Sonntag, 10. Oktober 2010

Rezension "Urmel aus dem Eis" (Max Kruse)

Heute war und ist ein ruhiger Tag und deswegen bin ich mal wieder zum (fertig)lesen eines Buches gekommen. Diesmal ist es "Urmel aus dem Eis" geworden, ein wirklich süßes Kinderbuch:
Dazu hatte ich die ganze Zeit "Down to Earth" von Peter Gabriel aus den Ohren, was im Übrigen der Soundtrack des Disney-Films "Wall-E" ist.

Urmel aus dem Eis von Max Kruse

Ich habe eine noch ältere Ausgabe gelesen, ist aber das selbe Urmel-Bild vorn drauf *lach*
Die ersten Worte:
Vor vielen Millionen Jahren.

Es war vor vielen Millionen Jahren. Ja, wirklich! Damals legte Mutter Urmel das Urmelei am Ufer des großes Meeres in den Sand, wie sie es bisher immer mit ihren Eiern getan hatte. Aber bals darauf begann es zu schneien und das war ganz ungewöhnlich.

Inhalt:
Auf der kleinen Insel Titiwu, die irgendwo im Ozean liegt, wohnt Professor Habakuk Tibatong mit dem kleinen Jungen Tim Tintenklecks und seinen Tieren: Wutz, das Schwein; Schusch, der Schuschnabelvogel; Ping Pinguin; Wawa, der Waran und Seele-Fant, ein See-Elefant.
Professor Tibatong wohnte dort mit seinen Tieren, da man ihn in seiner Heimatstadt Winkelberg vertrieben hatte. Dies kam daher, dass er als verrückter Professor beschimpft wurde, die Urmel-Theorie und die Theorie vom unsichtbaren Fisch zu beweisen versuchte und mit einem Waisenjungen und einem Schwein zusammenwohnte, das als Haushälterin seine Tage fristete. Dazu kam noch, dass der Professor ein Mittel erfunden hatte, dass die Gehirnströme von Tieren anregte und es so möglich machte, Tieren das Sprechen beizubringen.
Wie auch immer, deshalb war er mit Hab und Gut aufgebrochen und schließlich auf Titiwu gelandet. Dort hatte er eine Sprach-Schule für Tiere eröffnet.
Eines Tages finden die Tiere einen riesigen Eisberg, der im Wasser treibt. Die Inselbewohner schaffen ihn an Land und finden ein im Eisberg eingefroerenes Ei. Es wird ausgebrütet und Professor Tibatongs Urmel-Theorie wird bestätigt, denn aus dem Ei schlüpft ein waschechtes Urzeit-Urmel.
Doch auch Direktor Doktor Zwengelmann vom Naturkundemuseum und König Futsch in Punmpolon, Pumpolonien erhalten Nachricht über den Urmel-Fund und noch während man auf Titiwu in aller Seelenruhe das Urmel aufzieht, machen sich die Pumpolonier auf, das Urmel zu fangen…

Meinung:
Die Geschichte vom Urmel aus dem Eis ist ein wundervoll geschriebenes Kinderbuch, dass trotz der kindergerechten, etwas simpleren Sprache auch für Erwachsene etwas ist, die ein bisschen Kindheit in sich bewahrt haben.
Jeder Charakter hat auch in diesem kleinen Büchlein von nur 190 Seiten einen ganz eigenen, liebevoll gestalteten Charakter, der zwar nicht besonders tiefgründig ist, dafür aber Wiedererkennungswet hat.
Der Professor ist die Unordnung in Person, Wutz, das Schwein ist eine Ordnungsliebhaberin und tief im Herzen eine geborene Mama, die Tiere werden dich verschiedene Sprechfehler liebenswert. So kann Ping Pinguin zum Beispiel das „sch“ nicht aussprechen und macht aus einer „Muschel“ eine „Mupfel“.
Wer die Umsetzung der Augsburger Puppenkiste kennt, der wird den Großteil der Handlung bereits kennen, denn die Puppenkisten-Version ist recht dicht an das Buch angelehnt, zum Ende hin sind aber Geschehnisse ausgelassen worden, so dass auch für mich Neues zu entdecken war, obwohl ich den Augsburger Puppenkisten-Film beinahe auswendig kann, so oft habe ich ihn als Kind gesehen.
Man darf keine rasante Spannung erwarten, was logisch ist, da der Roman für Kinder im Erstlesealter empfohlen wird und doch hat er Pfiff und wird für die Kleinen an einigen Stellen bestimmt ziemlich gruselig sein. Es gibt zwar keine ellenlangen Beschreibungen, aber die Ereignisse und Personen kommen trotzdem sehr real daher.
Für diejenigen, die ein wenig schmunzeln wollen und gerne an ihre Kindheit erinnert werden, können dieses Büchlein ruhig einmal zur Hand nehmen, schließlich hält es mit den paar Seiten nicht länger als zwei Abende aus.
Für alle kleinen Leser natürlich absolut zu empfehlen!
Sicherlich werde ich „Urmel aus dem Eis“ demnächst mal meinen kleinen Nichten vorlesen, wenn ich sie wieder besuchen fahre ;)

5 von 5 Sternchen.

Buchinformationen:
(beziehen sich auf die momentan erhältliche Ausgabe, die ich nicht gelesen habe)
Gebundene Ausgabe: 158 Seiten
Verlag: Thienemann Verlag
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3522169026
ISBN-13: 978-3522169028
Preis: 9,90 €

Kommentare:

  1. Ich mag Urmel. Urmel ist toll ;-)

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  2. Ich auch <3 Versetzt einen so schön in die Kindheit zurück. Und süß ist es allemal :)

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