Samstag, 31. Dezember 2011

Das Jahr 2011

Hallöchen, ihr Lieben!
Wieder mal haben wir ein Jahr geschafft und es ist Zeit, mal ein bisschen zurückzublicken auf das Bücher- und Bloggerjahr.

Wie schon letztes Jahr danke ich natürlich zuerst euch allen für eure Unterstützung und die vielen schönen, unterstützenden, aufbauenden und lustigen Kommentare! Ohne euch Leser wäre Colliding Worlds heute niemals das, was es ist! Vielen lieben Dank!

Aber jetzt zur Statistik:
Blogstatistik:
Posts: 186
Poststärkster Monat: Januar mit 26 Posts
Postschwächster Monat: Juni und Dezember mit je 8 Posts
Leser: 231

Lesestatistik:
gelesene Bücher: 64
gelesene Seiten: 23.637
durchschnittliche Bewertung: 4,136 Buchwelten
neue Bücher: 64
Abgebrochene Bücher: 0

SuB Ende 2010: 39
SuB Ende 2011: 29

Alle 2011 gelesenen Bücher könnt ihr euch in der Monatsübersicht anschauen auf meiner Seite Lesejahre.

Wie letztes Jahr habe ich nochmal in Kategorien meine Lieblinge und Enttäuschungen aufgezählt - natürlich wie immer unvollständig ;).

Die schönste Liebesgeschichte


Ganz unterschiedliche Geschichten, aber beide fand ich so zauberhaft. "Du oder das ganze Leben" hat mir gezeigt, dass jedes noch so ausgelutschte Thema mit ein bisschen Magie etwas ganz besonderes werden kann. Und "Die Flammende" hat mich mit den sehr eigenen, aber liebevoll gestalteten Hauptfiguren sofort begeistern können.

Die spannendste Geschichte


Den Platz holt defintiv das Finale der Arkadien-Triologie. Rosa und Alessandro sind in diesem Buch so erwachsen geworden und das Finale war so blutig und spannend, dass ich es kaum aus der Hand legen konnte. Auch sehr spannend war "Across the Universe", mein allererster Science Fiction-Ausflug. Ich brenne schon auf die Fortsetung, die nächstes Jahr erscheint.

Die schönste Buchreihe



Beinahe wäre es wieder die Gestaltwandler-Reihe von Nalini Singh geworden, aber die Edelstein-Triologie von Kerstin Gier musste an dieser Stelle einfach mal gewürdigt werden. Ich hatte an der Reihe wirklich so viel Spaß und bin noch immer traurig, dass es mit Gwendolyn und Gideon nicht weitergeht!


Die Buch-Neuentdeckungen des Jahres


Meine Neuentdeckungen sind dieses Jahr ganz allgemein die Dystopien. Sie sind eine Abwechslung zur Fantasy-Literatur, obwohl sie natürlich in gewisser Weise schon sehr bedrückend sind. Man möchte sich lieber gar nicht vorstellen, dass es gut möglich ist, das derlei Visionen sich bewahrheiten...

Die Autoren-Neuentdeckung des Jahres

Für mich neuentdeckt habe ich dieses Jahr Ilona Andrews. Vor allem ihre Land der Schatten-Reihe hat es mir angetan, aber auch ihre andere Reihe werde ich sicherlich weiterverfolgen.

Die größte Enttäuschung


Ich habe dieses Jahr kein einziges Buch abgebrochen, was aber noch lange nicht bedeutet, dass es nicht auch Bücher gab, die zu den Fehlgriffen zählen.
"Hexenkuss" brachte kaum Entwicklungen mit sich und war mit seinen Rückblenden und Verstrickungen mit der Vergangenheit sehr anstrengend, da man kaum durchgestiegen ist. Und "Vampire sind zum Küssen da" war einfach nur sehr enttäuschend, da ich von Katie MacAlister viel besseres gewohnt bin. So einen nervigen Hauptcharakter habe ich wirklich noch nie erlebt...

Damit verabschiede ich mich für dieses Jahr und hoffe, wir sehen uns im nächsten Jahr alle gesund und munter wieder.
Ich wünsche euch allen ein glückliches neues Jahr 2012, das hoffentlich nur Gutes für euch bereit hält! 
Feiert schön rein und lasst es euch gutgehen :).

Freitag, 30. Dezember 2011

Lesestatistik Dezember 2011 und Neuheiten Januar 2012

Hallöchen, ihr Lieben!
Im Dezember hatte mich die große Internet-Unlust gepackt. Alles, was mit Computern zu tun hatte, habe ich tunlichst gemieden... Trotzdem kam auch lesetechnisch nicht viel rum. Die Weihnachtsstimmung hat einfach zu sehr zum nichts tun eingeladen *lach*. Trotzdem kam ich wieder in den Genuss toller Bücher, mein Highlight war auch diesmal wieder ein Singh-Roman: Engelsblut.

Gelesen: 3
Cole, Kresley - Eiskalte Berührung (5/5 Sterne)
O'Brien, Caragh - Die Stadt der verschwundenen Kinder (4/5 Sterne)
Singh, Nalini - Gilde der Jäger 3: Engelsblut (4,5/5 Sterne)

Gelesene Seiten: 958

Begonnen: 1
Rowling, Joanne K. - Harry Potter und der Stein der Weisen (104 von 336 Seiten gelesen)

Abgebrochen: 0 

Neu: 3
Elkeless, Simone - Du oder der Rest der Welt
Kacvinsky, Katie - Die Rebellion der Maddie Freeman
Oliver, Jana - Die Dämonenfängerin
Oliver, Lauren - Delirium

Challenges:
Seiten zähl-Challenge:
Gelesene Seiten: 958
Insgesamt: 23.637/18.000

LYX-Egmont Challenge:
Diesen Monat: 2
Insgesamt: 10/15

Kampf dem SuB:
Gelesen: 3/5
Neu: 4/5
Gespart: 4 €

SuB: 29

Im Januar:
... geht schon wieder ein neues Jahr los! Meine Güte, die Zeit rennt.
Wie auch immer, hier auf dem Blog wird sich eigentlich weiter nichts ändern. Bloggertechnisch gibt es weiter keine Vorsätze für's neue Jahr, außer weiter fröhlich Posts zu schreiben und viel zu lesen :). Ansonsten werde ich schon sehen, was sich 2012 so für den Blog ergibt.
Wie es aussieht, werde ich wohl nächstes Jahr auf jeden Fall die Harry Potter-Reihe durchschmökern. Ich bin dem Hype nun wohl verfallen *lach*.

Der Januar bringt diese Neuerscheinungen: 


Meadows, Jodi - Incarnate
Price, Kalayna – Der Kuss der Ewigkeit
Rossi, Veronica - Under the Never Sky
St. Crow, Lili - Strange Angels 2: Verraten

Besonders gespannt bin ich diesmal auf "Die Flucht" und "Kuss des Tigers". Leider Gottes sind beide mal wieder Hardcover und kosten somit ein Heidengeld... Kommt es eigentlich nur mir so vor, als würden kaum noch Jugendromane als Taschenbuch verlegt? Wer kann sich das denn leisten, mensch? Ich jedenfalls nicht, denn ich muss zusehen, dass ich ein bisschen von meinem Geld spare. Also wird das leider nichts mit teuren Buchanschaffungen...

Mittwoch, 28. Dezember 2011

Rezension "Engelsblut" (Nalini Singh)


Gilde der Jäger 3: Engelsblut von Nalini Singh

- kann Spoiler zu Band 1 „Engelskuss“ und Band 2 „Engelszorn“ enthalten -

Die ersten Worte:
Eingehüllt in die seidigen Schatten der Nacht, war New York unverändert – und zugleich nicht mehr wiederzuerkennen. Früher hatte Elena vom Fenster ihrer hübschen kleinen Wohnung aus zugesehen, wie die Engel in der Ferne von dem lichtdurchfluteten schlanken Turm abflogen.

Inhalt:
Elena und Raphael sind endlich zurück in New York, nachdem sie den Zusammenstoß mit Lijuan in Peking überstanden und Elena sich von ihren Verletzungen erholt hat.
Endlich kann Elena ihre Freunde wieder in die Arme schließen und beginnt damit, sich mit Raphael ein neues zu Hause in ihrer Heimatstadt aufzubauen. Außerdem ist sie fest entschlossen, wieder soweit zu Kräften zu kommen, dass sie der Gilde wieder voll einsatzfähig als Jägerin zur Verfügung steht. Doch bis dahin ist noch einiges zu tun, denn gerade ihre Flugkünste kann sie nur durch ausdauerndes Training verbessern.
Damit ist es aber schnell vorbei, als Elena zum Schauplatz eines Mordes gerufen wird: der Schule ihrer Halbschwestern Amethyst und Evelyn. Ein Vampir im Blutrausch hat hier zwei Mädchen brutal ermordet und erneut wird Elenas Familie durch sie bedroht, denn die Vermutung scheint nahe zu liegen, dass die Schule nicht zufällig ausgewählt wurde.
Die Zahl der gewalttätigen Vampire im Blutrausch steigt derweil auf der ganzen Welt und auch Naturkatastrophen suchen jeden Kontinent heim.
Bald wird klar, dass die Ursache für all das nur ein mächtiger Engel sein kann, der aus einem jahrhunderte langen Schlaf erwacht. Und Raphael ahnt, dass es seine wahnsinnige Mutter Caliane sein könnte. Nur gemeinsam können sich Elena und Raphael diesem Alptraum stellen…

Meinung:
Es hilft nichts: „Engelsblut“ war ungelogen wieder ein toller der Band der Gilde der Jäger-Reihe. Es war wieder von vorne bis hinten spannend und ich war wieder von der ersten Seite an vollkommen in Elenas und Raphaels Welt gefangen.

