Dienstag, 3. August 2010

Rezension "Wolf Shadow 1: Verlockende Gefahr" (Eileen Wilks)

Gerade vor einer Stunde bin ich mit diesem Schmöker hier fertig geworden:
Ich habe generell zu jedem Buch ein oder zwei Lieder, die ich in der Dauerschleife höre. Dieses mal war mein Buchohrwurm "Oh No!" von Marina and the Diamonds.

Wolf Shadow 1: Verlockende Gefahr von Eileen Wilks


Die ersten Worte:
Viel war von seinem Gesicht nicht mehr übrig.

Inhalt:
In San Diego ereignet sich ein schrecklicher Mord, höchstwahrscheinlich begangen von einem Werwolf. Im Buch werden Werwölfe als Lupi bezeichnet.
Lily Yu ist Detective beim Morddezernat und wird auf den Fall angesetzt, da sie eine Sensitive ist - sie kann übernatürliche Schwingungen und Energien spüren. Ihr Vorgesetzter ist der Meinung, diese Gabe könnte ihr in diesem Fall behilflich sein.
Schon bald hat Lily eine erste Spur: Rule Turner scheint ein Verdächtiger zu sein. Rule ist ein Lupus und gleichzeitig der Lu Nuncio (der Sohn des Alphas und Nachfolger dessen) seines Clans.
Doch schon bald stellt sich jedoch heraus, dass er eigentlich unschuldig ist und Lily erhält immer mehr den Eindruck, dass jemand Rule etwas anhängen will. Zudem müssen sowohl sie als auch Rule bald feststellen, dass sie Verräter in ihren eigenen Reihen haben.
Währenddessen müssen die beiden ein Band akzeptieren, dass zwischen ihnen wächst. Gefallen daran findet vor allem Lily nicht unbedingt, denn sie fühlt sich eingeengt.
Und die Dinge werden immer komplizierter. Es geschieht ein weiterer Mord, Lily wird suspendiert und immer noch hat sie nur Halbwahrheiten aufgedeckt. Sie scheint etwas Wichtiges zu übersehen...

Meinung:
Lange hab ich nichts mehr gelesen, was mit Werwölfen oder Krimis zu tun hatte. Es hat mir vielleicht nicht unbedingt gefehlt, aber es war mal wieder etwas Anderes und hat mir gut gefallen.
Zu Beginn der Geschichte wird man mit dem Eintreffen von Lily am Tatort sofort in die Geschehnisse hineingeworfen, dadurch kommt keine Langeweile auf.
Was mich jedoch vor allem zu Anfang sehr gestört hat war, dass man einige Dinge einfach nicht verstanden hat. Zum Beispiel, dass es einen Unterschied zwischen Hexenkunst und Zauberei gibt, dass beides aber Magie ist, sich wiederum aber nicht gleicht. Man bekommt zwar im Laufe der Geschichte mit, was nun Unterschiede sind und begreift, wie die Autorin ihre Welt aufgebaut hat, aber es verwirrt einen vor allem im ersten Viertel des Buches. Dabei gibt es noch mehr Aspekte, die man erst im späteren Verlauf des Buches wirklich versteht.
Dies baut zwar Spannung auf und man denkt unwillkürlich mit Lily über alles nach und begreift die Vorkommnisse mit ihr zusammen, aber es war mir doch teils ein bisschen zu verwirrend.
Trotzdem ist die Geschichte rundum spannend und nimmt Wendungen, die ich so nicht erwartet hätte. Die Puzzleteile finden wirklich erst ihren Platz, wenn auch Lily auf die Lösung gekommen ist.
Die Beziehung zwischen Lily und Rule entwickelt sich langsam, zuerst wehrt Lily sich zwar gegen die Beziehung, aber Rule bleibt beharrlich und die beiden wachsen immer mehr zusammen. Dabei prickelt es zwischen den beiden ordentlich.
Für die nächsten Bände hat sich Wilks genug Stoff aufgehoben und es wird wohl nicht lange dauern, bis ich mir den nächsten Band zulegen werde. In diesem Buch hat Lily zwar den Fall an sich gelöst, doch die wirkliche Bedrohung, die für die Welt besteht, ist längst nicht überwunden und in diesem Sinne freue ich mich auf die nächsten Ermittlungsarbeiten!
"Verlockende Gefahr" kann ich jedem empfehlen, der etwas für Werwölfe und spannende Krimigeschichten mit romantischem Touch übrig haben. Wer "Wolfskuss" von Lori Handeland gelesen hat, dem könnte dieses Buch ebenfalls zusagen.

4 von 5 Sternchen.

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