Samstag, 13. November 2010

Rezension "Super Nova" (Elea Noir)

 Hallo, ihr Lieben!
Heute gibt's wiedermal eine neue Rezension und gleichzeitig eine kleine neue Spielerei: ab heute verteile ich statt Sternchen kleine Buchwelten ;)
Ohrwurm: Angus & Julia Stone - Bella


Super Nova von Elea Noir


Die ersten Worte:
Es war wieder eine dieser beängstigenden Nächte, als ich mit einem stechenden Schmerz im Bauch erwachte. Ich fühlte mich schrecklich, mir tat alles weh. Stöhnend drehte ich mich auf die rechte Seite, um einen Blick auf den kleinen Radiowecker zu erhaschen. Die leuchtend roten Zahlen zeigten bereits 6.18 Uhr an.

Inhalt:
Immer wieder erwacht Stella Lindt mit Schmerzen aus ihren Alpträumen, ständig hat sie blaue Flecke oder Schlimmeres. Und dabei weiß sie nie, woher sie diese Blessuren hat.
Dabei ist ihr Leben doch eigentlich ganz normal: sie wohnt noch bei ihrer Mutter, macht eine Ausbildung zur Kindergärtnerin und hat Freunde. Nur die Verhältnisse in ihrer Familie sind schwierig, denn seit erst ihre Schwester Tessa und dann ihr Vater gestorben sind, spricht ihre Mutter kein Wort mehr und ist die meiste Zeit des Tage geistig weggetreten.
Doch als der gefühlskalte Shiva Novak auftaucht, beginnt Stellas Weltansicht auseinander zufallen. Und das nicht nur, weil sie in Shivas Gegenwart immer tiefen Frieden empfindet und sich in ihn zu verlieben beginnt, obwohl sie ständig eine unterschwellige Angst spürt, wenn er in der Nähe ist.
Auch ihre Alpträume werden schlimmer, immer wieder fügt ihr in diesen Träumen jemand Schmerzen zu. Und zu allem Überfluss taucht auch Shiva immer öfter in diesen auf.
Während sie Shiva immer mehr verfällt, muss Stella feststellen, dass etwas mit ihm nicht stimmt und sie Teil eines Experiments ist - und mit ihr auch ihre ganze Familie. Und auch wenn Stella es kaum glauben kann: Shiva scheint zu den Drahtziehern zu gehören…

Meinung:
„Super Nova“ ist ein Roman der etwas anderen Art. Die Mischung zwischen Romanze und Fantasy-Geschichte hat mir sehr gut gefallen, auch wenn die Fantasy-Elemente schon an Science Fiction grenzen.
Daher kommt es wahrscheinlich auch, dass ich noch keinen Roman dieser Art gelesen habe. Deshalb war die Idee der Außerirdischen für mich eine ganz neue Leseerfahrung, die mir dennoch sehr gefallen hat.
Elea Noir entführt den Leser zwar nicht in eine ganz neue Welt fernab der Erde, aber doch ist die Entstehungsgeschichte der Menschen eine ganz andere und so schafft sie ein gar nicht mal unrealistisches Bild unserer Erde. Dabei hält sie den Spannungsbogen gekonnt. Die Geschichte kommt zwar nur langsam in Fahrt, verliert dann aber bis zum Ende hin kaum an Geschwindigkeit. Die vielen Geheimnisse, die sich um Stella und ihre Familie ranken, kommen erst nach und nach ans Licht und wenden die Geschichte immer wieder in eine unvorhergesehene Richtung.
In Stella kann man sich von Anfang an sehr gut einfühlen – in ihrer zurückhaltenden, fürsorglichen Art wächst sie einem sofort ans Herz.
Shiva hingegen bleibt sehr lange derart undurchsichtig, dass ich erst relativ spät wirkliche Sympathie für ihn empfinden konnte. Daher empfand ich es auf den ersten 100 Seiten ein wenig sehr befremdlich, wie stark Stella für Shiva geschwärmt hat. Elea Noir schafft es danach aber, Shiva dem Leser näher zu bringen. Während er seine eigenen Gefühle für Stella entdeckt, legt er seine Eismaske wenigstens teilweise ab und wirkt dadurch liebenswerter.
Der einzige große Minuspunkt, den ich an „Super Nova“ finden kann ist der Schreibstil. Vor allem in der ersten Hälfte des Buches bin ich immer wieder über Worte gestolpert. Einige der benutzten Verben und Adjektive passen einfach nicht in den Zusammenhang und lassen einen stutzen. Dies hat teilweise doch sehr gestört und den Lesefluss behindert.
Dies wurde jedoch meiner Meinung nach (soweit ich mich nicht einfach daran gewöhnt habe o.Ä.) mit der Zeit besser.
Den Name des Buches finde ich sehr passend gewählt, genauso wie mir das Cover sehr gut gefällt. Die Thematik des Romans wird aufgegriffen und es wirkt in seiner Schlichtheit fantastisch.
Alles in allem bin ich gespannt auf Teil 2, da am Ende dieses Bandes einige Fragen offen bleiben.

Fazit:
Alle Romatic-Fantasy Fans, die mal was „Neues“ ausprobieren wollen und dabei nicht zu große Erwartungen haben, werden diesen Roman eindeutig mögen! Eine schöne Mischung aus Romantik und Fantasy/Science Fiction mit vielen zu ergründenden Geheimnissen.
 3,5 von 5 Buchwelten.

Buchinformationen:
Seiten: 311
Verlag: TyraNyx
ISBN: 978-3-9813494-0-5
Preis: 12,90 Euro
Bestellung bei: www.TayraNyx.de

Herzlichen Dank an den TayraNyx-Verlag für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplars!

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