„Engelsblut“ schließt an die Geschehnisse aus „Engelszorn“ (Band 2) an, als Elena und Raphael nach New York zurückkehren, nachdem Elena ihre Verletzungen aus dem Kampf in Peking auskuriert hat. Obwohl die Bedrohung durch Caliane sich nur langsam aufbaut, nimmt einen die Geschichte wieder von Anfang an gefangen, da Elena durch die Morde, in die Vampire verwickelt sind, in Atem gehalten wird.
Elena muss sich nun ganz neu in New York einleben, und schon kurz nach ihrer Ankunft geschehen die Morde in der Schule ihrer Halbschwestern. Ab da sind Elenas Fähigkeiten als Jägerin immer wieder gefragt, denn dies soll nicht der einzige Zwischenfall mit Vampiren im Blutrausch bleiben.
Auch zwischen Raphael und Elena ist lange nicht alles klar, denn Raphaels Beschützerinstinkt und Befehlsgehabe schränken Elena noch immer ein und damit ist sie so gar nicht einverstanden. Trotzdem verrennen sich die beiden nicht in kindischen Streitereien und Singh verzichtet komplett auf übertrieben kitschige Liebesbekundungen.

Elena und Raphael bleiben auch in diesem Band die starken und eigensinnigen Charaktere, die man seit dem Beginn ihrer Geschichte kennt. Sie wachsen auch in diesem Band wieder enger zusammen und treffen doch weiterhin ihre eigenen Entscheidungen.
Vergangenheit und Erinnerung spielen bei beiden auch diesmal wieder eine große Rolle, denn da Elena wieder in New York ist und ihre Halbschwestern ins Geschehen involviert sind, wird ein Zusammentreffen mit ihrem Vater Jeffrey unausweichlich, der Elena nach wie vor die Schuld für das Leid gibt, dass ihrer Familie zugestoßen ist.
Durch die Vermutung, Caliane könnte der erwachende Engel sein, sieht sich nun auch Raphael mit seiner Vergangenheit konfrontiert und öffnet sich Elena.

Das einzige, was mich an „Engelsblut“ nicht vollkommen überzeugen konnte, war der Showdown. Elenas Part war mir hier ein wenig zu kurz geraten. Trotzdem war er wieder sehr dramatisch gestaltet und der letztendliche Ausgang des Ganzen hat mir wiederum gut gefallen und lässt Stoff für kommende Geschichten übrig.

Fazit:
Singhs Welt hat mich auch im dritten Band ihrer Gilde der Jäger-Reihe wieder vollkommen in ihren Bann gezogen und überzeugt mit den starken Charakteren und der spannenden Handlung. Wirklich schade, dass im nächsten Band Dmitri statt Raphael und Elena die Hauptrolle spielen wird.

 4,5 von 5 Buchwelten.
Buchinformationen:
Broschiert: 400 Seiten
Verlag: Lyx; Auflage: 1. (4. November 2011)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 380258595X
ISBN-13: 978-3802585951
Originaltitel: Archangel's Consort
Preis: 9,99 €
Reihe: Teil 3 von bisher 4 der Gilde der Jäger-Reihe
Leseprobe
Kaufen bei amazon.de oder thalia.de

Aus der Reihe "Gilde der Jäger":
  1. Engelskuss
  2. Engelszorn
  3. Engelsblut
  4. Engelskrieger (erscheint im Mai 2012)
Zur Autorin:
Nalini Singh wurde auf den Fidschi-Inseln geboren und ist in Neuseeland aufgewachsen. Nach verschiedenen Tätigkeiten, unter anderem als Rechtsanwältin und Englischlehrerin, begann sie 2003 eine Karriere als Autorin von Liebesromanen. Mit ihren Romantic-Fantasy-Serien feiert sie international große Erfolge.
Website der Autorin: www.nalinisingh.com

Dienstag, 27. Dezember 2011

Harry Potter und andere Feiertagsvergnügen...

Hallöchen, ihr Lieben!

Zuerst einmal hoffe ich doch ganz stark, dass ihr die Feiertage alle ganz besinnlich im Familien- und Freundeskreis genossen habt und ein frohes Fest gefeiert habt! Und natürlich, dass ihr alle reich und von Herzen beschenkt worden seid ;).

Ich werde mich hoffentlich in den kommenden Tagen wieder etwas aus meiner Internet-Unlust herausarbeiten, nachdem ich die Feiertage nun komplett internetfrei verbracht habe (ja, so ganz freiwillig). Es hat wirklich mal gut getan, so fernab von allen Neuigkeiten im ländlichen Brandenburg die Tage zu vertrödeln.
Natürlich habe ich wahrscheinlich mindestens 5 Kilo zugenommen und habe schon grässliche Angst vor dem nächsten Gang zur Waage (verschiebe ich auf's neue Jahr, da kann ich noch genug deprimiert sein *lach*).

Zwischen allem Essen - und es war guuuuuut, denn Oma kocht doch immer noch am Besten! -, herumsitzen und quatschen habe ich (Schande über mich) keine einzige Seite gelesen. Meine Familie war nämlich der Meinung, ich müsse doch das Meisterstück der Jugendliteratur von J. K. Rowling wenigstens in Filmform kennenlernen und haben mir gleich alle 8 Film-DVD's  zu Weihnachten geschenkt. Und mit dem ersten Teil angefangen, konnte ich einfach nicht aufhören! Ich habe jede Nacht bis kurz vor Morgengrauen die Harry Potter-Filme durchgeschaut und fühle mich momentan, als hätte ich Flimmerkästen anstatt von Augen - aber es war so genial!
Meine Fresse, es hat eben schon so seinen Grund, dass der gute Harry so einen Erfolg hat. Und ich will doch verflucht sein, wenn ich mir nicht in den nächsten Wochen wenigstens den ersten Teil zu Gemüte führe. Und irgendwie bezweifle ich nicht, dass mir die Bücher gefallen werden; so sehr wie mich die Filme mitgerissen haben...

Außer den Filmen gab es natürlich auch noch ein paar andere Geschenke, darunter auch 3 Bücher, die ich euch die Woche auch noch irgendwann zeigen will, wenn nicht wieder irgendwas dazwischen kommt.

Im alten Jahr steht auf jeden Fall auch noch die Rezension zu Nalini Singhs "Engelsblut" aus. Die ist fast fertig und wird die nächsten Tage online gehen (was ich ja schon vor den Feiertagen versprochen hatte...).
Dann werde ich noch einen Jahresrückblick schreiben und dann glaube ich, war's das für dieses Jahr. Ich bin mal gespannt, was das nächste Jahr so für uns alle bereit hält ;).

Montag, 19. Dezember 2011

Die große Internet-Unlust...

Hallöchen, ihr Lieben!
Ja, ihr lest die Überschrift schon ganz richtig...

Ich kann momentan keinen Computer hochfahren, ohne das unbändige Verlangen zu verspüren, ihn auch möglichst schnell wieder auszumachen.
Wahrscheinlich liegt das an der gemütlichen Weihnachtsstimmung, die mich schon seit Tagen zur Teetrinkerin, Kerzenzündlerin und Kekseesserin und -bäckerin mutieren lässt.

Es ist ja nicht so, als gäbe es hier auf dem Blog nichts zu erzählen - zum Beispiel habe ich "Engelsblut" schon vor dem Wochenende beendet -, aber ich scheine dieser Tage einfach nicht mitteilsam zu sein. Mit Facebook und Ähnlichem braucht man mir momentan schon gleich gar nicht kommen...
Da sitze ich viel lieber bei Kerzenschein mit Freunden oder der Familie zusammen, oder ich kuschele mich mit einem Tee und einer Katze in den Lesesessel...

Seid mir also nicht böse, dass ich im Dezember so schreibfaul war und bin. Ich hoffe, dass sich das nach den Feiertagen wieder legt, wenn ich mich ein wenig vom Schulstress erholt und Weihnachten genossen habe. Eigentlich gibt es nämlich jede Menge Projekte und Vorhaben, die darauf warten, umgesetzt zu werden. Aber ich kann mich einfach zu nichts aufraffen...

In diesem Sinne wünsche ich euch eine stressfreie und besinnliche Rest-Vorweihnachtszeit.

