Donnerstag, 21. Oktober 2010

Rezension "The Infernal Devices 1: Clockwork Angel" (Cassandra Clare)

 Mein erstes englisches Buch seit Monaten (seit mehr als einem Jahr (?)).
 Ohrwurm: Das gezeichnete Ich - Halleluja

The Infernal Devices 1: Clockwork Angel von Cassandra Clare

Die ersten Worte:
London, 1878.
The demon exploded in a shower of ichor and guts.
William Herondale jerked back the dagger he was holding, but it was too late. The viscous acid of the demon's blood had already begun to eat away the shining blade. He swore and tossed the weapon aside; it landed in a filthy puddle and comenced smoldering like a dousend match.

Inhalt:
Nach dem Tod ihrer Tante Harriet verlässt Theresa Gray, von allen Tessa genannt, ihre alte Heimat New York und reist nach London, nachdem ihr Bruder Nate ihr ein Ticket für die Überreise geschickt hat. Am Hafen wird Nate sie abholen, so lautete der Plan, doch als sie endlich in London ankommt, tauchen an seiner Stelle die Dark Sisters und ihre Bediensteten auf. Da Nate sie geschickt hat, geht Tessa trotz des seltsamen Gefühls im Magen mit ihnen. Ein Fehler, wie sich herausstellen soll, denn die Schwestern halten sie in den kommenden Wochen in ihrem Haus in London gefangen. Dort zwingen die Frauen Tessa, eine Gabe zu trainieren, von deren Existenz sie nichts wusste. Diese Gabe weckt in ihr tiefe Ängste, aber sie kann sich nicht widersetzten, denn die Dark Sisters drohen, ihren Bruder zu töten.
Als ihr schließlich eröffnet wird, dass sie den fremden „Magister“ heiraten soll, hält Tessa es nicht mehr aus und versucht zu fliehen. Dabei trifft sie auf William Herondale, einen Shadowhunter des Londoner Instituts.
Er befreit sie und nimmt sie mit zum Institut und plötzlich sieht sich Tessa einer ganz neuen Welt gegenüber, von der die Menschen nichts ahnen. Unter der Bevölkerung leben Downworlder, Unterweltler, und der Magister ist nach wie vor hinter ihr her.
Zusammen mit den Schattenjägern des Instituts muss sie eine Katastrophe abwenden, denn der Magister verfolgt finstere Pläne…

Meinung:
„Clockwork Angel“ ist mein erstes Buch von Cassandra Clare, deswegen kann ich es in keiner Weise mit ihrer „Chroniken der Unterwelt“-Reihe vergleichen, eines steht an dieser Stelle aber schon fest: diese Romane werden es alsbald ebenfalls in mein Regal schaffen, ob nun englisch oder deutsch, da bin ich noch nicht ganz sicher, aber ich war von „Clockwork Angel“ sehr begeistert!
Mehr durch einen Zufall bin ich im Buchladen auf das Buch gestoßen und war neugierig, also habe ich es mitgenommen – und nicht bereut.
Das London zur Zeit des Jahres 1878 zeigt sich sehr mysteriös und geheimnisvoll, hinter jeder Ecke scheinen Schatten zu lauern, von denen der Leser nichts ahnt. Zusammen mit dem Leser lernt man die Welt, die Cassandra Clare geschaffen hat, näher kennen. Zwar waren die Actionszenen nicht so zahlreich, wie erhofft, durch die vielen Geheimnisse bleibt die Spannung aber über das ganze Buch aufrecht erhalten. Die Geschichte nimmt im Laufe der Zeit unvorhersehbare Wendungen, die Geheimnisse tragen maßgeblich dazu bei, dass man immer wieder entdecken muss: es ist nichts so, wie es scheint. Immer wieder hat man das Gefühl, die Charaktere erzählen nicht die ganze Wahrheit.
Vor allem Will und sein Freund Jem, die Tessa schon bald sehr ans Herz wachsen, hüten ihre Geheimnisse, wobei beide ihren ganz eigenen Charme besitzen. Will ist wohl der zynischste Mensch ganz Londons und lässt niemanden an sich heran, außer vielleicht Jem, aber selbst er weiß nicht alles – oder doch? Jem hingegen ist sehr viel zugänglicher, handelt stets weiser als Will.
Die anderen Bewohner des Instituts fand ich ebenfalls sehr gut gelungen, vor allem Charlotte, die Leiterin des Instituts, ist ein starker Charakter, obwohl sie selbst noch eine junge Frau ist.
Jeder im Institut ist ein Waisenkind und so fühlt sich Tessa bald nicht mehr so unwohl, wie anfangs. Doch sie selbst muss erst einmal herausfinden, wer sie wirklich ist. Ihre Welt ist nicht mehr dieselbe, durch ihre Gabe weiß sie nicht mehr, ob sie noch die „wahre“ Tessa ist oder überhaupt jemals war.
Die Geschichte endet mit wirklich spannenden und actionreichen Szenen, sowohl Schattenjäger als auch Tessa müssen sich beweisen, um die Katastrophe abzuwenden und den Plan des Magisters zu vereiteln und zuletzt wird der Leser noch einmal richtig geschockt und das Buch endet wirklich gemein, so dass ich den nächsten Band „Clockwork Prince“ jetzt schon kaum mehr erwarten kann.

Fazit:
Ich kann das Buch wirklich nur empfehlen; eine fantastische, düstere Fantasy-Geschichte voller Geheimnisse, Magie, Action, Freundschaft und einer Prise Romantik – was will man mehr?
Das Cover ist etwas für’s Auge, die schimmernden Akzente, die eingebracht wurden, haben mich sofort für das Buch eingenommen.
5 von 5 Buchwelten.

Buchinformationen:
Taschenbuch: 496 Seiten
Verlag: Walker Books
Sprache: Englisch
ISBN-10: 140632132X
ISBN-13: 978-1406321326

Aus der The Infernal Devices-Reihe:
  1. Clockwork Angel
  2. Clockwork Prince (erscheint im August 2011)

Kommentare:

  1. Das Cover ist wirklich sehr schön. Leider ist mein Englisch sehr eingerostet, sodass ich mir keine englische Literatur zutraue.
    Das gezeichnete Ich ist großartig. Habe ihn schon live gesehen.

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  2. Ich habe auch zuerst gedacht, es würde schwieriger werden, aber letztendlich habe ich es fantastisch verstanden. Ließ dir doch mal eine englische Leseprobe durch, villeicht merkts du ja auch, dass dein Englisch noch ganz akzeptabel ist ;)
    Ich finde die Lieder fantastisch, schade, dass ich für das Album momentan kein Geld habe...

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  3. Hört sich toll an. Aber mein Englisch ist definitiv zu schlecht :-(

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  4. Wird bestimmt auch auf Deutsch veröffentlicht, so gut wie sich die Chroniken der Unterwelt verkaufen. ;)

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  5. Wenn du Clockwork Angel magst, dann wirst du auch City of Bones mögen ;)
    Gut rezensiert, ich stimme dir zu ^^

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