoch die Zankereien zwischen Cat und Bones. Die gab es zwar schon in den vorangegangenen Bänden und sie tragen auch immer zur Entwicklung der Geschichte bei, doch hier hat es Frost ein wenig übertrieben. Ständig entstanden durch den Streit maßgebliche Veränderungen der Geschichte, die hätten absolut vermieden werden können. Trotz aller noch so liebenswerten Dickköpfigkeit, bitte nicht so übertreiben!
Einen vernünftigen Showdown bietet Jeaniene Frost natürlich auch, der einen wirklich in Atem hält.
Es ergeben sich auch andere sehr interessante Wendungen (die auch manchmal nicht aus einem Streit herrühren), die die Geschichte noch interessanter machen, aber verraten werde ich die natürlich nichts.
Frosts Schreibstil hat mir wie immer gut gefallen: flüssig und spannend.

Fazit:
Cat und Bones haben ihren Charme auch in Band 4 nicht verloren, wenn ihre Beziehung teils auch einen etwas anstrengenden Zug angenommen hat. Ich hoffe, das bessert sich in Band 5 wieder. Trotzdem kann das Paar mit seinen Erlebnissen auf jeden Fall nach wie vor begeistern.

 3,5 von 5 Buchwelten.
Buchinformationen:
Taschenbuch: 400 Seiten
Verlag: Blanvalet Taschenbuch Verlag
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3442375541
ISBN-13: 978-3442375547
Originaltitel: Destined for an early Grave (Night Huntress 4)
Leseprobe

Aus der Reihe „Night Huntress“:
  1. Blutrote Küsse
  2. Kuss der Nacht
  3. Gefährtin der Dämmerung
  4. Der sanfte Hauch der Finsternis
  5. Dunkle Sehnsucht (erscheint im August 2011)

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