Mittwoch, 14. Dezember 2011

Rezension "Die Stadt der verschwundenen Kinder" (Caragh O'Brien)


Die Stadt der verschwundenen Kinder von Caragh O’Brien

Die ersten Worte:
Im Halblicht der ärmlichen Hütte zwang sich die Frau, ein letztes,  qualvolles Mal zu  pressen, und das Baby glitt heraus, in Gaias griffbereite Hände.
"Gut gemacht", lobte sie, "Wundervoll. Es ist ein Mädchen."

Inhalt:
Gaia Stone ist in einer Welt aufgewachsen, die mehrere Jahrhunderte in der Zukunft liegt. Sie ist als Tochter einer Hebamme damit vertraut, dass jeden Monat die erstgeborenen Babys an die Enklave abgegeben werden müssen. Sie dient der Enklave treu und wird eines Tages die Aufgaben ihrer Mutter übernehmen. Die Enklave ist eine abgeriegelte Stadt, die hinter hohen Mauern liegt und in der die Leute wesentlich größeren Komfort genießen, als vor ihren Toren. Jeder Bewohner der Enklave darf sie jederzeit verlassen, doch die Bewohner der umliegenden Stadt Wharfton haben kein Recht, sie zu betreten.
Als Gaia dann aber eines Abends von der ersten Geburt nach Hause kommt, die sie ohne Hilfe durchgeführt hat, sind ihre Eltern verschwunden. Der Wächter der Enklave Bruder Grey sucht sie auf und befragt sie nach eventuellen Geburtenlisten, die ihre Mutter geführt haben könnte und schließlich erfährt Gaia, dass man ihre Eltern in der Enklave ins Gefängnis geworfen.
Sofort ist ihr klar, dass sie irgendwie versuchen muss, ihre Eltern zurückzuholen. Also dringt sie in die Enklave ein und muss erkennen, dass die Enklave lange nicht so perfekt ist, wie es den Anschein hat. Nun ist sie eine Verbrecherin, doch erhält sie immer wieder unerwartet Hilfe vom Wächter Leon Grey…

Meinung:
In ihrem Buch „Die Stadt der verschwundenen Kinder“ hat Caragh O’Brien eine sehr interessante, dichte Zukunftswelt geschaffen, die mit zahlreichen Problemen wie den Folgen des Klimawandels oder genetisch bedingten Krankheiten zu kämpfen hat.

Die Geschichte beginnt eher ruhig, man hat viel Zeit, Gaia und ihr Leben besser kennen zu lernen. Bedingt durch mehrere Rückblenden zu ihrem früheren Leben mit ihren Eltern, lernt man schnell mehr über das Leben in Wharfton und der Enklave. Spannend wird es dann, als Gaia sich entschließt, in die Enklave einzudringen, um ihre Eltern zu befreien. Dabei ist sie nicht so naiv zu denken, dies würde ein Kinderspiel werden und beweist Mut, denn im Grunde weiß sie, dass sie wahrscheinlich nicht erfolgreich sein wird. Zwischendurch schleichen sich trotzdem immer mal wieder kleinere Spannungstiefs ein, aber danach wird man dafür wieder mit mutigen und spannenden Aktionen belohnt.

Zusammen mit Gaia erkundet man die Straßen der Enklave und lernt mehr über sie und ihre Strukturen. Die Gestaltung der gesamten Stadt gelingt der Autorin sehr gut, denn ich konnte mir den Aufbau schon bald sehr gut vorstellen. Für diejenigen, denen das nicht gelingt, gibt es zu Beginn des Buches aber auch eine sehr schöne Karte, die Wharfton und die Enklave zeigt.
Auch die aufgezeigten Probleme sind sehr gut durchdacht. Denn durch die genetische Gleichheit der Menschen, die seit vielen Jahren in der Enklave leben, sind sehr viele Bewohner Bluter geworden, also an Hämophilie erkrankt, und sterben deswegen in viel größeren Zahlen. Nur durch die vorgebrachten Kinder von außerhalb haben sie eine Chance, wenigstens eine gewisse genetische Vielfalt zu bewahren.
Natürlich werden auch hier Verteilungsprobleme und Ungleichheiten thematisiert, denn während die Enklave genügend Wasser und Strom zur Verfügung hat, mangelt es Wharfton eindeutig an diesen Gütern.

Trotzdem vermisse ich eine irgendwie geartete Vorgeschichte dazu. Ich habe vergeblich darauf gewartet, auch etwas darüber zu erfahren, wie und warum die Enklave entstanden ist. Abgesehen von allgemeinen Aussagen wie der Klimaproblematik ist auch schleierhaft, wieso sich die Welt derart verändert hat, denn die Enklave und Wharfton umgibt Ödland und es bleibt unklar, ob sich dahinter noch Leben befindet.

Die Charaktere erschienen mir sehr tiefgründig. Vor allem Gaia ist ein sehr mutiges und starkes Mädchen. Die hat im Laufe der Geschichte große Verluste zu verkraften und nimmt diese sehr gefasst hin. Auch lässt sie sich trotz aller Rückschläge nie entmutigen und kämpft unaufhörlich für ihre Ziele, auch wenn sie sich damit selbst in Gefahr bringt. Sie verliert niemals ihren Glauben und das bleibt auch nach dem Ende des Buches noch unheimlich bewundernswert.
Ebenso gut hat mir Leon gefallen. Sein Charakter ist sehr facettenreich und man wird bis zum Ende des Buches immer wieder von einer seiner unbekannten Seiten überrascht. Er ist dabei unheimlich selbstlos und unterstützt Gaia, selbst wenn er sie am liebsten von ihren gefährlichen Aktionen abhalten würde.

Der Schreibstil hat die Geschichte in meinen Augen sehr gut unterstützt, flüssig und angenehm lesbar trägt er auch über die etwas langatmigeren Passagen hinweg und lässt Gaias Welt fast schon real erscheinen.
Mir bleibt nur zu hoffen, dass es in Band 2 „Das Land der verlorenen Träume“ genauso fesselnd weitergeht und Gaia ihren Weg findet. Ich bin gespannt.

Fazit:
„Die Stadt der verschwundenen Kinder“ ist der vielversprechende Beginn einer Dystopien-Triologie, die noch einiges an Potential hat, dass hoffentlich in den folgenden Bänden genutzt wird. Caragh O’Brien schafft eine faszinierende Zukunftswelt mit sehr starken und überzeugenden Charakteren, auch wenn mir der Entstehungshintergrund ein wenig fehlte. Der Roman regt dank der verschiedenen Probleme in Gaias Welt auch zum nachdenken an.
Allen Dystopiefans zu empfehlen!
 4 von 5 Buchwelten.
Buchinformationen:
Gebundene Ausgabe: 464 Seiten
Verlag: Heyne Verlag (24. Januar 2011)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 345352800X
ISBN-13: 978-3453528000
Originaltitel: BirthmarkedPreis: 16,99 €
Reihe: Teil 1 einer Triologie
Leseprobe
Kaufen bei amazon.de oder thalia.de

Aus der Birthmarked-Triologie:
  1. Die Stadt der verschwundenen Kinder
  2. Das Land der verlorenen Träume (erscheint im Februar 12)
  3. - Titel noch nicht bekannt -
Zur Autorin:
Caragh O’Brien wuchs in Minnesota auf und studierte Literatur und Kreatives Schreiben. Nach dem Studium begann sie als Highschool-Lehrerin zu arbeiten und entdeckte nebenbei die Freude am Schreiben. »Die Stadt der verschwundenen Kinder« ist ihr erstes Jugendbuch und hat in den Vereinigten Staaten und in Großbritannien viel Aufsehen erregt. Caragh O’Brien ist verheiratet, hat drei Kinder und lebt mit ihrer Familie und zwei Wüstenrennmäusen in Connecticut.

Sonntag, 11. Dezember 2011

Regalzuwachs #47

Hallöchen, ihr Lieben!
Lieber Himmel, über eine Woche Funkstille... Wird Zeit, dass ich mich mal wieder melde.

Denn diese Woche gab es auch mal wieder einen Neuzugang. Bei Ami Li Misaki habe ich nämlich ein Tauschbuch gefunden, welches ich unbedingt haben wollte. "Die Rebellion der Maddie Freeman" macht ja schon mit dem auffälligen pinken Cover auf sich aufmerksam. Das Cover ist wirklich ein Eyecatcher und ich bin sehr gespannt auf die Geschichte, auch wenn sie von vielen als eher mittelmäßig eingeschätzt wird.


Die Rebellion der Maddie Freeman von Katie Kacvinsky:
Eine Stadt in den USA, wenige Jahre in der Zukunft: Maddie, 17, lebt wie alle um sie herum ein digitales Leben. Schule und Verabredungen - das alles findet im Netz statt. Doch dann verliebt sie sich in Justin - für den nur das wahre Leben offline zählt. Gemeinsam mit seinen Freunden kämpft Justin gegen die Welt der sozialen Netzwerke, in der alles künstlich ist. Dieser Kampf richtet sich gegen die ganz oben - und damit auch gegen Maddies Vater, der das System der Digital School gesetzlich verankert hat. Maddie wird für die Bewegung zu einer Schlüsselfigur. Und sie muss sich entscheiden: Auf welcher Seite will sie stehen?







Und einen Senf zum Sonntag gibt es auch mal wieder:

Das magische Wort dieser Woche lautete defintiv Zensurenschluss. Hinter das 3. Halbjahr der Oberstufe, der 12/1 also, kann ich jetzt einen Haken machen. Erfolgreich war es allemal, mein Schnitt hat sich gegenüber den letzten beiden Halbjahren nochmal ein wenig verbessert. Es war aber auch anstregend genug...
In den letzten beiden Wochen habe ich - wie ihr sicherlich bemerkt haben werdet - das Lesen und den Blog stark vernachlässigt. Ich habe wirklich im Stundentakt Leistungskontrollen und letzte Klausuren abgeliefert. Da war mit lesen einfach nicht viel los, da frühzeitiges Lernen zum Fremdwort wurde und ich wirklich erst am Tag vor der jeweiligen Arbeit mit dem Lernen begonnen habe. Und das dauert dann eben...
Ich hoffe wirklich inständig, dass für dieses Kalenderjahr jetzt erstmal Ruhe reinkommt und ich auch mal ganz entspannt einen Schultag ohne Leistungsüberprüfungen über die Bühne bringen kann. Und dann habe ich Nachmittags auch wieder Zeit zum Lesen und Posts schreiben ;).

Des weiteren hat mich trotz allem Stress die Weihnachtsstimmung gepackt. Gestern war ich in Dresden Geschenke shoppen und habe jetzt so gut wie alle Geschenke zusammen und freue mich einfach tierisch auf die Feiertage im Familienkreis.
Kommendes Wochenende habe ich außerdem eine kleine niedliche Weihnachtsfeier mit Freunden geplant, wo wir es uns mit heißer Schokolade und Pudding auf dem Sofa bequem machen werden. Wirklich herrlich!

Das einzige, was mich - wie jedes Jahr - ein wenig nervt, ist "Last Christmas". Dieses Lied hängt mir wirklich zu den Ohren raus. Da höre ich doch lieber ganz unweihnachtliche Lieder. Mein momentaner Liebling ist eindeutig Gotye feat. Kimbra mit Somebody that I used to know.

Ich hoffe, dass ich kommende Woche "Die Stadt der verschwundenen Kinder" beenden kann, da ich das Buch sehr interessant finde. Die Autorin hat da eine recht überzeugende Zukunftswelt aufgebaut und ihre Charaktere gefallen mir sehr gut.
Und außerdem möchte ich im Dezember unbedingt noch "Engelsblut" von Nalini Singh lesen!

Ich wünsche euch allen noch einen wunderschönen 3. Advent!

Samstag, 3. Dezember 2011

Rezension "Eiskalte Berührung" (Kresley Cole)


Eiskalte Berührung von Kresley Cole

Die ersten Worte:
„Sie ist… nahe.“
Als er die schwache, gebrochene Stimme seines Bruders hörte, kniff Murdoch Wroth verärgert die Augen zusammen. Das Ziel seines Zorns war diejenige, die den stolzen Nikolai so erniedrigt hatte.

Inhalt:
In „Eiskalte Berührung“ begleitet Murdoch Wroth seinen Bruder nach New Orleans, wo dieser nach seiner Braut sucht. Als das erledigt ist, geht er selbst in den Straßen auf die Jagd nach den Mythenweltgeschöpfen, von denen er als einer der Devianten, die kein Blut aus lebenden Quellen trinken, nicht viel weiß. Er trifft dabei auf die Halbwalküre und Eisfeyde Daniela, von der er augenblicklich fasziniert ist. Doch er ist in dieser Nacht nicht der Einzige, der sie verfolgt. Hinter ihr sind auch Auftragsmörder ihrer eigenen Art her, die sie als rechtmäßige Thronerbin beseitigen wollen. Als Murdoch sich in den Kampf wirft, um Daniela zu helfen, erkennt er, dass sie seine Braut ist und somit beide füreinander bestimmt sind. Doch als Eisfeyde kann Danii von niemandem berührt werden, ohne unerträgliche Schmerzen zu fühlen…

Die Kurzgeschichte „Unsterbliche Sehnsucht“ erzählt die Geschichte des Kriegsherren Nikolai Wroth, der vor fünf Jahren von der Walküre Myst erweckt und kurz darauf verlassen wurde. Nun ist er auf der Suche nach ihr, um sich seine Braut endlich zu Eigen zu machen…

Meinung:
In „Eiskalte Berührung“ bekommt man gleich fast 500 Seiten und zwei Geschichten von Kresley Cole zu lesen und endlich geht es wieder um die Walküren – ich habe sie wirklich vermisst!

Der siebente Roman von Coles „Immortals after dark“-Serie hat wieder genau die richtige Mischung von Spannung und Leidenschaft getroffen. Wie gewohnt macht die Autorin es ihren Charakteren nicht leicht und legt ihnen einige Steine in den Weg, die sie überwinden müssen, ehe sie wirklich zueinander finden. Beide Geschichten enthalten eher wenig Nebenhandlung und der Fokus liegt auf dem Beziehungsaufbau der Figuren. Die Handlung wird außerdem durch die zahlreichen erotischen Szenen etwas in die Länge gezogen, aber gerade das erwartet man ja von Kresley Coles Romanen, wenn man die Vorgänger kennt.
Wieder wird man in die bereits bekannte Welt hineingezogen und lernt erneut eine neue Spezies der vielschichtigen Bevölkerung von übernatürlichen Wesen kennen. Ich merke jedes Mal wieder, wie faszinierend und dicht Kresley Cole ihre Welt gestaltet, so dass sie einmal regelrecht real erscheint. Die Eisfeyden fand ich wirklich sehr interessant, zumal Daniela ja ihre rechtmäßige Königin ist.

Mit Murdoch und Nikolai finden in diesem Band nun auch die letzten beiden der Wroth-Brüder ihre Gefährtinnen und ich musste feststellen, das sich die Brüder wahnsinnig faszinierend finde und nach dem Ende fast etwas wehmütig war, dass nun keiner der vier mehr übrig ist (wobei ich aus jetziger Sicht Murdoch und Nikolai interessanter fand als Sebastian und Conrad). Sowohl Murdoch als auch Nikolai haben einen ganz eigenen Charakter und bleiben dem auch treu – komme, was wolle. Ebenso sympathisch erschienen mir mit Myst und Daniela, die ja beide im Koven in New Orleans leben. Dadurch sind die Geschichten natürlich auch sehr eng verbunden und ich finde es gut, dass sie in einem Band zusammen gefasst wurden, da einige wenige Szenen sogar in beiden Geschichten eingebaut sind, nur eben aus einem jeweils anderen Blickwinkel.

Es gibt aber auch Überschneidungen mit Band 2 und Band 4, denn im Laufe der Geschichte finden Murdoch und Nikolai ihre beiden Brüder wieder, weswegen mir vor allem parallele Szenen zu Band 4 um Conrad aufgefallen sind.
Der Showdown beider Geschichten gestaltete sich wie immer sehr spannend, denn beide Brüder hatten es sich wie immer in ihrer Dickköpfigkeit ordentlich verbaut und mussten somit einiges wieder gutmachen.
Vor allem das Ende von Murdochs und Daniis Geschichte hat mir dann richtig gut gefallen, da es zum einen wunderbar in die Jahreszeit passt und zum anderen noch mal alle vier Brüder und ihre Gefährtinnen versammelt sind.

Fazit:
Die Geschichten um die beiden Wroth-Brüder konnten mich voll überzeugen. Kresley Cole hat hier wieder bewiesen, dass sie genau die richtige Mischung aus Spannung, Liebe und knisternder Erotik gefunden hat. Da bleibt mir nur zu sagen: Schade, dass es nicht noch mehr Wroth-Brüder gibt, deren Geschichten erzählt werden könnten.
 5 von 5 Buchwelten.
Buchinformationen:
Broschiert: 495 Seiten
Verlag: Lyx; Auflage: 1 (7. Oktober 2011)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3802584953
ISBN-13: 978-3802584954
Originaltitel: Deep Kiss of Winter
Preis: 9,99 €
Reihe: Teil 8 der Immortals after Dark-Reihe
Leseprobe
Kaufen bei amazon.de oder thalia.de

Aus der Reihe „Immortals after Dark“:
  1. Nacht des Begehrens
  2. Kuss der Finsternis
  3. Versuchung des Blutes
  4. Tanz des Verlangens
  5. Verführung der Schatten
  6. Zauber der Leidenschaft
  7. Eiskalte Berührung
  8. Flammen der Begierde (erscheint im April 2012)
Zur Autorin:
Nach einer Karriere als Athletin und Trainerin veröffentlichte Kresley Cole 2003 ihren ersten Roman und ist seither eine der erfolgreichsten Autorinnen historischer und fantastischer Liebesromane.
Weitere Infos unter www.kresleycole.com.


Mittwoch, 30. November 2011

Lesestatistik November und Neuheiten Dezember 2011

Hallöchen, ihr Lieben!
Wie erwartet lief im November, vor allem in der zweiten Hälfte, recht wenig in Sachen lesen, weil es wirklich stressig zuging. Trotzdem waren schöne Bücher dabei, dir vor allem teilweise auch schon zur Jahreszeit passten :). Mein Highlight diesen Monat war in jedem Fall "Nach dem Sommer". Ich kann gar nicht oft genug sagen, wie gut die Geschichte in die Jahreszeit passt. Einfach himmlisch. Wer das gute Stück noch auf dem SuB hat: unbedingt in den nächsten (Winter-)Monaten lesen!

Gelesen: 4
Grass, Günter - Im Krebsgang (Kurzmeinung)
MacAlister, Katie - Vampir im Schottenrock (3,5/5 Sterne)
MacAlister, Katie - Vampire sind zum Küssen da (2/5 Sterne)
Stiefvater, Maggie - Nach dem Sommer (4,5/5 Sterne)

Gelesene Seiten: 1329

Begonnen: 1
Cole, Kresley - Eiskalte Berührung (327 von 495 Seiten gelesen)

Abgebrochen: 0 

Gekauft: 3
Cole, Kresley - Eiskalte Berührung
Grass, Günter - Im Krebsgang
Singh, Nalini - Gilde der Jäger 3: Engelsblut

Challenges:
Seiten zähl-Challenge:
Gelesene Seiten: 1329
Insgesamt: 22.267/18.000 (Seiten zähl-Challenge) 

SuB: 28

Im Dezember:
Weihnachten, dunkle Abende mit hell erleuchteten Fenstern, Glühwein, Ferien.
Hach, ich freu mich dieses Jahr einfach wieder richtig auf Weihnachten. So langsam kommt einfach Vorfreude auf, auch wenn mir der ganze übertriebene Kladeradatsch natürlich wieder leicht auf den Geist geht. Man darf sich davon einfach nicht die Laune verderben lassen.


Der Dezember bringt diese Neuerscheinungen: 

Clare, Cassandra - The Infernal Devices 2: Clockwork Prince
Kane, Stacia – Chess Putnam Band 3: Geisterstadt
Karr, Julia – The Sign:  Nur zu deiner Sicherheit
Kizer, Amber – Meridian 2: Flüsternde Seelen
Lindsey, Mary - Shattered Souls

Diesmal sind relativ viele Neuerscheinungen dabei, die ich mir erst zu einem späteren Zeitpunkt oder vielleicht auch nie kaufen werde...
Gerade bei "Flüsternde Seelen" bin ich mir nicht sicher, ob das jemals in meinem Regal landen wird. Ich war ja schon von Band 1 nicht so begeistert, da wird dieser Band also auf jeden Fall noch warten müssen. Vielleicht ich kriege ich ihn ja mal irgendwo billiger und kann ihn dann ausprobieren.
Umso mehr freue ich mich aber zum Beispiel auf "Clockwork Prince". Vielleicht überwinde ich durch das Buch ja endlich meine Unlust fürs englisch lesen, die mich nun schon länger gepackt hält. Gespannt bin ich aber auch auf "Falkenherz" und "The Sign", mal sehen vielleicht liegt ja irgendwas davon unterm Weihnachtsbaum...

Sonntag, 27. November 2011

Regalzuwachs #46

Hallöchen, ihr Lieben!
Bis gestern standen die Chancen gar nicht schlecht, dass ich wieder keinen Regalzuwachs zu verzeichnen habe. Dann war ich allerdings mit meinen Lieben in der Stadt (eigentlich nur zum ersten Glühwein-Trinken) und schon stand ich wieder mal im Buchladen und konnte einfach nicht wiederstehen. "Engelsblut" von Nalini Singh hat mich einfach so angelacht, da konnte ich einfach nicht nein sagen...

Gilde der Jäger 3: Engelsblut von Nalini Singh:

Vampirjägerin Elena Deveraux und ihr Geliebter, der ebenso attraktive wie tödliche Erzengel Raphael, sehen sich - kaum nach New York zurückgekehrt - einer neuen Bedrohung gegenüber. Ein Vampir hat eine Mädchenschule überfallen und ein Blutbad angerichtet. Aber das ist erst der Anfang. Immer mehr Vampire werden von einem unkontrollierbaren Blutdurst erfasst. Und dann scheint der Wahnsinn auch auf Raphael überzuspringen. Die Zeichen sind eindeutig: Eine uralte, bösartige Macht aus Raphaels Vergangenheit ist zurückgekehrt. Kann Elena ihren Geliebten retten?

Buchinformationen 
Verlagsseite



Auch diese Woche habe ich wieder einige interessante Sachen für den Senf zum Sonntag entdeckt:

Zu allererst habe ich das deutsche Cover von "Divergent" von Veronica Roth, dass bei uns "Die Bestimmung" heißen wird, bei Sheerisan entdeckt. Ich finde es klasse, dass der Verlag das englische Cover übernommen haben, da es mir richtig gut gefällt. Und der Titel ist auch ganz in Ordnung...

Ebenfalls bei Sheerisan habe ich am Freitag gelesen, dass es ein Cover und Erscheinungstermin für den 3. Band der 7 Königreiche-Reihe von Kristin Cashore gibt. Das Cover reißt mich leider nicht vom Hocker, aber ich freue mich trotzdem wahnsinnig auf das Buch: es wird "Die Königliche" heißen und im Mai 2012 erscheinen (wäre ja auch zu schön gewesen, wenn Carlsen einer der ausländischen Verlage gewesen wäre, die es zeitgleich mit dem Original veröffentlichen...)

Elena hat die Cover zu "Du oder die große Liebe" von Simone Elkeless (erscheint im April 2012, 3. Teil der Triologie um die Fuentes-Brüder) und "Verlockung der Nacht" von Jeaniene Frost (erscheint im August 2012, 6. Teil der Cat & Bones-Reihe) aufgetan. Beide sind nicht so ganz mein Ding. Die Schrift des Titels von "Du oder die große Liebe" ist mir zu pink und der Hintergrund von "Verlockung der Nacht" ist mir auch zu (dunkel-)pink...

G. A. Aikens Bücher müssen sich in Deutschland wohl sehr gut verkaufen. Nach der Dragon- und Lions-Reihe veröffentlicht Piper nun auch die Wolf Diaries (gelesen bei Marina). Im Mai 2012 sollen gleich 3 Teile der Reihe auf einmal erscheinen.

Das neue Programm von Heyne fliegt kann man sich jetzt auch anschauen. Es sind einige sehr interessante Titel dabei, unter anderem "Timeless" von Alexandra Monir. Gott sei Dank haben sie das tolle englische Cover belassen!
Auch die Neuheiten von cbt und Blanvalet kann man sich anschauen.

Lesetechnisch ist diese Woche fast gar nichts passiert. Ich hatte so viel für die Schule zu tun und bin wieder mal dauerhaft so derart müde, dass ich mich zu nichts aufraffen kann, was nicht unbedingt sein muss... ansonsten hänge ich nur kraftlos in der Gegend herum. Und das wo mir "Eiskalte Berührung" eigentlich richtig gut gefällt. Mal schauen, was die nächste Woche bringt - der November ist ja am Mittwoch auch schon wieder rum! Die Zeit rennt...

Freitag, 25. November 2011

Kurzmeinung "Im Krebsgang" (Günter Grass)


Im Krebsgang von Günter Grass


Nachdem die ersten paar Seiten wirklich ausnehmend anstrengend waren, weil man vor lauter Namen, anonymen Erzählern und Sprüngen zwischen verschiedenen Geschehnissen gar nicht wusste, mit was genau sich diese Geschichte befassen soll, war das Buch anschließend recht interessant.
Die Problematik ist sehr aktuell (die Novelle ist ja auch noch nicht besonders alt) und Rechtsradikalismus spielt ja auch jetzt noch eine große Rolle, gerade ist ja wegen der Gruppe Rechtsradikaler in den Medien die Hölle los.
Hat man sich einmal eingelesen, sind die Sprünge zwischen den Handlungssträngen nicht mehr so verwirrend und man liest abwechselnd über die Geschehnisse um das KdF-Schiff Wilhelm Gustloff in der Vergangenheit und die Auswirkungen seines Sinkens bis in die heutige Zeit. Sehr interessant gestaltet Grass die Nacherzählung der Handlungen der einzelnen Personen, die dann alle beim Untergang der Gustloff zusammenlaufen.
Es wird einem zum einen vor Augen geführt, wie grausam der Krieg und die damit verbundene Massenflucht aus Ostpreußen nach Deutschland waren und zum anderem schildert Grass anschaulich, wie schnell auch heute noch Menschen von der Vergangenheit beeinflusst werden. Das ganze spitzt sich bis zum Ende dramatisch zu und man wird nachdenklich zurückgelassen.
Man lernt in diesem Buch an einem speziellen Fall zum einen das Kraft durch Freude-System der Nazis besser kennen und zum anderen macht der Autor deutlich, dass es in Deutschland auch heute noch genug rechtsradikales Potenzial gibt.

Kurzmeinungen sind kurze subjektive Leseeindrücke ohne Punktebewertungen, die keinesfalls eine vollständige Rezension darstellen sollen.
Quelle: Cover

Dienstag, 22. November 2011

Rezension "Nach dem Sommer" (Maggie Stiefvater)


Nach dem Sommer von Maggie Stiefvater

Die ersten Worte:
Ich erinnere mich, wie ich im Schnee lag, ein kleines, warmes Bündel, das langsam kälter wurde. Die Wölfe drängten sich um mich, sie leckten und bissen, zerrten an meinen Gliedern.

Inhalt:
Als kleines Mädchen wurde Grace von einem Rudel Wölfe angegriffen. Seitdem begleitet sie einer der Wölfe Winter für Winter durch ihr Leben, sitzt immer am Rande des Waldes und beobachtet sie. Sie fühlt sich mit ihm verbunden und verspürt immer wieder eine tiefe Sehnsucht, zu ihm hinaus in den Wald zu gehen.
Jeden Sommer vermisst Grace ihn, denn dann ist er verschwunden. Denn im Sommer ist Sam ein Mensch und beobachtet Grace unbemerkt aus der Ferne, bevor ihn der Winter zurück in seine Wolfsgestalt zwingt.
Doch in diesem September findet Grace Sam auf ihrer Veranda und seine goldenen Augen sind die des Wolfes. Sie verliebt sich in den Wolfsjungen, doch ihnen bleibt nicht viel Zeit, denn Sam weiß genau, dass dieser Sommer sein letzter sein wird, bevor er für immer zum Wolf werden wird…

Meinung:
Mit der melancholischen und schönen Stimmung und Thematik passt „Nach dem Sommer“ perfekt in diese Jahreszeit, so dass ich fast schon froh bin, dass ich es so lange ungelesen daheim stehen lassen und erst jetzt durchgeschmökert habe.

Zugegeben: Spannung ist oft etwas anderes, aber die braucht das Buch auch überhaupt nicht. „Nach dem Sommer“ lebt viel mehr von der wundervollen Stimmung, die die Geschichte erzeugt. Man spürt von Anfang an die besondere Beziehung zwischen Sam und Grace und während der Spätsommer fortschreitet, wird auch die Atmosphäre immer traurigschöner. Traurigschön ist einfach die beste Umschreibung für diese ganze Geschichte, da muss ich einfach mal bei Grace klauen, die Sam im Buch mit diesem Wort beschreibt.
Obwohl Sam von Anfang an weiß, dass sein Glück mit Grace wohl nicht lange anhalten wird und auch Grace es bereits sehr schnell ahnt, halten die beiden sich nicht damit auf, ihre Situation zu betrauern, sondern genießen ihre gemeinsame Zeit so gut wie nur möglich, auch wenn sie einige Probleme zu bewältigen haben.

Sam und Grace sind als Charaktere stimmig und passen wunderbar in die Geschichte. Die Geschichte wird aus den Perspektiven beider Figuren erzählt und bietet so Einblick in die Gedanken beider Protagonisten. Mit Grace kann man sich sehr gut identifizieren, sie ist eher der Einzelgänger, obwohl sie auch zwei recht gute Freundinnen hat. Auch Probleme mit ihren Eltern bleiben nicht unerwähnt, behindern hier aber nicht die Bindung zwischen den beiden, da ihre Eltern eher durch Ignoranz, denn durch übertriebene Führsorge glänzen.
Bei Sam hat mir besonders gut gefallen, wir durch seine Erinnerungen sein Charakter ungeahnt tief erscheint und gleichzeitig auch sein Leben im Rudel als Mensch und Tier erzählt wird. So erfährt man, wie er sich als Wolf fühlt, aber auch, wie er zum Werwolf wurde und wer zu seinem Rudel zählt.

Sehr gut gefallen hat mir auch, dass die Geschichte in „Nach dem Sommer“ in sich recht abgeschlossen ist. Man ist hier keinesfalls gezwungen, die Fortsetzungen zu lesen, da der Band für sich stehen kann.
Die melancholische Atmosphäre wird natürlich auch vom Schreibstil aufgebaut, der sehr schön und flüssig zu lesen war und die Figuren und ihre Erinnerungen lebendig werden ließ. Denn die Geschichte ergreift einen dermaßen, dass man vor allem gegen Ende unglaublich mit Grace und Sam mit leidet. Von Anfang an stiegen mir immer mal wieder die Tränen in die Augen, aber auf den letzten 80 Seiten habe ich wirklich Sturzbäche geweint.

Fazit:
Ein mitreißendes Buch, dass zum mitträumen und mitweinen einlädt. „Nach dem Sommer“ fesselt mit einer melancholischen und wundervollen Atmosphäre, die einen gefangen nimmt. Gerade jetzt im Herbst ist dies genau die richtige Lektüre für ein paar traurigschöne Abende.

 4,5 von 5 Buchwelten.
Buchinformationen:
Gebundene Ausgabe: 423 Seiten
Verlag: Script5; Auflage: 1 (6. September 2010)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3839001080
ISBN-13: 978-3839001080
Preis: 18,90 €
Reihe: ja, Teil 1 von 3 der Mercy Falls-Triologie
Kaufen bei thalia.de oder amazon.de

Aus der "Mercy Falls-Trilogie":
  1. Nach dem Sommer
  2. Ruht das Licht
  3. In deinen Augen (erscheint im September 2012)
Zur Autorin:
Maggie Stiefvater, geboren im November 1981 in Virginia, verlebte eine nach eigenen Worten sehr chaotische aber sehr kreative und musisch geprägte Kindheit und Jugend. Nach dem College versuchte sie u.a. als Kellnerin, Zeichenlehrerin beruflich Fuß zu fassen. Doch sehr bald schon meldeten sich ihre kreativen Talente und verlangten, ausgelebt zu werden - zunächst als Musikerin und Songwriterin, dann zunehmend als bildende Künstlerin. Für ihre künstlerischen Arbeiten wurde sie inzwischen mit einigen wichtigen Preisen ausgezeichnet. Seit 2007 hat sich Stiefvater aufs Schreiben konzentriert und zählt inzwischen zu den erfolgreichsten Autorinnen der Romantasy.

Sonntag, 20. November 2011

Vielerlei: Neuheiten über Neuheiten...

Hallöchen, ihr Lieben!
Regalzuwachs gab es diese Woche mal wieder keinen, obwohl ich eigentlich den drigenden Wunsch verspüre, mir "Engelsblut" von Nalini Singh und "Du oder der Rest der Welt" von Simone Elkeless zuzulegen. Mal schauen, vielleicht nächste Woche...

Sehr ergiebig war die Woche auch lesetechnisch nicht. Ich habe "Nach dem Sommer" (Maggie Stiefvater) fertig gelesen und auch "Im Krebsgang" (Günter Grass) habe ich geschafft.
Ansonsten war nichts los, bis auf das ich mich im Laufe der Woche schön erkältet habe und jetzt mehr oder weniger flach liege. Krank machen kann ich aber auch nicht, weil wir Montag und Dienstag Klausuren schreiben. Prima, wirklich wiedermal ein einzigartiges Timing!

Dafür gab's aber diese Woche einiges an Neuigkeiten:
Die ersten Verlage geben bereits ihre neuen Programme bekannt, so auch Egmont LYX. Hier kann man sich die Titel für April bis September 2012 anschauen. Cover und Inhaltsangaben gibt es allerdings noch nicht.

Der Piper Verlag startet ab März 2012 mit einem neuen Jugendbuchlabel namens ivi. Unter den ersten 4 erscheinenden Büchern ist auch der erste Band von Jennifer Esteps Mythos Academy-Reihe "Frostkuss". Die Internetseite ist übrigens sehr schon anzusehen, wie ich finde.

Auch die unter den Neuheiten vom PAN Verlag sind ein paar interessante Neuheiten zu finden, zum Beispiel "Rosendorn" von Jenna Black.

Auch das neue Programm von Knaur ist einsehbar, unter anderem wird der Verlag im August 2012 schon den dritten Krieger der Königin-Roman von L. J. McDonald veröffentlichen. Der wird den Namen "Krieger der Königin: Schattenmacht" tragen und beschäftigt sich scheinbar wieder mit Solie.

Wie viele Blogger ja bereits berichtet haben, ist der offizielle Trailer zu "Hunger Games" nun bestaunbar. Ich persönlich finde ihn richtig klasse und habe direkt ein wenig Hoffnung, dass die Verfilmung nicht so grottenschlecht wird, wie die der Twilight-Saga.

Auch der wirklich sehr vielversprechende Trailer der Schneewittchen-Adaption "Snow White and the Huntsman" ist erschienen. Entdeckt habe ich den bei Ami von Hybrid Library. Ich befürchte, diesen Film muss ich mir ganz dringend im Kino ansehen!

Und Kai Meyer hat auf Facebook das Cover der UK-Ausgabe "Arcadia Awakens" ("Arkadien erwacht") gepostet, dass mir fast genauso gut gefällt, wie das deutsche Stück.

Samstag, 19. November 2011

Wenn mein Gedächtnis mich im Stich lässt...

Hallöchen, ihr Lieben!
Vielleicht kennt ihr das Dilemma ja auch, das mich in letzter Zeit immer mal wieder beschäftigt: mein schwindendes Gedächtnis.
Bei dem Haufen an Reihen, die ich lese, ist es zugegebnermaßen nicht immer ganz einfach, alle Einzelheiten zu behalten. Dazu kommt dann, dass viele Fortsetzungen lange auf sich warten lassen. Die einen kommen alle halbe Jahre, die anderen im Jahrestakt. Bis man dann endlich die Fortsetzung in den Händen hält, hat man vieles aus dem vorangegangenen Band längst wieder vergessen.
Und dann sitzt man über dem Buch: Wer war gleich nochmal W? Und wieso ist X (nicht) da? Was ist mit Y im ersten Band gleich nochmal passiert? Häh, wer oder was ist denn Z nun wieder?

Das ist mir natürlich nicht erst gestern das erste Mal so gegangen, aber inzwischen kommt es doch öfter vor.
Bei "Arkadien fällt" habe ich es ja zum Beispiel in meiner Rezension erwähnt. Es war schon ein Jahr her, dass ich Band 2 gelesen hatte und somit hatte ich viele Einzelheiten der Geschichte vergessen. Klar wusste ich noch, wer Rosa und Alessandro waren, genauso wie ich nach wie vor die grundlegende Problematik kannte. Aber in der Geschichte gab es dann immer mal ein paar störende Erinnerungslücken. Ich hatte keine Ahnung mehr, was die Zusammenhänge zwischen Rosa und TABULA waren und wer oder was Thanassis und Stabat Mater sind, das war mir gleich ganz und gar entfallen. Nach und nach hat man das natürlich auch wieder mitbekommen, aber nach den ersten Erwähnungen war ich schon ein wenig verwirrt.

Ein andere Phänomen beobachte ich bei relativ langen Serien wie z.B. Midnight Breed von Lara Adrian oder Black Dagger von J. R. Ward.
Hier kann ich mich jeweils an die ersten 2 oder 3 Teile einwandfrei erinnern und dann wird es plötzlich alles etwas schwammig. Wenn ich darüber mal ganz angestrengt nachdenke, weiß ich über Nikos und Renatas Geschichte von den Grundzügen abgesehen nicht mehr so besonders viel. So ähnlich geht es mir mit Vishous und Jane. Die habe ich jeweils zu der Zeit gelesen, in der ich wirklich richtig gesuchtet und mindestens 10 Bücher im Monat gelesen habe. Dazu kommt, dass ich da noch keine ausführlichen Rezis geschrieben habe, mit deren Hilfe ich mir den Inhalt nochmal gegenwärtig machen könnte.

Und so suche ich immer mal wieder mehr oder weniger verzweifelt das Internet nach Inhaltszusammenfassungen der Bücher ab, die nicht nur den Anfang abdecken, sondern auch das Ende mitnehmen, damit ich auch weiß, wie der letzte Band geendet hat. Und fündig werde ich fast nie.

Kennt den jemand von euch eine Internetseite oder einen Blogger, der sich derlei Zusammenfassung annimmt? Oder bin ich die Einzige, die solche Gedächtnislücken hat und sollte mir Sorgen machen, in so jungen Jahren schon dement zu werden*lach*?
Momentan bin ich ja stark am überlegen, selbst anzufangen, solche Zusammenfassungen zu schreiben und mal ganz unverblümt "herumzuspoilern". Ist zwar erheblicher Mehraufwand aber am Ende lohnt es sich vielleicht doch. Würdet ihr solche Zusammenfassungen bei mir lesen wollen oder besteht kein "Bedarf", eine solche Kategorie einzuführen?

Jedenfalls werde ich mich so auch in Zukunft noch mit einigen Erinnerungslücken herumschlagen müssen. Sei es nun in nächster Zeit mit dem 3. Gilde der Jäger-Band von Nalini Singh (vor allem zu Band 2 weiß ich einiges nicht mehr genau) oder im Januar mit "Die Flucht" von Ally Condie, weil ich "Die Auswahl" schon im März gelesen und einiges wieder vergessen habe... Ich könnte ja alle Bücher nochmal lesen, aber wenn ich ehrlich bin, habe ich dazu dann auch nicht die Muse. Dazu stehen einfach zu viele tolle ungelesene Bücher bei mir herum, oder warten darauf, gekauft zu werden...

Freitag, 18. November 2011

Kampf dem SuB!

Hallöchen, ihr Lieben!
Frei nach dem Motto "Zusammen ist man weniger allein" hat Ami Li Misaki von Hybrid Library dazu aufgerufen, dem Stapel ungelesener Bücher (=SuB) den Kampf anzusagen. Das ist lange nicht die erste Aktion zur Verkleinerung des SuBs, nachdem es schon Buchkauffrei und viele andere Aktionen gab/gibt.
Meine Erfolgschance war bei derlei Aktionen schon deshalb äußerst gering, weil man oft gar keine Bücher kaufen darf und ich dann hintendrein in den Kaufrausch geraten würde und dann habe ich gar nichts gekonnt.
Und zu Aktionen, die trotzdem Buchkäufe erlauben, hatte ich bisher nicht die Muse...
Aber jetzt, wo mein SuB gerade unter die 30 gesunken ist, kann ich doch mal versuchen, diese Größe zu halten, oder vielleicht sogar mal wieder unter die 20 zu kommen. Man weiß ja nie...!

Hier meine Regeln, übernommen von Ami und für meine Ziele abgewandelt:

1. Bei mir scheinen ja immer die Frühlings-/Frühsommermonate (April/Mai/Juni) die Schwächsten zu sein. Bis dahin ist es ja auch noch eine Weile und das wird dieses Jahr genau dasselbe sein, da ich in der Zeit Abitur mache und sicherlich nicht übermäßig viel Zeit zum Schmökern haben werde. Bis dahin setze ich mir 5 Bücher als Leseziel, da in den Wintermonaten ja hoffentlich ein bisschen Zeit ist.

2. Diese Zahl ist also mein Ausgangspunkt. Ab Dezember dürfen in einem Monat also "nur" noch 5 Bücher bei mir einziehen. Dabei ist es egal, ob ich sie geschenkt bekomme, selbst kaufe, leihe, gewinne, als Rezensionsexemplar erhalte etc. Es darf nur diese Anzahl auf meinen SuB wandern.

3. Die große Ausnahme: Es geht hier rein um ungelesene Bücher. Kauft man sich also ein Buch, das man schon kennt, weil man es sich z. B. damals nur geliehen hat, eine andere Ausgabe erscheint, der man nicht widerstehen kann oder dergleichen, gilt dies nicht als Zugang. Bei mir gibt's den Zusatz, dass ich auch Schullektüre nicht zwingend als Zugang betrachte, da ich die ja nicht (immer) freiwillig anschaffe.

4. Lese ich in einem Monat mehr als ungelesene Schätzchen einziehen, darf ich mir im Monat drauf ein Buch mehr gönnen. Im Umkehrschluss heißt das aber auch: Sollte ich weniger lesen als dazu kommt, darf ich mir im Monat drauf ein Buch weniger gönnen.

5. Und als besonderen Anreiz: Für jedes Buch (egal welches), das auf den SuB kommt, spare ich einen Euro. Jeder Manga-Neuzgang wird mit 0,50 € honoriert. Sollte ich aber mehr Bücher bekommen als ich darf, muss ich für jedes Buch, das ich - unerlaubt - zu viel bekommen habe 2 € hinblättern (mein Sparschwein freut sich schon).
(Die Idee stammt von Sarah von buchverliebt. Näheres hier. Sie sind für den SuB-Kampf etwas abgewandelt).

6. Manga schließe ich aus dem SuB-Kampf aus (da sie bei mir sowieso momentan eher selten gekauft werden). Trotzdem gehören sie zur Sparkombi - schadet auch nicht, denn prinzipiell kommen auch mehr Manga als ich im Monat lese.

7. Wie lange soll das Ganze gehen?
Im Gegensatz zu Ami setze ich den Endpunkt erstmal Ende Feburar. Vielleicht entscheide ich mich dann aber auch, weiterzumachen. Oben habe ich ja schonmal erwähnt, dass ich nächsten Frühling Abitur mache und im März geht es dann in die heiße Phase, wo ich mir wegen sowas dann keine Gedanken machen werde. Da werde ich wahrscheinlich schon zur Belohung das ein oder andere Buch kaufen und trotzdem nur wenig lesen. Bin gespannt, was ich in den 3 Monaten erstmal so erreiche.
Im Dezember geht's also los!

Fortschritte werde ich entweder in den Lesestatistik Post am Ende des Monats einbauen, oder aber im Senf zum Sonntag immer ein paar Worte zu den (Miss-)Erfolgen verlieren. Außerdem werde ich auf meiner Challenge-Seite immer mal wieder ein Update machen.

Wenn noch jemand Lust hat, sich am Kampf gegen den himmelhohen SuB zu beteiligen, der kann sich gerne in Amis Hybrid Library melden :).
Quelle: Bild

Dienstag, 15. November 2011

Rezension "Vampire sind zum Küssen da" (Katie MacAlister)


Vampire sind zum Küssen da von Katie MacAlister

Die ersten Worte:
"Oh, sieh nur, ein Kornkreis! Halt doch mal an - vielleicht werden wir ja von Aliens entführt!"
"Warum um alles in der Welt willst du dich von Aliens entführen lassen? Die verpassen einem doch nur merkwürdige Implantate und Analsonden, und das muss ich nicht haben. Unter Spaß verstehe ich etwas anderes!"

Inhalt:
Die Physikerin Portia Harding macht mit ihrer besten Freundin Sarah eine Reise durch England, auf der die beiden die übernatürlichen Geheimnisse des Landes kennen lernen wollen. Von Séancen bis zu Geisterjagden nehmen sie alles mit und während Sarah vollauf begeistert ist, gibt sich Portia alle Mühe, alle angeblich paranormalen Vorkommnisse logisch zu erklären und somit als Schwindel zu enttarnen. Denn als Physikerin und Logikerin, die sie ist, weiß sie natürlich ganz genau, dass diese ganzen Geschichten über Feenkreise, Vampire und Geisterhäuser nichts weiter als Lug und Trug sind.
Als sie dann versehentlich die Tugendkraft Hope beschwört, die Portia ihre Gabe übergibt, weigert sie sich hartnäckig einzusehen, dass sie nun das Wetter kontrollieren kann. Sie hält das alles für eine Illusion. Und als sie und Sarah dann auch noch dem attraktiven Theo begegnen, der behauptet, der Sohn eines gefallenen Engels zu sein, erklärt sie die Engländer endgültig für übergeschnappt. Erst als sie sich Prüfungen stellen muss, durch die sie selbst zur Tugendkraft werden soll, beginnt sie zu merken, dass wohl doch nicht alles Übersinnliche logisch erklärbar ist. Theo ist wohl der Einzige, der ihr helfen kann und als sich Portia damit abgefunden hat, beginnt sie seine Gegenwart sogar zu genießen…

Meinung:
Wo die anderen Romane der Dark Ones-Reihe und deren Charaktere noch witzig waren, ist dieses Buch leider nur noch nervig. Mit „Vampire sind zum Küssen da“ hat MacAlister mich wirklich enttäuscht.

Nachdem die ersten 50 Seiten so vor sich hin dümpelten, aber den einen oder anderen Lacher brachten, kam die Handlung danach in Fahrt und die Spannung stieg kurzzeitig. Nachdem Portia Hope beschworen und deren Gabe übernommen hat, wird sie erst einmal von Theo überrumpelt und vor einer angeblichen Bedrohung gerettet. Zwecks dessen entführt er sie allerdings – was Portia natürlich nicht auf sich sitzen lässt und der Polizei Feuer unterm Hintern macht, damit sie den Schuft finden und festnehmen. So geht das dann eine Weile lang, jedes Mal wenn Theo oder einer der Prüfer auftauchen, die Portia allesamt für Verrückte hält – die Spannung ist auf dem Nullpunkt. Währenddessen fühlt sie sich von Theos Aktionen einfach nur abgestoßen, auch wenn sie mehrmals erwähnt, dass er doch eigentlich schon ein heißer Feger mit bester Ausstattung ist. Und dann merkt sie, dass sie ja doch das Wetter kontrollieren kann und folglich wohl nicht alles logisch erklärbar ist. Dazu musste sich Theo dann aber auch erstmal von einem Dämon verprügeln lassen.
Und schnipp – plötzlich akzeptiert Portia, dass sie eine Gabe hat und Tugendkraft werden soll und verliebt sich mit einem Schlag unsterblich in den ach so tollen Theo. Plötzlich erkennt sie, dass sie seine Seele retten muss und auf ewig mit ihm in Liebe verbunden sein will (denn als Tugendkraft wird sie natürlich unsterblich sein).
Und danach muss sie eben die Prüfungen meistern, sich auch noch einer Verschwörung stellen (denn man bezichtigt sie, Hope ermordet zu haben) und ganz nebenbei Theos Seele retten. Spannung kam dabei nicht mehr so richtig auf. Der locker-leichte Schreibstil trägt über die Seiten – wenn der nicht gewesen wäre, hätte ich das Buch wohl nicht beendet.

Portia ist in ihrer „Ungläubigkeit“ oft ganz witzig, es schlägt aber empfindlich ins Nervige um, wenn sie – egal wie offensichtlich – wieder rumkrakeelt, dass das alles Schwindel sei. Außerdem grenzt ihr plötzlicher Gefühlswandel von absoluter Ablehnung zu inbrünstiger Liebe für Theo innerhalb weniger Seiten schon ans Lächerliche. Anschließend lieben sich die beiden sofort unendlich und wiederholen alle zwei Seiten, dass sie nicht ohne einander leben können und wollen, was dann wirklich nicht mehr kitschig, sondern lächerlich ist. Portia ist angeblich die große Physikerin und Logikerin, aber logisch verhält sie sich nur selten und zögert mit ihrem kindischen Verhalten die Handlung hinaus und zieht die Prüfungsphase künstlich in die Länge.
Theo verhält sich zwar wenigstens wie ein normaler Mensch/Vampir/Nephillim, aber er wirkt weichgespült, wie er Portia wieder mal seine innige Liebe beteuert, nachdem sie gerade für nichts und wieder nichts absoluten Mist verzapft hat.
Die einzige Person, die ich in dieser Geschichte mochte, war Sarah, die in ihrer quirligen aber praktischen Art Portia zur Seite steht, egal was diese gerade wieder anstellt.

Im Prinzip war die Grundidee gar nicht schlecht, denn letztendlich steckt hinter dem ganzen Schlamassel ein ziemlich perfider Plan, den Theo und Portia unwissentlich unterstützt, aber letzten Endes doch noch verhindert haben. Das Komplott war gut durchdacht und am Ende auch clever aufgelöst. Nur leider haben die Charaktere mir die Lesefreude wirklich versaut. Portia war oft so nervig, dass Spannung gar nicht aufkommen konnte und die Liebesgeschichte unecht wirkte. Merke: Wenn der Hauptcharakter, der aus der Ich-Perpektive erzählt, unsympathisch und nervig ist, dann kann man das ganze Buch vergessen…

Fazit:
Von „Vampire sind zum Küssen da“ war ich einfach nur enttäuscht. Portia ist als Hauptfigur extrem nervig, ihre Handlungen naiv und nicht nachvollziehbar, die Liebesgeschichte lächerlich und Theo weichgespült. Die Grundidee und das Komplott, welches am Ende aufgedeckt wird, hatten wirklich Potential, aber Spannung kam nicht auf. Schade. Für mich ist an dieser Stelle (zumindest vorerst) Schluss.
Hartgesottene Fans sollten sich das Buch aber vielleicht trotzdem anschauen. Wer Portia leiden kann, dem wird auch die Geschichte gefallen.

 2 von 5 Buchwelten.
Buchinformationen:
Taschenbuch: 351 Seiten
Verlag: Lyx; Auflage: Deutsche Erstausgabe (15. Januar 2009)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3802582098
ISBN-13: 978-3802582097
Originaltitel: The Last of the Red-Hot Vampires
Preis: 9,95 €
Reihe: Teil 5 der Dark Ones-Reihe
Kaufen bei amazon.de oder thalia.de

Aus der "Dark Ones-Reihe":
  1. Blind Date mit einem Vampir
  2. Küsst du noch oder beisst du schon?
  3. Kein Vampir für eine Nacht
  4. Vampir im Schottenrock
  5. Vampire sind zum Küssen da
  6. Ein  Vampir kommt selten allein
  7. Vampire lieben gefährlich
  8. Ein Vampir in schlechter Gesellschaft (erscheint im Januar 2012)
Zur Autorin:
Katie MacAlister begann ihre Karriere als Schriftstellerin mit einem Sachbuch über Software. Da sie darin jedoch weder witzige Dialoge noch romantische Szenen unterbringen durfte, beschloss sie, von nun an nur noch Liebesromane zu schreiben. Seither sind zahlreiche Romane aus ihrer Feder erschienen, die regelmäßig die internationalen Bestsellerlisten stürmen.
Katies Webseite: www.katiemacalister.com